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5.0 von 5 Sternen Ein unbedingtes Muss!
Wenn es der Erde über mehr 10000 Jahren mit einem CO2-Gehalt von 280 ppm (parts per million) gut ging, wir aber feststellen müssen, dass es heute 384 ppm sind und die meisten Klimamodelle von einer Erträglichkeitsgrenze von 550 ppm ausgehen (ohne Rückkopplungseffekte wie Gletscher- und Polschmelze einzubeziehen), dann spielt es keine Rolle mehr, wie...
Veröffentlicht am 27. September 2010 von Dr. Jürgen Studt

versus
29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ideenmarketing
So, so, Thomas Friedman ist zurück. Nachdem er in seinen Lesern erklärt hat, dass die Welt flach sei und wie seiner Meinung nach die globale Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts funktioniere, rettet er nun in seinem neuen Buch die Welt. Um dies anzustoßen, vertritt er geradezu revolutionäre und bisher nie da gewesene Thesen: Ein Anstieg des...
Veröffentlicht am 29. Januar 2009 von absurdus


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unbedingtes Muss!, 27. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Wenn es der Erde über mehr 10000 Jahren mit einem CO2-Gehalt von 280 ppm (parts per million) gut ging, wir aber feststellen müssen, dass es heute 384 ppm sind und die meisten Klimamodelle von einer Erträglichkeitsgrenze von 550 ppm ausgehen (ohne Rückkopplungseffekte wie Gletscher- und Polschmelze einzubeziehen), dann spielt es keine Rolle mehr, wie viel von der CO2-Steigerung der Mensch verursacht hat und wie viel davon aus kosmischen Konstellationen und Zyklen resultiert. Dann ist es eigentlich schon 5 nach 12 - berücksichtigt man die Zeit, die benötigt wird, um Maßnahmen wirken zu lassen. Und wir haben keine Ahnung darüber, ob die menschliche Erträglichkeitsgrenze für Teile der Erde nicht schon bei 450 ppm erreicht ist.

Der Energiehunger einer exponentiell wachsenden Weltbevölkerung - vor allem in den aufstrebenden Industrienationen wie China und Indien - und die Ignoranz der USA verschärft die Bedrohung durch Klimawandel und Ressourcenknappheit dramatisch, schreibt der mehrfache Pulitzer-Preisträger Thomas L. Friedman in seinem Buch "Was zu tun ist".

Konsequent fordert er unter der Parole "Code Green" abgeleitet von dem militärischen Begriff "Code Red" dass die Welt eine extrem kritische Phase erlebt, die eine historische Energiewende erfordert, was aber zugleich einer historischen Anstrengung bedarf. Er fordert vor allem von den USA wieder steigende Aktivität der Forscher (nicht "down-cyceln", sondern "re-cyceln"), den alten amerikanischen Innovationsgeist, um so Amerika wieder in eine globale Führungsrolle zu bringen - als Vorreiter einer globalen Energiewende.

Faszinierend an dem Buch von Friedman ist seine Art, komplexe Zusammenhänge in gut lesbarer Art auszudrücken. So wird z.B. überzeugend dargestellt, das "Petrodiktaturen" - einschließlich Russland - bei hohen Ölpreisen ihre Machtpositionierung durch nationale Subventionen stärken und erst bei niedrigen Ölpreisen der Grad der Öffnung nach außen und ein logisch abgeleiteter Freiheitsindex steigen. Friedman arbeitet z.B. auch sehr klar heraus, dass es einen Wettbewerb zwischen Iran (Schiiten) und Saudi Arabien (rückwärtsgerichteter wahhabitischer "Wüstenislam") um die Vormachtstellung unter den Muslimen gibt, was einhergeht mit der Zurückdrängung des moderneren städtischen Islam ägyptischer Prägung. Wer wusste vor dem Lesen dieses Buches, dass Saudi Arabien derart in die ägyptische Filmindustrie investiert hat, dass es dort so gut wie keine unzensierten Filme mehr gibt (schon ein leeres Bett darf nicht mehr gezeigt werden) und dass das Gegengewicht durch 2-3 liberalere Film-Produktionen eines Milliardärs in Kairo kaum wahrnehmbar ist? Übrigens: auch existente alte Filme wurden nachzensiert!

Friedmans Buch ist auch eine Geschichte der verpassten Chancen: z.B. die Weigerung der USA nach dem 11. September, ihren Energieverbrauch zu senken, finanziert bei steigenden Ölpreisen konsequenterweise die Feinde der USA, ist letztlich also eine Politik, "die keinen Mullah im Stich lässt".

Insgesamt ein faszinierendes und optimistisches Buch, das die Augen und den Kopf öffnet und die vielen, oft semantischen Diskussionen in den Medien über Ergebnisse der Klimaforschung relativiert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Agenda für das 21. Jahrhundert, 1. August 2011
Das Buch entspricht die Tatsache. Ich merke selber, und das macht mich depresiv, dass ich nichts viel für die Umwelt unternehmen kann. Ich bin machtlos gegen die Tendenz des Kapitals, das das Klima und die Umwelt värendern machen kenn.Ich lebe z.Zt. in GR und ich habe festgestellt, dass die Schwalben, nicht wie in die Anderen Jahren, im April - Mai angekommen sind. Der ständige Nachtlärm von Autos, Motorräden, Musik aus der Nachtslokale lässt viele Arte von Vögel verschwinden. Die haben keine Platz mehr, keine Natur, keine Umwelt. Verschwindet wird auch der Esel und die Mullis, aus der Provinz, sie werden durch die Toyota Autos ersezt. Die Natur wird für den Tourismus mit riesen Wohnblöcke, wie Kasernen, einbetoniert. Die Strände mit Plastik verdreckt Eine sinnlose verbrauch von Trinkwasser um die Strassen und die Autos zu waschen. Keine Platz blebt freifür Menschen und für Tieren. Die Autos stehen auf der Seite der Strassen im frei, so dass die glühende Mittagshitze die Bleche erhitzt. Eine große Rückslosigkeit der Menschen gegenüber der Natur. Ich bekomme Angst, Angst, dass das Klima, wie im Buch "Eine Agenda für das 21. Jahrhundert" Thomas L. Friedmann schreibt, viel schneller sich verändert und die Naturkatastrophen kommen sich näher. Das Buch habe ich nochmals gekauft und an einem Bürgermeister, Freund von mir, geschenkt, noch an mehr Freunde und bekannten zum lesen, empfolen.
Spiros Garos
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ideenmarketing, 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
So, so, Thomas Friedman ist zurück. Nachdem er in seinen Lesern erklärt hat, dass die Welt flach sei und wie seiner Meinung nach die globale Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts funktioniere, rettet er nun in seinem neuen Buch die Welt. Um dies anzustoßen, vertritt er geradezu revolutionäre und bisher nie da gewesene Thesen: Ein Anstieg des Kohlendioxidgehalts wird zu einer Erwärmung der Erde führen, das Bevölkerungswachstum und die Ballung von Menschen in Großstädten führt zu mehr Umweltverschmutzung oder das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern führt ebenso zu mehr Verschmutzung. Heureka! Das hat man in der Tat noch nie gehört!

Aberwitzig wird das ganze dadurch, dass Friedman seine Thesen durch alle möglichen Anekdoten begründet, sprich dass er mit diesen und jenen Managern oder Regierungsleuten in allen möglichen Ländern gesprochen hat. Das bedeutet, dass er selbst recht eifrig dabei zu sein scheint, um die Welt zu fliegen um seine Bücher zu vermarkten und nebenbei alle möglichen Gespräche führt, worüber er dann das nächste Buch schreiben kann!

Mal ganz im Ernst: Ich fand bereits Friedmans letztes Buch überbewertet (oder neudeutsch gesagt: es wurde ein Hype veranstaltet), da er lediglich oberflächliche Allerweltsweisheiten garniert mit irgendwelchen Anekdoten über tolle Gespräche die er mit ganz wichtigen Leuten geführt hat serviert. Der Schreibstil ist unkritisch, einseitig und liest sich so nach dem Motto: So Leute, ich erkläre Euch Unwissenden jetzt mal wie die Welt funktioniert. Man könnte meinen, es geht ihm in erster Linie darum sich selbst zu feiern! Rein inhaltlich ist das ganz schwache Kost, die er dem Leser vorsetzt. Seine Aussagen enthalten keinerlei neuartige Thesen oder gar Forschungsergebnisse, es handelt sich ausschließlich um mäßig gut verpackte, aber rein inhaltlich längst bekannte Kost! Es werden altbekannte Argumente eingesetzt und mit vielen Worten und Anekdoten umschmückt. Außerdem wird das Buch als New York Times Bestseller beworben und es bestehen einige grundsätzliche und allgemeine Parallelen zu einigen Aussagen vom neuen US Präsidenten Obama. Und schon geht der Hype wieder los, genau wie bei Die Welt ist flach, dem Vorgängerwerk von Friedman. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung das dieses Buch ein internationaler Bestseller wird! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich stimme ich der These zu, dass Umweltverschmutzung und globale Erwärmung wahrscheinlich die größten Probleme unserer Zeit sind! Dieses Buch trägt allerdings nichts zur Bekämpfung oder Lösung dieser Probleme bei! Es handelt sich hierbei um nichts mehr als ein Musterbeispiel für Ideenmarketing!

Im Sachbuchbereich ist meiner Meinung nach nicht jeder Bestseller Autor auch wirklich ein echter Könner, teilweise kommt es in einem erheblichen Maße auf gute Vermarktung an. Herr Friedman beweist dies hier erneut!
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5.0 von 5 Sternen Wichtiges und gut geschriebenes Buch eines herausragenden Journalisten, 15. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Bevor ich zu den Vorzügen dieses Buches komme möchte ich mich zu einigen Kritiken hier bei Amazon bezüglich dieses Buches äussern:

1.Die Themen im Buch seien nur aufgewärmt ( Kritiker Absurdus ): Dies spricht Friedman selber an. So berichtet er in seinem Buch u.a. über Konferenzen aus den 80ern oder auch Berichten aus den 70ern. Das Problem besteht ja eben nicht darin, dass die Umweltprobleme nicht bekannt sind, sondern das nichts dagegen unternommen wird.

2.Friedman Reisegeschichten sind eitel ( Kritiker Absurdus ): Friedman erzählt in seinem Buch über Begegnungen aus China, Afrika, Südamerika, Europa usw. Diese sind in weiten Teilen sehr erhellend und durchaus nicht aufgewärmt. Zu guten Reportagen gehören solche Zeitzeugenberichte, wobei vieles auch durch Zitate belegt ist.

3.Friedman sei zu patriotisch ( Kritiker Schnack ): Durchaus bedient Friedman hier die patriotischen Gefühle der US ' Amerikaner. Aus einem einfachen Grund...Es ist für die US ' Amerikaner geschrieben. Und Friedman weiss genau, welche nationalen Gefühle er bedienen muss, um für seine Aussagen Gehör zu finden.

4.Friedman sei grenzwertig optimistisch ( Kritiker Gellermann ): Wenn man das Buch gelesen hat, weiss man, dass Friedman vorsichtig optimistisch ist, und auch dies aus einem wichtigen Grund: um den Menschen ihre Motivation zu lassen und an Änderungen glauben zu können ( trotz der fast unüberwindbaren Umweltproblem ). Sein Optimismus hat daher nichts mit Naivität zu tun.

5.Die USA sollen sich wieder als Weltretter aufspielen ( Kritiker Gellermann ): Die USA sind immer noch mit großem Abstand die größte Wirtschaftsmacht der Welt, besitzen die besten Universitäten, die meisten Think Tanks usw. Natürlich wäre es am besten, wenn die USA eine Vorreiterrolle übernehmen würden ( und das Versäumen in diesem Punkt wurde ja oft genug auch eingeklagt in den letzten Jahren und Jahrzehnten ).

6.Stichwort arabische Petrodiktaturen und das Nichterwähnen von amerikanischen Fehlern im Bereich Militär usw. ( Kritiker Gellermann ): Dieses Buch handelt von Umweltproblemen, und wie wir diese in Zukunft in den Griff bekommen. Ausserdem, wie der Kritiker selbst bemerkt, geht das Buch im Bereich Umwelt sehr kritisch mit den USA um. Alle anderen Verfehlungen der USA aufzuzählen hätte deutlich den Rahmen dieses Buches gesprengt. Die Verbindungen zwischen Öl, Ölpreis und arabischen Diktaturen und radikalem Islam sind darüber hinaus nicht von der Hand zu weisen und sollten erwähnt werden, eben wegen des Zusammenhangs mit den Umweltproblemen.

7.Stichwort Grüne Falken ( Kritiker Gellermann ): Friedman erwähnt, dass die Grünen Falken nur einen kleinen Teil der Armee ausmachen. Aber er sucht gerade dieses Beispiele, um zu zeigen, dass es andere Wege und Möglichkeiten gibt. Es geht ihm dabei nicht um die Bewertung von Krieg und ähnlichem.

8.Friedman als Befürworter des freien Marktes ( Kritiker Gellermann ): Friedman weist wiederholt auf die Notwendigkeit von Regulierungsmassnahmen hin. Das spricht nicht für einen Befürworter des freien Marktes.

9.Friedman kommt nicht auf die Idee der Verstaatlichung des Stromnetzes ( Kritiker Gellermann ): Doch, genau diese Notwendigkeit sieht er, sei es durch Regulierungsmassnahmen oder ähnlichem. Er plädiert sogar dafür, einen Tag aus den USA ein China zu machen, um wichtiges Entscheidungen treffen zu können, ohne vom Parlament und Lobbygruppen abhängig zu sein. Er bleibt dabei aber immer auf dem Boden der Tatsachen. Das amerikanische Stromnetz von heute auf morgen zu verstaatlichen wäre eine reine Illusion.

Abschliessend lässt sich sagen, dass Friedman meiner Ansicht nach ein überaus wichtiges Buch geschrieben hat, welches umfassend die Umweltprobleme unserer Zeit anspricht ( mit all den Auswirkungen auf die Gesellschaft und Natur ). Er sucht dabei vor allem nach Möglichkeiten, die Menschen zu überzeugen, jetzt das Notwendige einzuleiten. Dabei geht er realistisch vor und versucht auch für die Wirtschaft Vorteile einer ökologischen Wende aufzuzeigen ( bis ins Militär hinein ).

Bill Clinton hat kürzlich auf die Frage, welche Persönlichkeiten er im Moment für am wichtigsten erachtet, Thomas Friedman als besten Journalisten bezeichnet. Dem ist nichts hinzuzufügen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise unerträglich, 3. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Auf Grund der guten Rezensionen und des spannenden Themas griff ich relativ sorglos zu diesem Buch. Die wichtigen Fragen des 21. Jahrhunderts sollten eigentlich jeden zumindest interessieren und so wollte ich gerne mehr über die Hintergründe und eventuelle Lösungsvorschläge erfahren. Und in der Tat liefert der Autor einige sehr interessante Aspekte, so z.B. warum Amerika in Sachen Umweltschutz Europa hinterher hinkt, wo Fehler gemacht wurden usw. Leider flacht das Buch dann stark ab und besonders die Abschnitte zum Klimawandel sind grausig, da es seitenlang immer wieder um die gleichen Phrasen geht wie "Wir müssen jetzt handeln" oder "Alle die nicht zu 100% an den Klimawandel glauben sind Spinner". Man hat's nach der ersten Zeile begriffen und quält sich dann nochmal 30 Seiten durch die immer wiederkehrenden Ansichten. Das schlimmste an dem Buch ist aber der nervige Unterton, dass Amerika zwar etwas verschlafen habe aber in Zukunft wird es das beste, schönst, modernste, ja absolut superdollste Land auf der Welt sein. Ich weiß, dass es darum geht Mut zu machen, aber man kann es irgendwann nicht mehr hören, da es permanent betont wird. Anscheinend geht der Autor auch davon aus, dass die Europäer bissl dumm sind und natürlich ihren Vorsprung bei z.B. erneuerbaren Energien gerne aufgaben. Insgesamt wirkt das Buch dadurch arg abgedroschen und billig und kann nur selten überzeugen. Fazit: Wer sich für das Thema interessiert kann einen Blick riskieren, aber gelesen haben muss man das nicht.
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4.0 von 5 Sternen Horizonterweiternd, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Icm Buch werden viele große Aussichten aufgeführt und du wirst als Leser gut hingeführt. Das Buch ist gut zu lesen und macht sehr nachdenklich.
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5.0 von 5 Sternen Eine typisch amerikanische Agenda,die mit ihrer ökologischen Verantwortungsethik die Grundlage bildet für Barack Obamas Programm, 28. Januar 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Thomas Friedmann, politischer Starjournalist der New York Times und Autor des vorliegenden Buches von Europäern als Marktradikaler, als Freihandelsprediger und als Befürworter des Irak-Kriegs heftig kritisiert.
Mittlerweile, so wird nach der Lektüre seines neuen Buches klar, hat er einige zentrale Positionen überdacht, andere korrigiert und ist alles in allem politischer geworden. Nun postuliert er in seiner neuen "Agenda für das 21. Jahrhundert" nicht weniger als eine Revolution. Indem er das Fundament der USA ökologisch erneuert und die ganzen Gebäude sozusagen gleich mit saniert und zwar sofort, weil das im Interesse Amerikas sei, will er auch die übervölkerte Welt durch eine Energiewende retten.

Selbstverständlich, da gibt es für Friedmann keinen Zweifel, kann und muss Amerika bei dieser globalen Rettungsaktion die Führung übernehmen. Denn die USA seien nicht nur die größten Energieverschwender weltweit, sondern ,so postuliert er selbstbewusst, dieser Kontinent habe auch all jene Vitalität der Erneuerung, die dazu nötig sei. Es ist das ureigenste nationale Interesse Amerikas, den globalen Wettbewerb um die ökologische Avantgarde anzuführen. Es geht um "ein Ökosystem erneuerbarer Energie zur innovativen Erzeugung sauberen Stroms, zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Rohstoffproduktivität und zum Schutz der Umwelt, das billiger ist als die weiteren Kosten der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas."

Friedman steht der Bewegung von Barack Obama nahe, der dieses Buch und sein Programm sicher kennt, und dessen ersten politische Entscheidungen seinen Geist atmen. Als aufrechter Demokrat weiß Friedman auch, dass er zu Umsetzung dieses ambitionierten Programms parlamentarische Mehrheiten braucht, die ja nun vorhanden sind. Neben durchaus wohlwollenden Passagen gibt es in diesem Buch aber auch solche, wo er die Amerikaner scharf angreift: sie lebten in ihrer törichten Verschwendung mit unintelligenter Technik von geborgter Zeit, von geborgten Geld und sie hätten sich viel zu lange eine dumme politische Elite geleistet.
Friedman ist eng befreundet mit dem Philosophen Michael Sandel, dessen ökologischer Verantwortungsethik er sich dauernd bedient.

Die Absicht ist löblich, die ersten Entscheidungen Obamas machen Hoffnung, und es wäre sehr zu begrüßen , wenn die neue US-Administration nur die Hälfte dieser anspruchsvollen Agenda angehen und umsetzen würde.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ueberlebensmanifest - "jetzt oder nie", 11. April 2009
Von 
Rudolf Siebenhofer "Luo Xing" (Wien - Steyr - Nanjing) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Wenn die Enkel unserer (Babyboomer) Generation dieses Buch in unseren Buecherregalen sehen werden, werden sie uns fragen warum wir doch nichts unternommen haben, wo wir doch genau gewusst haben.....

Was Thomas L. Friedmann hier schreibt, ist eine sehr holistische Sicht des Problems unsere Umwelt und der globalen Erwaermung des Planeten. Fuer mich sogar noch ueberzeugender als der Bestseller von Al Gore (Eine unbequeme Wahrheit), weil Friedmann das Problem eben wesentlich ganzheitlicher sieht. Das beginnt schon damit, dass er das Bevoelkerungswachstum nicht nur als solches sieht, sondern vor allem gewichtet mit dem steigenden Konsum (die ganze Welt will den Lebensstil Amerikas kopieren) und dann ergibt sich eine nochmals um ein Vielfaches hoehere rechnerische Weltpopulation, die auf diesem Planeten leben und ihn mit seinen (Verbrennung-)Rueckstaenden belasten werden.

Auch die Diskussion, inwieweit es sich bei der globalen Erwaermung nicht um eine "natuerliche" zyklische Erscheinung handelt, fuert er sehr uebrzeugend. Es ist 5 NACH Zwoelf und die Messwerte belegen die Thesen sehr deutlich.

Aber was das Buch so interessant macht, ist Friedmanns systemische Sicht und Zusammenschau von Bevoelkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Artenschwund, Entwaldung, Erdoelpolitik, Demokratieentwicklung und globaler Erwaermung.

Ist der Analyseteil des Buches auch mehr als deprimierend, zeigt Friedmann aber auch innovative Loesungen auf, die vorhanden waeren und weiterzuentwickeln sind, um den Prozess der globalen Erwaermung entscheidend zu verlangsamen. Wobei als die notwendigen zentralen Innovationen vor allem jene im Bereich intelligenter Energieverorgungssysteme gesehen werden. Er sieht in einer Synergie aus Informationstechnologie UND Energietechnik eine Loesung mit der dramatisch Energie gespart werden und der Ausbau neuer Energiequellen vor allem zur Spitzendbdeckung vermieden werden koennte.

So optimistisch diese technischen Loesungsansaetze auch klingen, so pessimistisch wird der Autor aber wieder, wenn es um die politische Umsetzung dieser Ansaetze des verstaerkten (und intelligenten) Einsatzes von erneuerbarer Energie geht. Global und vor allem in den USA. In diesem Zusammenhang ortet Friedmann aber dieses Thema als jenes wirtschaftlich entscheidende Thema fuer die Frage, welche Volkswirtschaft in Zukunft welche Bedeutung in der Weltoekonomie haben wird und zeigt die Chancen auf, die manche Unternehmen bereits sehen, auf diesen Gebieten taetig zu sein. Und er zeigt dabei insbsondere, welche Anstrengungen diesbezueglich in Europa aber auch in China im Vergleich zu den USA bereits unternommen werden.

Eine wahrlich globale "gruene Revolution" ist es, die Friedmann als notwendig sieht, um am Ende zu SEIN oder nicht zu SEIN; und zwar als Art in dieser Welt.

Und unsere Enkel werden uns fragen.....

Einfach ein fantasische Buch, dass zum Handeln auffordert. Jeden.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen GNADENLOS GUTWILLIG, GRAUSAM PATRIOTISCH, 10. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Thomas L. Friedman entspricht dem Klischee des netten Amerikaners so sehr, dass man nicht sicher sein kann, ob er geklont ist: Gnadenlos gutwillig, grenzwertig optimistisch, grausam patriotisch und genial verkäuferisch ist deshalb sein jüngstes Buch "Was zu tun ist". Grün sollen die USA werden und damit der Welt voran gehen, weil nur noch 10 Jahre zur Abwendung der Klimakatastrophe bleiben, muss, so glaubt er, der "Code Green" ausgerufen werden, dem "Code Red", der vor der "allgegenwärtigen kommunistischen Bedrohung" warnen sollte, insofern ähnlich, als es wieder um ein Weltproblem geht und, wie immer, die Amerikaner zur Bewältigung freundlichst die Führung übernehmen sollen. Wenn jemand so dringlich Führung einklagt, sollten seine Führungsqualitäten sorgfältig geprüft werden.

In der Kategorie "Selbstkritik" ist Friedman nicht zimperlich: Er weiß und zitiert, dass die USA die größten Umweltschlamper der Erde sind, er nennt die US-Kohlekaftwerke Dreckschleudern, er hält die US-Energie-Industrie für ein ökologisches Desaster und die amerikanische Autoindustrie für den Haupterzeuger anachronistischer Spritfresser. Wenn er die bisherigen ökologischen Führungsqualitäten der USA bilanziert, kommt er zum nicht überraschenden Ergebnis, dass unbegrenzter Konsum und die Verschwendung natürlicher Ressourcen als American Way of Life galten und tatsächlich weltweit Nachahmer gefunden haben. Friedman ist klug genug, die Schwellenländer wie China und Indien nicht dafür zu zu schelten, dass sie jetzt ihren Anteil vom Energie-Kuchen haben wollen. Deshalb empfiehlt er ein Umsteuern der USA, dem dann die anderen folgen sollen.

Zugleich aber stellt der Autor die "Petro-Diktaturen" an den Pranger, jene Länder, die, weil sie den kostbaren Rohstoff besitzen, zum einen die USA in ihre Abhängigkeit bringen und zum anderen deshalb keine Demokratien seien, weil der Öl-Export ausreichend Geld ins Land spült. Deshalb existiere in diesen Staaten kein Wettbewerb, und, wo keine Wettbewerb, da auch keine Demokratie: "Wenn der Ölpreis steigt, sinken die Chancen der Freiheit". Weil das krude Schema natürlich nicht auf Nord-Korea zutrifft, aber auf eine Reihe islamisch geprägter Länder, ist ihm kein Beispiel zu weit hergeholt, um seine These zu beweisen: Die islamische Revolution von 1979 sei Reaktion auf die Modernisierungen des Schahs, möglich durch zusätzliche Öleinnahmen. Kein Wort von der Rolle der USA, deren Waffenverkäufen an den damaligen Iran und der Tatsache, dass der Schah nichts anderes war als eine Marionette der Vereinigten Staaten.

Diese Kunst der Ausblendung von Wirklichkeit zugunsten eines strahlenden Optimismus wird am schönsten in einem Abschnitt über "grüne Falken" im Irak sichtbar. Friedman hat diese Bewegung in den US-Streikräften im Irak entdeckt: "Zu den gefährlichsten Aufgaben der Marines gehört es in dieser Region, mit Lkws den Dieselkraftstoff in die isolierten Beobachtungsposten zu fahren". Also setzen die fixen Marines jetzt auf erneuerbare Energien und Energieeinsparung. Zum Beispiel werden die Armeezelte besser isoliert, um Strom für die Klimaanlagen zu sparen. Das alles ist einer informellen Gruppe von Offizieren zu danken, die sich eben "grüne Falken" nennen. Unter ihnen auch "ein breitschultriger Veteran, der eher wie Patton aussieht und nicht wie einer, der Bäume umarmt." Auf den kompletten acht Seiten dieser Rührstory kommt Friedman nicht ein Mal in den Sinn, dass die Vermeidung des Irak-Krieges die beste ökologische Innovation gewesen wäre.

Ein Meisterstück gradliniger Verwirrung gelingt dem Autor seiner "Agenda für das 21. Jahrhundert", wenn er den Markt als Erlöser vom Übel der Klimakatastrophe anbetet: "Doch das einzige, was so gewaltige Innovationen bei (ökologischen) Technologien . . . . zu bewirken vermag, ist der freie Markt". Nun hat Friedman ein wenig Pech, sein Buch ist 2008 in den USA erschienen, also deutlich vor der globalen Krise geschrieben worden. Aber vielleicht hätte ihm der Lektor von Suhrkamp für die deutsche Ausgabe ein kleines Vorwort abringen können, in dem die erklärte Abstinenz von "Regulierungen" durch den Fall von Lehman und anderen Brüdern relativiert worden wäre: Der Markt ist immer noch auf den schnellen Profit aus, der bringt uns in keinem Fall in den grünen Bereich. Und staatliche Regulierungen im Bankensektor gab es inzwischen derartig viele, dass selbst ein Bruchteil davon prima Instrumente zur Abwendung der Klimakatastrophe abgeben würde.

Es ist keineswegs so, dass Friedman nicht über die Rolle des Staates bei der Entwicklung ökologischer Strategien nachdenkt. Kühl analysierend nennt er die privaten Stromversorger "die dümmste und größte Maschine, die der Mensch je hergestellt hat", weil sie natürlich nur durch die Lieferung von mehr und immer mehr Strom Geld verdient und nicht durch Einsparungen. Friedman ist sich sicher, dass die staatliche Regulierungsbehörde andere Vorgaben machen müsse. Auf die Idee, zumindest das Stromnetz zu verstaatlichen, um einen ökonomischen Hebel in die Hand des zahlenden Volkes zu legen, kommt er nicht. Aber wenn nicht einmal der deutsche SPD-Kanzler-Kandidat in seine Agenda 20/20 (Steinmeiers Deutschland-Plan) auf diese Idee kommt, sondern lieber dafür plädiert eine "Deutsche Netz AG (zu) gründen, die es unter Mitwirkung aller großen(also privaten) Energieversorger ermöglicht, ein intelligentes Stromnetz deutschlandweit aufzubauen", wie sollte denn dann einem US-Autor einfallen, dass dem Staat eine andere Rolle zukommt, als der des Krisen-Finanziers.

Friedmans Buch ist voll interessanter Beispiele und spannender Stories und kritischer Erkenntnisse. Aber es scheitert an seinem grausamen Patriotismus, wenn es den USA empfiehlt, nicht auf das Kyoto-Protokoll zu warten, sondern lieber die ökologische Führung zu übernehmen: Als ob die Unterschrift der USA unter das Protokoll nicht eine Schritt nach vorne wäre. Es ist grenzwertig optimistisch, wenn es ausgerechnet auf den "Wagnis-Kapitalisten" hofft, um die grüne Revolution voranzutreiben. Als haben nicht gerade die gewagtesten Finanzoperationen die Welt in das bekannte Profitchaos geführt. Aber es ist von genialem Marketing geprägt, wenn es zum Beispiel Überschriften wie "Die Steinzeit ging nicht deshalb zu Ende, weil es keine Steine mehr gab" liefert. Ob man es des immer wieder durchschimmernden guten Willens wegen kaufen sollte, ist fraglich. Denn zugleich ist es mit seinen über 500 Seiten eine ziemlich redundante Verschleuderung von Ressourcen, auch wenn Papier aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird.
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5.0 von 5 Sternen Konkrete Handlungsvorschläge für das 21. Jahrhundert, 9. März 2009
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Starjournalist Thomas L. Friedman, Vordenker der Globalisierung, hat deren Schattenseite entdeckt: den Raubbau an der Natur, die Energieverschwendung, den Klimawandel. Sein aktuelles Buch ist eine pointierte Zusammenfassung aller Mahn- und Warnbücher, die zu diesem Thema in den letzten Jahren veröffentlich wurden. Selbstbewusst bezeichnet der Verlag das Buch als 'das politische Programm für Barack Obama'. Sollte sich der US-Präsident Friedmans Worte zu Herzen nehmen, hätte das einschneidende Konsequenzen für das Land: Es ist in erster Linie die Verschwendungssucht der Amerikaner, die der Autor dafür verantwortlich macht, dass wir am Rand einer ökologischen Katastrophe stehen. Ein wenig amerikanische Überheblichkeit darf bei den Lösungsvorschlägen dann aber doch nicht fehlen: Wenn die USA es nicht schaffen, wer dann? Da wäre es Friedman schon mal recht, dass das Land 'für einen Tag China würde' und ohne Widerstand der Parteien oder der Lobbyisten ein grünes Politikprogramm einfach von oben durchdrücken könnte. So gut Friedman recherchiert und so flott er schreibt: Mit der Zeit wirken seine Anekdoten etwas beliebig. Trotzdem: getAbstract empfiehlt das engagierte Plädoyer allen, die nach langen Klimareden deren kurzen Sinn suchen: konkrete Handlungsvorschläge.
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Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert
Was zu tun ist: Eine Agenda für das 21. Jahrhundert von Thomas L. Friedman (Gebundene Ausgabe - 12. Januar 2009)
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