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38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nicht lesenswert, 20. Dezember 2006
Als ich die Begründung der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2006 an Katharina Hacker für dieses Buch gelesen hatte, war mein Interesse sofort geweckt. Dort heißt es unter anderem:
"In einer flirrenden, atmosphärisch dichten Sprache führt Katharina Hacker ihre Helden durch Geschichtsräume und in Problemfelder der unmittelbarsten Gegenwart, ihre Fragen sind unsere Fragen: Wie willst du leben? Was sind deine Werte? Wie sollst und wie kannst du handeln? Die Qualität des Romans besteht darin, diese Fragen in Geschichten aufzulösen, die sich mit den plakativen Antworten von Politik und Medien nicht zufriedengeben."
Diesem Lob wird das Buch in meinen Augen in keinster Weise gerecht. Zunächst zur Sprache: sie mag zu den Protagonisten des Buches passen, denn sie bleibt immer distanziert und ebenfalls irgendwie beliebig. Das macht das Buch aber ebenso langweilig und beliebig wie die dargestellten Figuren.
Nun zu den angeblich aufgeworfenen Fragen: Die Figuren fragen sich gerade nicht, wie sie leben und ggf. handeln sollen. Sie lassen sich einfach treiben und schauen sich allenfalls selbst ein wenig verwundert dabei zu, wo sie dadurch hingelangen. Der Roman spricht diese Fragen höchstens indirekt dadurch an, daß der Leser sie sich unwillkürlich anstelle der Figuren selbst stellt. Antworten werden nicht gegeben, geschweige denn solche, die sich "mit den plakativen Antworten von Politik und Medien nicht zufriedengeben".
Schade, in meinen Augen ist nämlich die Grundaussage des Romans, daß die dargestellte Generation einer gewissen Beliebigkeit unterliegt, durchaus zutreffend. Dies wird aber so überspitzt dargestellt, daß ich eine Parallele zur Wirklichkeit nicht finden kann. Vor allem in Bereichen der Beziehung und Sexualität, denen die Figuren mit der gleichen Gleichgültigkeit gegenüberstehen, sehe ich in der realen Wert eher einen Bedeutungszuwachs, denn Beliebigkeit. Als Bild einer Generation taugt der Roman in meinen Augen daher ebenfalls nicht.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Leser wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt und - enttäuscht, 1. Mai 2007
Bei einem prämierten Buch kann man fast sicher sein, seine Zeit nicht zu vergeuden, so dachte ich zunächst, als ich mich freudig auf die Habenichtse" einließ, bis meine Hoffnungen langsam immer mehr bröckelten.
Zwar kommen einzelne Szenen sprachlich ganz interessant herüber, aber die verschiedenen Personen bieten kaum Identifikationspunkte und bleiben so bloße konstruierte Gestalten, denen die Autorin kaum Leben einzuhauchen versteht.
Das Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Figuren und Orten erleichtert dem Leser auch nicht gerade das Miterleben, zumal oftmals erst nach geraumer Zeit klar wird, um wen es gerade geht.
Außerdem packt Katharina Hacker in ihrem Roman meines Erachtens zu viele Probleme an, so dass am Ende eher weniger übrig bleibt. (Weniger wäre vermutlich auch hier mehr gewesen!)
Alles zusammen macht absolut keine Leselaune und keine Lust auf mehr!
Den Preis hätte ich lieber bei Sasa Stanisic (Wie der Soldat das Grammofon repariert) gesehen, der ja zu Recht auch auf der Auswahlliste stand. Was hat die Jury wohl davon abgehalten?
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das beste an diesem Buch: der Titel , 27. Januar 2007
Leute wie Du und ich (mittleres Management, Kreative, Freiberufler) in einer pseudo-interessanten Situation (Umzug nach London), in der sie auf das Böse (Drogensüchtiger) oder das Andere (Homosexueller) treffen und vage extrem (sexuell) reagieren. Dabei kommt ein Kind um. Soweit der Plot. Die Menschen stimmen aber nicht, wir sind so nicht: Kinder werden gequält, nicht weil wir teilnahmslos und nur mit uns beschäftigt sind, sondern weil wir feige sind oder uns hinter pseudo-teilnahmsvollem Gutmenschentum verbergen. Der Gedanke des Titels, dass Leere, Nichts-Haben im Sinne von Keine-Werte-Haben hinter dem Nichtstun steht, kommt leider nicht rüber.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Enttäuschend, 5. Februar 2007
Das Buch hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Zwar habe ich mich in der richtungslosen Ambivalenz der Protagonisten meiner Generation gut aufgehoben gefühlt, doch hatte die Handlung in London etwas Unglaubwürdiges. Sie sprang romanhaft (!) aus dem Erfahrungsbereich eines durchschnittlichen Vierzigjährigen heraus. 160 Seiten bleibt der Wechsel zwischen Berlin und London, zwischen Jakob, Isabelle und deren Freunden, der englischen Anwaltskanzlei und den drogensüchtigen Kriminellen um Jim spannend, nicht zuletzt, weil die Erzählweise sehr dicht und bis zur Erschöpfung quirlig ist. Die direkte Rede spielt keine zentrale Rolle, sie ist ins Narrative eingearbeitet und nur durch Gedankenstriche optisch unterscheidbar. Doch dann nehmen Gewalt und Obsession wie in einem Film von David Lynch rapide zu und meine Erwartungen an ein preisgekröntes und daher - wie ich glaubte - allgemein gültiges Werk wurden enttäuscht.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Enttäuschung!, 5. Dezember 2006
Das Buch hat mir nicht gefallen.
Alle zeitgenössischen Problembereiche wurden hineingepackt,dazu die aktuelle Politik und Weltlage,deshalb wirkt die Geschichte sehr kostruiert.
Trotz dieser Themenfülle hat das Buch eine öde Stimmung.Die Personen sind konturenlos,beliebig,ohne Kraft und Leidenschaft,lassen sich treiben.
Dies ist von der Autorin wohl gewollt,sie möchte solche Menschen darstellen,aber warum über solch nichtssagende Leute lesen?
2 Sterne wegen der passenden und guten "Sprache" der Autorin.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Kann man aus dieser Zeit wirklich nicht mehr machen?, 26. Dezember 2008
Auch ich kann nicht verstehen, warum dieses Buch einen Buchpreis erhielt, höchstens, man hält sich an Reinhard Mey und hält alles für anspruchsvoll, was man nicht versteht. Die Protagonisten werden so distanziert beschrieben, wie sie sich selbst auch verhalten. Aber ich konnte mich nirgends reinversetzen. Das Buch beginnt mit dem 11.9.01 und es werden alle Folgen kurz angedeutet, aber es kommt nicht an. Andras denkt einmal über Isabelle nach und bemerkt, dass "er ihre Reaktion idiotisch und peinlich fand, eine Mischung aus Naivität und unblaubwürdiger Ironie, ...Denn letztlich, dachte Andras, blieb sie unbehelligt, sie hatte ein bemerkenswertes Talent selbst da unbehelligt zu bleiben, wo etwas sie tatsächlich betraf...". Durch den Schreibstil bleibt aber eben nicht nur Isabelle unbeteiligt, sondern letztlich auch der Leser. Auch Katharina Hacker schreibt mit einer Mischung aus gespielter Naivität und unglaubwürdiger Ironie. Andras selbst ist übrigens die einzige Figur in diesem Roman, die wenigstens etwas von ihrem Inneren erkennen lässt.
Es ist ein Versuch, einen Roman über den Beginn unseres Jahrtausends zu schreiben, über die Terroranschläge, die Kriege in Afghanistan und Irak, die Panik in London und doch bleiben wir völlig unberührt. Dies liegt aber nicht daran, dass unsere Generation unberührt blieb von diesen Geschehnissen, sondern dass wir den Zugang zum Buch leider nicht schaffen können.
Vielleicht fehlt der Autorin selbst noch die Distanz zu dieser Zeit, die man braucht, um darüber lebendig berichten zu können. Zwei Sterne gibt es aber für den Versuch, diese Zeit überhaupt nachvollziehbar bereits jetzt schon in Romanform zu verpacken.
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Einstieg ist ein Ausstieg, 30. November 2006
Habe mit Spannung angefangen das Buch zu lesen. Schon nach 30 Seiten war ich ratlos, las immer schneller und flüchtiger und gab dann auf. Ein Buch muß einen mitreißen, faszinieren oder begeistern. Aber hier: alles war irgendwie farblos.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Die Habenichtste, 26. Dezember 2006
Natürlich - wenn man nicht gerade zu Ende-Lese-Fanatiker ist - legt man das Buch alsbald zur Seite.Zu nüchtern, zu breit, zu wenig Atmosphäre und "mein Berlin" möchte in seinen Gegensätzen so blutleer niemals sein.
Dabei - wenn ich so formulieren könnte wie die Autorin, da könnte was entstehen.Schade drum!
Hans-Henning Klimpel
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
gekünstelt, 3. Dezember 2006
Buchpreis? Bestsellerliste? Dieses Buch war auf meiner Weihnachtsliste ganz oben und umso größer die Enttäuschung, wobei ich es nicht zuende gelesen habe. Problematisch ist die Sprache, die mit den rhetorischen Mitteln gerade zu überhäuft ist. Leider erleichtert es das Lesen nicht gerade.
Und damit wird es unglaubhaft und vor allem sehr gekünstelt bzw. künstlich intellektualisiert. Leider. Die Geschichte hatte Potential.
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13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Zäh wie Kaugummi, 9. November 2006
Zäh wie Kaugummi ziehen sich die Erzählstränge durch's Buch. Bis man verstanden hat, wer wo residiert, wer mit wem wie zusammenhängt, ist man kurz davor, das Buch entnervt zur Seite zu legen. Die Hauptpersonen bleiben seltsam unbeteiligt, was wohl gewollt ist, aber auf das gesamte Buch abstrahlt. Die Sprache empfand ich als sehr sperrig und schwer, sich darauf einzustellen.
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Die Habenichtse von Katharina Hacker (Gebundene Ausgabe - 27. Oktober 2006)
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