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230 von 231 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolte des Körpers
Alice Miller stellt den Zusammenhang her zwischen Gesundheit und den Erlebnissen aus der Kindheit. Dieses Buch ist einfach/verständlich geschrieben und spricht vor allem jene an, die einfühlsam genug sind um wahrnehmen zu können, dass ihr Körper mittels Krankheiten Signale sendet, dass hier etwas nicht stimmt. Alice Miller erklärt sehr deutlich...
Am 31. Mai 2005 veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts Neues von Alice Miller
Die ersten Bücher von Alice Miller waren völlig zu Recht Kracher im Psychosektor (z.B. Das Drama des begabten Kindes). Aber sie kommt von der Bitterkeit gegenüber ihren Eltern nicht weg, so wie es scheint.
Dieses Buch ist schrecklich redundant, die Thesen darin hätten sich, bös geschätzt, auf 1,5 Seiten zusammenfassen lassen.
Ich...
Vor 6 Monaten von Ein Kunde veröffentlicht


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230 von 231 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolte des Körpers, 31. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Gebundene Ausgabe)
Alice Miller stellt den Zusammenhang her zwischen Gesundheit und den Erlebnissen aus der Kindheit. Dieses Buch ist einfach/verständlich geschrieben und spricht vor allem jene an, die einfühlsam genug sind um wahrnehmen zu können, dass ihr Körper mittels Krankheiten Signale sendet, dass hier etwas nicht stimmt. Alice Miller erklärt sehr deutlich anhand von Beispielen berühmter Künstler den Zusammenhang zwischen Körper und Moral, die Abspaltung unserer Gefühle und die damit verbundenen Leiden.
Sie deckt auf, wie sehr das Kind unter den psychischen Misshandlungen gelitten hat und nach Liebe/Wärme/Geborgenheit suchte aber nie fand und wie sehr der Erwachsene noch heute darunter leidet, indem er sich Ersatzbefriedigungen sucht. So entstehen Workoholics, die unsere Gesellschaft so braucht und benutzt, so entstehen alle Arten von Abhängigkeiten und Sucht.
Sie erklärt auch, wie man aus diesem Wiederholungszwang aussteigen kann. Es gibt nur einen Weg: das Bewusstwerden und Zulassen von Gefühlen. Man kann Eltern nicht lieben, von denen man misshandelt wurde und wir müssen mit dem 4.Gebot aufräumen, das uns vorschreiben will "du sollst deine Eltern ehren". Misshandlungen sind strafbar, auch wenn sie von Eltern kommen und unser Grundgesetz sagt eindeutig "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Wir können das Loch in uns, das unsere Eltern hinterlassen haben,nur füllen, "wenn wir einen wissenden Zeugen finden, wenigstens EINEN Menschen, der uns so annimmt, wie wir sind, uns den Schutz, Respekt, Sympathie und Begleitung gibt, die uns helfen zu verstehen, wie wir so geworden sind, wie wir sind." Dieses Buch hat mir sehr geholfen, meine Beziehung zu meinen Eltern zu bearbeiten und mich gestärkt, meinen Weg zu gehen. Nicht empfangene Zuneigung kann man nicht nachholen und wir werden sie auch heute von unseren Eltern nicht mehr erhalten. Das tut weh, aber dieser Wahrheit müssen wir ins Auge sehen, um dann frei durchs Leben gehen zu können und uns Menschen zu suchen, mit denen wir in Liebe gehen wollen.
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174 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt gebracht, 18. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Gebundene Ausgabe)
Zum Thema Somatisierung - psychosomatische Erkrankungen - und ihren Zusammenhang mit kindlichen Traumata habe ich noch kein erhellenderes Buch gelesen.
Alice Miller geht auf verschiedene körperliche Erkrankungen (Magersucht, Krebs, Asthma) ein und zeigt die Zusammenhänge zwischen deren Auftreten und unverarbeiteten Traumata bzw. Konflikten des Kindes mit seinen Eltern auf. Sie stellt dabei die These auf, daß diese Krankheiten nicht durch Verzeihen und Aussöhnung mit den Eltern herbeigeführt werden kann, sondern - ganz im Gegenteil - Heilung nur durch Zulassen jener Gefühle erreicht wird, die die Balance des Körpers zerstört haben.
Anhand verschiedener Fallbeispiele stellt Miller dar, wie Patienten durch die vermeintliche Aussöhnung mit ihren Eltern und Verzeihen der durch sie erlittenen Kränkungen oder Erniedrigungen nur eine kurzfristige Besserung erreichen konnten. Eine dauerhafte Heilung wird jedoch nur durch das Annehmen der Wut und des Hasses gegen die eigenen Eltern erreicht. Die Verdrängung der Schuld der Eltern gelingt dem Kind häufig nur dadurch, daß es alle Schuld auf sich nimmt. Durch die Befreiung vom Tabu der elterlichen Fehlbarkeit kann es dem Erwachsenen jedoch gelingen, sich von der vermeintlichen Schuld und der daraus resultierenden Verpflichtung gegenüber seinen Eltern zu befreien.
Die meisten der hier beschriebenen therapeutischen Ansätze hat Alice Miller bereits in früheren Büchern beschrieben. Zu nennen ist hier z.B. ihre These, daß klassische Psychotherapeuten in vielen Fällen in ihren Denkweisen stark im christlich-religiösen Hintergrund verwurzelt sind und daher nicht als "wissende Zeugen" für die Verzweiflung des mißbrauchten Kindes" auftreten können. Das Neue an diesem Buch ist die Übertragung ihrer Ideen auf (psycho-)somatische Krankheiten. Besonders gefallen haben mir ihre - leider zu kurzen - Ausführungen über eine Asthma-Patientin, deren Symptome verschwanden, nachdem sie sich als eigenständige Person anerkannte und ihre Empörung als gerechtfertigt anerkannte.
Dieses Buch macht Mut, den eigenen Gefühlen zu vertrauen, ehrlich mit ihnen umzugehen und nicht der eigenen Harmoniesucht zu verfallen, die suggeriert, daß Vergeben und Vergessen der beste Weg ist.
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169 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verdrängte Gefühle und die Folgen für den Körper, 7. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Gebundene Ausgabe)
In ihren Büchern hat sich Alice Miller auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Gewalt in der Erziehung und deren individuellen und gesellschaftlichen Folgen auseinandergesetzt.
Auch in „Die Revolte des Körpers" greift sie diese Schwerpunkte wieder auf, erweitert um die Diskussion der Frage: Wie ist das Verhältnis nun erwachsener, früh misshandelter Kinder zu ihren Eltern beschaffen? In diesem Zusammenhang zeigt die Autorin, wie sehr dieses Verhältnis immer noch von den Forderungen der Religion, die Eltern achten zu müssen, geprägt ist und verdeutlicht, welchen Schaden diese moralische Forderung im Leben des Erwachsenen anrichten kann. Wenn ein Mensch sich bemühe, die Eltern zu lieben, obwohl er eigentlich so nicht fühle, weil er in der Kindheit von ihnen misshandelt wurde, habe dies Folgen für den Körper. Das Unterdrücken echter Gefühle könne zu schweren physischen Erkrankungen führen. Das ist der rote Faden ihres neuen Buches.
Zu Beginn illustriert sie ihre These anhand des Lebens verschiedener Schriftsteller, die jeweils auf ihre Weise versuchten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, aber scheiterten, weil sie keinen Zugang fanden zu ihrer Kindheitsgeschichte.
Im Hauptteil führt Miller aus, dass die unterschiedlichen heutigen Psychotherapien von moralischen Forderungen an den Patienten beherrscht sind. Mehrheitlich würden die Hilfesuchenden in den Therapien dazu gedrängt, ihren Eltern zu vergeben, was auch immer in der Kindheit geschehen sei. Dies führt sie darauf zurück, dass sich die Therapeuten von der aus der Kindheit stammenden Angst vor den eigenen Eltern ihrerseits nicht befreien konnten. Patienten würden auf unterschiedlicher Weise daran gehindert, wahrzunehmen, was sie wirklich gegenüber den Eltern empfinden und was sie wirklich wollen. So entwickelten sie Symptome, die sich dann zurück bildeten, sobald es den Patienten ermöglicht werde, ihre wahren Gefühle auszudrücken.
Abschließend erläutert sie Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Anorexie anhand des „fiktiven Tagebuches" einer magersüchtigen Frau. Hier erscheint die Magersucht nicht als unverständliche Krankheit, sondern als Ausdruck eines Mangels an Kommunikation in der Kindheit wie in der Gegenwart, der nicht allein dadurch behoben werden könne, dass Ärzte und Therapeuten den Patienten dazu bringen, das Essverhalten wieder in den Griff zu bekommen, weil dadurch die Ursache der Krankheit unentdeckt bleibe.
Das neue Buch von Alice Miller bietet in einer gut lesbaren Sprache sowohl einen Einstieg in ihr Werk für diejenigen, die es nicht kennen, als auch wichtige Ergänzungen für ihre langjährigen Leserinnen und Leser.
Menschen, die eine problematische Kindheit hatten und Erfahrungen mit der Psychotherapie, werden in diesem Buch wesentliche Gedanken finden. Wahrscheinlich steht jeder von Misshandlungen in der Kindheit Betroffene einmal vor der Frage: Wie gehe ich heute, als Erwachsener mit meinen Eltern um? Dass Alice Miller in diesem Zusammenhang ausführlich darlegt, warum das Gefühl des ehemals misshandelten Kindes für die Eltern keine Liebe sein kann, sondern eher „eine mit Erwartungen, Illusionen und Verleugnungen belastete Bindung", gibt viel Stoff zum Nachdenken. In zahlreichen Veröffentlichungen beispielsweise von Frauen, die als Kinder von ihren Vätern missbraucht wurden, ist zu lesen, dass diese Frauen ihre Väter weiterhin liebten. Vor diesem Hintergrund ist es wertvoll, wenn die Autorin zeigt, wie die Unterdrückung der echten Gefühle zu Drogenabhängigkeit, Magersucht oder körperlichen Krankheiten führt. Man kann eine seelische Not nicht mit moralischen oder religiösen Forderungen abschaffen. Sie muss von ihrer Ursache her verstanden werden. Dies ist besonders mit Blick auf die vielen aktuellen Medienberichte über Kindesmissbrauch oder Gewalt von Jugendlichen ein notwendiges Thema.
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83 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Opfer zum Täter ..., 18. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
Dieses Buch spricht mir aus der Seele. Es kann Ihnen helfen, Wunden aus Ihrer Kindheit zu heilen. Wenn Sie es zu Ende gelesen haben, werden Sie höchstwahrscheinlich in der Situation sein, Gefühle, die Sie sich Ihren Eltern gegenüber vielleicht nie gestattet haben, zuzulassen. Sie dürfen ehrlich fühlen.

Ich beobachte schon seit Jahren, dass bei der Auseinandersetzung mit Verletzungen aus der Kindheit kaltherzigen Eltern vergeben werden soll und das misshandelte Kind als unversöhnlich und der wahre Verantwortliche für die schlechte Eltern-Kind-Beziehung abgestempelt wird. Was ich besonders von "erleuchteten" oder sehr spirituellen Menschen verbreitet sehe. Endlich lese ich das schwarz auf weiß!!!

Man solle doch den Eltern vergeben, denn auch sie hätten sicher eine schwere Kindheit gehabt. Richtig! Und dennoch wird wie so oft in vielen Bereichen des Lebens das Opfer zum Täter gemacht.

Miller setzt sich in diesem Buch mit dem vierten Gebot "Du sollst deine Eltern lieben und ehren" auseinander. Das Wort Ehrfurcht zerpflückt sie in Ehr-Furcht, so habe ich das noch nie gelesen.

Sie polemisiert nicht über die "bösen" Eltern, sondern überlässt die Verantwortung für deren Auseinandersetzung mit ihren eigenen Verletzungen bei ihnen selbst. Sie stellt eine Verbindung her zwischen diesen unsichtbaren seelischen Verletzungen und Krankheiten im Erwachsenenleben. Durch Fallbeispiele erzählt sie davon, wie sich Krankheiten auflösten, nachdem sich der Patient mit seinen Misshandlungen mit Hilfe eines wissenden Zeugen auseinandersetzen konnte. Wissender Zeuge ist ein Mensch, dem der leidende Mensch sein frühkindliches Leiden erzählen kann und auch Empathie findet. Und nicht "politisch korrekt" zuzuhören und darauf hinweisen, auch die andere Seite in Erwägung zu ziehen und an die Eltern zu denken, die doch auch nicht aus ihrer Haut konnten. Dementsprechend zu allem Unglück noch ein schlechtes Gewissen zu schaffen.

Misshandelte Kinder meint hier nicht nur körperlich und sexuell misshandelte Kinder, sondern Menschen mit unsichtbaren seelischen Misshandlungen. Miller untersucht gängige Methoden der Psychotherapie und -analyse, durch die Heilung der Seele durch Vergebung bewirkt werden soll und dadurch Gefühle im Patienten vorgetäuscht werden, die keineswegs seine wirklichen Gefühle sind, also die ehrlichen Gefühle. Sie glaubt, dass durch die selbst misshandelten Therapeuten diese ihre eigenen misshandelnden Eltern schützen wollen, ihnen vergeben wollen.

Es rebelliert letztlich der Körper (...) weil er den Selbstbetrug schneller durchschaut, als der Verstand. (...) Man mag die Botschaften des Körpers ignorieren oder über sie spotten, aber es lohnt sich auf jeden Fall, seine Revolte zu beachten. Seine Sprache ist nämlich der authentische Ausdruck unseres wahren Selbst und der Kraft unserer Lebendigkeit."
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59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anfeindungen weshalb? weil sich eine frau auf die seite der kinder stellt?, 26. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
dieses buch ist von den rezensenten in den öffentlichen medien zerrissen worden. alice miller wurde ein reduktionistisches weltbild vorgeworfen, wo alles leiden dieser welt einer grausigen kindheit entstamme. für fühlende menschen ist das eine binsenweisheit, für gefühlserfrorene offensichtlich nicht.

wenn ich über eine tomate sage, sie sei rot, dann würden mir wohl alle menschen zustimmen. aber wenn es um die wurzeln menschlicher abgründe geht, dann wird plötzlich die wahrnehmungsfähigkeit der menschen empfindlich getrübt. das hat seinen grund am anfang des lebens, als das böse in etwas gutes uminterpretiert werden musste. das war der beginn der wahrnehmungsverzerrung, die dazu führte, dass das böse seine triumphe feiern konnte und noch immer feiern kann. gefühlsentleerte wissenschaftler behaupten noch immer, der mensch sei von natur aus böse. andere wissenschaftler, die nicht vollends ihrer gefühle beraubt sind, bestätigen mittlerweile, dass das böse den kindern von ihren geliebten eltern eingeimpft wird, was sie später selbst zu bösen erwachsenen macht. doch das böse, das die eltern ihren kindern einimpfen, verkaufen sie ihnen als liebe. diese heuchelei verursacht die allgegenwärtige wahrnehmungsverzerrung und verlogenheit.

wenn ich mir die jungen menschen betrachte, dann sehe ich sehr oft in leere gesichter. ich vermag kaum eine emotionale oder gefühlsmäßige regung zu erkennen. wenn ich mir vorstelle, dass diese jungen menschen auch eines tages kinder haben werden, dann hoffe ich sehr, sie mögen bis dahin erkannt haben, wem sie ihre leblosigkeit zu verdanken haben, damit sie diese nicht gedankenlos an ihre kinder weitergeben.

auch mir wird besserwisserei vorgeworfen, wenn ich auf das bestialische grauen, das viele kinder durch ihre eltern erleiden, aufmerksam mache. wenn die tomaten grün sind, dann können sie sehr giftig sein und sogar zum tode führen. wenn das ausgesprühte elterliche gift nicht erkannt wird, dann wird sich an der gesamtgesellschaftlichen intoxikation kein jota ändern.

allein schon die tatsache, dass mir besserwisserei vorgeworfen wird, nur weil ich mich schützend auf die seite von hilflosen, gedemütigten kindern stelle, beweist, in was für einem schrecklichen zustand sich unsere gesellschaft befindet. es scheint einer der größten tabubrüche zu sein, autoritätspersonen dann vorwürfe zu machen, wenn sie aus ihrer starken position heraus rücksichtslos schwächere noch weiter nach unten drücken. das gesetz des stärkeren gehört ganz gewiss NICHT zur menschlichen natur, auch wenn wir das als babys von unseren gefühlsentleerten eltern so lernen mussten.

ist es nicht erschreckend, dass die bücher von alice miller die einzige einfühlsame begleitung meines lebens waren? vielleicht werde ich die kraft dazu aufbringen, zukünftig die wertungen meiner gefühle öffentlich zu äußern.

wenn von jemandem ein déjà-vu-erlebnis bei der lektüre von alice miller festgestellt wird, dann verwundert mich das überhaupt nicht. denn es handelt sich stets um dasselbe problem: die missachtung des kindes im heuchlerischen gewand der erziehung zum besten und die folgen daraus für die gesamte gesellschaft!

ich stelle für alle interessierten menschen kostenlos informationen zur verfügung, wie ein leben mit spaß und freude wirklichkeit werden kann ("warum weint die welt durch die augen der kinder?").
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Befreiung, 14. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
Manche sehen in dem Buch einen Rachefeldzug gegen die Eltern. Alice Miller hat viele Kritiker, auch hier in den Rezensionen. Ich vermute dass diejenigen entweder nicht betroffen sind oder eben noch - aufgrund des massiven gesellschaftlichen und religiösen Drucks - am 4. Gebot "hängen". Alice Miller rührt an einem der stärksten Tabus in unserer Welt, kein Wunder dass die ihr entgegengebrachten Emotionen so stark ausfallen.

Für mich als Betroffener ist das Buch eine wahre Befreiung. Ich kann endlich das tun, was ich seit dem Auszug von zuhause fühle: ich kann mich von meinen Eltern lösen ohne dafür eine Strafe fürchten zu müssen. Als Rache sehe ich das nicht, denn ich will ihnen ja nicht etwas heimzahlen (ich weiss dass sie in ihrem eigenen Verständnis sich als gute Eltern fühlen), sondern ich will einfach nur mein Leben leben. Das Buch lehrt dies auf eine einfache und verständliche Weise, übrigens ganz im Gegensatz zum "Drama des begabten Kindes". Ich kann jedem Betroffenen nur empfehlen, "Die Revolte des Körpers" zu lesen. Natürlich muss man auch Eigenarbeit leisten, am besten zusammen mit einen "parteiischen Begleiter", wie AM empfiehlt. Viele Psychologen (AM schreibt "viele", nicht "alle", wie oft behauptet wird), hängen auch am vierten Gebot und können deswegen keine guten Helfer sein. Den Kritikern von Alice Miller empfehle ich, mal in einem ruhigen Moment auf ihr eigenes Leben zu schauen und sich zu fragen, ob sie wirklich ihr eigenes Leben leben, oder eines, das ihnen vorgegeben wird.
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Zusammenhänge, 26. Juni 2011
Von 
Birgit "Birgit" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
Alice Miller hat mich eigentlich mein ganzes Berufsleben lang begleitet. Es war einer der Sternstunden als ich das "Drama des begabten Kindes" las, in der ersten Ausgabe. Später wurde diese um- und fortgeschrieben, aber die erste Ausgabe blieb unerreicht.
Zwischendrin habe ich sie dann mal verloren, in ihrer dunklen Zeit, als sie sich vor Verzweiflung, wie lange es dauert, Veränderungen herbeizuführen, Konrad Stettbacher zuwandte. Aber dann kam sie zurück und dieses Buch ist ein würdiges Abschiedsbuch. Ihrer Kernthese ist sie treu geblieben, dass es gesellschaftlich verboten ist, wahrzunehmen, wie Kinder brutal misshandelt werden und wie sehr dies auch für Therapien gilt. Und da hat sie wohl recht. Sie macht es am vierten Gebot fest ("Du sollst Vater und Mutter ehren") und weist nach, dass dies zu einer entsprechenden Programmierung geführt hat.
In Wahrheit ist es natürlich nicht neu, dass der Körper eine bestimmte Sprache spricht, wenn er krank wird. Es gibt sehr viel und auch sehr viel gute und einfühlsame Literatur, die psychosomatische Zusammenhänge beschreibt. Aber keiner hat sich so deutlich auf die Seite des Kindes gestellt und keiner hat so radikal Empathiefähigkeit von Therapeuten eingefordert.
Ihre These, dass auch Therapeuten die Wahrheit bei sich selbst häufig nicht sehen dürfen und es deshalb ihren Klienten auch nicht erlauben, ist sicher häufig wahr. Sie versteckt sich auch nicht nur im oben genannten christlichen Gebot, nein, auch bei sogenannten esoterischen Therapeuten wird das gleiche Gebot häufig eingehalten, nämlich versteckt hinter dem "Karma" Gedanken. Mich haben schon esoterisch geprägte Eltern allen ernstes gefragt, ob nicht ihre Kinder daran schuld sind, dass sie sie anschreien, weil sie im letzten Leben (im letzten!!) Fehler gemacht haben und es in diesem abbüssen müssen. Das ist genau Millers Beobachtung: Um praktisch jedem Preis wird dem Kind die Schuld für das Versagen der Eltern zugeschoben, es soll auf keinen Fall merken dürfen, dass es manipuliert wird, es soll auf keinen Fall die Wahrheit wissen und entsprechend handeln. Die meisten Therapeuten sind nicht nur Kinder gewesen, sie sind auch Vater oder Mutter. Und das verhindert häufig die Akzeptanz der Wahrheit.
Millers Weg ist der über das Fühlen. Und leider hat sie sich nie wirklich von einer Therapieform lösen können, die nur über bewusste Erkenntnis arbeitet. Sie lehnt alles ab, was nicht über das Bewusstsein arbeitet, Körpertherapien, Hypnotherapien, usw. Wahrscheinlich war es der traumatische Ausflug in die Kurzzeittherapien von Stettbacher, der sie fast ihr Lebenswerk gekostet hätte, aber es ist bedauerlich, dass sie die modernen Möglichkeiten der Energiearbeit nicht mehr wahrgenommen hat. Denn wer anders fühlen kann, der denkt auch anders. Trotzdem bleibt ihre große Leistung, auf die Gefahr der erneuten Verleugnung im Namen von "Ressourcenorientierung", "Lösungsorientierung" usw. hingewiesen zu haben. Sie zeigt radikal auf, dass allen Drohungen zum Trotz, Kinder, die sich gegen unangebrachte und krankmachende Ansprüche der Eltern stellen, eben nicht in ihrer Seele verzweifeln, sondern gesund werden, auch wenn das Gegenteil immer und immer wieder gepredigt wird. Es ist eben nicht notwendig, eine Pseudo-Liebe zu seinen Peinigern zu erzwingen, erst wenn die tatsächlich gefühlten Gefühle bewusst werden dürfen, kann man langsam sich von dem lösen, was man erlebt hat.
Das Buch ist mit der Millerschen Fähigkeit zur Empathie und einer klaren, einfachen, schnörkellosen Sprache geschrieben. Es ist ein wunderbares letztes Werk und jedem Betroffenen, Therapeut wie Klient unbedingt zu empfehlen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein buch voller empathie und wissen, 2. Juli 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
wie in ihren früheren büchern beschreibt sie auch hier unmissverständlich über die verheerenden folgen frühkindlicher traumatisierungen durch die eltern, wobei diese oft verschleiert werden als "notwendige und gut gemeinte erziehung". anhand von biographien bedeutender künstler zeigt sie, wie die traumatische kindheit sich auch in deren werken finden (und erklärt zugleich dem leser, der vielleicht an emotionslosen biographien schon gescheitert ist, weshalb er die nicht lesen mochte).
das vierte gebot "du sollst deine eltern ehren" stellt sie in frage und gibt den mut, es für sich als nicht mehr sinnvoll anzusehen, wenn eine dementsprechende geschichte dahinter liegt. sehr einfühlsam, verständlich und verständnisvoll sind die biographien erfasst, ihre interpretationen nachvollziehbar und hilfreich. das buch liest sich flüssig und zeigt einmal mehr, wie wichtig ein respektvoller umgang mit unseren kindern ist und wie weit die folgen gehen (körperlicher art, sucht, seelische störungen), wenn das nicht beachtet wird.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein MUSS..., 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
für jeden Betroffenen und auch Therapeuten, der versucht sich und andere zu verstehen.
Für mich ist dieses Buch die Bibel der (modernen) Psychotherapie. Zwar gibt es auch viele Querverweise zu älteren Büchern von Alice Miller, doch sie korrigiert auch z.T. ihre damaligen Erkenntnisse, was zeigt, dass sie sich mit dem Thema mehr als auseinandergesetzt und somit selbst die Entwicklung und die Prozesse durchlebt hat. Enthielt beispielsweise das Drama des begabten Kindes noch viel Bezug zur Psychoanalyse und den Analytiker an sich, so hat sie mittlerweile selbst eingesehen, dass die ursprüngliche Psychoanalyse ihre Grenzen hat, so lange bestimmte Themengebiete in der Therapie nicht berücksichtigt werden. Dies stellt sie anschaulich dar. Sowohl Laien als auch Fachleute können begreifen, worum es wirklich geht.

Dieses Buch spricht mir aus der Seele, weil es sich 1:1 mit meinen eigenen Erfahrungen im Bereich der Psychotherapie deckt. Beim Lesen sah ich meinen eigenen Prozess nochmals bildlich vor Augen und war tief berührt von der Tatsache, dass es auch irgendwo schwarz auf weiß niedergeschrieben steht, was ich selbst erfahren durfte. Wenn die Menschen, Therapeuten, wie Klienten begreifen wo es hakt, ist Heilung wirklich möglich.

Miller ist mit diesem Werk für mich zur Päpstin der Psychotherapie aufgestiegen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Klarheit, 6. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Revolte des Körpers (Taschenbuch)
Alice Millers Buch beeindruckt durch pointierte Klarheit. Nichts lenkt ab, die Botschaft kommt mit unmittelbarer Wucht an: Du brauchst Deine Eltern nicht ehren (wenn Du das aus guten Gründen nicht kannst). Warum solltest Du?
Ein kraftvolles Buch, das Impulse setzt und befreit.
Dieses Ziel mag auch seinen sehr einfachen Aufbau rechtfertigen: Alle Beispielfälle werden nur in Richtung dieser Aussage beschrieben und interpretiert, alles passt, nichts 'schrammt' oder hinkt oder ist sonst irgendwie komplizierter...
Dies erzeugt ein leises 'Ist es bei diesen Leuten wirklich alles so sonnenklar, glatt und einfach'? Die Störungen wie ein 'Klick' abgeschaltet, wenn das 4. Gebot abgeschaltet ist (auch wenn es 40 Jahre dauert)...?
Aber: So wird aber auch die Energie nicht gebremst, mit dem das Buch einen erfasst und das muss ob des großen Tabus wohl so sein.
Schade, dass ich im Nachtrag irgendwie eine 'defensive Note' gespürt habe. Die kritischen Leserbriefe, auf die Frau Miller hier reagiert, sind doch einfach ein weiteres Beleg für Ihre Beobachtungen...
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Die Revolte des Körpers
Die Revolte des Körpers von Alice Miller (Taschenbuch - 19. Dezember 2005)
EUR 7,95
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