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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einhörner in Tokyo
Eines ist klar: Das Buch erschließt sich dem Leser nicht sofort. Der geübte Murakami-Leser wird die eher surrealen, aber ganz lässig beschriebenen Aspekte der Geschichten (Einhörner, klar.) zunächst für sich genießen, und die zwei, kapitelweise jeweils alternierend erzählten, Geschichten neugierig verschlingen. Dann jedoch fallen...
Veröffentlicht am 14. Mai 2007 von Aufziehvogel

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Njääää ...
Inhalt
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„Hard Boiled Wonderland und das Ende der Welt“ gliedert sich in zwei Geschichten, die parallel erzählt werden. Dabei widmen sich die einzelnen Kapitel jeweils abwechslungsweise einer der beiden Geschichten, die auch typografisch in Form unterschiedlicher Schrifttypen unterscheidbar sind.

Die erste Geschichte (Das...
Veröffentlicht am 22. März 2013 von Mephitidas


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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einhörner in Tokyo, 14. Mai 2007
Eines ist klar: Das Buch erschließt sich dem Leser nicht sofort. Der geübte Murakami-Leser wird die eher surrealen, aber ganz lässig beschriebenen Aspekte der Geschichten (Einhörner, klar.) zunächst für sich genießen, und die zwei, kapitelweise jeweils alternierend erzählten, Geschichten neugierig verschlingen. Dann jedoch fallen einem Parallelen auf (eine liebenswerte, hübsche Bibliothekarin, besagte Einhörner, bestimmte Musikstücke) und man erkennt plötzlich die Zusammenhänge.

Ich habe das Buch neulich zum zweiten Mal gelesen und es hat mir noch besser gefallen als beim ersten Mal, da die Geschichte doch recht komplex ist und durch den Wiedererkennungseffekt gewinnt.

Der Protagonist von "Hardboiled Wonderland" ist der typische Murakami-Mann. Gebildet und abgeklärt, cool und unaufgeregt, ob er nun auf seinem Sofa sitzend der Demolierung seiner eigenen Wohnung zusieht, die rosarote Wäsche einer Bekannten im Waschsalon trocknen geht oder ein gepflegtes italienisches Abendessen mit der Bibliothekarin einnimmt. Mir hat das Lesen dieses Buches jedenfalls wieder Appetit auf Murakami gemacht und ich werde als nächstes nochmal "Mr. Aufziehvogel" lesen...
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblings-Murakami, 2. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
Haruki Murakami hat angeblich zwei Kurzgeschichten miteinander verschmolzen, um diesem Roman zu schaffen. Die zweisträngige Handlung ist in der Tat die große Attraktion dieser Story: Auf der einen Seite bahnt sich der Held mit einem Wissenschaftler und einem Mädchen einen Weg durch die schaurigen Katakomben von Tokyo, im Kopf ein fehlgeschlagenes wissenschaftliches Experiment, verfolgt von ekligen, schwarzen Viechern - und andererseits ist sein Traum-Alter-Ego in einer surrealen Stadt gefangen, in der es seines Schattens beraubt wird und, gebeutelt von Erinnerungsverlust, die Flucht plant.
Kann man sich eine verrücktere, spannendere Geschichte ausdenken? Besser gehts doch einfach nicht für einen Plot. Klar, dass die beiden Handlungsstränge auf einen gemeinsamen Höhepunkt zulaufen... Was wird passieren? Kann sich der Held retten? Bei Murakami ist das nun mal nicht abzusehen, und das ist gerade hier unheimlich spannend.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weichgekocht..., 28. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
"Hard boiled wonderland" war das erste Buch, das mir von Murakami in die Hände gefallen ist und neben "Mister Aufziehvogel" der wohl denkbar beste Einstieg in Murakamis Welt. Eine Welt voll von Eigenbrötlern mit sympathischen Macken mit denen man sich herrlich identifizieren kann.
Eigentlich wollte ich nach den ersten Seiten gleich wieder aufgeben, da ich dachte, dies sei wieder einer dieser pseudowitzigen Romane, vollgestopft mit pseudophilosophischen Metaphern, die sich der Autor mit aller Gewalt aus den Fingern gesogen hat. Als das nächtste Kapitel dann plötzlich auch noch scheinbar völlig zusammenhanglos darauffolgte, hätt ich das Buch beinahe verworfen - hätt ich nicht so gute Rezensionen gehört und gelesen.
Und Gott sei Dank hab ich weiter gelesen, denn was sich mir offenbarte war ein spannender, aufregender, humorvoller und melancholischer Roman, der meinem Gesicht die lustigsten Mimiken entlockte und stellenweise dafür sorgte, dass ich allein auf meiner Couch kicherte und gackerte.
Die beiden Handlungsstränge, die Anfangs nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, bescheren dem Leser - je weiter er vordringt - immer häuftiger Deja-vues, wie auch dem Protagonisten, dem man zu diesem Zeitpunkt bereits hoffnunglos verfallen ist. Die beiden Geschichten beginnen allmählich Fäden zu spannen und vernetzen sich immer dichter und dichter. Und herauszufinden, ob und wie die beiden Handlungen zusammenhängen, das sollte jeder Leser unbedingt herausfinden!
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Murakamis Bester, 18. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
Hard boiled wonderland kann getrost als Murakamis bester Roman bezeichnet werden. Zwei Handlungsebenen laufen nebeneinander ab, beide in eigenem sprachlichen Stil und beide aus einem anderen Genre. Hard boiled Wonderland ist typisch Murakami, wenn auch angereichert mit Science Fiction. Das Ende der Welt ist absolut dem Fantasy Bereich zuzuordnen. Aber auch Menschen, die weder Star Wars noch Herr der Ringe mögen müssen dieses Buch lesen. Nach und nach werden die Parallelen der beiden Handlungebenen mehr. Der Stil wird ähnlich und letztendlich wird der Zusammenhang auf grandiose Art und Weise aufgeklärt. Dieses Buch ist mit seinen Einhornschädeln, Mauern, Schwärzlingen, dicken rosa Frauen und dem sympathischen aber fremdgesteurten Hauptcharakter ein MUSS.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Japans coolster Exportartikel seit Sushi!, 3. September 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
Wir Menschen sind Bürger zweier Welten - das lehren alle Religionen seit Angedenken. Nur - so unterhaltsam, wie es Murakami in diesem melancholischen Parallelweltroman gelingt, hat es noch niemand darzustellen gewußt. Es käme nicht darauf an, hat Murakami einmal gesagt, daß man den Eingang in die geistige Welt findet, sondern man müsse vor allem wieder hinaus finden. Um hineinzukommen, benutzt der reine Tor in diesem Buch einen ganz gewöhnlichen Fahrstuhl. Er muß jedoch so manches Abenteuer bestehen und einige Schwierigkeiten überwinden, bevor er am Schluß die Fäden zwischen "Hard Boiled Wonderland" und dem "Ende der Welt" wieder verknüpfen kann. Das alles erledigt er fast beiläufig, mit einer abgeklärten Melancholie, die süchtig nach mehr Murakami macht. Ein Buch für Freunde von bizarren Szenarien und surrealen Begebenheiten, die mit dem augenzwinkernden Understatement eines wahren Genies vorgebracht werden. Murakami ist Japans coolster Exportartikel seit Sushi!
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haruki Murakamis wundersame Geschichte(n) ..., 9. Juni 2006
Haruki Murakamis wundersame Geschichte(n)...

Erfolg ist nicht kalkulierbar und gerade auf dem schier unüberschaubaren Literaturmarkt kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis sich dieser einstellt. Ist ein Breitenpublikum erreicht, möchte dieses vielfach auch die frühesten Arbeiten des Autors kennen lernen. Im Zeitalter des Internets und der Online-Auktionshäuser ist dies häufig kein Problem mehr - wenn man denn bereit ist, Höchstpreise zu zahlen. Eine dieser hoch gehandelten Raritäten ist die längst vergriffene Taschenbuchausgabe von Haruki Murakamis Doppelroman Hard-Boiled Wonderland und Das Ende der Welt", für die teils 3-stellige Beträge gezahlt und die auch jetzt noch bei Amazon mit Beträgen zwischen Euro 40 und 85 gehandelt wird und dies, obwohl im März 2006 eine hochwertige, optisch ansprechende und mit Lesebändchen versehene Neu-Auflage im Dumont Verlag erschienen ist.

Wie bereits in Wilde Schafsjagd" ist der Roman gespickt mit Versatzstücken aus den Fantasy- und Science-Fictiongenres sowie den typischen murakamischen Helden, die auf Grund ihrer Lonesome Rider-Mentalität" ohne weiteres dem Carverschen oder Chandlerschen und ihrer ironisch-skurril-naiven Weltsicht dem Irvingschen Universum entsprungen sein könnten; alles Autoren, deren Werke von Murakami ins japanische übertragen wurden und welche, nach eigenen Angaben, zu seinen Lieblingsautoren zählen.

... von Schlemihl und Alice

In Das Ende der Welt" begehrt der namenlose Ich-Erzähler Zutritt zu Der Stadt". Doch Der Wächter" lässt ihn erst durch, nachdem er ihm den Schatten genommen hat. In der Stadt hat niemand einen Namen, sondern wird gemäß seinem Beruf gerufen - das lesen alter Träume, die in der alten Bibliothek zu Hauf gelagert sind, wird seine Aufgabe sein. Sein zukünftiger Name - Traumleser. Als er am nächsten Abend seinen neuen Arbeitsplatz betritt, um mit seiner Aufgabe zu beginnen, erhält er kein Buch oder sonst wie geartetes Speichermedium, sondern den Schädel eines Einhorns, in dem die alten Träume gespeichert sind. Die Frau" zeigt ihm die Vorgehensweise des Traumauslesens und er macht sich an seine Aufgabe.

Hard-boiled Wonderland" ist in einem Zukunftsszenario angesiedelt. Auch hier geht es um gespeicherte Daten, deren Schutz und Verwendbarkeit. Der Ich-Erzähler ist ein so genannter Kalkulator, der hochsensible Daten nur mit reiner Gehirntätigkeit und nur einem ihm bekannten Code chiffriert, so dass diese für unbefugte Dritte unlesbar werden. Zwei konkurrierende Organisationen möchten gerne das Monopol über den Handel mit Daten erlangen. Zum einen Das System", eine halbstaatliche Institution, die sich durch den Zusammenschluss privater Firmen entstand. Und zum zweiten Die Fabrik", ein dubioses Netzwerk, strukturell der Mafia nicht unähnlich, für das so genannte Semioten, abgeworbene Kalkulatoren und Schwärzlinge arbeiten und welche die gestohlenen und dechiffrierten Daten gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt an den Höchstbietenden verhökern.

Der aktuelle Auftrag des Protagonisten ist besonders brisant und beim Abschied vom Auftraggeber, einem Biologen, überreicht er diesem ein Geschenk mit der Bedingung, dieses erst zu Hause auszupacken. Zur Überraschung des Erzählers entpuppt sich das Geschenk als Schädel eines Säugetieres, welches in keine bekannte Klassifikation fällt. Recherchen in einer Bibliothek ergeben ein erstaunliches Ergebnis: es ist der Schädel eines Einhorns.

Das System ist schuld

Murakamis Romane sind von einer unbeschreiblichen Leichtigkeit; er ist ein Meister darin, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, ohne den Leser zu ermüden. Kaleidoskopisch tauchen bereits in diesem frühen Werk viele Ansätze auf, die er in späteren Werken, speziell Mister Aufziehvogel" und Kafka am Strand", zur Meisterschaft führt. Dabei ist der Einfluss von Klassikern der Weltliteratur sowie religiösen Anleihen bei vielen Weltreligionen unübersehbar. Auch die Vielseitigkeit seiner Szenarien, in welchen er mühelos Elemente der Mystik, des Kriminalromans sowie des klassischen Film Noirs mit präzisen Kenntnisse der Jazz-Musik-Szene mischt und in kurzen, prägnanten und scheinbar eindeutigen Formulierungen zum Ausdruck bringt, ist einzigartig. Doch literaturwissenschaftliche Betrachtungen seien hier nur am Rande erwähnt. Wesentlich wichtiger ist, dass es einfach Spaß macht, Hard-boiled Wonderland..." zu lesen; über oder mit den agilen Protagonisten zu lachen, zu weinen, zu trauern; voller Vorfreude die nächste Seite umzublättern, gespannt darauf, welche aberwitzigen, skurrilen und/oder phantastischen Einfälle sich der Autor noch hat einfallen lassen; an den Fingernägeln zu kauen vor Aufregung darüber, zu erfahren, ob die böse mafiöse Fabrik ihr Ziel erreicht oder ob unser Held - vielmehr Antiheld - das Ärgste verhindern kann - oder ist das System an allem Schuld? Freunde dichter Szenarien sowie Anhänger von Murakami oder Yoshimoto kommen ohnehin nicht um dieses Buch herum. Doch auch aufgeschlossene Liebhaber der Werke von Paul Auster oder John Irving werden an diesem Roman ihre helle Freude haben.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios, 28. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
Selten, wirklich sehr selten hat mich ein Buch so begeistert, wie dieses! Zwei Geschichten laufen scheinbar ohne Zusammenhang nebeneinander her - und sind doch Teile des Ganzen. Eine faszinierende Science-Fiction-Story auf der einen und eine kafkaeske Erzählung auf der anderen Seite laufen immer mehr aufeinander zu. Lange Zeit wird der Leser im Dunkeln gehalten und hat das Gefühl, nicht zu verstehen, worum es geht. Trotzdem passt am Ende alles zusammen!
Völlig unverständlich, warum dieses literatische Meisterwerk derzeit nicht verlegt wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal etwas anderes..., 15. November 2009
Leider ist es so, daß der Klappentext den Inhalt des Buches nur unzureichend beschreibt. Allerdings ist es auch schwer in ein paar Sätzen zu beschreiben, worum es in dem Roman geht. Man müßte ziemlich weit ausholen und würde dabei verraten was im Laufe des Buches passiert.

Aber man kann zumindest sagen, daß es eine Hauptperson gibt, der die Handlung als Ich-Erzähler wiedergibt. In der Geschichte existieren zwei Welten. Einmal "Hard-boiled Wonderland" und "Das Ende der Welt". Die Hauptperson ist in der ersten Welt ein Kalkulator, der durch reines Kopfrechnen, geheime Daten entschlüsseln kann. In der anderen Welt, die ziemlich abgedreht ist, wird der Hauptperson zuerst der Schatten genommen und dann muß er alte Träume in einer Bibliothek lesen.

Irgend wie hängen diese beiden Welt zusammen und es wird im Laufe des Buches immer wieder zwischen ihnen hin und her gesprungen. Man kann schon sagen, daß das Buch sehr "abgedreht" ist. Aber gerade deshalb ist es mal etwas anderes und man weiß nicht sofort was passiert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 23. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Taschenbuch)
Irgendwie kann ich die Kritik nach Science Fiction zwar verstehen von h.pedders... doch dieser futuristische plot (er mag leichte Schwächen haben, ist allerdings sehr genau durchdacht und intelligent konstruiert) ist gar nicht so entscheidend für das gesamte Buch, es sind die Gedanken zum Leben, die Ideen, die Meinungen, Stimmungen, von denen das Buch lebt, natürlich auch ein wenig die Spannung des Plots und die Verknüpfung der zwei Welten. Und sicher: Man sollte am Nicht-Alltäglichen, am Verträumten und Melancholischen schon Interesse haben...dann ist es wirklich faszinierend, und ich kann nur bestätigen: einmal angefangen kann man es fast nicht mehr aus der Hand legen - und das passiert mir wahrlich selten. Auch wenn die deutsche Übersetzung die ein oder andere Schwäche zeigt, rein stilistisch, es blitzt immer wieder Murakamis Talent für gelungene Vergleiche und feine Formulierungen durch. Herrlich wie er schreibt: "als der Kellner..ehrfürchtig wie der kaiserliche Hoforthopäde, der den Kronprinzen wegen einer Verrenkung zu behandeln hat, den Wein entkorkte und einschenkte." Klasse! Ärgerlich an diesem Buch sind nur die Covertexte, Zitate aus der "Süddeutschen" und dem "Spiegel", die dem Inhalt überhaupt nicht gerecht werden. "Sie bestehen Abenteuer, die man auch von Stpehen Kings Figuren erwarten würde", vor allem aber:der "coole Held" oder "hirnmanipulierte Yuppie", "eine literarische Jukebox..:easyrider in Tokio" was für ein Blödsinn!! Man lasse sich davon nicht irritieren. Die vielen Musik- und Videozitat sind im übrigen ganz nett und passen gut als Kontrast, ich sehe sie allerdings als nicht so wichtig für das Buch an, nettes Beiwerk. Dennoch ist das Buch am Ende einfach faszinierend und die optimistische Melancholie befällt einen selbst. Lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 31. Oktober 2010
Während der Leser noch versucht, die Gesetzmäßigkeiten, die Murakamis Geschichte zugrunde liegen, zu entschlüsseln, hat dieser ihn längst ein weiteres Mal tief in eine Welt der Faszination gezogen, die ihn das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. "Murakami macht süchtig" - ja, da kann ich nur zustimmen, auch dieses Buch von ihm habe ich aufgesogen, in der Hoffnung, es möge nie enden, den die Welt von Murakami ist unendlich, nur seine Geschichten sind es (leider) nicht. Im Moment kenne ich keinen Autor, der ihm das Wasser reichen könnte... es stimmt einfach alles, Murakami nimmt den Leser von Anfang an mit seinem Erzählstil voll in Beschlag, wer nicht schon nach den ersten drei Seiten in der Person des Protagonisten steckt, dem bleiben höchstens noch weitere zwei Seiten, um das Buch noch aus der Hand zu legen, spätestens dann ist es um ihn geschehen ;-) - wunderbar!
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Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt
Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt von Jürgen Stalph (Taschenbuch - 2000)
Gebraucht & neu ab: EUR 5,88
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