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91 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erfahren-verstehen-glauben
Mit Siddharta zeigt Hermann Hesse, dass zu allen Zeiten in jeder kulturellen Umgebung, der Mensch, das Ich, der Wille und der unbeirrbare Glaube den Mittelpunkt des Universums bilden. Die Begegnungen mit Govinda in den verschiedenen Lebenssituationen Siddhartas spiegeln wider, dass man , obwohl dem Gefühl nach unverändert, für Aussenstehende nur schwer...
Veröffentlicht am 24. Januar 2002 von Uwe S.

versus
31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ich
Siddharta ist auf der Suche. Nach dem eigenen Ich, Erkenntnis, Erfüllung, Glück. Auf seiner Suche probiert er viele Wege aus: Von der Askese bis hin zum Leben im Überfluss...Wird Siddharta sich selbst finden?

Ein Buch zum Genießen. Hermann Hesse lässt den Leser in einer wunderschönen Sprache an seiner Gedankenwelt teilnehmen...
Veröffentlicht am 29. Juli 2007 von Oona


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91 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erfahren-verstehen-glauben, 24. Januar 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Siddharta zeigt Hermann Hesse, dass zu allen Zeiten in jeder kulturellen Umgebung, der Mensch, das Ich, der Wille und der unbeirrbare Glaube den Mittelpunkt des Universums bilden. Die Begegnungen mit Govinda in den verschiedenen Lebenssituationen Siddhartas spiegeln wider, dass man , obwohl dem Gefühl nach unverändert, für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbare und gar nicht rechtfertigungsrelevante Veränderungen erlebt. Die in den einzelnen Lebensphasendes Siddharta gesammelten Erfahrungen sind für mich persönlich je nach eigener Stimmung und Umfeld immer wieder die Komposition einer ganz neuen Geschichte. Mit diesem Buch hat Hesse mir unendlich viele Bücher geschrieben, die mir immer wieder Kraft und Freunde, aber auch Nachdenklichkeit bereiten. Die Leichtigkeit der Worte, die Beschreibung der ersten Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht, das Lernen der Liebeskünste und die Wichtigkeit der Unabhängigkeit der Seele sind so vollkommen zu erfahren, dass das Buch zu meiner "persönlichen Bibel" aufgestiegen ist. Ein hervorragendes Geschenk für Menschen die im Umbruch sind....und wer ist das nicht. Kamalas Liebeslehre, der Beweis, das Geld nicht Gottes Werk ist - denn durch Reichtum verlor Siddharta seine Tugenden (vorübergehend)- und die Anleitung, dass man mit denken, warten und fasten jedes Ziel erreichen kann,wie der ins Wasser geworfene Stein auf den Grund gelangt sind nur winzige Details, die mich immer wieder zum erneuten Lesen des Buches führen. Mit der Taschenbuchausgabe hat man in leichter Form auch auf Reisen "grosses Gepäck" ;-))
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74 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergesslich schön, 11. Dezember 2007
Es war mein erstes Buch, welches ich von Hermann Hesse gelesen habe. Für jemanden wie mich, der Bücher in dieser Schreibform noch nicht gelesen hat, war es am Anfang ein wenig schwer. Aber die Geschichte lies mich sehr schnell eintauchen in die Welt von Siddhartha.

Oft lies mich dieses Buch lächeln, aber oft musste ich auch weinen. Nicht weil es so traurig ist, sondern weil es Hermann Hesse gelingt, die Gefühle und Emotionen der Menschen zu berühren.

Dieses Buch hat das Tiefste meiner Seele gestreichelt. Es ist so beeindruckend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe mich mit zwei Freundinnen über dieses Buch unterhalten und erstaunlicherweise haben wir drei alle etwas anderes aus diesem Buch für uns heraus gezogen. Das macht dieses Buch sicher auch zu etwas ganz Besonderem. Jeder findet Parallelen zu seinem Leben und seiner Denkweise.

Dieses Buch werde ich sicher noch sehr oft zu Hand nehmen und auch immer wieder lesen. Ein wundervolles Buch!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Buch mit Tiefgang, 19. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch gebraucht von einem alten Freund erhalten - eine Ausgabe aus den 60er Jahren, schon etwas abgegriffen und zerfleddert. Ich war damals 16 jahre alt als ich es zum ersten Mal gelesen habe und es hat mich ganz tief im Herzen berührt. Ich war verzaubert und hab die Welt aus anderen Auge gesehen. Es ist so toll aus der Alltagshektik in die Welt Siddarthas abzutauchen, sich an seine Hand nehmen zu lassen und von der Ruhe, dem Frieden zu kosten, den man den niedergeschriebenen, differenzierten und einfühlsamen Zeilen/ Gedanken findet.
Ich habe es immer wiedergelesen und es ist das wunderbarste Buch, das ich kenne und kann es nur weiterempfehlen- zum Selbstfinden oder einfach nur zum Abhängen. Ein ganzer Himmel voller Sterne für dieses kostbare Stück Literatur und Weltanschauung.
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106 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel des 20. und 21. Jahrhunderts, 24. August 2001
Von Ein Kunde
Für mich ist Siddharta zur Religion geworden. Religion nicht im Sinne von Nachbeten, sondern im Sinne von Lebensleitfaden. Das Buch alle 1/2 Jahre zu lesen, erleichtert die Seele, nimmt Scheuklappen und gibt neue Kraft und Zuversicht.
Das ich steht im Mittelpunkt, aber nicht als Egoist, sondern als Verständnis der Welt. Bevor ich mit mir nicht im Reinen bin, kann ich es mit niemandem anderen sein.
Dieses Buch ist jedem, der auch nur ganz kurz über sich und seine "Rolle" nachdenkt Pflicht, denn es befreit.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gültig, 9. Mai 2005
"Siddharta" kann der heute lebenden Jugend vielleicht sogar noch mehr geben, als es vor mehr als 80 Jahren der Fall war. Hesse beschreibt die lange Suche eines Mannes, des zukünftigen Buddhas, nach seinem persönlichem Glück. Er sucht es in der Askese, in der körperlichen Liebe, im Handel, im Alkoholrausch und im Glücksspiel. Doch jederzeit merkt er, dass ihn all dies nicht befriedigen kann. Erst ein jahrelanger Aufenthalt bei einem Fährmann am Fluss lehrt ihn, was für ihn persönlich Glück und Erfüllung bedeutet.
Sich im 21. Jahrhundert auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Unzählige Ideologien kämpfen darum, als einzig wahre Lehre annerkannt zu werden. Seien es die großen monotheistischen Religionen auf der einen Seite, die mit einem Absolutheitsanspruch und festen, nicht verrückbaren, Werten um die Gunst der Menschen buhlen, oder auf der anderen Seite die Theoretiker der Postmoderne, die zu negieren scheinen, dass es so etwas wie Wahrheit oder universelle Werte überhaupt jemals gegeben hat.
Was soll man also tun, um für sich persönlich so etwas wie eine Leitlinie im Leben zu finden? Das jeder Mensch so etwas braucht, ist, wenn man mal näher darüber nachdenkt, nicht zu bezweifeln. Doch wie kann man bis zu diesem Punkt gelangen, sein eigenes Glück, seine eigene Wahrheit zu finden?
Sicherlich ist nicht zu emphehlen Hesses "Siddharta" als Anleitung zum Glück zu lesen und sich, zum Beispiel, jahrelanger Askese oder gar intensiv dem Glücksspiel hinzugeben. Was uns diese kurze Buch aber heute mehr denn je sagen kann ist, dass es jeder Mensch selber in der Hand hat, seinen Weg, seine "Wahrheit, zu suchen und zu finden. Dies ist vielleich zu Beginn des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter von Massenmedien und Globalisierung, schwerer denn je, was aber die Suche nach eigenständigen Entscheidungen wichtiger denn je macht. Eine einzige Antwort auf die Frage, wie diese Suche zu gestalten ist, gibt es nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Antworten wie es Suchende gibt. Und dieses ist, meiner Ansicht nach, eine Erkentniss, die wir heute aus "Siddharta" schließen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fragen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ..., 12. August 2014
Hermann Hesse zählt ja zu den beliebtesten Schriftstellern der Deutschen. Bisher hatte ich mich vor Jahren nur einmal an das "Glasperlenspiel" gewagt und nach der Hälfte des Buches abgebrochen. Ich denke, dass man für die Bücher Hesses eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen sollte, um sie wirklich zu verstehen. Damals war ich eben noch nicht so weit.

Nun also "Siddharta". Wie wohl alle Wohlstandskinder meines Alters bin ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens bzw. einem Lebensweg, der Zufriedenheit und Erfüllung verspricht. Sicher, das sind große Wünsche, aber nur große Wünsche führen zu einschneidenden Erkenntnissen und Veränderungen. Daher wird wohl jeder Sinnsuchende irgendwann über "Siddharta" stolpern.

Hesse schreibt in der Form einer Fabel-Erzählung über den Lebensweg Siddhartas, der zusammen mit seinem Freund Govinda sein Elternhaus und seine Heimat auf der Suche nach Erkenntnis verlässt.
Über verschiedene Stationen (besitzlose Samanas, vermeintliche Heilige und Weise, die Kurtisane Kamala) hoffen sie, durch Askese, Meditation oder Reichtum und körperliche Liebe die geistige Erfüllung zu finden.
Nachdem sein Freund Govinda bei einem dieser Weisen zurückbleibt, zieht Siddharta zu Vasudeva weiter, einem weisen Fährmann. Dieser lehrt ihn, die Sprache der Natur zu verstehen, den ewigen Wandel und die Einheit aller Dinge zu begreifen.
Schlussendlich erlangt Siddharta über Suche und Verzweiflung die Weisheit und Vollendung. Lehren, Religionen und die Dogmen Anderer spielen dabei keine Rolle. Die Erkenntnis liegt in ihm selbst.

Hesse setzt sich mit der Suche nach dem Sinn des Lebens auseinander. Die gewählte sprachliche Form ist für die heutige Zeit eher gewöhnungsbedürftig. Aber sie führt zu einem aufmerksameren Lesen des schmalen Büchleins. Und damit auch zu eigenen Gedanken über dieses Thema.

Alles in allem war mir der esoterische Anteil dann doch etwas zu viel. Die Orientierung an der indischen Philosophie und Religion mag für Hesse seine Berechtigung gehabt haben, aber mich selbst spricht sie weniger an.

Trotzdem lohnt es sich, das Buch zu lesen. Es bietet eine Fülle an klugen Sätzen und Fragen. Es fordert die gedankliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensweg, mit Werten in der heutigen Zeit und über den Fluss des Lebens.

Ist es richtig, dem Materiellen so viel Wert beizumessen? Sollten uns nicht wieder viel mehr auf die Natur und uns selbst besinnen? Glauben wir nicht viel zu vielen Heilsverkündern? Kennen wir uns eigentlich selbst? Sollten wir nicht viel minimalistischer, aber dafür glücklicher leben?

Hach, Fragen über Fragen. ;-)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfahrung und Weisheit!, 26. Juli 2005
"Siddhartha" war meine persönliche "Einstiegsdroge" in die Erwachsenenliteratur und Hermann Hesse hat mich viele Jahre begleitet. Nach fünfundzwanzig Jahren habe ich nun "Siddhartha" wiedergelesen, um zu überprüfen, wie ich heute zu diesem Buch stehe. Eine Erfahrung, die sich zu machen lohnt!
Noch immer zolle ich Hermann Hesse Respekt vor einer wirklich wunderbar komponierten Dichtung, die in ihrer Aussage noch immer Gültigkeit hat. Ein Buch für Sinnsuchende mit Antworten, die genügend Raum lassen für die eigene Interpretation, ein Buch für junge Menschen und für begeisterungsfähige Menschen. Ein Buch über den Wert der Freundschaft und über die Suche als Lebenssinn.Alles in allem ein Buch das sich wieder) zu lesen lohnt, auch wenn man es mit wachsenden Jahren nüchterner betrachtet.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg der Weisheit, 8. Oktober 2006
Gibt es eine Einheit im Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln? Gibt es im Gang durchs Verstehen und Vernünfteln den Weg zur Wahrheit? Oder ist schon der Weg das Ziel? Oder ist es schon die ganze Täuschung, weil 'nicht im Reden, nicht im Denken (die Größe liegt), nur im Tun, im Leben'. So entführt uns Hermann Hesses Buch Siddharta in die Welt der indischen Religionen, der indischen Wahrheitssuche, hinweg aus dem Abendland, wo man seit Sokrates die Wahrheit im unendlichen Gang durch Dialog, Dialektik und Disput gesucht hat. Und nichts fand, als vielleicht den erhebenden Gedanken, dass am Ende, irgendwo draußen in der Zukunft, all die Wunden heilen. Als dem Weg zum weisen, erleuchteten Menschen, der auch lebt, was er gelernt hat, weil er liebt, wie die Welt ihm geworden ist. Auch wenn uns solches Denken fremd ist, wenn es sich nicht mit der kühlen Verstandeslogik fort bewegt, auch wenn dieses uns heute noch schwerer fällt oder als pure Neuromantik vorkommt, so hat es doch viel Versöhnliches, Gütiges, Schönes. Denn der Weg durchs Leben ist der Weg zur Liebe. Ebenso schön wie das Buch, ein Werk für sich, das der Suhrkamp Verlag mit dieser Ausgabe geschaffen hat.

Andere interessante (spirituell-philosophische) Literatur vom Wandern, die den Geist Herrmann Hesses atmet:
Burkhard Wittek: Zu Fuß von München nach Venedig. Reise- und Erlebnisbericht vom Traumpfad über die Alpen. Wiesenburg Verlag, 2007.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine ganze Welt auf 100 Seiten, 2. Juli 2007
Gerade einmal gut 100 Seiten lang ist dieses Buch, und doch gelingt es Hesse, eine Welt zu erschaffen, in der die wichtigsten Themen, welche die Menschen seit jeher bewegen, zur Sprache kommen. Und ich glaubte, mich selbst oft wiederzuerkennen: in dem rastlosen Sucher, der sich trotz seiner unbeschwerten Jugend unzufrieden fühlt und auszieht, um zunächst als weltabgewandter und enthaltsamer Asket vergeblich nach dem Sinn des Lebens zu suchen, in dem Rebellen, der sich dem weisen Lehrmeister Gotama nicht anschließen will, weil er Selbsterkenntnis und Selbstfindung dessen Lehre vorzieht, dem vergnügungssüchtigen Lebemann und leidenschaftlichen Liebhaber, der sich allen möglichen weltlichen Freuden zuwendet, dem von eben diesem Leben der "Kindermenschen" angeekelten, der seinem Dasein schon ein Ende setzen will, aber in der Natur seinen Frieden wiederfindet, dem fürsorglichen Vater, der durch die unglückliche Liebe zu seinem Sohn "die Wunde brennen fühlt" und dabei im Grunde seinem Sohn doch die Möglichkeit zur Selbstfindung und Selbsterkenntnis zu nehmen versucht, und schließlich dem alten Mann, der die Erleuchtung findet, indem er dem Fluss und einem einfachen, aber weisen Fährmann zuhören lernt, denn: "Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben".
Episodenhaft erscheint uns Siddhartas Leben; die einzelnen Personen, die seinen Weg begleiten, tauchen auf und verschwinden wieder, aber manche kehren noch einmal zurück, denn "alles kommt wieder". (So markiert die zweimalige Wiederkehr des Jugendfreundes Govinda jeweils eine entscheidende Stelle in der fortschreitenden Handlung: Einmal trifft er Siddharta wieder, der gerade seine tiefste Lebenskrise überwunden hat, und schließlich Siddharta, der die Erleuchtung gefunden hat.)
Auch ich selbst befinde mich im Moment am Ende und gleichzeitig am Anfang einer Lebensepisode. Von der Erleuchtung bin ich sicherlich noch weit entfernt, aber wenn man Siddhartas Erkenntnis glauben schenkt, steckt doch alles bereits in mir drin, der Knabe ebenso wie der Greis, denn die Zeit sei nur eine Illusion. Hat nicht jeder von uns schon einmal Siddhartas Gedanken gedacht oder seine Erfahrungen gemacht?
Tragisch sind einige Stellen der Erzählung, z.B. der Tod der einst so schönen Kurtisane Kamala, obwohl er in kurzen, schlichten, sogar etwas distanzierten Worten geschildert wird. Doch auch über diesen Passagen scheint ein unendlicher Trost zu liegen, denn die Grundaussage der Erzählung liegt in einer schier grenzenlosen Hoffnung. Nur einmal, als er vom Sohn verlassen wird, verliert Siddharta vorübergehend die Kontrolle über seine Gefühle, bis er erkennt, dass alles Leiden sich in neuer und doch immer wieder gleicher Form wiederholt, alles einem endlosen Kreislauf gleicht und die ganze Welt bereits in allem und jedem enthalten ist.
Der Grunderkenntnis Siddhartas, die er am Ende seines Weges dem alten Freunde Govinda mitteilt, kann ich mich ohne Weiteres anschließen: "Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie nicht zu verachten, sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können." Einfach, aber wahr, denn: "Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit". Die Liebe, zu der Siddharta schließlich fähig ist, hat jedoch etwas Vollkommenes, ist frei von Egoismus, Besitzdenken und blinder Leidenschaft. Somit schließt sich der Kreis.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ich, 29. Juli 2007
Siddharta ist auf der Suche. Nach dem eigenen Ich, Erkenntnis, Erfüllung, Glück. Auf seiner Suche probiert er viele Wege aus: Von der Askese bis hin zum Leben im Überfluss...Wird Siddharta sich selbst finden?

Ein Buch zum Genießen. Hermann Hesse lässt den Leser in einer wunderschönen Sprache an seiner Gedankenwelt teilnehmen. "Siddharta" ist kein Buch, das man mal so eben verschlingen kann. Es braucht Zeit die Geschichte aufzunehmen und zu verarbeiten und manchmal kann auch erneutes Lesen erforderlich sein. Vor allem das Ende hat mich persönlich sehr zum Nachdenken gebracht und ist mir trotzdem noch nicht ganz klar geworden. Dafür offenbart das Buch nach jedem neuen Lesen auch wieder neue Erkenntnisse, von denen ich persönlich einige als sehr hilfreich empfand, einige Ansätze jedoch gar nicht teilen kann.

All die Leser, die von der hektischen Welt einmal Abstand nehmen wollen und die Ruhe finden sich "dem Suchen" zu öffnen, werden es mögen.
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Siddhartha. Eine indische Dichtung
Siddhartha. Eine indische Dichtung von Hermann Hesse (Taschenbuch - 2003)
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