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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch einmal ganz anders?
„Jetzt wird die Welt um ihn herum nur still, und er ist glücklich“.

Eine Stille, die der Hauptfigur des neuen Romans von Stephan Thome, dem auf die 60 zugehenden Philosophieprofessor Hartmut Heimbach aus Bonn, an sich nur selten gegeben ist. Und in seiner konkreten Situation jetzt sehr weit entfernt scheint.

An seinen...
Vor 24 Monaten von M. Lehmann-Pape veröffentlicht

versus
64 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der heißeste Buchpreis-Kandidat
Das Buch wird wohl den Buchpreis gewinnen. Es ist Thomes zweite Short-List-Nominierung. Diesmal klappt es. Warum? Weil der Autor in diesem Buch genau den richtigen Ton trifft, den die deutsche Literaturkritik hören möchte. Dieser Ton muss sein: leicht links, aber hochgebildet, Dialoge wie UN-Reden (auch im Vollrausch), ein bisschen moralischer Abgrund (Wein...
Vor 24 Monaten von Frank Hertel veröffentlicht


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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch einmal ganz anders?, 27. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
„Jetzt wird die Welt um ihn herum nur still, und er ist glücklich“.

Eine Stille, die der Hauptfigur des neuen Romans von Stephan Thome, dem auf die 60 zugehenden Philosophieprofessor Hartmut Heimbach aus Bonn, an sich nur selten gegeben ist. Und in seiner konkreten Situation jetzt sehr weit entfernt scheint.

An seinen Karrierewünschen zwar nicht gescheitert, aber am „falschen Ort“. In Bonn wollte er eigentlich nicht jahrzehntelang Professor sein, eher in Berlin. Und scheiterte knapp davor, wie in so manchem anderem im Leben. Aus einfachen Verhältnissen stammend, mit einem schwierigen Verhältnis zum Vater von früh an belastet, wusste er zwar immer, wo er „irgendwie“ im Äußeren hin will. Aber innere Ruhe? Höchstens äußere Formen des gleichförmigen Lebens kennt er. Was nun auch in Unordnung gerät. Denn seine Frau hat eine Stelle in Berlin angenommen. Im vorgerückten Alter somit ein Strohwitwer. Mit einem Angebot. Auch er könnte in Berlin neu beginnen. Als Verlagsangestellter

Geht das? Ein so großer Einschnitt? Und lohnt sich das überhaupt noch, auch für die Ehe? Wenn da doch nicht immer so eine Art Filter wäre, die ihn sich selbst, seine Emotionen, seine eigene Persönlichkeit oft nur wie durch Watte spüren lassen würde. Und doch spürt er immer wieder die innere Angst, an sich, an seinem „eigentlichen“ Leben vorbeizuleben. Wie die Großmutter, die verbittert jahrzehntelang in der hessischen Provinz nur aus dem Fenster schaute. Aber was ist sein Leben? Für ihn, der das geschliffene Wort und den geschärften Blick für die Schwächen der anderen wie eine Schutzwand zu nutzen bestens versteht? Dem aber Empathie schwierig ist, auch sich selbst gegenüber. Aber ist er gescheitert?

An vielem durchaus, was das äußere und innere Erleben mit den Seinen angeht.

„Insgeheim hofft er darauf, dass jemand die Inszenierung beendet“.
Dieser Satz in einer konkreten Situation scheint das eigentliche Programm, die eigentliche Hoffnung und Aufgabe für ihn zu sein. Wie ein Thema über das Buch könnte man diesen Satz verstehen.
Und Stephan Thome schickt seinen Professor auf eine Reise, innerhalb derer seine „Inszenierungen“ überprüft werden. Und nicht nur seine.

Bei seiner ersten Liebe in Paris. Bei seinem wohl einzigen ehemaligen „Freund“ am Atlantik. Im Gespräch mit seiner Tochter, in dem so manche „Inszenierungen“ von alleine zusammenbrechen. Immer wieder in Satzfetzen mit seiner Frau (auch deren Scheitern ist ein Thema im Buch) und, das bleibt nicht aus, wenn die Gedanken schweifen, in vielen Rückblicken, Eindrücken, Reflektionen des Verhältnisses zu seiner Familie.

Nicht einfach ist das, was Thome da an Desillusionierung, an innerem Scheitern, an konkreten Vorhaltungen in den Raum setzt, in seinem Resümees eines äußerlich bürgerlich erfolgreichen Lebens mit zu wenig innerer Füllung und Kontakt zu sich selbst. Und doch wird es Momente geben, an denen „es still wird und er glücklich ist“.

„Man ist nie zu alt, sich zu verändern, oder? Ich meine echte, grundsätzliche Veränderung“.
„Nein, theoretisch nicht“.

Aber praktisch? Das ist die Frage des Autors, die sich durch diese sprachlich ganz hervorragend erzählte Geschichte zieht. In einer Sprache, die den Leser unmerklich und immer mehr hinein nimmt in eine innere Lebens-Tristesse, aber auch in ganz langsame Erkenntnisse und kleine innere Befreiungen. In guter Weise widersteht Thome dem, beim Beruf seiner Hauptfigur naheliegenden Impuls einer philosophischen Betrachtung. Auch der Beruf ist eher Quelle der Bedrängung.
Ein Lebensstil eben, der eher der Angst und nicht den eigenen Sehnsüchten geschuldet ist. Was der Professor schmerzlich erkennen muss in jenen Szenen, in denen klar wird, warum seine Frau den Schritt nach Berlin gegangen ist. Und wie wenig er oft von den engsten Menschen um ihn herum wirklich verstanden, auch nur gesehen hat.
Da hilft auch nicht der (ebenfalls scheiternde) Versuch, in den Armen einer anderen kurzfristige Entlastung zu finden.

Stephan Thome gelingt es, in unprätentiöser, fast nüchterner Form die „Fliehkräfte“ des Lebens seiner (jeder und jede für sich gelungenen) Protagonisten präzise aufzuzeigen und dem Leser emotional nahezubringen. Ob und wieweit sich diese Fliehkräfte „beruhigen“ oder „in Einklang“ bringen lassen, darf in Momenten als gelungen betrachtet werden, auf die große Strecke eines Lebens aber eher nicht. Scheitern ist Teil dieses „Zerrens der Kräfte“, die immer wieder den gemächlichen Lebensfluss der Gewohnheiten durchbrechen werden.

Ein intensives und nachhallendes Buch menschlicher Entwicklung, des Suchens des eigenen Inneren (in jedem Alter) und des Scheiterns des Versuches eines rein äußerlichen, klassisch bürgerlichen Lebens.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die hörbaren Fliehkräfte - unbedingte Empfehlung, 23. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte (Audio CD)
Gleich einem Krimi beginnt die Rahmenhandlung der Geschichte im Jahr 1973 mit der Einladung Hartmuts in das Haus seines amerikanischen Doktorvaters Stan Hurwitz’: er solle ihm mit seinen Deutschkenntnissen helfen, den Tod seines Bruders im Krieg zu untersuchen und wöchentlich über den aktuellen Stand der Materialsichtung in Kenntnis setzen.

So sehr Hartmut Hainbach (gesprochen von Burghart Klaußner) Jahre später alles im Leben erreicht zu haben scheint, so wenig erfüllt wirkt sein Leben. Alles Glück scheint ihm „zugefallen“ zu sein, wie einst sein vom Doktorvater vorgeschlagenes Promotionsthema, selbstdiszipliniert erfüllt er seit Jahren die Aufgaben seiner Philosophieprofessur. Planmäßigkeit bestimmte bisher sein Leben, genau wie neuerdings die Ferne von seiner Frau (Maria, Portugiesin, die als Schauspielerin in Berlin lebt) und seiner Tochter (Philippa, 20 J., Studentin in Hamburg), die beide emanzipiert ausgezogen sind, um sich selbst zu verwirklichen. An die Stelle des bisherigen Familienlebens im Bonner Haus, das als Ausweg vor dem stressigen Berufsleben diente, tritt nach dem Auszug der Frauen eine große Leere, mit der Hartmut nun umzugehen lernen muss und die ihn vor grundsätzliche Fragen und Entscheidungen stellt. Ob sein bisheriges Leben insgesamt eine einzige Flucht war oder er nun aus seinem alten Leben zu fliehen versucht, indem er das Angebot des Berliner Verlegers Peter Karow zum Anlass nimmt darüber nachzudenken, als Lektor für diesen tätig zu werden und dafür seine Bonner Philosophieprofessur und das mittlerweile allein bewohnte Familienhaus aufzugeben und wie die Entscheidung ausfällt, bleibe offen.

Ähnlich der Flucht Anatol Ludwig Stillers (in Max Frischs „Stiller“) oder Raimund Gregorius’ (in Pascal Merciers „Nachtzug nach Lissabon“) steht Hartmut als arrivierter Mann inmitten seines Lebens (fast 60 J.) vor der Frage, ob er seinem Leben eine abrupte Kehrtwende geben und er den eingeschlagenen Lebensweg verlassen soll. Entgegen seiner wohlüberlegten planerischen Art, setzt er sich ins Auto und begibt sich auf eine spontane Reise zu seiner Tochter, die gerade in Portugal ist, um dort einen Sprachkurs zu absolvieren. Rückblenden/Erinnerungen in verschiedene Lebensphasen seit 1973, Beziehungen zu verschiedenen wichtigen Menschen begleiten diesen Weg, der mit Zwischenstationen in Paris und Südfrankreich nach Portugal führt. „Die Angst, die man vorher hat, ist nicht der beste Ratgeber. Sie redet bloß am lautesten“, sagt Hartmut. Die Frage, ob man sich in seinem Leben von der Angst lähmen lässt oder die Kraft aufbringt, sich ihr – statt vor sich selbst zu flüchten – entgegenzustellen, ist eine existentialistische Frage, die jeder kennt und die es nahelegt, sich mit Hartmuts weiser Feststellung auseinander zu setzen, was es heißt, dass das Leben „die Parodie unserer Träume“ ist.

Es bedarf einiger „Frei“-Zeit, um die 10 Hörbuch-CDs mit Überlänge in Ruhe zu hören, doch diese einzigartig moderne und zum Nachdenken anregende Geschichte ist so großartig von Burghart Klaußner eingesprochen, Dialoge so lebendig wiedergegeben, egal ob Familiengespräche oder fremdsprachige Charaktere, dass diese Zeit plötzlich viel zu schnell vorbei ist, zumal es an gelungener Situationskomik am Ende nicht mangelt. Kürzungen am Text sind für diese Lesung nur sehr behutsam vorgenommen worden und das Buch aus meiner Sicht zu Recht in die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2012 gerückt. Das Hörbuch ist fantastisch umgesetzt worden und zeigt, wie intelligent, nachdenklich und humorvoll zugleich die Frage nach dem Leben, das man gerne führen möchte, gestellt werden kann. Also: unbedingt hören, es ist nie zu spät!
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64 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der heißeste Buchpreis-Kandidat, 27. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch wird wohl den Buchpreis gewinnen. Es ist Thomes zweite Short-List-Nominierung. Diesmal klappt es. Warum? Weil der Autor in diesem Buch genau den richtigen Ton trifft, den die deutsche Literaturkritik hören möchte. Dieser Ton muss sein: leicht links, aber hochgebildet, Dialoge wie UN-Reden (auch im Vollrausch), ein bisschen moralischer Abgrund (Wein trinken, Kiffen, fremd gehen, prügeln), eine Handlung mit Reisen (Thome beschreibt Paris und Portugal und natürlich Santiago de Compostela, das Mekka der deutschen Bildungsbürger) und natürlich viel Reflexion, ganz viel Reflexion, die Hauptfigur des Buches Hartmut Hainbach denkt und denkt und wägt ab und erinnert sich. Als Leser fühlt man sich gleich minderbemittelt, wenn man feststellt, wie restringiert das eigene Denken ist. Thome hat ein Buch geschrieben, in dem alles passt. Es ist nicht langweilig, sondern schön, nicht fesselnd, aber ein bisschen bezaubernd. "Fliehkräfte" ist kein großes Buch, aber ein schönes. Es ist die Offenbarung einer Generation von Künstlern (und Juroren), die nichts mehr großes im Sinn hat, sondern nur noch die eigenen Maßstäbe verwaltet. Gottfried Keller sprach von Leuten, die keine Laternen einschmeißen, aber auch keine anzünden. So ist dieses Buch. So ist diese Zeit. Ungewollt hält Thome mit diesem Buch den Deutschen einen absolut passenden Spiegel vor.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bildungsbürgers Reise zum eigenen ich, 4. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine Anzeige in der Zeit. Die geschilderte Problematik mit Ueberdenken der eigenen Lebenssituation interessierte mich dann so, dass ich das Buch dann auch gekauft habe. Da war es auch schon auf der Longlist zum Buchpreis 2012. Das Buch schildert die Lebenskrise eines Professors für Philosophie mit Lehrstuhl in Bonn sowohl auf der beruflichen Ebene mit all den Bolognareformen als auch im privaten Bereich mit Auszug der Ehefrau nach Berlin zu ihrer eigenen beruflichen Emanzipation. Das Buch arbeitet viel mit Rückblenden bis in die Kindheit und Studienzeit des Protagonisten, der letztendlich dann zu einer Reise aufbricht, um sich über sich selbst und seine Situation klar zu werden und auch um nachzudenken über ein attraktives Angebot, ins Verlagsgeschaft zu wechseln.
Die Reise geht über Paris, wo er seine frühere Freundin trifft und realisiert, dass diese Zeit endgültig vorbei ist über Spanien, wo er seine studierende Tochter trifft, die ihm anvertraut, dass sie lesbisch ist, was er bisher nicht wusste und letztendlich nach Portugal, dem Heimatland seiner Frau, die er dann dort wieder trifft. Dieser teilt er dann seine Ueberlegungen über berufliche Veränderungen mit um festzustellen, dass sie bereits alles darüber weiss und dass das Angebot eines Wechsels in die Verlagswelt gar nicht mehr so gilt. Der Professor geht am Schluss zum Baden ins Meer, wobei offenbleibt, ob er, von dem nun alle Fliehkräfte abfallen, weitermachen will oder ob er sich hinaustreiben lassen will, um damit einen Schlusspunkt zu setzen. Das Ende des Romanes ist rätselhaft und vieldeutig, vielleicht gibt es ja sogar mal später eine Fortsetzung. Als Leser bleibt man nach den fast 500 Seiten etwas ratlos zurück. Die Sprache ist schön und gebildet, das Buch spielt ja auch im Elfenbeinturm der Bildungsbürger. Das Buch ist leider zu lang, 100-200 Seiten weniger hätten dem Buch sicherlich gut getan.Ein insgesamt interessantes Buch mit allerdings offenem Schluss mit leider Ueberlänge. Insgesamt aber sicherlich ein herausragendes Buch auf dem Buchmarkt 2012.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchste Zeit zur Neuorientierung, 7. März 2014
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hartmut Hainbach, Philosophieprofessor in Bonn und nahe der sechzig, kommt gedanklich ins Schlingern. Seine langjährige Ehefrau, die Portugiesin Maria, hat ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin zurückverlegt, um dort ein Theaterensemble zu unterstützen. Die gemeinsame Tochter, Philippa, studiert im spanischen Santiago de Compostela Ernährungswissenschaft und überrascht ihren Vater erst spät mit einer Tatsache. Und bleibt Hartmut alleine zurück im Eigenheim im beschaulichen Bonn und in einem wissenschaftlichen Betrieb, der sich nach Bologna so verändert hat, dass ihm auch der Spaß an der Arbeit allmählich verloren gegangen ist.

Aber wie ausbrechen aus dem Angestammten, aus den erarbeiteten Ansprüchen eines respektablen Beamtenlebens? Er zieht einen Job in Berlin in einem kleinen Verlag in Betracht, den ein Bekannter ihm anbietet. Aber will das seine Frau überhaupt? Will er das? Hartmut macht sich auf zu einer Reise von Deutschland über Paris, wo seine erste große Liebe lebt, über Südfrankreich, wo ein ehemaliger Kollege sein Aussteigerdasein mit einer eigenen Bar lebt, über Santiago de Compostela, wo er seine Tochter trifft und einsammelt, um schließlich nach Portugal in die Nähe von Lissabon zu reisen. Nach Portugal, wo Schwager und Schwiegereltern leben, nach Portugal, das für ihn vorrangig positiv konnotiert ist. Und wo er am Ende seine Frau wiedertrifft, um wichtige Entscheidungen zu treffen oder auch nicht zu treffen.

Stephan Thome, dessen Roman "Grenzgang" ich schon sehr gerne gelesen habe, schreibt, obwohl etwa zwanzig Jahre jünger als sein Protagonist, sehr einfühlsam über eine Lebensphase, die vielen Männern (und Frauen) irgendwann ins Haus steht. Wenn die Lebensspanne vor einem kürzer ist als die relevante Zeit hinter einem. Wenn es nicht mehr darum geht, langfristige Berufspläne zu schmieden und Aufbauarbeit zu leisten. Sondern wo Fragen im Mittelpunkt stehen, wie das bisher Erlebte zu bewerten ist, was fehlt, um irgendwann zufrieden zurück zu blicken, wo Konstrukte auch einmal zusammenbrechen, weil die Erkenntnis Schleier von den Augen nimmt.

Ganz sicher ist diese Literatur nicht jedermanns und jederfraus Sache und vielen vielleicht auch zu akademisch, zu verkopft. Mir gefallen solche Romane, wie sie in der deutschen Literatur immer wieder auftauchen. Oder in der liberalen amerikanischen Ostküstenliteratur. Viereinhalb Sterne für ein Buch, das, wenn man es zulässt, mehr Fragen offen lässt als es beantworten kann.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohin soll das Leben treiben? Eine spachlich geschliffen und gekonnt erzählte Geschichte mit offenem Ende, 29. März 2013
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Zu den wunderbaren Vorzügen der Literatur gehört es, sich in den Geschichten wieder zu erkennen. Nicht auf die platte Art der bloßen Abbildung, sondern symbolisch verschlüsselt, so das die Lektüre eines Romans wie eine literarische Taschenlampe manche vergessene Etappen der eigenen Biografie neu vergegenwärtigt. Wohlgemerkt, das ist selten, aber in dem vorliegenden Buch habe ich es erlebt. Wer blickt nicht um die sechzig auf das Leben zurück wie auf einen langen Tag, an dem Manches hätte anders laufen können? Wer hat nicht gerade zu dieser Zeit noch neue Pläne, von denen er doch insgeheim ahnt, wie schwer es wird, sie überhaupt noch zu verwirklichen. Und wer versucht nicht, zwischen diesen Hoffnungen und Ängsten seine Würde zu bewahren?
All dies erkenne ich wieder in der Gestalt des Philosophieprofessors Hartmut Hainbach, dem wir auf einer biografischen und geografischen Reise folgen, ohne dass er selbst (und der Leser) recht wüssten, wohin es gehen soll. Ganz unabhängig von der Handlung, die sich genau im richtigen Tempo und kunstvoll verschachtelt entfaltet, ist es für den Leser eine wahrer Freude, sich an der sprachlichen Sensibilität und Beobachtungsgabe des Autors zu laben. "Angenehmer als nicht arbeiten zu müssen, ist nur, es trotzdem zu tun"(S. 211) heißt es an einer Stelle - oder: "Er besitzt Humor, aber dessen Zentrum scheint nicht im Innern seiner Person zu liegen, sondern nirgendwo in seinen Randbereichen, weshalb die Anweisung, herzlich zu lachen, einen Augenblick lang unterwegs ist, ehe sie gewissenhaft ausgeführt wird."(S. 171).
Das Ende des Buches wird nicht jeden zufriedenstellen, der dem Autor über Frankreich und Spanien bis an den portugiesischen Atlantik gefolgt ist - aber in seiner privatistischen Tönung ist es ein getreues Abbild unserer privatistischen Epoche, die in dem vorliegenden Buch meiner Ansicht nach einen repräsentativen literarischen Ausdruck gefunden hat.
Ein weit über den Tagesbetrieb der deutschen Feuilletonliteratur herausragendes Werk, dessen Lektüre uneingeschränkt empfohlen werden kann - übrigens nicht nur den Sechzigjährigen, sondern allen Altersstufen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn die Kinder aus dem Haus sind, 29. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schon der Titel des Romans von Stephan Thome deutet an, worum es geht. Fliehkräfte sind jene aus der Masseträgheit resultierenden Kräfte, die bei krummliniger Bewegung eines Körpers dessen Richtungsänderung zu verhindern suchen. Protagonist der in der Gegenwart angesiedelten und im Präsens erzählten Geschichte ist ein honoriger Philosophieprofessor, dessen wohlgefälliges, bürgerliches Leben im beschaulichen Bonn aus den Fugen geraten ist. Den Rahmen der Handlung skizziert Thome sehr gekonnt durch die Pointe eines eingefügten Witzes. «Menschliches Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind» erklärt lebensklug ein Rabbiner seinen verdutzten katholischen und evangelischen Berufsgenossen, die natürlich Zeugung respektive Geburt als Beginn ansehen.

Prof. Hainbachs Tochter studiert in Spanien, seine Frau arbeitet als Assistentin eines chaotischen Theatermenschen in Berlin, man führt seit zwei Jahren eine Wochenendehe. Auch beruflich ist er frustriert durch die Reformwut an den Universitäten, die selbst vor seiner Fakultät nicht haltmacht. Als er überraschend ein Angebot eines befreundeten Verlegers aus Berlin bekommt, steht er plötzlich vor einer folgenschweren Entscheidung. Er ist unschlüssig und flüchtet sich spontan in eine Reise, die sich als Selbstfindungstrip über viele Stationen erstreckt und als ganz persönlicher Jakobsweg bei seiner Tochter in Santiago de Compostela endet.

Die durchgängig aus der Perspektive des Protagonisten erzählte Geschichte zeigt uns in vielen gekonnt eingebauten Rückblenden und Episoden recht anschaulich und stimmig seinen Lebensweg auf. Thomes Sprache ist klar und unaufgeregt, leicht lesbar und niemals langatmig. Sein Plot ist mit lebensnahen Dialogen und vielen atmosphärischen Details üppig angereichert und trifft letztendlich punktgenau die Befindlichkeiten unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft, beschreibt zutreffend ein gegenwärtiges Zeitgefühl. Wir haben alles und sind doch nicht zufrieden, Melancholie also allenthalben. Die Personen sind treffend geschildert, bleiben aber seltsam distanziert, pralles Leben ist anders. Nur die Schwester des frustrierten Helden, die «kleine dumme Ruth», wird froh und lebensklug dargestellt, der proletarische, mit dem Leben besser zurechtkommende Gegenentwurf zu all den anderen eher schwermütig bourgeoisen Charakteren des Romans.

Der Vergleich zu manchen hoch gelobten amerikanischen Autoren drängt sich bei diesem Buch geradezu auf. Thome steht da durchaus in gleicher Erzähltradition mit seiner üppig angelegten Prosa, deren Lektüre nicht minder angenehm ist, wenn man diesen Stil denn mag. Ein entscheidender Vorteil ist sogar, für mich jedenfalls, das nichtamerikanische Milieu, in dem sich diese Geschichte abspielt. Dass allerdings auch hier sehr viele Klischees bemüht werden, die Anspielungen unübersehbar dick aufgetragen werden, mag manchen Leser stören, liegt aber doch voll im Trend der schon erwähnten, gattungstypischen Literatur. Über Gehalt und Motive, über die Botschaft dieser Geschichte kann man trefflich streiten, und man tut es ja auch, bei den Rezensionsprofis genauso wie bei den Kritikerlaien. Ohne Zweifel wird man gut unterhalten, bekommt manchen interessanten Einblick und erhält ganz unvermutet Schützenhilfe bei der eigenen Standortbestimmung, falls man denn bereit ist, über den Stoff hinaus auch noch ein wenig weiter zu denken.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unzufriedenheit und Unentschiedenheit, 27. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
In der Buchbesprechung in der Zeit wurde hervorgehoben, dass Sätze wie dieser: »Es fällt ihm schwer, den BH-Träger zu ignorieren, der unter ihrer Bluse zu erkennen ist.« die gesamte Verdruckstheit dieses Buches symbolisieren. Ich denke, dem Zeit-Schreiberling fehlt die Erlebenserfahrung für solche Sätze, er versteht sie nicht.

Es ist leider gleichwohl eine bieder-langweilige Geschichte über einen endfünfzigjährigen Philosophie Professor in Bonn, der Angst vor der Einsamkeit des Alters hat. Er will nicht allein sein und hat Angst davor, dass ihm das Leben nur noch einsam und trostlos erschein wird. Aber es ist nicht nur eine Reise in das Niemandsland des Alterns, sondern die Geschichte einer unzufriedenen Unentschiedenheit. Ein Mann muss sich irgendwann entscheiden. Denn wenn er in der Unentschiedenheit verbleibt, bleibt er in der Unzufriedenheit.

Seine Ehefrau, der es nie in Bonn gefallen hat, ist zurück nach Berlin gegangen und assistiert seinem Vorgänger als Theaterassistentin; seine Tochter ist auch schon außer Haus. Er reist zu seiner Tochter und zu seinen Schwiegereltern und diese Reise wird in diesem Buch erzählt, wobei dieser Prof dabei ausgiebig über sein Leben reflektiert.

Das Buch ist gut geschrieben, enthält vielfaltige, gut formulierte, aber auch inhaltslose Spitzfindigkeiten. Der Autor kokettiert geradezu mit ihnen und fabriziert wohlformulierte Sätze, die es wert sind angestrichen zu werden, fabriziert lesenwerte Versatzstücke. Gut hat mit beispielsweise die Geschichte über en Alt68-Linken mit erektiler Dysfunktion gefallen.

Aber ich muss den vorangehenden Kommentatoren schon zustimmen, das Buch ist schon teilweise enttäuschend langweilig. Es kommen immer wieder Situationen, da dachte ich, jetzt geht es los, jetzt wird es spannend, aber dann kommt nichts. So hatte sein amerikanischer Doktorvater eine Bitte an ihn, er solle etwas über eine Schlacht im Zweiten Weltkrieg recherchieren und ich dachte, wow, jetzt wird es spannend. Nur dann kommt nix mehr.

Die Kapitel wechseln mit Zeitrückblicken. Das soll die Ursprünge erläutern. Gut, aber eigentlich hat dieser Prof nur zu viel Glück im Leben gehabt, was Frauen und Job angeht. Gleichwohl, er lamentiert darüber. Manchmal dachte ich auch, der Autor ist zu jung für diese Gestalt, zu jung um eine Geschichte über einen alternden Prof. zu schreiben. Häufig hatte ich nämlich meine Zweifel, dass ein alternder Prof so denkt.

Überhaupt, dass dieser Prof so viel arbeiten muss, ist schon unglaubwürdig. Ich kenne einige Profs, habe einige in der Verwandtschaft. Ein Prof hat vier Unterrichtsstunden die Woche. Es gibt welche die forschen in der restlichen Zeit. Aber viele widmen sich ihren Hobbys, verdienen entweder anderweitig Geld oder faulenzen mit voller Daseinszufriedenheit zufrieden vor sich hin.

Aber, das Buch zeigt auf, und das macht es gut, wie angehäufte seelische Lebenswunden infolge von Kompromissen und auferlegten Zwängen das Leben belasten. Es zeigt darüber hinaus auf, dass Unzufriedenheit aus Unentschiedenheit resultiert. Man kann nun einmal solange unzufrieden sein, bis sich dieser Zustand manifestiert. Da hilft es auch nichts, dass sich der Prof (ziemlich unglaubhafte Episode) wegen einer Beleidigung seiner Tochter prügelt. Seine Unentschiedenheit folgt aus dem eigenen festklammern an seiner beamtiger und eher banalen Natur. Aber auch dies, stellt einen Lebensbalast dar. Dieser Prof müsste sich halt mal entscheiden, will er den Job, will er die Frau, will er nicht alleine sein. Der Prof entscheidet sich nicht und das Buch endet konsequenterweise damit, dass dieser Prof ins Wasser geht, ins Meer hinausschwimmt.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend und hallt lange nach, 23. November 2012
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fliehkräfte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hallt bei mir lange nach. Und wenn man - wegen einer eigenen aktiven Schaffensphase oder sonstigem Stress - kaum Zeit hat zu lesen, so war mir dieses Buch doch wichtig, immer mal wieder ein Stück vorwärts zu kommen. Es mag daran liegen, dass ich mich in so vielen Dingen wieder gefunden habe. Aber erst mal hat der Roman eine große literarische Qualität und ist ein treffendes Gesellschaftsdrama. Und spiegelt das Suchen und das (Nicht-) Finden des Glücks wider.
Hartmut Hainbach ist ein Philosophieprofessor und könnte als solcher einigermaßen zufrieden sein. Seine Beziehung zu Maria wird allerdings wegen der hohen emanzipatorischen Visionen seiner Frau, auf harte Proben gestellt. Zu seiner Tochter Philippa, die in Spanien lebt, hat er auch eine ungewollte Distanz, so dass er sich mehr und mehr selbst entfremdet. Er hasst es eigentlich, dass er so alleine sein muss, weil Maria in Berlin am Theater arbeitet und er sein muffiges Professorendasein in Bonn abwickelt. Jetzt ist er kurz vor der 60 und macht sich auf den Weg. Und dieser Weg entwickelt sich zu einer Reise, die mit Rückblenden, sein Lebensdrama nach und nach entschlüsselt. Wie schon in seinem Erstling Grenzgang" spielt Thome mit Zeitsprüngen, die manchmal überraschen. Am Ende seiner Reise über Frankreich, mit einem Besuch bei einer ehemaligen Freundin in Paris und bei einem ehemaligen Professorenkollegen, der als Aussteiger" heute an der Biscaya ein Weinlokal betreibt, landet er in Portugal bei der Familie seiner Frau. Vorher hat er seine Tochter in Santiago de Compostella abgeholt und während der Fahrt wird weiter mächtig aufgearbeitet. An der portugiesischen Küste kommt es zu einer Art Showdown, und Stephan Thome überlässt es dem geneigten Leser, wie er das zu interpretieren hat.
Ein bewegender, guter Roman.
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4.0 von 5 Sternen „This is where I pay for it all.“, 27. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Hauptfigur des Romans „Fliehkräfte“ ist der Bonner Philosophieprofessor Hartmut Heinbach. Er ist Ende Fünfzig und steckt in einer verspäteten Midlife-Crisis. Seine Frau Maria arbeitet für einen Theaterregisseur in Berlin, der sich als Enfant-Terrible seines Genres einen Namen gemacht hat. Harmut und seine Frau führen seit längerer Zeit eine Fernbeziehung. Die Ehepartner sehen sich maximal an den Wochenenden und im Urlaub. Beide haben eine gemeinsame Tochter, Philippa, die bereits erwachsen ist und studiert. Hartmut erhält ein Jobangebot in Berlin, für das er jedoch seine sichere Professur und einen Gutteil seiner Altersversorgung aufgeben müsste. Im Gegenzug könnte er wieder mit Maria zusammen leben. Vor dem Hintergrund der zu treffenden Entscheidung tritt Hartmut eine Reise an. Er besucht Menschen, die in seinem Leben eine Bedeutung hatten, taucht ein in seine Vergangenheit und reist schließlich über Spanien nach Portugal, wo er sich mit Maria treffen möchte…

Das Buch thematisiert Anpassung, Verstellung, Lebenslügen und deren Demaskierung

„Es war bereits etwas falsch an der Art, wie sie jetzt versuchten, alles richtig zu machen, nicht enttäuscht oder gekränkt zu sein, weder Scham noch Reue zu empfinden.“

Hartmut hat sein Leben strukturiert gelebt, an den Maßstäben der Anpassung und der Vernunft ausgerichtet und nach beruflichem Erfolg strebend. Er übersieht jedoch, dass er in Beziehungsgefügen lebt, andere Menschen eine Eigendynamik haben, die ihrer eigenen Logik oder Unlogik folgt und Emotionen und Handlungen in Bewegung setzt, die er nicht kontrollieren kann. So wie Fliehkräfte auf alle Objekte eines Bezugssystems wirken und nicht nur eine isolierte Bewegung erzeugen.

Die Frage wird aufgeworfen, warum wir wählen, was wir wählen, was wir dafür bekommen und was es uns kostet.

Hartmut muss(te) die Zeche zahlen, für das Leben, das er gewählt hat, mit seinen Vor- und Nachteilen.

Die Figuren im Roman sind authentisch gezeichnet. Die Sprache wirkt an einigen Stellen leider pathetisch und hochtrabend, Interpretationsvorlagen lauern hinter jedem schlauen Satz.

Ich mochte das Buch trotzdem. Es erzählt eine glaubhafte Geschichte von großen Verletzungen und von kleinen, von Wunsch und Wirklichkeit und dem Leben dazwischen.
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Fliehkräfte: Roman
Fliehkräfte: Roman von Stephan Thome (Gebundene Ausgabe - 9. September 2012)
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