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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne Freude, ohne Lachen, nicht einmal Tränen...
Das Buch beschreibt das leidenschaftslose Leben einer Frau um die vierzig. Sie ist geschieden und lebt allein. Sie hat sich ihr Leben ohne Freude eingerichtet, um ihren Problemen und den Problemen der anderen aus den Weg zu gehen. Sie stellt keine Fragen, lebt jeden Tag gleichmäßig eintönig wie die Tage zuvor und die Tage danach. Nicht einmal in ihrer...
Veröffentlicht am 8. April 2008 von wortmeer

versus
3.0 von 5 Sternen innere Leere
Ein Buch, das herrlich wenig Pathos besitzt. Die Hauptfigur ist interessant, wer sich in sie nicht hineinversetzen kann, wird sich jedoch schrecklich langweilen.
Vor 5 Monaten von Anne-Marie Leiblich veröffentlicht


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ohne Freude, ohne Lachen, nicht einmal Tränen..., 8. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch beschreibt das leidenschaftslose Leben einer Frau um die vierzig. Sie ist geschieden und lebt allein. Sie hat sich ihr Leben ohne Freude eingerichtet, um ihren Problemen und den Problemen der anderen aus den Weg zu gehen. Sie stellt keine Fragen, lebt jeden Tag gleichmäßig eintönig wie die Tage zuvor und die Tage danach. Nicht einmal in ihrer Arbeit als Ärztin empfindet sie Begeisterung. Sie ist zufrieden mit sich und ihrem Leben. Denn Zufriedenheit, das ist mehr als andere jemals erreichen.
Sie ist zufrieden, aber nicht glücklich.
Es ist ein Buch, bei dem ich erst am Ende bemerkte, wie sehr es mich berührt hat. Hatte ich zu Beginn eine leichte Abneigung gegenüber dem Schreibstil. Der Autor erzählt belanglos in kurzen Sätzen auf einer immer gleichwährenden Frequenz, ohne jegliche Unterschiede in der Tonlage. Aber genau das ist es, was die Novelle so anziehend macht. Die Langeweile und Belanglosigkeit des Lebens der Protagonistin gähnen in jeder Zeile und werden verstärkt durch die Ich-Perspektive.
In einem Satz heißt es: "Ich lebe mit mir zusammen, ohne viele Fragen zu stellen." Damit ist das leidenschaftlose Leben der Frau meines Erachtens sehr gut auf den Punkt gebracht.
Im Klappentext wird ein Satz von Rolf Michaelis zitiert, in dem er sagt: "Ein Buch, so still, daß man die Schreie hört, die da verschluckt werden..." Ich möchte diesen Gedanken weiterführen und sagen: Das Buch ist so still, dass man die verletzenden Stiche der unterdrückten Schreie förmlich spüren kann.
Es sei noch erwähnt, dass das Erzählte im früheren Ostberlin spielt. Aber ich finde, es spielt keine entscheidende Rolle, denn genauso oder ähnlich könnte es sich auch in einer westdeutschen Stadt zu getragen haben, könnte es sich jetzt irgendwo zutragen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stille die so viel sagt, 17. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Christoph Hein schaftte es mit seinem fremden Freund, daß die Leidenschaftslosigkeit in tiefe Passion verwandelt. Isolation und Kälte können ergreifen und bewegen.
Obwohl der Leser zunächst durch Claudias Leere irritiert wird, und er lernen muß, mit dieser Befremdung umzugehen, wird es im Laufe des Buchs immer deutlicher, was sich hinter dem Panzer der Gefühlskälte verbirgt.
"Der fremde Freund" ist ein Buch, welches den Leser durch die Stille aufrüttelt, eine klare Empfehlung für die ruhigen Stunden des Abends.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten deutschsprachigen Bücher!, 26. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Claudia ist eine nüchterne Ärztin an einem Ost-Berliner Krankenhaus. Und wenn sie nicht gerade mit ihren Patienten beschäftigt ist, ist sie die introvertierte Protagonistin aus Christoph Heins Novelle „Der fremde Freund/Drachenblut" und der Hauptgrund für den Erfolg eben dieser, welche bereits 1982 erschienen ist.
Doch auch heute noch, immerhin über ein Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung, fesselt einen die Geschichte der DDR-Ärztin von dem Moment, in dem man das Buch in die Hand genommen hat, bis zu dem, in dem man es wieder aus der Hand legen muss.
Denn Claudia wirkt vertraut. Man hat das Gefühl, man kenne sie irgendwoher; sei es nun von einem selbst oder aus dem Bekanntenkreis. Und so schwankt man beim Lesen immer wieder zwischen Sympathie und Mitleid, manchmal kann man Claudia aber auch nicht verstehen oder möchte sie einfach nur verurteilen.
Man muss sich mit ihr auseinander setzten, daran führt kein Weg vorbei. Allerdings fällt einem das auch nicht schwer, was nicht zuletzt daran liegt, dass Heins Sprache nicht hochtrabend und künstlich (um dann vermeintlich „literarisch wertvoll" zu wirken), sondern vielmehr nüchtern und sachlich wirkt. Wie Claudia selbst.
Und genau diese Harmonie zwischen Sprache und Inhalt macht Heins Novelle zu einem unvergleichlichen Leseerlebnis, das trotz seines vermeintlichen Alters noch immer nicht veraltet ist. Das liegt daran, dass die Kritik an der DDR nur wohl dosiert in Nebensätzen vorkommt. Im Zentrum der Novelle steht jedoch ein anderes Thema, nämlich Entfremdung und die Folgen übertriebener Individualisierung. Und die ist ja auch (oder gerade) heute noch ein Problem. Doch auch diese Thematik verpackt Hein unaufdringlich in Claudias Schicksal; eine Intention ist zwar erkennbar, aber man muss sie schon selbst für sich entdecken, vielleicht auch, weil sie so facettenreich ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass es natürlich eine Frage des individuellen Geschmacks ist, ob man „Der fremde Freund/Drachenblut" mag oder nicht. Diese Frage entscheidet sich vor allem an Claudia. Kommt man mit ihr nicht klar, sollte man lieber zu einem anderen Buch greifen. Mag man sie hingegen, oder kann man sie zumindest verstehen, dann wird man die Novelle lieben!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In Drachenblut gebadet, 24. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Freme Freund (Taschenbuch)
Viel Handlung gibt es nicht in dieser Novelle; zwar finden eine Beerdigung, ein Weihnachtsfest und einige Ausflüge statt, die meiste Zeit aber ist Alltag, und jedenfalls dient alle Bewegung nur dazu, einen Zustand, eine Unbeweglichkeit zu illustrieren. Die Ich-Erzählerin (die beinahe nicht einmal einen Namen bekommt) ist nicht nur ihrer Umwelt, sondern auch sich selbst undurchdringlich geworden. Um ihre Verletzlichkeit (und Verletztheit) zu verbergen, wird sie gefühllos: "Ich bin unverletzlich geworden. Ich habe in Drachenblut gebadet, und kein Lindenblatt ließ mich irgedwo schutzlos. Aus dieser Haut komme ich nicht mehr heraus. In meiner unverletzbaren Hülle werde ich krepieren". Die raffinierte psychologische Skizze zeichnet sich durch einen stilistischen Trick aus: eine Erzählerstimme, die zwar "von innen" (eben als Ich-Erzählerin) erzählt, aber eine Perspektive "von außen" einnimmt; man kann sich auf diese Erzählerin nicht verlassen, die zwar alles erklären kann, aber eigentlich nichts versteht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die große Nüchternheit, 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Je weiter ich in dieses Buch vordrang, desto unbehaglicher wurde mir, denn die blasse Stimmung, die Gleichgültigkeit in der Claudia und Henry leben ist erschreckend, auch wenn gelegentlich etwas Licht in ihnen aufflimmert. Ihre Tage plätschern so blass und monton dahin, doch es scheint beiden in dieser Tristesse gut zu gehen.
Unterm Strich steht jedoch eine große Nüchternheit, die Unfähigkeit, oder das "Nicht-wollen" der Charaktere sich aus ihrem Sumpf zu erheben, um ihr Leben von der Plastizität zu erlösen.
Jedenfalls entfand ich es als sehr interessant in die Köpfe der Akteure vorzudringen, sie ein Stück zu begleiten, und trotzdem war ich erleichtert als das Buch zuende war. Schnell verfestigen sich Gewohnheit und Routine zu einem Alltag und dann wird es sehr schwer ein Leben zu erweitern.
Ein gutes Buch von einem guten Autor. Der große Knall am Ende fehlt vielleicht, das Ende ist absehbar, aber die Geschichte ist, in meinen Augen, auch mehr als Charakterstudie zu verstehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Christoph Hein weckt Widerspruch, 24. August 2009
Von 
Urs Bachmann (Oberägeri/Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Autor weckt Widerspruch. Er schildert in seinem Werk "Drachenblut/Der fremde Freund" eine Frau, die nicht ins Frauenbild von zärtlichen Männern passen will. Es stellt sich heraus, dass Christoph Hein erreicht, was er sich beim Schreiben vornimmt, nämlich den Leser zum aktiven Mitgestalter eines Textes zu machen, ihn zum Widerspruch herauszufordern. Das Publikum müsse etwas mit dem Text anfangen. Er selber sei nur der Chronist, der nüchterne Berichterstatter.

Die Ärztin Claudia wird eindrücklich in ihrem Verhalten geschildert. Sie scheint vor sich selber Angst zu haben, sie steckt in einer Art "Teflonschicht, sie wehrt ab und der Leser kann ihr Verhalten psychologisch nicht erklären, nur erahnen. Man kann daraus schliessen, dass der Autor nur schreibt, was er sieht. Dennoch ist Claudia eine schriftstellerisch gestaltete Figur, was bei nüchterner Berichterstattung kaum der Fall wäre. Man sucht trotzdem Gründe für ihr Verhalten: Elternhaus, Enttäuschungen usw. Eine Erklärung findet man auf Seite 119,wo der Autor schreibt: "Die Vergangenheit ist nicht mehr auffindbar. Es bleiben nur die ungenauen Reste und Vorstellungen in ins. Verzerrt, verschönt, falsch. Nichts ist mehr überprüfbar etc.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Ausgabe mit umfangreichem Kommentar, 27. April 2010
Von 
N. Kelber (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe mir diese Ausgabe für ein Literaturwissenschaftsseminar zum Thema "Literatur und Psychoanalyse" gekauft und dafür war es perfekt. Nicht nur der Originaltext ist darin enthalten, sondern auch ein langer Kommentar (54 Seiten) mit Zeittafel, Werkverzeichnis und genauen Erläuterungen zu Enstehung, Rezeption, Deutungsansätzen und Literaturhinweisen. Am hilfreichsten waren die Wort- und Sacherläuterungen am Ende des Buches - vor allem nach Kenntnis der Freudschen Theorien. Fremdwörter und sozialgeschichtlich gebundene Wörter werden am Rand des Fließtextes kurz erklärt. Sehr gut gelöst, da man so nicht immer hin und her blättern oder ein Fremdwörterbuch bemühen muss.
Einziges Manko: Das Seminar lief auf einige der Interprationansätze hinaus, die bereits im Kommentar angedeutet oder aufgezeigt wurden. Das stellte sich aber eher als anregend heraus.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant und aufrüttelnd, 28. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich ein wenig Gedanken über seine Gefühle machen möchte. Hein schildert auf beeindruckende Weise, wie beziehungsunfähig die Protagonistin Claudia ist. Anhand der Freundschaften aus ihrer Kindheit und Studienzeit zeichnet sich für den Leser nach und nach ein sehr beeindruckendes Bild von Claudias Psyche: "Mehr Schein als Sein"
Der Leser bekommt gezeigt, was es heißt, sich etwas vorzumachen und seine Gefühle zu verleugnen. Hein verwendet dazu die passende Metapher des Drachenbluts, das unbesiegbar macht. Schnell erfährt man jedoch, dass man in diesem Panzer krepiert. Drachenblut ist also meiner Ansicht nach als Mahnung zu sehen,
als Mahnung, zu seinen Gefühlen zu stehen.
Was ich sehr schön fand, ist, wie gut Hein die drei Ebenen Über-Ich, Ich und Es durch die Sprache deutlich macht. Unbedingt lesen!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Selten wurde Einsamkeit so gut beschrieben, 10. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Freme Freund (Taschenbuch)
„Ich habe es geschafft. Mir geht es gut." Dies ist das Fazit, das Claudia über ihr Leben zieht. Doch hinter der Fassade der erfolgreichen Ärztin verbirgt sich ein Leben voller Einsamkeit, ein Mensch, der aufgehört hat zu lieben und nur noch lebt, um sich vor möglichen Verletzungen durch andere zu schützen. Claudia hat sich gewappnet gegen die Welt. Nichts und niemand kann sie mehr verletzen und selbst der Tod ihres Freundes berührt sie nur noch am Rande. Mit einfachen, schlichten Sätzen beschreibt Christoph Hein eine menschliche Tragödie, die erst auf den zweiten Blick so richtig deutlich wird und um so mehr erschreckt. Die Unfähigkeit zu Lieben, die Vereinsamung in einer Welt gesichtsloser Plattenbauten und der Irrglaube, dabei noch glücklich zu sein, dies ist es, was das Leben Claudias bestimmt.
Dieses Werk ist eines meiner Lieblingsbücher, denn hinter der fast schon sachlichen Beschreibung des Alltagslebens der Protagonistin kann man ihren Schmerz und ihre Verzweiflung spüren. Was beim Lesen als fassungsloses Nichtbegreifenkönnen beginnt, entwickelt sich langsam zum kalten Schauer, der einem über den Rücken läuft, wenn man anfängt zu verstehen, was es heißt, sich vor den anderen zu verschließen und sich damit selbst zu einem Leben in Einsamkeit zu verdammen.
Wie schrieb schon Hermann Hesse in einem seiner Gedichte: „Kein Mensch kennt den anderen, jeder ist allein." Das Thema mag nicht neu sein, doch selten wurde Einsamkeit so bedrückend und eindringlich beschrieben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stille Schreie hinter der Maske der Sprache, 7. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Freund (Taschenbuch)
Chrisoph Heins Novelle Drachenblut (ich bleibe bei dem Titel der 1982 erschienenen Ausgabe) oder der Fremde Freund ist ein Meisterwerk der Worte. Der toten, stillen, emotionslosen Worte. Bildehaftigkeit in perfekter Form. Besonders deutlich wird die Ambivalenz Wort und Inhalt, des Wie und Was wird gesagt, zwischen Inhalts-und Ausdrucksseite, in den von Claudia aufgenommenen und beschriebenen Naturbildern. Verfall und Leben gehen Hand in Hand. Menschliche Artifakte zwischen wuchender, als auch abgestorbener Natur. Unter der kalten Fassade der Sprache, der Drachenhaut, rauscht das Blut einer verzweifelten und doch stellenweise noch hoffenden Frau, die sich, trotz allen Bemühens, nicht völlig dem Verdrängen hingeben kann. Ein überaus lesenswertes Buch für Rezipienten, die sich die Mühe machen, zwischen den Zeilen zu lesen, und nicht nur das explizit Ausgesprochene für die einzige Aussage halten.
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Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch)
Der fremde Freund. Drachenblut: Novelle (suhrkamp taschenbuch) von Christoph Hein (Taschenbuch - 26. August 2002)
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