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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen raten Sie die Antwort..., 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: "Sind Sie gern böse?": Ein Nachtgespräch zwischen Thomas Bernhard und Peter Hamm (Taschenbuch)
Dieses 60 Seitige Bändchen enthält ein weiteres Interview, das tatsächlich einen etwas persönlicheren Bernhard enthüllt, einen empathischen und sich aktiv am Gespräch beteiligenden, ähnlich wie mit Krista Fleischmann.
Völlig neue Erkenntnisse aber mag es nicht vermitteln und es ist auch keine verlegerische Sensation. Man erfährt etwas über seine Abstammung, Jugend und Heimatbegriff, die Musik, seine ersten literarischen Versuche mit Gedichten und als Gerichtschreiber, seinen Ansichten zum Theater und einiges mehr. Ausgedehnt wird vor allem über Tod und Selbstmord gesprochen.
Für Bernhard-Fans ist es auf jeden Fall empfehlenswert, um in die oben genannten Bereiche noch etwas mehr Einsicht und vielleicht sogar ein paar Erklärungen zu bekommen, oder auch einfach so.

Zwei Sterne Abzug gibt es für die Abzocke. Wenn es auch ein hübsches Buch ist, die paar Seiten hätten auch noch in dem etwas früher erschienenen Band "Der Wahrheit auf der Spur" untergebracht werden können. Statdessen wurde es künstlich aufgeblasen und in übertriebenem Großformat gedruckt und sogar Faden gebunden, wohl um seine separate Veröffentlichung und den Preis rechtzufertigen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Interview mit Thomas Bernhard, 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: "Sind Sie gern böse?": Ein Nachtgespräch zwischen Thomas Bernhard und Peter Hamm (Taschenbuch)
Wenn es nach Thomas Bernhard gegangen wäre, wäre dieser Band womöglich niemals veröffentlicht worden, berichtet Peter Hamm in seinem Vorwort zu "Sind Sie gern böse?". Denn nach Versendung des Abdrucks des Interviews an Thomas Bernhard habe dieser ihm nahegelegt, es sich mit der Veröffentlichung noch einmal genau zu überlegen. Peter Hamm sei Bernhards ablehnende Haltung zunächst verschlossen geblieben, ihm sei diese später jedoch insoweit klar geworden, als Bernhard im Nachgang seine autobiografischen Schriften ("Die Ursache", "Der Keller", "Der Atem", "Die Kälte", "Ein Kind") veröffentlicht und sein Leben in textlicher Form selbst aufgearbeitet habe. Bernhard habe es daher vorgezogen, Texte mit biographischen Inhalten, zu denen im weitesten Sinne auch das hier abgedruckte "Nachtgespräch" zu zählen sei, in eigener Regie zu fertigen und habe daher den Abdruck einer nächtlichen "Plauderei" wohl nicht als für die Nachwelt gültig ansehen wollen. Trotz allem habe er, Peter Hamm, auch auf Betreiben von Ulla Unseld-Berkéwitz und Raimund Fellinger vom Suhrkamp Verlag, sich überzeugen lassen, den Text nunmehr mit einem Abstand von mehr als drei Jahrzehnten - und entgegen Bernhards mutmaßlichem Willen - zu veröffentlichen, was im Hinblick auf Hamm persönlich mit "etwas mulmigen Gefühlen" geschehen sei. Auch wenn natürlich monetäre Interessen bei der Veröffentlichung des in diesem Band abgedruckten "Nachtgesprächs" eine erhebliche Rolle gespielt haben dürften und nicht allein der Dienst an der Leserschaft, gibt der etwa 60 Seiten dicke Band einen guten Einblick in das Leben und Denken von Thomas Bernhard. Einen relativ weiten Raum nehmen Äußerungen Bernhards zu seinem Leben in Kindheit und Jugend ein, aus der sich die später von Bernhard immer wieder aufgegriffenen Thematiken (Selbstmord, Krankheit, Wahnsinn, Tod, Verfall) entwickelt haben. Auch äußert sich Bernhard viel über den theoretischen Unterbau seines Schreibens und die Rezeption literarischer Werke, etwa "Schau heimwärts, Engel!" von Thomas Wolfe, die ihn beeinflusst und für das Schreiben eingenommen haben. Wer sich mit Thomas Bernhard bereits eingehender beschäftigt hat, erhält im vorliegenden Band viele Zusatzinformationen, die für das Verständnis des Gesamtwerks Bernhards hilfreich sein können. Für den Einsteiger eignet sich "Sind Sie gern böse?", wie bereits in einer anderen Rezension angesprochen, weniger, da vertiefte Kenntnisse der Primärtexte vorausgesetzt werden, ohne die man zum Verständnis des Interviews kaum auskommt.
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"Sind Sie gern böse?": Ein Nachtgespräch zwischen Thomas Bernhard und Peter Hamm
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