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am 25. Mai 2011
Dies ist das erste Buch von dieser Autorin, dass ich gelesen habe. Es ist ein sehr ungewöhnlicher Roman, der sich nur schwer einordnen lässt. Die Protangonistin Rosie Carpe und ihr Bruder sind beide gebrochene Figuren, die haltlos durch das Leben treiben und nie ein berufliches und auch kein privates Standbein finden. Aus einem lieblosen Elternhaus stammend, das ihnen keinerlei Liebe und Orientierung gab, gehen beide zunächst nach Paris um zu studieren. Rosie erweist sich jedoch als nicht gut genug während ihr Bruder Lazare das Studium aus Trotz hinschmeist. Nun trennen sich ihre Wege. Rosie arbeitet in einem Hotel und hat eine Liebesbeziehung mit ihrem Chef, von dem sie auch ein Kind bekommt. Vom Leben überfordert, beginnt sie zu trinken und empfängt im Vollrausch ein weiteres Kind von einem Unbekannten.

Lazare versucht sein Glück auf Guadeloupe, wohin Rosie ihm folgt, weil sie sich dort ein besseres Leben verspricht. Dort trifft sie auch ihre Eltern wieder, ein unsymphatisches Kleinbürgerpaar, dass auf der Insel auf ekelhafte Weise einen farbigen Mann und seine Tochter sexuell ausbeutet.

Rosie lernt dort auf den Schwarzen Lagrand, ebenfalls ein Mensch, der die Dämonen seiner schmerzlichen Jugend nicht los wird.

Dieser Roman ist sehr ernst und sehr traurig. Poetisch und eindringlich schildert die Autorin eine Art Migration unter umgekehrten Vorzeichen. Weiße Franzosen, die in die Karibik in ein vermeintliches Paradies auswandern, was es nicht gibt. Die Familie zeigt sie als höllisches und auswegloses Schicksal, aus dem es kein Entkommen gibt. Ein bisschen zu pessimistisch wie ich finde, dennoch ist der Roman unbedingt lesenwert.
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am 23. Mai 2005
Es geht mir mit dem Buch wie mit den Romanen von Simenon: ich bin fasziniert von der Wortgewalt, die unfassbares Elend beschreibt, erschüttert, aber unfähig, das Buch aus der Hand zu legen. Sicher trägt auch die kongeniale Übersetzung aus dem Französischen dazu bei, dieses Meisterwerk gebührend im deutschsprachigen Raum zu präsentieren.
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am 24. Juli 2011
Erzählt wird eine Familiengeschichte: Die Geschichte von Lazare, Rosie und ihren Eltern, deren familiäre Konstellation sich kaum weiter auseinander bewegen kann. Rosies erfolgloses, träges Leben steht jedoch im Mittelpunkt.
Einzelne Familienmitglieder finden immer wieder zusammen, obwohl diese Begegnungen alle Beteiligten gleichermaßen quälen. Die Autorin beschreibt das Auseinanderdriften, angetrieben von kaum zu überbietender Gleichgültigkeit bis hin zu Hass, und das gelegentliche Zusammenfinden. Diese Menschen sind grausam und schwach zugleich, Opfer und Täter in einer Person.

Ich kann leider nicht beurteilen, ob die Übersetzung gelungen ist, sprachlich betrachtet finde ich aber, dass der Titel zu den besten Büchern gehört, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich freue mich auf mehr!

Sehr empfehlenswert, und in gewisser Weise auch spannend.
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