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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Jahrhundertwerk, 22. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für Afrikanische Geschichte (nein-Menschheitsgeschichte!) interessiert, der kann an diesem Buch nicht vorbeigehen. Spannender kann Geschichte nicht erzählt werden. Mich hat dieses Buch gepackt bis Seite 698 der deutschen Ausgabe. Dieses Buch ist nicht nur glänzend recherchiert, der Autor schafft es, aus einer Fülle von Informationen, ein fliessendes, harmonisches Ganzes zu schreiben, ohne Brüche, ohne langeweilige Füllstücke. Da hat einer wirklich mit Leidenschaft und Empathie geschrieben. Könnte ich jemanden für den Pulitzer Preis vorschlagen, so hätte es dieses Buch verdient
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragendes Buch, 28. Juli 2012
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Auch _ohne besonderer Afrika-Fan zu sein, fand ich das Buch herausragend. Autor David van Reybrouck ist Journalist, Archäologe und Kulturhistoriker. Nach eigener Aussage hinten im Buch hat er hierfür seine Uni-Stelle aufgegeben und alle Staats-/NGO-Zuschüsse etc. abgelehnt. Nicht nur viele Quellen, auch und vor allem viele Gespräche prägen das Buch.

Es handelt von den präkolonialen Verhältnissen ein bisschen, von der belgischen Kolonialherrschaft und dem Danach schon mehr. Wie wurde Kongo unabhängig? U.a. durch ein Fußballspiel und im Chaos. Wieso verblieb Kongo in der Ausbeutung, ja, wurde es noch schlimmer? Wie war das noch einmal mit den ganzen Kriegen? Das fand ich wie so einiges eine gute Analyse dessen, wovon ich zuvor nur oberflächlich etwas wusste. Reybroucks Vater war in jungen Jahren im Kongo, doch Reybrouck Sohn dürfte deutlich mehr vom Land gesehen haben, so viele Interviews scheinen durch. Und die Kongolesen kommen so selbst zu Wort. Am Ende, van Reybrouck nennt es den Blick aufs 21. Jahrhundert, zoomt er auf die geschäftstüchtigen oder einfach nur verzweifelten Kongolesen in China.

Gelesen hatte ich es im flämisch / niederländischen Original. Die deutsche Version habe ich jetzt aber auch vor einem Verschenken kurz angeblättert, und die Rezension gehört schon ebenso hierhin.
Angesprochen wurden hier die nichtdeutschen Einschübe, sie erscheinen ab und an, um den Originalausdruck wiederzugeben oder daran zu erinnern, dass es (teils kongolesisches) Französisch ist, in dem sich Reybrouck und sein Gegenüber unterhalten. Im Flämischen war bis auf ein, zwei trivialfranzösische Brocken alles stets sofort im Satz paraphrasiert. (Tolstoi und Thomas Mann flochten Französisch in großen Blöcken ein - _ohne diese zu übersetzen. Zur Not gibt es ja auch pons. eu o.ä.). Ja, man kann sie als Manier sehen, mich hat es freilich überhaupt _nicht gestört.
Van Reybrouck begründet es im liebevollen Anhang mit Fotos als eigener Sprechform, doch vielleicht hätten auch ein paar Bilder dem Buch gut getan. Immerhin gibt es ein paar hilfreiche Karten.

Ein Lese-Erlebnis. Kritisch, pointiert, gut geschrieben. Fünf Sterne.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jahrhundertbuch, 11. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
David van Reybrouck's Kongo Buch ist das Beste, was ich je zum Thema Kolonialismus gelesen habe. Allein schon das literarische Niveau lohnen die Lektüre, aber darüberhinaus ist es ein Buch, das sowohl die eurozentrische als auch die afrozentrische Sicht übersteigt und die Geschichte des Kongo als eine menschengemachte Tragödie erscheinen läßt, in der alle das Beste wollen und das Ergebnis ein Desaster ist. Geschrieben mit einer tiefen Liebe zu den Menschen, entlang an konkreten Biographien und Schicksalen, die der Autor auf langen Reisen vor Ort recherchiert hat, ist dieses Buch ein Meisterwerk und wenn der Satz gilt, daß auch das Lesen eines Buches eine reale Erfahrung sein kann, so trifft dies für die "Geschichte des Kongo" zu 100 Prozent zu. Unbedingt Lesen!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muss, 25. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
vor einigen Wochen habe ich mir dieses Buch gekauft, obwohl gebunden und ein bisschen teurer als ich normalerweise für Bücher ausgebe. Aber es hat sich gelohnt. Ich bin des öfteren in afrikanischen Ländern unterwegs und mein Mann kommt aus dem Kongo. Deswegen interessiert mich alles, was es über dieses Land zu lesen gibt, besonders.

Ich habe angefangen zu lesen und konnte es bald nicht mehr aus der Hand legen. Es ist sehr fundiert geschrieben und liest sich trotzdem leicht. Was mir besonders gefällt, ist, dass vor allem die Kongolesen zu Wort kommen, und zwar vor allem die sogenannten normalen Leute.

Das Buch ist aber trotz allem sehr nüchtern und sachlich geschrieben, nicht reißerisch wie einige andere. Gerade dadurch wird man sehr betroffen und kann die Menschen viel besser verstehen.

Also 5 Sterne für dieses Buch, das von mir auch einen sechsten verdient hätte. Bis jetzt ist es für mich das Highlight des Jahres. Wenn man an afrikanischer Geschichte und besonders an der Geschichte Kongos interessiert ist, dann ist dieses Buch ein absolutes Muss
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten im Kongo, 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist natürlich höchst interessant, sehr gut geschrieben, teilweise phantastisch recheriert und sehr sehr lebensnahe erzählt. Auch die Blitzlichter am Anfang des Buches in die Vergangenheit vor der "richtigen" Geschichte des Kongo zeigt uns das Bild, wo wir stehen könnten, ohne "Entwicklung". Vielleicht verklärt, aber romantisch in der Vorstellung, einfach das Rad tatsächlich zurückzudrehen...

Mir haben zwei Themen gefehlt: Ich denke, der Autor hält sich eine Spur zu bedeckt, warum sich die Dinge in der zweiten Hälfte des 20. Jahdt. im Kongo (insbesondere im Zuge der Unabhängigkeit) "anders falsch" entwickelt haben als vorher . Er hat ein paar Gründe angerissen (Beispielsweise die "Hexerei", die Familienmitglieder zwingen im Falle von Reichtum diesen sofort zu vermehren und zu verteilen), aber insgesamt war es mir zu wenig. Die Arbeit der Non Profit Organisationen im Kongo wurde am Rand am Ende erwähnt, hier würde sich meiner Meinung nach eine genauere Recherche auszahlen, auch um eventuell ein Modell, ein Symbol, oder so etwas wie einen Gesamtplan für den Kongo als Ziel am Ende aufs Papier zu bringen. Dass es alleine der Chinesische Ansatz am Ende prominent in das Buch geschafft hat halte ich für etwas einseitig... Der Autor weiß soviel über das Land, er darf am Ende Visionen, Ziele und Perspektiven bringen, wie es weitergehen könnte. Diesen Schwung darf er nehmen, vielen leuten würde man diese Energie ansonsten nicht abnhehmen, ihm nach diesem Buch ganz sicher!

Trotzdem - Große Empfehlung!
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33 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressant!, 16. Mai 2012
Von 
PZF85J (hier und dort - manchmal) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Als Leser/Käufer sollte man schon ein wenig Affinität zu Afrika, insbesondere dem Teil südlich der Sahara und abseits der Touristenströme, haben. Nun, die Affinität ist bei mir vorhanden und so habe ich dieses Werk geradezu verschlungen. Es steht auch auf meiner Wiederhol-Liste, weil ich Bücher, die mir sehr gefallen, zweimal oder auch dreimal lese, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Es handelt sich kurz gesagt um eine Geschichte des Kongo (früher Zaire, heute Demokratische Republik Kongo), hauptsächlich beginnend mit der Zeit des H. M. Stanley ("Dr. Livingstone, I presume ...). Einen richtigen Endspurt hat der Autor mit dem letzten Kapitel hingelegt; da geht es nicht mehr um Kongo+Belgien oder Kongo+Der Westen, sondern um Kongo+China. Ich teile die Schlußfolgerung des Autors, dass uns da noch einige Überraschungen bevorstehen.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.

Zwei Macken, die mich persönlich etwas gestört haben:

- Es gibt einige Dutzend Anglizismen im Buch (Begriffe, aber auch Sätze), für die es adäquate Ausdrücke sicherlich auch in der niederländischen und der deutschen Sprache gibt. Diese Anglizismen sind einfach fehl am Platz; auch da Englisch nun wirklich keine Sprache ist, die in DRC Verbreitung geniesst. Aus der kursiven Schreibweise schließe ich, dass es sich um "Originale" des Autors handelt, nicht um Übersetzungsfehler.
- Es werden sehr viele französische Begriffe und Sätze verwendet, die passend sind zum Thema und zum jeweiligen Text. Deshalb ist das auch in Ordnung so. Jedoch hätte ich mir sehr gewünscht, dass diese (in Klammern) auch übersetzt worden wären.

Ansonsten und noch einmal: Sehr empfehlenswert.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein phantastisches Buch !, 31. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Spannend wie ein Thriller, führt es den Leser durch die ungewöhnliche Geschichte eines geschundenen Landes und seiner Völker, von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Ein wirklich großes Buch. Ich bin wirklich eine Leseratte, aber dieses Buch bekommt in meiner überquillenden Bibliothek einen absoluten Ehrenplatz!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch!, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Ich habe leider wenig Zeit eine detaillierte Rezension zu schreiben (ist auch meine erste hier). Aber dieses Buch ist es einfach wert, einen kurzen Kommentar zu hinterlassen. Ein extrem spannendes Buch (besonders, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Sachbuch handelt). Es ist beeindruckend, wieviel Arbeit in die Recherche investiert wurde. Zugegebenermaßen - ob sich nun alle Erzählungen von den Zeitzeugen so zugetragen haben, darf vielleicht bezweifelt werden. Aber wer sich nur im geringsten für Kolonialgeschichte oder Afrika interessiert sollte dieses Buch lesen. Für mich das beste Buch, was ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwerst beeindruckt!, 28. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Besonders begeistert mich, wie der Autor es schafft, die ganze Härte dieser teils erschütternden Geschichte für alle Seiten - Europäer, Afrikaner, Amerikaner, Chinesen - relativ schonungslos darzustellen und dabei durchgängig am Verständnis der individuellen Motive orientiert bleibt. Allein aus dieser hartnäckig verfolgten Balance teilt sich eine zutiefst humanistische Grundhaltung des Autors mit. Dazu passt der Ansatz, die Geschichte an Hand einer Fülle von Interviews von kongolesischen Zeitzeugen aufzuziehen. Dazu kommt dann noch die Gründlichkeit der Recherche und die schiere Menge an ausgewerteten schriftlichen Quellen, der direkte und bejahende Ton, die vielen kulturellen Referenzen zur Musik und die Sympathie, die der Autor dem Land und seinen Einwohnern bei aller Tragik der Geschichte entgegenbringt!

Ein großartiges s Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt es Hoffnung für den Kongo?, 29. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kongo: Eine Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Diese Frage stellt sich, wenn man das Buch gelesen und die Ereignisse der letzten Monate registriert hat. Warum mir das Buch gefällt? Es ist vor allem die schonungslose Ehrlichkeit des Verfassers. Einerseits deklariert er sein Buch als eine und nicht als die Geschichte des Kongos, andererseits unternimmt er- selbst Belgier- keinen Versuch, bei der Schilderung der Verhältnisse besonders in der Zeit bis zum 1. Weltkrieg (Zwangsarbeit, Unterdrückung, Gewalt in jeder denkbaren Form, kurz Kolonialismus in "Reinkultur), die belgische Herrschaft schön zureden oder zu entschuldigen. Die Frage nach der Zukunft des Kongo stellt sich vor allem auch deshalb, weil es nach der Unabhängigkeit keine wirkliche Besserung für das kongolesische Volk (oder die kongolesischen Völker?) gab. Was folgt, erinnert an Deutschland im Dreißigjährigen Krieg. Die Übel der Kolonialzeit wirken weiterhin, verstärken sich zum Teil noch. Nur die Täter haben gewechselt. Schlimm nur, dass für die Kongolesen die "Morgenröte am Horizont" noch in weiter ferne zu liegen scheint.
Was mir noch gefallen hat? David Van Reybrouck lässt vor allem die Unterdrückten zu Wort kommen, nur selten die Unterdrücker. Auf wessen Seite er steht, ist zu keinem Zeitpunkt fraglich. Das Buch ist geeignet für alle an Geschichte Interessierten die über den Tellerrand unser überwiegend eurozentrisch gefärbten Geschichtsschreibung sehen wollen.
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Kongo: Eine Geschichte
Kongo: Eine Geschichte von David Van Reybrouck (Gebundene Ausgabe - 16. April 2012)
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