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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sehr schöne Hörfassung, 13. Januar 2007
Die Stimme von Inga Busch passt sehr gut zur Stimmung des Romans, allerdings kann Sie die englische Ortsbezeichnungen nicht aussprechen, was die London - Welt von Jakob und Isabelle komisch erscheinen läßt, hat mich gestört.
Der Regisseur hat es offensichtlich auch nicht gemerkt.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein wunderbares Buch, 5. Dezember 2007
Zugegeben, dies Buch ist keine einfache Kost. Der Leser muss mit wachem Geist dabeibleiben, aufmerksam aufnehmen und sich konzentrieren. Andererseits sind die sprachliche Gewandtheit und die bildhafte Psychologie von Katharina Hacker teilweise schlichtweg atemberaubend.
Ein paar Textbeispiele:
(1.) ,Man las, dachte er, Gesichter nicht mit bloßem Auge, ohne dass sich Erwartung und Misstrauen mischten, nie begnügte man sich mit dem Anschein, immer wollte man zum Mittelpunkt ...'
(2.),Und wer würde ihn wiegen und für zu leicht befinden? Er war eine Randfigur, ein Fremder, ein disziplinierter, unauffälliger Vagabund'.
(3.) ,Es war enttäuschend, nahe auch an einem Streit zwischen ihr und Jakob, der nur vermieden wurde, dachte Isabelle, weil sie kein Thema fanden'.
(4.) ,'Es kommt nicht darauf an, sagte Bentham, bei welchen Namen man es nennt, Charakter, Unvermögen, Schicksal - Begrenztheiten gibt es immer'.
Ein zentrales Thema ist die Fähigkeit bzw. Unfähigkeit der Figuren, barmherzig zu sein. Isabelle und Jim sind grausam aus verschiedenen Gründen: Jim, der Drogendealer, weil er von anderen Menschen schlecht behandelt wird und keine anderen Werte kennengelernt hat; und Isabelle, weil sie im Leben alles geschenkt bekommen hat und daher keine Empathie entwickelte. Andere Figuren im Roman sind wiederum hilfsbereit und großherzig, z.B. der wohlhabende Kanzleiinhaber Bentham oder der kleine, sozial schwache und von seinen Eltern unterdrückte Junge Dave, der sich für seine Schwester einsetzt. Diese unterschiedliche charakterliche Disposition der Figuren wiederum korreliert damit, ob sie einen Platz im Leben finden oder ob ihr Lebensentwurf beliebig und entwicklungsarm bleibt.
Ich musste an eine Börsianerweisheit denken: ,There is no free lunch', d.h. im übertragenen Sinne: Nachhaltigen Erfolg im Leben gibt es nicht ,umsonst'. Isabelle wird aufgrund ihres hübschen Gesichtes materieller Wohlstand, Aufmerksamkeit und Wohlwollen ihrer Umwelt ,geschenkt'. Da sie selbst jedoch wenig für andere Menschen tut und nicht mit ihnen ,mitleiden' kann, bleibt ihr Leben ziellos, das Leben eines Habenichts. ,Sie lief durch die kleinen Sträßchen, nicht bereit, sich abzufinden damit, dass nichts geschah'.
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Schwere Kost, 30. März 2009
Isabelle und Jakob, frisch vermählt (und verliebt?), jung, attraktiv und beruflich erfolgreich verschlägt es nach London. Glück scheinen beide zu haben, aber sind sie auch glücklich? Mit Nichten, dazu fehlen Ihnen Utopien, Sehnsüchte und Begeisterungsfähigkeit. Hacker führt ihre beiden Protagonisten als gefühllose, leere Hülsen vor und doch merken beide, dass es Ihnen an etwas" mangelt. Katharina Hacker mutet ihren Lesern einiges zu, auch einen nicht gerade kurzweiligen, eher zähen Mittelteil, doch das Ende des Romans ist grandios und lässt den Leser mit einem leichten kalten Schauer zurück.
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zwiespältig, 10. März 2009
habe das buch trotz der vielen schlechten bewertungen gekauft, da es den deutschen buchpreis vor ein paar jahren bekommen hat. da muß doch was dransein... ich war einfach neugierig, aber in zukunft werde ich wohl besser dem bewertungstrend vertrauen.
das buch fesselt nicht wirklich und ich denke nach kurzer zeit werde ich es vollkommen vergessen haben: es hinterläßt einfach keinen eindruck. die sprache und erzählweise empfand ich als äußerst anstrengend.
zwei sterne gibts am ende nur für die gute idee und der tatsache, dass ich das buch dennoch unbedigt fertig lesen wollte.
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Innere Leere, sprachliche Fülle, 11. Januar 2009
Ich hätte fast aufgegeben, aber es lohnt sich, dranzubleiben. Man wartet darauf, dass einem wie sonst beim Lesen oder Zuhören, die Personen vertraut werden- dies bleibt hierfast durchgehend aus. Erst allmählich wird verständlich, warum man lange braucht, um zu wissen, was hinter den einzelnen Personen steckt. Die Geschichte, das Leben in dieser Geschichte ist kalt, nur die Schönheit der Sprache in diesem Roman kann das wettmachen. Die gelangweilte und ruhige Stimme passt wunderbar, wie gesagt, man muss sich einlassen, und es ist sicher ein Buch, das nicht immer passt, weil es Mühe macht, insofern widerspricht es den Charakteren, die so wenig wirkliches Engagement zeigen, denen alles so beliebig zu sein scheint.
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Die Habenichtse von Katharina Hacker (Gebundene Ausgabe - 27. Oktober 2006)
EUR 17,80
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