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Kleine Infamien: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Format: TaschenbuchÄndern
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. April 2005
Der Roman „Kleine Infamien" von Carmen Posadas ist ein nettes Unterhaltungsstückchen zum Zeitvertreib.
Wer höhere Erwartungen hegt, z. B. an einen Krimi, bei dem der Atem stockt oder an einen Roman, in dem die Charaktere und deren Entwicklung gut herausgearbeitet werden, stößt hier an die Grenzen des Buchs.
Der Chefkoch Nestor Chaffino wird mit seinem Catering-Service beauftragt, eine Abendeinladung, die der Kunstsammler Ernesto Teldi und dessen Frau Adela geben, zu organisieren. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Carlos Garcia, einem ewigen Jurastudenten, Karel Pligh, einem tschechischen Bodybuilder und dessen Freundin Chloe, einer punkigen Ausreißerin aus reichem Elternhaus bestreitet er den Abend. Am nächsten Morgen ist Nestor tot und der Roman ziemlich am Ende angekommen.
Soweit zum Erzählkern, um den jetzt mit großem Aufwand die Ranken gelegt werden, damit daraus ein Krimi im Schicki-Milieu wird. Dabei wird sich ziemlich einfacher Tricks bedient, wie z. B. der Wahrsagerin Madame Longstaffe, die alles bereits voraussagt und zwar in einer Form, die dem Leser zuviel von den nahenden Ereignissen verrät.
Aus den dann recht seicht wirkenden Beziehungen von der liebeshungrigen Adela zu ihrem Neffen Carlos, von Ernesto zu schreienden argentinischen Regimeopfern in seinen Träumen, vom noblen Richter Serafin Tous zu hübschen Jünglingen im Club Nuevo Bachelino, schmiedet die Autorin ihr Erzählnetz.
Das alles wirkt sehr angestrengt und hinterläßt zum Schluß den Geschmack abgestandenen Mineralwassers obwohl man doch mit einem spritzigen Glas Champagner gerechnet hätte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2004
Am Anfang passiert ein Mord.
Nèstor, bestellter Küchenchef einer gehobenen Gesellschaft in gutem Hause, findet sich eingesperrt im Kühlraum, jemend hat von außen die Tür ins Schloß geworfen. Nachdem ihm dies bewußt geworden ist, ruft er, sich nach dem möglichen Täter fragend, alle im Hause Anwesenden in Erinnerung, die auf diese Weise schon einmal überblickweise vorgestellt werden. Im Folgenden allerdings gibt es noch reichlich mehr und näheres über all diese Personen zu erfahren, und schnell wird einem klar, daß jedem von ihnen Nèstors Tod recht willkommen ist, ist dieser doch unfreiwilligerweise Zeuge des einen und anderen düsteren Geheimnisses geworden. Unkoschere politische Machenschaften in der Vergangenheit, verzwickte und verbotene Familien- und Beziehungsdramen stehen auf dem Spiel, drohen vermeintlich von Néstor offengelegt zu werden.
Dabei hat der arglose Néstor eigntlich nur seine Küchenkunst im Sinn. Und in seinem ominösen kleinen Notizbuch hält er nicht, wie man vermutet, in verräterischer Absicht gefährliches Mitwissen fest, sondern lediglich ein paar seiner raffinierten Geheimrezepte und kulinarischen Tricks, die er einem Freund weiterzugeben gedenkt.BR>Man liest gespannt, wer es nun letztendlich war, der die Kühlraumtür hinter Néstor schloß. Aber noch vor dieser Spannung steht die Freude an der sprühend temperamentvollen und gescheiten Sprache, in der das Buch geschrieben ist.
Das pure Lesevergnügen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 9. Februar 2005
Eine willkommene Abwechslung in der Krimi-Landschaft: Eine Story, die in Spanien spielt, voller skurriler Charaktere, in einem hinreissenden Stil geschrieben: frisch, witzig, charmant. Es geht um den Chefkoch Nestor Chaffino, der in der Kühlkammer des Herrenhauses, in dem er mit seinem Team eine Party auszurichten hatte, bei minus 30 Grad eingesperrt wird. War es ein Unfall, ein Malheur, wie es die Autorin ausdrückt, oder war es Mord?
Motive gäbe es einige- so nach und nach werden alle im Haus Anwesenden vorgestellt, und so manches dunkle Geheimnis tut sich auf.
Alles in allem eine erfrischende, intelligente u. geistreiche Lektüre, leicht zu lesen, das pure Vergnügen.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein whodunit in der Tradition Agatha Christies, der ein bischen zu sehr konstruiert ist, um wirklich spannend zu sein.
Die vielfältigen Anspielungen auf die angelsächsische Literatur ermöglichen es diesen Roman auf zweierlei Weise zu lesen: als leichte Sommerlektüre ohne Gänsehautgefahr oder als Rätselbuch auf den Spuren Shakespeares oder Oscar Wildes (um nur zwei zu nennen).
Auch Liebhaber spanischer bzw. südamerikanischer Musik werden auf ihre Kosten kommen, denn die Musik spielt einerseits eine wichtige Rolle und andererseits ist der Roman komponiert wie ein mehrstimmiges Gesangsstück.
Abschließend noch der Hinweis, daß im Gegensatz zu den skandinavischen Kriminalromanen hier mehr die in den Hauptfiguren schlummernden Abgründe im Vordergrund stehen, als die gesellschaftlichen Zwänge.
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