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am 7. November 2002
Wer das versiegelte Tagebuch 1972 von Hennemaier mit Freude gelesen hat, sollte bei "Ja" voll auf seine Kosten kommen. Bernhard beschreibt die Freundschaft zu Moritz/Hennemaier,dem
"Realitätenvermittler" und unterstreicht mit diesem Werk eindrucksvoll die enge Bindung,die sie für längere Zeit hatten.
"Ja" ist ein ungewöhnlich versöhnende,selbstkritische Érzählung von Thomas Bernhard,der sich immer wieder mit Hilfe des Moritz aus seinem "Eisamkeitskerker" befreien kann.
Ein Buch über die großen Themen.Es geht um die tiefen Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen,um Faszination und Anwiderung,
Schoperhauer und Schubert,Leben und Tod,...und das alles in der Sprache eines Mannes,die ihresgleichen sucht.
Ein Muss für Bernhardfans.
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am 22. September 2008
Thomas Bernhard (1931-1989) erzählt so, dass es einem vorkommt, als würde er einen inneren Monolog nach Außen kehren. Die Sätze sind ineinander verschachtelt, zum Teil sehr lang. Das Geistige schmilzt mit dem Körperlichen zusammen. Körperdetails werden so genau beschrieben, dass man ein genaues Bild von einem Menschen bekommt. "Ja" ist die Geschichte eines Mannes und einer Frau, beide einsam und vom Leben enttäuscht. Er wäre fast verrückt geworden, sie rettet ihn, zumindest scheint es so zu sein. Was der Mann innerlich durchmacht ist gut nachvollziehbar, diese Angst vor dem verrückt werden, dieses sich von der Umwelt absichtlich in die Einsamkeit zurückziehen werden sehr anschaulich beschrieben. Der Protagonist hat ein großes Projekt, er will die Antikörper beschreiben. Je mehr er sich aber von der Umwelt abtrennt, desto weniger kann er sich mit seinem Vorhaben beschäftigen. Er liebt auch die Philosophie, insbesondere Schopenhauer. Die Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn, zwischen pathologischem Denken und Fühlen im Gegensatz zu konzentriertem auf ein Ziel gerichtetes Denken wird in diesem kurzen Roman sichtbar. Bernhard zu lesen bedeutet sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander zu setzen, denn die Themen Tod, Verzweiflung und Ausweglosigkeit sind in seine Werke omnipräsent.
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am 8. April 2012
Der Ich-Erzähler, ein Landwirt, der naturwissenschaftliche Studien betreibt und sich in einer psychischen Krise befindet, begegnet bei einem befreundeten Immobilienmakler dem Schweizer und der Perserin, denen der Makler ein direkt an den Friedhof angrenzendes Grundstück verkauft hat. Schnell wird deutlich, dass die Perserin mit ihrem Lebensgefährten, dem Schweizer, einem Ingenieur, der auf der ganzen Welt Kraftwerke baut, nichts gemeinsam hat und ein lebenslanges Martyrium durchlebt. Sie hat sich ihr ganzes Leben lang dem Schweizer aufgeopfert und folgt ihm in einer Mischung aus Ergebenheit und Fatalismus. Dies erregt die Aufmerksamkeit des Ich-Erzählers, der gern mehr über diese Frau erfahren möchte. Beide treffen sich während der Abwesenheit des Schweizers zu einem Spaziergang durch den Wald. Es beginnt eine platonische Liasion zwischen zwei geistesverwandten und sich blind verstehenden Menschen. Dies scheint zwar die existentielle Krise des Ich-Erzählers zu beenden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, wie sehr die Perserin sich selbst mit ihrem unentrinnbaren Schicksal abgefunden hat, das für sie nur den Tod vorsieht...

Thomas Bernhard gelingt mit "Ja" eine Erzählung, die sich stellenweise angenehm von der Radikalität seines Frühwerks abhebt. Abgesehen davon, dass Bernhard viele seiner zentralen Themen - Selbstmord, Tod, Geisteskrankheit, naturwissenschaftliche Studien - bedient, ist "Ja" im Vergleich zu vielen anderen Erzählungen, zumal des Frühwerks Bernhards, sehr menschlich. Das Besondere an "Ja" ist die Einfühlsamkeit, mit der das intuitive Verständnis der zwei Hauptpersonen füreinander beschrieben wird. Auch wenn dies die Erzählung nicht dominiert, ergibt sich hieraus ein interessanter Kontrast zu den üblicherweise vorherrschenden Themen und der Darstellungsweise Bernhards. Eine faszinierende Erzählung, in der Bernhard ein bemerkenswertes Mitgefühl für seine Figuren aufbringt.
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am 9. März 2009
Nein... dies ist nicht einer der besseren Texte von Thomas Bernhard. Gemessen an den großen Bernhard Texten wie "Verstörung", "Der Untergeher", "Das Kalkwerk", "Die Auslöschung"... bleibt dieser kleine Text aus dem Jahre 1978 deutlich zurück. Nur mäßig komisch, nur mäßig tragisch ist der Ablauf des Textes allzusehr vorhersehbar. Von der Kritik als "Schlüsseltext" oft gepriesen, bringt er dennoch kaum etwas zum Verständnis der Person Thomas Bernhards. Die Passagen über Moritz(=Karl Hennetmaier)sind unispiriert und allzu brav. Ein Text für eingefleischte Bernhard-Leser, die meinen unbedingt alles gelesen zu haben müssen.
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Als regelmäßiger Leser der Werke von Thomas Bernhard, insbesondere seiner Romane, und als jemand, der die "Auslöschung" zu seinen absoluten Favoriten zählt, tue ich mir schwer, ob "Ja" ein besonders guter oder ein besonders ungeeigneter Einstieg für den Bernhard-Neuling ist. Andererseits gibt es kein leichtes Bernhard-Werk. Entweder man schafft den Einstieg oder man schreckt gleich bei welchem Buch zurück.

In dem Prosastück "Ja" stehen neben dem Ich-Erzähler besonders zwei Personen im Mittelpunkt: der Realitätenvermittler (Makler) Moritz und die Perserin. Ersteres ist, wie von anderen Rezensenten schon erläutert, zweifelsfrei Bernhards Freund Karl Ignaz Hennetmair, der das großartige Tagebuch "Ein Jahr mit Thomas Bernhard" nach dessen Tod veröffentlichte. Letztere ist eine aus Persien stammende Schweizerin, die mit ihrem Mann, einem Kraftwerkarchitekten in die ländliche Umgebung des Erzählers zieht, um den Lebensabend zu verbringen und mit dem Ich-Erzähler (Bernhard) kurzzeitig einen Gesprächspartner findet, über den sie jahrelang nicht verfügte.

Thomas Bernhards Romane und Prosastücke haben überwiegend autobiografische Züge. Mehr aber noch tragen sie sämtlich die großen Bernhardschen Themen in sich: Denken, Existenz, Krankheit, Tod, Ekel. Philanthropie darf man bei Bernhard nicht erwarten, beschriebenes Glück ebenfalls nicht.

Auf seine Schreibweise muss man sich genauso einlassen wie auf sein Denken. Dieser Text ist wieder in einem fort geschrieben und gedruckt, Absätze gibt es nicht. Bereits der erste Satz geht über rund zweieinhalb Seiten. Seine Prosa ist das verschriftlichte Denken in bester Joycescher Manier, bei dem wir gewöhnlich schließlich auch ohne Punkt und Komma vor uns hin sinnieren.

Mit dem bereits erwähnten Werk "Auslöschung" kann und muss "Ja" nach meiner Meinung nach nicht konkurrieren, aber dahinter reiht es sich ein in die Liste der lesenswerten Bernhard-Romane.
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am 27. Oktober 2007
Für mich ist "Ja" das beste Buch, das Bernhard geschrieben hat. Hier hat die Sprache einen unfassbaren Rhythmus und es schimmert zwischen den Zeilen immer wieder durch, wie sehr Bernhard um die Menschen und um das Gute im Menschen gekämpft hat. Es ging ihm eigentlich immer um das "Ja" und nicht um das Nein, das so oft in seine Texte hineininterpretiert wurde. Wer Bernhard kennenlernen will, sollte mit diesem Buch anfangen. Danach ist man sicher ein Fan. Und wenn nicht, sollte man die Hände von anderen Bernhard-Büchern lassen.
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am 6. Mai 2009
Als wäre ich selbst mitten in der Handlung, als spürte ich persönlich und direkt, wie menschliche Beziehungen ablaufen und Gefühle strömen, Zu- & Abneigungen sich ablösen - so empfinde ich das "Aufschreiben" von Thomas Bernhard. Direktes Erleben und Empfinden akribisch aufschreiben: das ist mehr als Schriftstellerei, das ist totale Identifikation mit zutiefst Menschlichem. So einfach, so genial, so mitreissend unterhaltend.
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am 13. Februar 2006
Wenn man einmal dem Zauber von Thomas Bernhard erliegt, kommt man an diesem kleinen Büchlein nicht vorbei! Wieder mal eine ganz alltägliche Geschichte, die von den Wahrheiten lebt, die einem ja tatsächlich im eigenen Leben auch begegnen - auch wenn man nicht im nass-kalten Österreich beheimatet ist ;-) - Ein Hochgenuß des Lesens!
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am 6. Oktober 2004
...ich habe mehrere Bernhad Bücher gelesen und bin genau derselben Meinung wie der Autor der Kritik unter der Meinigen!! Es ist mit Sicherheit eines der GENIALSTEN Bernhard Bücher!!!
Auch Bernhard-Neulingen möchte ich es wärmstens empfehlen!!
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am 18. Juli 2007
Ein Buch wohl ausschließlich für Fans. Bei der Lektüre kam mir unwillkürlich der Begriff "Geschwafel" in den Sinn.
Der Vergleich Bernhards mit Kafka im Bereich der Prosa ist bitteres Unrecht für den letzteren.
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