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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2009
Hätte das Buch den Untertitel "Eine kleine Kulturgeschichte der Popmusik in Deutschland, mit Schwerpunkt auf Gesellschafts- und Szenetänzen, ergänzt durch einige wenige Überlegungen zu Beat, Rock, Disco und Techno", dann wäre es der perfekte Lesestoff. Denn Peter Wicke führt ebenso kenntnisreich wie überraschend durch die Entwicklung, die von der Hausmusik des Bürgertums über Walzer und Tango bis hin zu Schlager und neusten Clubtendenzen führt. Auch wenn sich die Thesen häufig ähneln (immer wieder bricht sich in den neusten Tänzen der "Eros" Bahn), der Autor gelegentlich derart von seinem Thema mitgerissen wird, dass er von "der in anhaltenden Wiedervereinigungsritualen kopulierenden Nation um die Wende zu den neunziger Jahren" spricht, und die Beatles etwas arg plakativ auf die Entwicklung der Kategorie "Sound" reduziert bleiben, werden beeindruckend viele Fakten und Anekdoten auf den Tisch gelegt - Hintergrundinfos zu berühmten und weniger berühmten Bestechungsskandalen inklusive. Das ist unterhaltsam zu lesen, erfüllt aber nur bedingt die Erwartungen, die der Buchtitel eigentlich weckt. So bleibt Wicke eine Definition von "populärer Musik" bzw. "Popmusik" schuldig, engt das Blickfeld zu sehr auf die Entwicklung in Deutschland ein, streift Rock und Soul nur am Rande, sagt gar nichts über Volkslieder und Folksongs (immerhin wichtige Wurzeln der populären Musik) und vernachlässigt kulturgeschichtlich interessante Fragestellungen wie die nach den politischen Implikationen von Popmusik, der Bedeutung von Kleidungsstilen und -moden oder dem Verhältnis zwischen Textinhalten und gesellschaftlichen Entwicklungen. Vom "ersten Rockprofessor der Welt" (Buchwerbung) hätte man - jenseits der Respekt einflößenden Faktenfülle und spannend aufbereiteter Anekdoten - eine noch etwas differenziertere Darstellung erwartet. Fazit: Das Buch verspricht Pizza, liefert aber Lasagne. Immerhin stellt man, wenn man sich einlässt, ganz schnell fest: Die Lasagne ist auch nicht übel.
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2 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Dezember 2001
Gute und zum Zeit sehr lustige Darstellung früherer und heutiger Tanzsitten. Beschreibung, wie die Adligen zu den Bauernfesten gingen und dort "die Sau rausgelassen haben". Viele Beispiele für 40er bis 60er Schlagermusik. Lesenswert auch das letzte Kapitel über den Techno
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