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Dieser umfangreiche Gedichtband enthält alle veröffentlichten und aus dem Nachlass zahlreiche unveröffentlichten Gedichte des Lyrikers Thomas Brasch (1945-2001), der in England geboren wurde und in Berlin lebte. Herausgegeben und kommentiert wurden diese Gedichte von Kristin Schulz und Martina Hanf.

Der Buch enthält Gelegenheitsgedichte, Balladen, Lieder, Stückcollagen aber auch Fototexte. Unter diesen Gedichten finden sich Raritäten wie die 1975 veröffentlichte Reihe Poesiealbum, die lange vergriffen war.

Zu jedem Gedicht findet man Selbstaussagen, Nachweise zur Textgenese, Erläuterungen zu Namen, Widmungen, biografische Details und Zitate.

Eingeteilt ist das Buch in die Abschnitte:
-Kargo
32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen.
-Der schöne 27. September
-zwei offne fenster ODER ein liebes paar
-Weitere Veröffentlichungen zu Lebzeiten
Gedicht aus dem Nachlass
Bildteil
Anhang

Bedauerlicherweise ist es nicht möglich, eines der Gedichte in seiner Gesamtheit vorstellen zu können, weil es rechtliche Schwierigkeiten mit den Erben geben könnte. Den Inhalt nachzuerzählen halte ich für wenig ergiebig, weil es bei einem Gedicht in erster Linie die Sprachmelodie ist, die den Leser fasziniert und hinter die Worte in die Seelenwelt des Dichters blicken lässt.

Gefallen hat mir, im Bildteil handgeschriebene Gedichte von Brasch lesen zu können. Der Dichter hatte eine sehr schöne Schrift, die auf wohlüberlegtes Schreiben hinweist. Oft hat er Worte verändert und zeigt dass ein Gedicht nicht aus einem Guss entsteht, sondern ein gedanklicher Prozess ist, der Wortveränderungen mit sich bringt. Diese gedanklichen Prozesse nachzuvollziehen und zu analysieren, halte ich für besonders interessant, mehr noch als das perfekte Ergebnis zu bewundern, denn es sagt weitaus mehr über diesen schreibenden Menschen aus, der die bemerkenswerte Gedichte schrieb.

Empfehlenswert.
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am 16. Januar 2015
Dieses Buch ist eine große Kiste, in die alles reingepackt wurde, was Thomas Brasch je geschrieben hat. Alles rein, Deckel drauf. Wie eine Mottenkiste auf dem Speicher. Keinerlei Illustration der Zusammenhänge, in denen einzelne Gedichte entstanden sind. Aber genau d a s will man doch wissen, wenn man so etwas findet: Thomas Brasch ist eine historische Person an der Schnittstelle zwischen Ost und West. Seine Gedichte geben Aufschluß über Stimmungen unter den Interlektuellen zu einer ganz bestimmten Zeit. Im Buch kein Wort z.B. darüber, wie umstritten er war. Hier wird der Leser allein gelassen. Ein unmögliches Konzept!
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