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42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg ist die Hölle
In Gert Ledigs „Stalinorgel" wird die blutige Schlacht um Leningrad während des zweiten Weltkriegs (an der der Autor selbst teilnahm) aus den Augen verschiedener Charaktere, sowohl Russen als auch Deutschen, geschildert.
Von der ersten bis zur letzten Zeile fesselt Ledig den Leser mit seinem unglaublichem Talent, das unvorstellbare Grauen in Worte zu...
Veröffentlicht am 29. Mai 2003 von dasijo

versus
16 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unter Beschuß
Das Cover des Buches täuscht: Was Sie hier sehen, ist kein Roman. Es ist ein autobiographisch gefärbter Tatsachenbericht. Gert Ledig war selbst als Soldat vor Leningrad; er weiß daher unzweifelhaft, wovon er spricht. Er schafft es nur nicht, daraus Literatur zu machen. Als authentischer Erlebnisbericht wäre das Buch definitiv besser untergebracht...
Veröffentlicht am 18. August 2010 von Minnhera


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42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg ist die Hölle, 29. Mai 2003
In Gert Ledigs „Stalinorgel" wird die blutige Schlacht um Leningrad während des zweiten Weltkriegs (an der der Autor selbst teilnahm) aus den Augen verschiedener Charaktere, sowohl Russen als auch Deutschen, geschildert.
Von der ersten bis zur letzten Zeile fesselt Ledig den Leser mit seinem unglaublichem Talent, das unvorstellbare Grauen in Worte zu fassen. Der Krieg wird als ein absurdes, letztendlich für keine Seite siegreiches, Horrorspektakel dargestellt. Die Soldaten sind dem Leser nicht namentlich, sondern meist nur mit dem Dienstgrad bekannt. Das schafft eine merkwürdige Distanz, die aber sich aber dramaturgisch perfekt dem Stile Ledigs anpasst.
Obgleich „Stalinorgel" zu den größten Antikriegsbücher der deutschen Literatur zählt, verzichtet Ledig bewusst auf politische Anklagen, wie sie z.B. des öfteren in „Im Westen nichts Neues" vorkommen. Der Tod bestimmt den Krieg, nicht die Ideologie.
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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich, 25. April 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch zeigt dem Leser gnadenlos die furchtbarsten Seiten des Krieges in Rußland auf. Die wenigen Seiten, auf denen der Autor die Geschichte erzählt, habe ich nicht aus Begeisterung oder Spannung innerhalb kürzester Zeit verschlungen, vielmehr war ein Gefühl der Ohnmacht, Beklemmung und Anspannung dafür verantwortlich.
Hier wird für nichts und niemand Partei ergriffen. Beide Seiten werden dargestellt. Auf die jeweiligen Protagonisten braucht überhaupt nicht tiefer eingegangen zu werden da sie alle sowieso so gut wie tot sind. Die Darstellung der Angst und Verzweiflung, des Kämpfens und Sterbens und der völligen Absurdität des gesamten Szenarios erfolgt mit einer solchen Brutalität und sprachlicher Kargheit, daß ich einige Passagen mehrfach gelesen habe um sie überhaupt erfassen zu können.
„Die Stalinorgel" bewegt sich fernab jeglicher mir bekannter Kriegsliteratur. Ich habe bisher nirgends einen so prägenden Bericht zum Thema 2.Weltkrieg gelesen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis ins Mark erschütternd, 26. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Moral, Kameradschaft, gar Nächstenliebe?... Drauf gepfiffen und getrommelt. NICHTS gilt mehr. Lediglich der stinkende, permanente und allgegenwärtige Tod in seiner gnadenlosen und erbarmungslosen Anwesenheit. WIR, die Ahnungslosen, Nichtwissenden können das nicht ansatzweise erahnen. Eine Gnade(!), die so unbeachtet, gerade deswegen so unschätzbar ist.

Man lese dieses Buch und verneige sich stumm...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und dann wieder ins zivile Leben, 29. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Seitdem ich dieses bemerkenswerte Buch gelesen habe, stellt sich mir die Frage, wie ein Mensch, der diesem unvorstellbaren Grauen des Krieges ausgeliefert war, wieder ins normale, zivile Leben zurückkehren konnte? Wie konnte er wieder seinen alten Beruf ausüben, nach diesen unmenschlichen Erfahrungen an Leib, Gemüt und Seele? Wie konnte er wieder als Lehrer vor seinen Schülern auftreten mit all diesen Erinnerungen, wie als Richter Urteile sprechen, als Geistlicher der Gemeinde predigen? Undenkbar, aber die meisten konnten es, nur wenige, vielleicht die Besten, sind zerbrochen, haben das Zurück nicht mehr gefunden. Wo sie aber alle versagt haben, war, ihre Erlebnisse so weiterzugeben, daß allen Nachfolgenden die Schrecken des Krieges als ein 'Nie wieder' vermittelt worden wären. Vielleicht aber wollten sie das ja gar nicht. Die Kriege jedenfalls gehen weiter, mit einer Bestialität, die heute auch ein Gert Ledig zu beschreiben nicht mehr in der Lage wäre.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute und realistische Darstellung, 8. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch hat meine Erwartungen erfüllt: Man ist sehr nah an den Geschehnissen. Die erzählten Situationen entsprechen denen, die auch in der Literatur zum gleichen Thema geschrieben sind. Das das Buch das beste in diesem Genre sein soll, wie es zum Teil geschrieben wird, kann ich nicht nachvollziehen: Autobiographische Bücher sind zum Teil enger am Geschehen, sind auch packender, weil dort aus der Realität erzählt wird, in diesem Buch handelt es sich um einen Roman mit fiktiven Personen, der an reale Erlebnisse angelehnt ist.

Empfehlenswert sind auch ähnliche Bücher vom Ostfeldzug wie "Stalingrad" und "Moskau" (Romane) von Theodore Plevier oder meiner Meinung nach das mit Abstand beste, packendste und erschütternste Buch, was ich in diesem Zusammenhang gelesen habe: "The Forgotten Soldier" von Guy Sajer (autobiographisch). "Endstation Moskau" (autobiographisch) aus der Sicht des Arztes Heinrich Haape ist auch sehr gut.
Alle diese Bücher zeigen offen und schonungslos den absoluten Irrsinn dieses Krieges. Sie sind ein gutes Medium, um so weit das überhaupt möglich ist, zu verstehen, was damals auf den Schlachtfeldern vor sich ging.

Das Buch ist gut geschrieben und empfehlenswert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ungeschminkte Gesicht des Krieges....., 20. Dezember 2005
Von 
berti2 "meggie" (Aalen, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
In Gert Leidigs Roman findet Heldentum und Pathos nicht statt. Man erblickt das nackte Antlitz des bestialischen Krieges.
Die Männer verrecken in schlammgegüllten Granattrichtern, werden von Maschinengewehrgarben niedergemäht, von Handgranaten zerfetzt.
Nirgends wird das Sterben glorifiziert, es wird gestorben und das auf beiden Seiten. Der Autor wechselt mal von der deutschen in die sowjetische Perspektive, was den Roman kurzweilig und interessant macht.
Auf jeden Fall wird mich "Die Stalinorgel" dazu bringen, mir die restlichen beiden Romane aus Kurt Leidigs Triologie anzuschaffen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brutale Realität im Mikrokosmos einer Schlacht, 19. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Gert Ledig, der im Sommer 1942 selbst als Unteroffizier im Einschließungsring um Leningrad kämpfte, versetzt den Leser an den Ort seiner Verwundung, die Höhe 308, sumpfiges Brachland vor der belagerten Stadt. Teils biographisch, teils fiktiv beschreibt er das Schicksal einer deutschen Pionier-Kompanie exemplarisch am Beispiel eines Majors, eines Hauptmanns, eines Feldwebels, eines Unteroffiziers und eines einfachen Meldegängers, gewährt zudem oberflächliche Einblicke in die Psyche des Feindes am Beispiel einiger Rotarmisten an und hinter der Front. Man erfährt von Überläufern und Deserteuren, Feiglingen und Helden, Kadavergehorsam und Pflichterfüllung, der Willkür der Kriegsgerichtsbarkeit und Soldaten, deren Dasein im unerbittlichen Inferno der Schlacht auf primitven Überlebensinstikt zusammengeschmolzen ist. An grausamen Darstellungen der Kampfhandlungen mangelt freilich es nicht, ob nun deutsche Landser hilflos im Hagel der Katjuscha-Salven zerfetzt oder stürmende Rotarmisten im Feuer deutscher Maschinengewehre niedergemäht werden.

"Die Stalinorgel" ist dank der knappen Hauptsätze und prägnanten Sprache ein beklemmendes Zeugnis (un)menschlichen Elends in Zeiten des Krieges, das selbst hartgesottene Apologeten kriegerischer Gewalt nachdenklich stimmen muß und den Leser mit einem bedrückend unguten Gefühl in die Realität entläßt.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte öfter gelesen werden als "Das Boot"., 22. September 2002
Dieses Buch ist meines Erachtens insofern unersetzlich als es einen seriösen, ungeschönten und lesbaren Bericht vom Krieg an der Ostfront im 2. Weltkrieg liefert, wo damals der Krieg hauptsächlich geführt und entschieden wurde und wo in erster Linie gekämpft und verreckt wurde. Desweiteren ist es wichtig, weil ein Mensch mit hoher schriftstellerischer Begabung Millionen deutschen Soldaten eine Stimme gibt, die diesen sinnlosen Krieg hier erdulden mußten. Eine gute Ergänzung zum (immer seltener noch vorhandenen und oft befangenen) "Opa, der in Stalingrad war".
So wie die ambitionierten Vietnamfilme und -bücher (z.B. Michael Herrs "Dispatches", das allen wichtigen Vietnamfilmen zugrundeliegt) amerikanischer Autoren das Bewußtsein ihrer Landsleute bis heute beeinflussen, könnte dieser Roman - ein Buch über einen deutschen Krieg aus deutscher Sicht - uns die Möglichkeit geben, uns über unser Verhältnis zu unserer Vergangenheit, zum Krieg allgemein und vielleicht zu unseren russischen Nachbarn ein qualifizierteres Urteil zu bilden. Es ist in derselben Liga wie "Das Boot" und "Im Westen nichts Neues". Lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 15. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich bin von dem Buch "Die Stalinorgel" von Gert Ledig sehr angetan, aber auch etwas verwirrt.
Als ich mir das Buch gekauft habe, hatte ich ein Buch erwartet, das im Stile eines "Landser-Romans" geschrieben ist.
Das ist nicht der Fall.

Zum Einen glücklicherweise, zum Anderen leider.

Es liest sich sehr schwierig und langatmig. Vorallem die vielen Hauptsätze aneinandergereiht. Die Protagonisten des Buches sind meist ohne Namen und nur nach Dienstgrad genannt, was für mich jedenfalls das Ganze anfangs etwas undurchsichtig machte.
Warum ich dem Buch trotzdem 4 Sterne gebe? Weil es für mich ein super gelungenes Anti-Kriegs Buch ist. Der Schrecken des Krieges (vorallem der Ostfront) wird intensiv und sehr plastisch dargestellt.
Ich habe schon viele Bücher (Tatsachenberichte etc.) gelesen, die jegliche Aspekte der Ostfront abgeleuchtet hatten, aber trotzdem schafft es Ledig mit seinem Buch eine weitere Facette des Ostkrieges zu beleuchten.

Fazit: kein einfaches Buch, aber absolut lesenswert! Ich könnte es mir durchaus als Schullektüre der Oberstufe vorstellen als Anti-Kriegsbuch.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslos, 3. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich bin dem SPIEGEL heute noch unendlich dankbar, dass er 1999 mit einem Artikel über den damals schon längst vergessenen Schriftsteller Gert Ledig mein Interesse am Autor weckte. Mit dieser neuen Öffentlichkeit wurden seine wichtigsten Werke (neben "Die Stalinorgel" noch das Luftangriffsdrama "Vergeltung" und die Nachkriegserzählung "Faustrecht") wiederentdeckt. Kurz vor seinem Tode im Juni des gleichen Jahres erfuhr er so noch die späte, aber wohlverdiente Anerkennung.

"Die Stalinorgel", ursprünglich 1955 erschienen, spielt an der Ostfront 1942 im Areal des Leningrader Belagerungsrings. Ledig nahm an diesen Kämpfen selbst teil und wurde schwer verwundet. So fließen autobiographische Erfahrungen in die Erzählung ein, die dem Leser das Grauen auf beiden Seiten dermaßen drastisch schildert, dass die zum Verdrängen neigende westdeutsche Gesellschaft der Fünfziger Jahre mit purer Ablehnung reagierte. Namenlose, nur mit dem Dienstgrad bezeichnete Soldaten auf sowjetischer und deutscher Seite sterben einen sinnlosen Tod, nur um geringfügige Geländegewinne in einem Sumpf zu erzielen.

Gert Ledig macht die Brutalität des Weltkriegs deutlich, frei von jeglichem Heldenpathos oder Landserromantik. Ein Standardwerk der deutschen Kriegsliteratur, zu Unrecht jahrzehntelang vergessen. Unbedingt empfehlenswert!
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Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Die Stalinorgel: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Gert Ledig (Taschenbuch - 31. März 2003)
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