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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft!
"Der Morgen der Trunkenheit" ist das beste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Ein Buch das beruehrt, erschreckt, ein Buch das Gefuehle weckt, das so nah am wirklichen Leben ist, dass es fast weh tut. Und trotzdem spuert man ganz oft auch das Glueck, das trotz aller Schicksalschlaege und persoenlicher Tragoedien immer noch da ist und in den Tiefen der Seele nach...
Am 5. März 2004 veröffentlicht

versus
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen tja...
tja... aus Respekt für die Kultur und die Werte eines anderen Landes gebe ich dann doch drei Sterne (und nicht nur einen).

Wie die beiden anderen Rezensenten, die nicht hellauf begeistert waren, geschrieben haben, ist die Moral dieses Buches mehr als fragwürdig. Ein junges Mädchen (Mahbube) wächst vollbehütet in einem reichen Haus auf,...
Veröffentlicht am 26. November 2009 von Krsl


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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft!, 5. März 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
"Der Morgen der Trunkenheit" ist das beste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Ein Buch das beruehrt, erschreckt, ein Buch das Gefuehle weckt, das so nah am wirklichen Leben ist, dass es fast weh tut. Und trotzdem spuert man ganz oft auch das Glueck, das trotz aller Schicksalschlaege und persoenlicher Tragoedien immer noch da ist und in den Tiefen der Seele nach Sonne lechzt.
Ein junges adliges Maedchen, das in einer traditionellen iranischen Familie trotz allem frei erzogen wird, verliebt sich in einen Schreinerlehrling. Trotz aller Widerstaende der Familie heiraten die Beiden. Die junge Frau verzichtet nicht nur auf ihre Familie, sondern auf den bis dahin hohen Lebesstandard und das kulturelle Umfeld. Es geht um die Liebe. Doch die Liebe kann die bestehenden sozialen Schranken nicht runterreissen. Die junge Frau ist mit der Armut ueberfordert, doch vorallem leidet sie unter dem groben Benehmen der einfachen Leute, vorallem ihres Mannes und der Schwiegermutter, die nach der Hochzeit in das Haus der Frischvermaehlten einzieht.
Die Autorin schildert glaubhaft die Zerissenheit der jungen Frau zwischen Liebe und der Sehnsucht nach ihrem alten Leben kurz nach der Hochzeit und zwischen Angst und Abscheu im weiteren Verlauf ihrer Ehe. Dabei verfaellt die Autorin nicht in die Klischees angeblicher sozialer Schranken sondern versucht glaubhaft die manchmal so verworrene Beschaffenheit der menschlicher Seele zu zeigen. Die Sprache ist fliessend und leicht, ja nahezu poetisch. "Der Morgen der Trunkenheit" ist ein Buch an das man sich lange erinnert.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegende orientalische Lebensgeschichte, 2. April 2005
Von 
Bjrn (Osnabrück Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
„Der Morgen der Trunkenheit" - erst am Ende dieses eindrucksvollen Buches habe ich wirklich begriffen, was uns dieser Titel zu sagen hat : Ist der nächtliche Genuss des Weines den Schmerz des Morgens wert? Ich möchte Euch/Sie nicht irreführen - dieser wunderschöne Roman hat in erster Linie nichts mit schnöder Trinkerei zu tuen, wenngleich auch dies ein Aspekt des Leidens der Ich-Erzählerin ist.
Aber nun genug der Verwirrung, komme ich zum Inhalt : Eine alte Iranerin erzählt während der neunziger Jahre ihrer jungen Nichte ihr Leben, welches in den zwanziger Jahren als Tochter einer sehr wohlhabenden, adeligen Familie begann. In vielen Details wird das Leben dort in Theran beschrieben - auch dank eines Glossars, in dem die persischen Begriffe erklärt werden, erschliesst sich so dem Leser/der Leserin ein umfangreiches Bild der adeligen, iranischen Gesellschaft der 30er/40er Jahre vor dem nur am Rande erwähnten Hintergrund politischer und geschichtlicher Veränderungen. In dieser Geschichte geht es nicht um die großen Ereignisse, nein - hier erzählt uns Mahbube, die Erfahrene, ihr Leben - aufgewachsen behütet und überwacht in der abgeschiedenen Welt des Adels, verliebt sich das junge Mädchen in einen gesellschaftlich vollkommen unakzeptablen Mann aus der Unterschicht und geht für diese Liebe, für diese Trunkenheit, durch kaum zu ertragende Qualen. Was sie dabei durchmacht wird von der Autorin geduldig und in allen Einzelheiten beschrieben.
Das Buch beeindruckt sowohl durch eine spannende Handlung als auch durch die überzeugende Schilderung der Gefühlsvorgänge im Herzen der jungen Frau.
Dies zu lesen bereitete mir nicht immer Vergnügen, da ich meine eigene Ungeduld spürte, manchmal dachte ich z.B. : „Mahbube - das kannst du dir doch nicht gefallen lassen! Tu doch etwas!"
Aber sie lässt es sich gefallen, denn sie wurde nicht auf ein Leben ausserhalb ihrer vertrauten Welt vorbereitet. Dies ist ein weiterer interessanter Aspekt des Buches : Weder die recht künstliche, durch diverse Regeln und Anstand/Moral bestimmte adelige Lebens-Haltung, noch die sich später als rauh, brutal und vulgär herausstellende Welt ihres Geliebten weisen dem Leser einen wirklich gangbaren, ehrlichen Weg. Einen Weg, auf welchem die Menschen wirklich offen miteinander reden und an einer klugen, liebevollen Beziehung zu arbeiten in der Lage sind.
Zwischen diesen beiden Poolen entsteht ein Spannungsfeld in dem Mahbube fast zerrissen wird... Aber mehr will ich nicht verraten.
Ich kann nur empfehlen, dieses niveauvolle, schöne, aber auch traurige Stück Literatur zu lesen, nach einigen Seiten wird es Dir - zukünftigeR LeserIn ( wobei die meisten wohl eher Leserinnen sein werden ) schwer fallen, das Buch aus der Hand zu legen, das Schicksal dieser empfindsamen Frau lässt uns nicht mehr los - bis zur letzten Seite.
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste Buch aller Zeiten, 15. April 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Über den Inhalt haben meine "Vorredner" ja schon geschrieben. Zuerst musste ich mich langsam an das Buch rantasten, es waren ja doch viele Fremdwörter darin. Aber man kommt schnell rein. Und dann... das Buch ist der absolute Wahnsinn, ich habe mit Mahbube gelacht, geweint, gelitten, gehofft. ...
War ich wirklich bei mir zuhause, als ich las? Oder war ich in Teheran? Beim Lesen meint man, man ist mittendrin. Man hört, fühlt, spürt. Teilweise wollte ich das Buch weglegen, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen, was eine Frau alles erdulden, erleiden, erfahren muss. Was macht man nicht alles, wenn man liebt. Auch ich hab schon mal den nächtlichen Wein genossen - aber der Morgen der Trunkenheit ist es ja dann doch nicht wert. Das Buch ist , ja , Lebenserfahrung, Weisheit, Öffnen der Augen.
Als ich am Ende war, lag ein Zauber auf mir, im Raum, überall.
Ich war traurig, glücklich, nachdenklich, und das Stunden später noch.

Ich liebe dieses Buch!
Mehr kann ich gar nicht mehr dazu sagen, das Buch ist einfach der Wahnsinn.
Öffne dein Herz! Lass dir die Augen öffnen. Danach wirst du verstehen.
Und - deine Eltern lieben dich - mehr als du dir träumst!
Unbedingt kaufen!
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen tja..., 26. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
tja... aus Respekt für die Kultur und die Werte eines anderen Landes gebe ich dann doch drei Sterne (und nicht nur einen).

Wie die beiden anderen Rezensenten, die nicht hellauf begeistert waren, geschrieben haben, ist die Moral dieses Buches mehr als fragwürdig. Ein junges Mädchen (Mahbube) wächst vollbehütet in einem reichen Haus auf, ohne jemals die Gelegenheit zu bekommen, das andere Geschlecht auch nur in Gesprächen kennenzulernen, geschweige denn eine Freundschaft zu entwickeln. Diese schwärmerlsche junge Frau wird also eines Tages von ihren Hormonen überrollt und verliebt sich in einen ihr bis dato völlig unbekannten Mann, den sie nur kurz sieht, weil sie ungehörigerweise ohne Begleitung unterwegs ist. Psychologisch sehr gut nachvollziehbar. Es gibt in ihrer Gesellschaft keine Möglichkeit für sie, diesen Mann und seine Ehetauglichkeit näher kennenzulernen. Von einer einstweiligen Beziehung gar nicht zu reden. Sie muss ihn entweder heiraten oder vergessen.

Für ihre Eltern ist diese Heirat nicht nur unpraktisch, sondern ein Skandal. Und dass aus dem Grund, dass der junge Mann einer niedrigeren Schicht angehört. Es gibt keinerlei liebevolle, sorgende Worte der Eltern an die Tochter. Stattdessen wird sie sofort angeschrien und körperlich mißhandelt. nach Wunsch der Eltern soll die Tochter einen von ihnen gewählten Mann ehelichen. Es gilt schon als große Güte der Eltern, daß die Tochter den vorgesehenen Mann zuvor wenigstens einmal heimlich beobachten kann. Dass sie die Heirat aber ablehnen könnte, ist trotzdem kein Thema. Kinder "werden verheiratet".

Die Tochter setzt die Heirat mit dem Mann durch. Aus Strafe wird sie verstoßen, bekommt keine Hochzeitsfeier und darf keinen Kontakt mehr zur Familie haben.

Einmal vor der Hochzeit sagt das Kindermädchen zu der jungen Frau, der erwählte Mann sei kein schlechter, und es könne doch etwas werden. Diese Bemerkung ließ mich hoffen, dass die weitere Handlung doch nicht so schwarz-weiß daherkommen würde.

Leider war das Gegenteil der Fall. Der Ehemann stellt sich nach kürzester Zeit als Trinker, Faulenzer, Fremdgeher heraus, er schlägt seine Frau und die Schwiegermutter schikaniert sie obendrein. Am Rande wird erwähnt, dass Mahbube unfähig ist, etwas im Haushalt zu leisten. Sie kann nicht mal einfaches Gebäck selber herstellen. Ihre dekadente Erziehung und die dauernde Betonung von ihrer angeblichen Hochwertigkeit stießen mir immer wieder übel auf. Von Mahbubes Eltern ist keinerlei Hilfe zu erwarten, obwohl, wie später bekannt wird, der Vater das Paar sehr wohl überwachen lässt.

Das gemeinsame Kind des Paares stirbt schließlich durch einen Unfall.

Die zutiefst gedemütigte Mahbube bittet ihre Eltern um Verzeihung, und diese helfen ihr, die Scheidung zu erhalten (da sich eine Frau im Iran nicht selbst scheiden lassen kann, muss der Mann dazu gezwungen werden, die Scheidung einzureichen).

Mahbube wird als Zweitfrau an ihren Cousin verheiratet (einen Mann selbst kennenlernen kann sie natürlich nach wie vor nicht), kann ihm aber keine Kinder mehr gebähren. Die Gebährfähigkeit der Frau wird hier auch als ein höchstes Gut gepriesen, da nur eigene Kinder sich später um einen sorgen würden. Da eine Frau ihre Familie ja auch nie verlässt und keine Gelegenheit hat, andere Menschen kennenzulernen, ist es nicht verwunderlich, dass sich Frauen nur über ihre Nachkommen definieren.

Mahbube bereut ihr weiteres Leben lang, nicht auf ihre "guten" Eltern gehört zu haben.
An einer Stelle heisst es "hätten sie mich doch noch mehr geschlagen", holla, die Mutter hat das Kind grün und blau gezwickt, seit wann ist Misshandlung geeignet, die hormonellen Wandlungen eines Teenagers zu kontrollieren?

.......................................
Was also ist die Moral des Buches?

Kinder, hört auf eure guten Eltern, die die Ehepartner für euch aussuchen.
..........................................

Kann man das als Europäer, als aufgeklärter Mensch, überhaupt als Mensch mit Vernunft und Menschenkenntnis unterstützen?
Seit wann finden Eltern den besten Partner für ihre Kinder? Und ausgerechnet solche Eltern: Mahbubes Eltern behandeln ihre Tochter wie ein Material. Den Ehemann suchen sie nach ganz allgemeinen Kriterien aus. Ein Prinz mit guten Manieren. Es wird wohl auch davon ausgegangen, dass die Ehefrau in ihrem weiteren leben keine anderen Männer mehr kennenlernen wird und also auch nie Vergleichsmöglichkeiten haben wird.

Was ich dazu sage: es ist vollkommen normal, dass sich junge Menschen spontan verlieben, die leidenschaftlichsten Gefühle haben und diese ausleben wollen. Genauso normal ist es, dass man mit den Traumpartnern ein paar mal auf die Nase fällt. Ich bin sehr froh, dass ich in einer Kultur lebe, in der den jungen und älteren Leuten gestattet ist, sich kennenzulernen, sich zu lieben, und wieder auseinanderzugehen, ohne dass von einer einzigen Entscheidung das ganze Leben abhängt.

"Der Morgen der Trunkenheit" ist verstörend, weil eine junge Frau, die versucht hat, aus der Gesellschaft auszubrechen, dafür grausam bestraft wurde, auch von ihrer eigenen Familie. Am Schluss muss sie zu Kreuze kriechen, alle anderen haben es ja besser gewusst, besonders ihre angeblich "liebevollen" Eltern.

Ein Einblick in eine andere Denkweise - ja. Deshalb zwei Sterne.
Ein Anblick, der einen das Grauen lehrt - das auch.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider, 12. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Leider hat mir das Buch nicht so gut wie den übrigen Rezensenten gefallen. Es ist okay und durchaus lesbar. Allerdings habe ich 3 Wochen gebraucht und mußte mich öfters zwingen.

Der Inhalt wurde ja schon zur Genüge erzählt. Das Buch mutet eher wie der Erlebnisbericht eines sehr jungen und - mit Verlaub - äußerst verwöhnten und einfältigen Mädchens an, und weniger wie das Werk einer Schriftstellerin. Wenn dann die Sprache teilweise zwischen extrem schlicht, dürftig und abgehackt auf der einen Seite und völlig gestelzt und überzogen auf der anderen Seite schwankt, mag das genau diesem Erlebnishorizont entsprechen. Und ist insofern nicht angreifbar. Ich hatte jedoch nicht täglich Lust, dieses zu verfolgen.

Ebenso unreflektiert ist das ganze Umfeld. Man erfährt NICHTS über den Iran, über die Politik, Religion, über gesellschaftliche Entwicklungen, obwohl das Buch Jahrzehnte umfaßt. Dies ist wiederum nicht angreifbar, da solche "Nebensächlichkeiten" das Mädchen wohl nicht interessiert haben. Aber auch das Thema Sexualität wird tabumäßig komplett ausgespart..., und da dürfte es doch anders ausgesehen haben.

Ob die Übersetzung gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, aber Dinge wie "ich empfand nur noch Rache für ihn" kann man einfach nicht sagen. Sowas kommt leider öfter vor.

Und - zuguterletzt - kann man es doch nicht einfach so im Raum stehen lassen, was das Buch irgendwie suggeriert: daß es besser ist, auf den Rat seiner Eltern zu hören und solche Heiraten immer gut gehen, während selbstgewählte Verbindungen zum Scheitern verurteilt sind. Auch konnte ich es irgendwann nicht mehr hören, daß aus jeder Pore ihres mißratenen Ehemannes seine "niedere" Herkunft spricht.

Andeutungsweise wurden ja auch junge, dekadente, nichtsnutzige, krummbeinige und opiumsüchtige adelssöhne erwähnt. Jedoch war der Vater so weise, daß er diese von vornherein ausgeschlossen hat.

Was ist also die Botschaft ? Hast Du einen weisen Vater oder gehst zu zugrunde ?

Bin auch gerade am überlegen, was die Aussage, dieses Buch hätte im Iran Furore gemacht, wirklich bedeutet. In diesem Zusammenhang würde ich das Buch eher als neokonservativ bewerten. Wette, da sitzen tausende Mädchen, die das anders sehen und denen der Mund zugepflastert ist.

Am meisten hat mich gestört, daß man über den Iran so gut wie nichts erfährt und somit auch das Mädchen kaum verstehen kann. Daher nur 3 Sterne.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Morgen der Trunkenheit, 15. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch ist unbedingt lesenswert und einmal angefangen legt man es nicht so schnell weg. Der Leser taucht hier ein in eine persische Lebengeschichte, wunderbar erzählt. Ich fange an die persische Seele zu verstehen, die Sitten und Gebräuche. Als Halbperserin habe ich mir immer viele Fragen gestellt, hier werden sie mir beantwortet, als Brücke zwischen Morgenland und Abendland.
Man kann sich sehr gut in die Gefühlswelt der Hauptperson hineinversetzen, besonders in die Welt der Frauen. Wunderschön poetisch und melancholisch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nur einen einzigen Schönheitsfehler..., 20. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
...hat dieses Buch. Auch ich habe mit Mahbube gebangt, geweint, gelacht. Unglaublich wie man in die Geschichte und in die Orte einsteigt. Und gerade die Gespräche unter den Frauen, Mütter, Schwestern usw. hatten oft so einen feinen Humor, den ich sehr genossen habe. Und natürlich hat die Autorin einen Punkt, wenn sie sagt, es kann für eine Liebe schwer sein aus unterschiedlichen Welten zu kommen. Das allein ist schwer genug. Warum musste Rahim also auch noch ein Schläger sein, hinterhältig und auf Mahbubs Geld versessen? Als wenn das automatisch zu einem Schreiner dazugehört. Das fand ich Unsinn, und ein bißchen implizierte das auch eine Schwarz-Weiß-Malerei: hier die guten anständigen Aristokraten, da die unmoralischen einfachen Leute. Schon komisch, dass ausnahmslos alle arrangierten Ehen in diesem Buch glücklich waren, auf ihre Weise, und Mahbub so dermaßen auf die Schnauze fallen musste. Ein paar mehr Zwischentöne hätten dem Buch hier gutgetan. Beim Lesen selbst ist man aber von der wunderbar erzählten Geschichte so in den Bann gezogen, dass man sich fast zwangsläufig die guten alten Zeiten zurückwünscht, in denen verständnisvolle, alles überblickende Väter die Ehemänner für ihre Töchter aussuchten und die Töchter artig abnickten. Diese Quintessenz sollte man wohl nicht so ohne weiteres ziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich lesenwertes Buch, 9. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch hat alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche: Es entführt mich in eine andere Kultur und Welt, ist so wunderbar geschrieben, dass ich förmlich die Blumen in den Innenhöfen riechen kann. Die Charaktere sind hervorragend beschrieben und ihre Gefühle absolut nachvollziehbar. Herrlich fesselnd hat mich die Autorin mitgenommen auf eine Reise in den Orient und mir viel Verständnis für eine andere Denkweise vermittelt.
Absolut zu empfehlen!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach einzigartig!!!, 5. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Mit Mahbubeh taucht man ein in eine andere Zeit, in eine andere Welt... Eine Liebesgeschichte mit Stil: keine banale Erzählung oder ein typischer "Frauenroman", sondern ein tiefgründiges, spannendes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann!!!

Dieses Werk ist das Beste, was ich je gelesen habe. Aus dem Persischen übersetzt findet es auch bei der deutschen Leserschaft großen Anklang. Teils klingt die Übersetzung etwas holprig, da es sehr in Anlehnung an das Original übersetzt wurde. Dies empfinde ich als Halbperserin jedoch als positiv, da es die "blumige", gefühlvolle persische Sprache wieder gibt und schafft auch denjenigen, die kein Farsi können, einen Einblick in die Denkweise und Sprache einer Iranerin zu geben.

Um nicht alles zu wiederholen, fasse ich mich kurz:

GEFÜHLVOLL, ERGREIFEND, TIEFGRÜNDIG, ZUM NACHDENKEN ANREGEND ==>

EINFACH EINE ABSOLUT LOHNENDE REISE IN EINE ANDERE WELT!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für eine schöne Geschichte, 8. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das war doch mal ein Buch. Ich habe es "gefressen". Ich kann es nur empfehlen.Bin eigentlich drauf gestoßen, weil ich das neue Buch von Khaled Hosseini (kann ich auch nur empfehlen) kaufen wollte. So schön, so traurig. Einfach toll.
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Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Der Morgen der Trunkenheit: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Fattaneh Haj Seyed Javadi (Taschenbuch - 22. Juli 2002)
EUR 10,00
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