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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unendliche Reise
Dietmar Dath schafft etwas Neues und für mich Einzigartiges. Verborgen hinter einer Vielzahl von Fachausdrücken, die einem das Lesen nicht gerade erleichtern, eingesperrt in nicht enden wollende Satzkonstrukte, verbirgt sich eine aberwitzige, skurille Geschichte. Die Geschichte einer Reise oder besser mehrerer ungewöhnlicher Reisen (Schlachten, Lieben,...)...
Veröffentlicht am 26. Januar 2009 von Markus Deutsch

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42 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schale Science Fiction von Snobs für Snobs
Kennen Sie diese Leute, die, sobald sie nichts zu sagen haben, aber gerne wichtig wirken wollen, anfangen mit achtsilbigen Wörtern um sich zu schmeißen? Leute, die einen schief ansehen, wenn man lokale Jazzmusiker aus Tuvalu nicht kennt?
Leute, die solche Absätze schreiben:
"Den aufmerksameren Gente wurde eben deutlich, dass die fuchsigen...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2010 von Rich-Art


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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unendliche Reise, 26. Januar 2009
Von 
Markus Deutsch (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
Dietmar Dath schafft etwas Neues und für mich Einzigartiges. Verborgen hinter einer Vielzahl von Fachausdrücken, die einem das Lesen nicht gerade erleichtern, eingesperrt in nicht enden wollende Satzkonstrukte, verbirgt sich eine aberwitzige, skurille Geschichte. Die Geschichte einer Reise oder besser mehrerer ungewöhnlicher Reisen (Schlachten, Lieben,...). Dietmar Dath hat dabei weder Respekt vor biologischen, mathematischen oder phsikalischen Gesetzen, noch vor Zeit oder Raum (übrigens auch nicht vor Darwin).

Immer, wenn man denkt, dass man dem Handlungsfluss folgen kann, versetzt Dath dem Leser einen Schlag und er findet sich irgendwo verlassen wieder. Er rappelt sich wieder auf und versucht die losen Enden, die Dath ihm entgegenstreckt aufzunehmen, zu verstehen, was die Anspielungen bedeuten und setzt die Reise fort.

Wer einmal abgetaucht ist in die Tiefen der Geschichte und sich auch nicht durch unverständliche Idiome verwirren lässt, der kommt bis zum Ende des Buches nicht mehr aus den fesselnden Fängen der Handlung heraus. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an den eigenartigen Charakter der Protagonisten, ja man gewinnt sie irgendwann sogar lieb.

Daneben gelingt es Dath, die Geschichte immer wieder bis zu einem Punkt zu bringen, an dem man die Handlung nur mit einer großen Portion Humor ver-(über-)stehen kann. Ob das gebrochen rationale Dimensionen, Wesen, bestehend aus Insektenschwärmen, Gedanken über Körnerbrötchen und medium Kohlesäure haltiges Mineralwasser oder der sich beklagende, sprechende Kaffee aus der Tasse sind, die Geschichte durchzieht ein sarkastischer, irrwitziger Humor, der beim Lesen einfach Spaß macht.

Für mich eine Mischung aus: Phantasie von Michael Ende (Unendliche Geschichte), Sprachgewaltigkeit von Arno Schmidt, Technikverliebtheit von Stanislaw Lem und dem skurillen Humor von Helge Schneider.

Kurzum meine Empfehlung: Eintauchen, die ersten 200 Seiten überstehen und dann nur noch genießen.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kampf ums Dasein, 15. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
»Die Abschaffung der Arten« ist eine moderne Tierfabel für Erwachsene: In dieser Zukunftsvision Dietmar Daths ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Sie wurde fast ausgerottet von den Tieren, die eine neue Hochkultur aufgebaut haben. Und schon erhebt sich im südamerikanischen Urwald eine dritte Spezies, die den Kampf ums Dasein noch weiter anheizt.

Vor diesem Hintergrund wird der Wolf Dmitri vom Tierkönig ausgesandt, dem sich anbahnenden Konflikt die entscheidende Wende zu bereiten. Auf seiner Reise lernt er viel über die den Tieren vorrausgegangene Hochkultur, und warum diese unterging. Schon bald muss Dmitri sich fragen, ob den Tieren ein ähnliches Schicksal droht. Er muss sich entscheiden, ob er auf der Seite des Königs kämpfen will, oder sich als Attentäter an einer Intrige gegen den Tierherrscher beteiligt, um dem Exodus der Tiere den Weg zu bereiten...

Es liegt nicht (nur) am hohen Gewalt- und Sexgehalt, dass diese Fabel für erwachsene Leser so spannend ist. »Die Abschaffung der Arten« gibt sich nämlich auch im betont intellektuellen Gewand. Der Leser wird von Dath dermaßen bombardiert mit Wissen aus Biologie, Physik, Sozialwissenschaft und Philosophie, dass die vielen Fachbegriffe teils eine dadaistische Ausdruckskraft entwickeln (und durch die Hinzufügung mancher Neologismen auch entwickeln wollen).

Mit diesem Buch geling Dath irgendwie der Kunstgriff, dass der Leser das Buch im Angesicht von soviel Fachidiotie nicht enternervt zur Seite legt. Stattdessen verneigt sich der Leser ehrfurchtsvoll vor so vielen Möglichkeiten von Wissenschaft, die sich vor ihm auftun und von denen er im Laufe des Buches immer nur eine ansatzweise Ahnung erhält. Den roten Faden wird der Leser jedoch nie verlieren, auch wenn er mal nur »halb« versteht...

Es fällt schwer diese spezielle Wirkung von »Die Abschaffung der Arten« zu beschreiben. Vielleicht muss man dieses Buch einfach erlebt haben. Dietmar Dath hat dieses Buch mit ganz viel Humor, Brutalität und Tiefsinn geschrieben. Mich erinnert er dabei an eine Art »bösen« Walther Moers. Eine wirklich spannende Gesamtkomposition, die ganz viel Freude beim Lesen bereitet. Ich habe das Buch in nur vier Tagen verschlungen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Gestalt für neue Gedanken, 2. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
Ich gebe zu, hin und wieder ist das Buch von Dietmar Dath so weit weg von bekannten Denk- und Lesemustern, dass man Probleme hat mit der Phantasie hinterher zu kommen und das sorgt an manchen Punkten für etwas Anstrengung beim Lesen. Allerdings sind es gerade diese Punkte, die dafür sorgen, dass man die Welt, die Dath hier entwirft, nach Beendigung der Lektüre nicht wieder vergisst. Dieses Buch schafft es unserem (oder zumindest meinem) Denken neue Perspektiven zu eröffnen.
Allerdings nicht auf Kosten der Unterhaltung. Die Charaktere sind zum Teil ungemein unterhaltsam und trotz ihrer Fremdartigkeit emotional sehr zugänglich. Dies verdanken sie nicht zuletzt den oft großartigen Dialogen, die es trotz der enormen gedanklichen Tiefe einige Male geschafft haben, mich zum Lachen zu bringen.
Alles in allem ein wirklich besonderes Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gratis und legal als Podcast über BR2 erhältlich, 7. September 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Audio CD)
Ich habe mich gewundert, aber ich habe dieses Hörspiel als Gratis Podcast über den Hörspielpool von BR2 in meinem Itunes. Es ist absolut identisch gegenüber der MP3 CD Version. Die Hülle wäre damit dann der einzige Unterschied gegenüber der legalen und kostenfreien Podcastfassung. Ob es das wert ist, muss jeder für sich selbst wissen.

Zum Inhalt etc. möchte ich mich hier nicht auslassen. Leichte Kost ist es nicht. Es finden sich im Internet aber diverse Rezensionen über den Inhalt...

Zur Hörspiel Version möchte ich sagen, dass es kein Hörspiel ist, bei dem man nebenbei Auto fahren sollte oder aufräumen oder was auch immer sonst sie so neben bei tun, dafür ist es zu komplex und ich denke man bekommt zu wenig mit, wenn man nicht aufmerksam lauscht.

Was mir auch meiner Anlage immer wieder auffällt, ist das ich teilweise durch die lauten Nebengeräusche des Hörspiels nicht immer ohne Anstrengung dem Sprechenden folgen kann, aber das liegt vllt auch an meinem subjektiven Empfinden.

Zusammenfassend: Toll das es das Buch als Hörspiel gibt! Ob es nun diese Kaufversion sein soll, muss jeder selber wissen...
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42 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schale Science Fiction von Snobs für Snobs, 14. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Kennen Sie diese Leute, die, sobald sie nichts zu sagen haben, aber gerne wichtig wirken wollen, anfangen mit achtsilbigen Wörtern um sich zu schmeißen? Leute, die einen schief ansehen, wenn man lokale Jazzmusiker aus Tuvalu nicht kennt?
Leute, die solche Absätze schreiben:
"Den aufmerksameren Gente wurde eben deutlich, dass die fuchsigen Langzeitkalküle aufgegangen waren. Das freute zumindest die Äffinnen im Hofstaat des Affen Stanz. Die fraßen Geschichte mit Lust und naschten immer gern am Statischen, auch am Dynamischen: Konfekt in den Geschmacksrichtungen >Erzeugung<, >Verteilung<, >Reichtum< und >Mangel<. Der Affe Stanz machte aus allen vieren Kunst. Damit schmückte man das Fest. Esprit hieß ja seit je: Kostümumzüge, Bacchanale, süßer Lärm, Verwandlung." -- Die Abschaffung der Arten

Dietmar Dath wurde mir durch "Die Abschaffung der Arten" persönlich unsympathisch, weil das Lesen seines Buches eine riesige Zeitverschwendung war. Er ist gerade so spannend, dass man noch weiterliest, aber im Endeffekt grundlegend enttäuscht ist.
Zu viele prätentiöse Wortschöpfungen, zu viele Abschnitte in denen nichts Relavantes passiert, zuviele Charaktere, die keinen Beitrag leisten, nie wichtig waren, großräumig eingeleitet und schnell getötet werden, zu viele Storytwists, die unbedeutend und wirr sind. UND ZU VIELE DEI EX MACHINA!!!
Es fühlt sich wie ein Krimi an, der einigermaßen okay geschrieben ist, aber indem der Detektiv zehn Seiten lang sein Zimmer aufräumt, die Biographie seines Steuerberaters vorliest, mitten im Fall keine Lust mehr hat und den Mord nie aufklärt. Irgendwann ist der Detektiv eingesperrt, aber zum Glück kann er sich plötzlich auf den Mond teleportieren. Super Storytelling! (oder um es mit Daths Stil auszudrücken: "Der Allgemeinheit mitunter gefallend Erscheinendes!")

Machina ex Anus:
In jedem guten Science Fiction Buch werden Technologien erst eingeleitet, bevor sie die Story grundlegend verändern. Daran hält sich Dath natürlich nicht, wäre ja auch zu ordinär. Stattdessen zeichnet er eine komplett inkosistente Welt: Plötzlich können sich die Armeen von Katahomenleandraleal (die Fusion aus Katahomencopiava und Katahomenduende (Lesefluss-steigernde Namen ftw!)) rumteleportieren. Die Armeen sind durch Atomwaffen nicht aufzuhalten, aber ein Tiger kann ihnen einen Arm ausreißen. Die Gente haben nur einen Bruchteil der Welt bevölkert und bauen schon seit Jahrhunderten an ihren drei Städten, aber können innerhalb von Wochen eine Mondstation bauen und Planeten terraformen. Plötzlich haben die Gente orbitale Waffen. Plötzlich haben sie die Fähigkeit sich zu duplizieren. Plötzlich können sie den Körper zu wandeln. Plötzlich können sie sich in Wasser aufzulösen etc.
Und das ganze ist auch noch unlogisch.

So läuft beispielsweise der Krieb ab: Auf der einen Seite stehen paar hundert tausend halb-intelligenter Roboter/Menschen mit Bohrmaschinen-Armen, auf der anderen Seite mehrere hundert Millionen sich-duplizierende-morphende-(meist hyperintelligente) Wesen, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit verständigen können und von denen einer ausreicht um mehrere Roboter zu zerstören. Natürlich gewinnen die Roboter.
Nachvollziehbare Ausgänge von Konflikten sind für Dath scheinbar zu schnöde, stattdessen gibt es eine Reihe "x kann plötzlich y"-Storytwists oder "Konflikt x beginnt... und wird nie wieder erwähnt"-Abschnitte.

Nachvollziehbare Charaktere? Charakter-Entwicklung? Pfui. Weg damit.
Dath braucht so was nicht. Statt einem Held gibt es gar keinen. Statt ein paar schön gezeichneten, interessanten Charakteren, gibt es Dutzende Nichtstuer.
Dadurch dass es es so viele gibt, werden alle zu wenig beleuchtet und handeln entsprechend unterbelichtet oder 'überraschend'. Dem "Haupt"charakter reicht eine Seite Sex und eine viertel Seite "Diskussion", um seine jahrzehntelange Loyalität umzukrempeln und ihn zum Verräter zu machen. Als würde man zu einem Fundamentalisten gehen und folgendes Gespräch haben: "Gott ist doof." "NEIN! Gott ist die Wahrheit." "Gott ist sehr doof." "Hm, vielleicht ist da was dran." "Gott ist sehr sehr doof." "Du hast Recht! Lasst uns Kirchen niederbrennen!!!" (Natürlich würde Dath diese Sätze auf zweihundert ausdehnen, mittendrinne drei Jazzmusiker aus Tuvalu einführen und vier Szenenwechsel einschieben, ohne mehr Inhalt zu haben.)

Story:
Die Abschaffung der Arten ist kein Buch das eine Geschichte erzählen will, glaube ich. Es sind viel mehr so um die dreißig Kurzgeschichten, die in der gleichen Welt spielen, nur hat man die Kurzgeschichten zerrissen, wie Konfetti durch die Gegend geworfen und in zufälliger Reihenfolge wieder zusammengeklebt. "Forrest Gump meets Memento meets Magnolia meets schlechter Drogen-Trip"

Technologie:
organische Computer, Körperwandlung, Genetik, Terraformung, Plasmawaffen, etc. pp.
Nichts was man nicht schon hundert mal gehört hat nur umständlicher verpackt. "mobile Internet-Kommunikation" wird mit "Pherinfonen/Schnupperquanten. Eine Mischung aus Pheromonen und Quantentechnologie, die jedes Tier riechen/versenden kann" neu gestaltet. Visiönär? Bei weitem gefehlt. Diese Pherinfone bieten nicht mehr als das Internet (selbst Videos kann man natürlich durch die Gegend duften), man ist sogar eingeschränkter, aber dafür verschwendet Dath mehrere Seiten um dieses Konzept einzuführen/zu beschreiben.
In Minority Report reicht eine Technologie um die gesamte Story anzutreiben. In Abschaffung der Arten schafft keine der unzähligen Technologien wirklich plotrelevant zu werden. (Mit Ausnahme der deus-ex-machina-Technologien-die-die-Story-umkrempeln-und-nie-wieder-erwähnt-werden)

Weltkritik/hohe Fragen:
Zu viele 'hohe Themen' werden angerissen, banal abgehandelt und bleiben bedeutungslos. Nichts regt zum Denken an, man hat alles schon mal gehört, nur besser.

Verallgemeinerung:
Zu viele x werden aufgeführt. Keines der x wird vertieft, aber mit vielen umständlichen Worten in die Länge gezogen. x bleibt dadurch unwichtig und wird vergessen. Durch einen faulen Plottwist passiert etwas mit x und x wird nie wieder erwähnt.

Und falls sie immer noch das Buch kaufen wollen, hier noch ein Abschnitt:
"Es ist im öhi übrigen aaahh vielleicht kein Zufall überhaupt, daß die Kunstformen bingbong des Barock fff huhotz ausgerechnet in jeneselbebebere Epoche fallen, rikkiticki, die andererseits durch die, die die Aufklärung bestimmt äh ist, das heißt die aaahahaaa Vielfalt und auch der Bombast der pfopp, pfopp, der Formen paßt, wenn auch unsere ahalalala, unsere Intuitionen uns etwas anderes nahelegen wollenwummsen, jaaaahh, gar nicht so übel zur ipsopipso Beseitigung von..." -- Der Esel Storikal in Die Abschaffung der Arten
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger ist manchmal mehr, 11. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
Beim vorliegenden Roman handelt es sich um ein durchaus lesenswertes Sciencefiction-Buch, auch wenn es in vielerlei Hinsicht nicht zum Standardwerk taugt.
Da ist zum Beispiel die Wortwahl: Vieles macht durchaus Sinn, allerdings nur wenn man konzentriert mehrmals liest. Und das muss wirklich nicht sein, SO kompliziert ist der Inhalt auch wieder nicht.
Da sind die Charaktere, die nun so garnicht plausibel sind: Ein Haufen dekadenter Vertreter aus Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft, die so mir nichts dir nichts eine komplett neue Welt geschaffen haben sollen. Hier wirkt Vieles unausgegoren und ziemlich sprunghaft - das einzig Vorhersehbare ist, dass jeder mit jedem irgendwann Geschlechtsverkehr haben muss. Einige verschwinden auf nimmerwiedersehen, einige sind eher sowas wie ein Running Gag.
Und schliesslich die Handlung selbst: SO wirklich neu ist sie auch nicht. Autoren wie Stapledon, Bear oder Sterling sind viel weiter gegangen - und das ganz ohne Phrasendrescherei und Establishment-Anbiederung. Vieles was an diesem Buch so gelobt wird, findet sich bei den genannten Autoren "formveredelter".
Aber genug der Kritik, die insbesondere in Anbetracht des Hypes so scharf ausfallen musste. Das Buch hat durchaus lesenswerte Stellen, ab der Mitte nimmt die Handlung auch an Fahrt auf und die Settings sind sehr originell.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im intellektuellen Überfluss, 27. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Nach der Lektüre von Dietmar Daths "Die Abschaffung der Arten" hofft man inständig, dass man nicht gefragt wird, was man denn zuletzt gelesen habe. Dann müsste man schwindeln und ein anderes Buch erwähnen, aber sicher nicht dieses. Denn dann wäre man hilflos der Situation ausgesetzt, den Inhalt dieses wunderhaft durchgeknallten Werkes smalltalksicher zusammenfassen zu müssen --- und das wird zu einer herkuläischen Aufgabe.

Dietmar Dath hat seinen Roman mit voller Absicht meilenweit entfernt von jeglicher machbaren Vorstellungswelt gesetzt. Die eigene Vorstellungskraft setzt irgendwann aus, das Hirn weigert sich irgendwann konsequent der üblichen Leseaufgabe: nämlich sich den Inhalt doch irgendwie bildlich vorstellen zu können. Das Imaginations-Burnout ist sehr schnell erreicht, der Leser will sich schlicht nicht mehr vorstellen müssen, dass die Tiere eigentlich gar nicht mehr so aussehen wie sie bezeichnet sind, aber irgendwie doch noch ein bisschen, dass sie plötzlich Menschenhände haben oder als Eiswürfel auftreten, fliegen können, aber keine Vögel sind und mithilfe von Geruchsquanten elementare Informationen senden und empfangen. Auch das Interpretationsvermögen verlangt irgendwann nach Feierabend und der Handlungsfaden verliert sich immer wieder in einem philosophischen Netz voller Diskursfäden, die plötzlich eingesponnen werden und oft ins Nirgendwo führen.

Allerdings bleibt bei dem ganzen literarischen Neuronengewitter eine Sache niemals auf der Strecke: der Lesespaß, die Freude ob des großen, übersprudelnden Ideenreichtums und Humors des Autors. Intellektuelle Hochgenüsse gibt es hier im Überfluss, die hochgeistigen Quellen sprudeln in kräftigen Strahlen. Wer Spaß am Denken und am Philosophieren hat, wer sich gern sein Hirn von verrückten, aber sicher nicht sinnbefreiten Ideen durchspulen lassen möchte, kommt an diesem Romanwahnsinn nicht vorbei.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sprachkino, 25. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
sicher ist das ganze geschmackssache und ich vergebe zuallererst das warnende prädikat "muss man mögen".
aber abgesehen von einer geschichte die unter schwer nachvollziehbaren szeneriewechseln anfangend immer weiter in fahrt kommt und zunehmend an struktur gewinnt um schließlich endgültig ans buch zu fesseln und mitzureißen hat dietmar dath mit seiner sprachgewalt satzmonster aus ketten von schillernden wortmutanten mit barocker opulenz geschaffen - und selbst wenn es keine handlung gäbe könnte ich stundenlang staunend durch die bizarre geostruktur seiner sprache wandern.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film für den Kopf, 1. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
Liebesmärchen, Technikphantasie, Staatsdrama - was nach der Lektüre dieses in jeder Hinsicht abenteuerlichen Romans zurückbleibt, sind Bilder einer Reise, auf die man mitgenommen wird, von Figuren, die zwar keine Menschen sind . ein Wolf ist Diplomat, eine Luchsin verführt zum Aufstand, ein Esel redet dümmer daher als der dümmste Philosoph - und die einem doch unterwegs vertrauter werden als die meisten Leute, die man kennt. Man möchte gar nicht, daß diese Reise je aufhört - und irgendwie tut sie das dann ja auch nicht, denn das Ende des Romans öffnet alle Möglichkeiten, die Geschichte selber weiterzudenken.
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16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Art zu schreiben, 11. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Abschaffung der Arten (Gebundene Ausgabe)
Ein eindringliches, fesselndes und literarisch gelungenes Werk, das in seiner schonungslosen Gegenwartsanalyse fantastische Erzählelemente mit einem plakativen, stellenweise aufdringlichen, stets aber offenen und aufrichtigen intellektuellen Stil verknüpft. Gerade der unsentimentale Blick auf die Zukunft der Menschheit, die ihren humanistischen Selbstentwurf Tag für Tag von neuem unterbietet, erinnert den Leser an Ralph Pordziks nicht minder rast- und schonunglose, dabei aber doch sensible Analyse der unmittelbaren Post-Gegenwart in seiner Erzählung "Dunkle Materie". Hier scheint sich eine neue Generation von Erzählern auf zu machen, um den biederen deutschen Neorealisten der letzten Jahre die Suppe zu versalzen!
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Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Dietmar Dath (Taschenbuch - 25. Januar 2010)
EUR 12,00
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