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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anstelle des Fremden finden wir nur uns selbst
"Das Fiasko " ist in meinen Augen einer der besten Romane zum Thema "Kontakt", der jemals geschrieben wurde.
Ich möchte die Handlung nicht noch mal durchkauen, das wurde bereits in den anderen Rezessionen erledigt, sondern jedem der das Buch bis zu Ende gelesen hat empfehlen, es noch mal zu tun, mit dem Wissen das er nach der Lektüre hat.
Ich finde es...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Michael Wagner

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht - aber auch nicht gut
Ich habe in meiner Jugend ein paar von Stanislaw Lems Geschichten gelesen, die mir (damals) sehr gut gefallen haben. Das war schon ein deutlich anderes Niveau als die Masse der Sci-Fi-"Literatur" ohne nennenswerten Anspruch, die damals wie heute den Markt flutet.
Das gleiche lässt sich durchaus auch über dieses Buch sagen, und es ist gewiss selbst kein...
Vor 14 Monaten von BvE veröffentlicht


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht - aber auch nicht gut, 6. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Ich habe in meiner Jugend ein paar von Stanislaw Lems Geschichten gelesen, die mir (damals) sehr gut gefallen haben. Das war schon ein deutlich anderes Niveau als die Masse der Sci-Fi-"Literatur" ohne nennenswerten Anspruch, die damals wie heute den Markt flutet.
Das gleiche lässt sich durchaus auch über dieses Buch sagen, und es ist gewiss selbst kein "Fiasko". Ein gutes Buch ist es aber in meinen Augen eindeutig nicht.

Dazu liest es sich zu dröge, wegen der allgegenwärtigen philosophischen Betrachtungen, die zu langatmigen Monologen (des Autors) ausufern, der dürftigen Charakterisierung der Hauptfiguren, den selbstgefälligen Latein-Sinnsprüchen und der anstrengend herbeifabulierten Zukunftstechnologie - anstrengend daran finde ich, wie unter Verwendung zahlreicher Fremd- und wissenschaftlich anmutender Fantasiewörter diese Technologie einerseits als selbstverständlich vorhanden dargestellt wird, andererseits dann doch wieder seitenlange Detailschilderungen die Abläufe nachvollziehbar machen sollen. Was bei mir nur begrenzt Erfolg gezeitigt hat.

Man kann all das sicherlich auch genau gegenteilig bewerten, es als das Besondere des Romans preisen, als das, was sein hohes Niveau ausmacht. Ich meine hingegen, dass es nicht reicht, sich in den Ausdrucks- und Stilmitteln von der Masse zu unterscheiden. Die Art und Weise, wie das geschieht, muss den Leser auch mitnehmen bzw. mitziehen. Und das gelingt hier nicht richtig - bei mir persönlich jedenfalls nicht.

Und wie sieht's mit der Geschichte aus, mit deren zweifellos tiefgründigen philosophischen Dimension?

Ich schätze, man muss die ziemlich pessimistische Sicht der Menschheit (und hochentwickelter Lebewesen generell), die Lem hier entfaltet, im zeitgeschichtlichen Kontext sehen, dem vom Ende der 1980er Jahre. Als es schien, wir müssten bis in alle Ewigkeit mit der Drohung des globalen nuklearen Holocaust leben. Gefangen in einer Logik der wechelseitigen militärischen Hochrüstung und Abschreckung.

Zwar haben die Nachfahren von uns heutigen Menschen, die in 'Fiasko' unter gigantischem Aufwand zu einer Expedition aufbrechen, um mit einer außerirdischen Intelligenz Kontakt aufzunehmen, ganz offenbar nationalistische und ideologische Konflikte weitestgehend überwunden. Die Erfahrungen ihrer jahrtausendelangen Vorgeschichte scheinen ihr Denken trotzdem noch tiefgreifend zu prägen.

[Achtung: leichte SPOILER]
Wie sonst wäre zu erklären, mit welcher Anmaßung sie die rätselhaften Zustände auf dem fremden Planeten nach menschlichen Mustern deuten? Und noch viel wichtiger: Warum sie sich zu einer ungeheuerlichen Eskalation der Mittel hinreißen lassen, bei ihren Versuchen, mit den Außerirdischen in Kontakt zu treten?

Die mutmaßlichen Schwierigkeiten, mit einer Alien-Intelligenz zu kommunizieren, die sich in einer womöglich gänzlich anders verlaufenen Evolution herausgebildet hat, werden hier durchaus gelungen aufgezeigt. Damit habe ich kein Problem.
Was ich jedoch für eindeutig unglaubwürdig, für weit überzogen halte, das ist besagte Eskalation, die von vermeintlich brillanten Wissenschaftlern, den allerbesten Köpfen jenes zukünftigen Menschenvolks, herbeigeführt wird. Und die schlussendlich zu dem titelgebenden Ergebnis führt ...
[/SPOILER-Ende]

Somit basiert die Quintessenz des Buches auf einem in meinen Augen absurden Handlungsverlauf. Absurd aus heutiger Sicht, wohlgemerkt; zur Entstehungszeit gab es vielleicht gute Gründe, sich menschliches Verhalten so unverbesserlich auszumalen.

----

Fazit: "Interessant" für den, der von Sci-Fi nicht nur kurzweilig unterhalten werden will - bestimmt. "Genial", wie manche Rezensenten meinen, ist das Ganze aber aus meiner Sicht auf gar keinen Fall. Und das nicht nur wegen der fragwürdigen Kern-Handlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und intelligent, 29. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Fiasko erschien 1986 in der deutschen Übersetzung (Volk und Welt, DDR; Fischer Verlag, Bundesrepublik). Damals gekauft habe ich es unlängst aus dem Schrank geholt um es noch einmal zu lesen.

Lem gehört zu den Autoren, die Science-Fiction als literarisches Stilmittel für philosophische Überlegungen nutzen.

In Fiasko schildert er das Szenario der Kontaktaufnahme zu einer fremden Intelligenz in einem entfernten Sonnensystem. Wie kann mit Wesen einer fremden Denkweise kommuniziert werden, die dies - warum auch immer - womöglich gar nicht wollen? Als Folge läuft manches anders ab als erwartet und der Buchtitel wird zum Programm. Lem nutzt die Geschichte zu einer pessimistischen Warnung möglicher gesellschaftlicher Fehlentwicklungen vor dem Hintergrund des damals aktuellen kalten Krieges.

Glücklicherweise erscheint Fiasko heute noch in Neuauflage; der Roman ist spannend und intelligent. Empfehlenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Missraten und dennoch empfehlenswert, 15. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Die Zwei- Sterne- Bewertung wird diesem Buch nicht gänzlich gerecht. Aber als alter Fan der Lemschen Science Fiction muss ich leider den naheliegenden Witz bringen, denn: Dieses Buch ist wirklich ein Fiasko. Und das Tragische daran ist: Die letzten 50 Seiten gehören zum Spannendsten, was ich je gelesen habe. Vom Ende her betrachtet kühlt sich die Sache allerdings rasant ab, und die ersten 200 Seiten des Buches sind schlichtweg zum Vergessen. Ich persönlich war nur in der Lage, diese zu bewältigen, indem ich eine Technik des Schnelllesens, und Herausfilterns des Wesentlichen anwandte. Und das Wesentliche ist, dass dieser Teil des Buches eben unwesentlich ist, gänzlich unerheblich, zur eigentlichen Handlung wird hier rein gar nichts beigetragen, öde Beschreibungen von Landschaften, Gesteinsformationen und letztlich profanen technischen Vorgängen reihen sich endlos aneinander.

Im zweiten Teil kann man die Lesegeschwindigkeit dann zunehmend drosseln, was allerdings den Nachteil hat, dass man um einiges mehr von Lems bemüht (um nicht zu sagen pseudo-) intellektuellem Jargon mitbekommt, als man ohnehin schon ertragen musste (lateinische Floskeln, sichtlich nur zum Selbstzweck eingebrachte Fremdwörter und Ähnliches). Was anderswo den für Lem so typischen Charme und Sprachwitz ausmacht, ist hier bloß unverhohlene und obendrein misslungene Selbstdarstellung.

Kurz: Auf einem Drittel der Länge hätte "Fiasko" zum Meisterwerk geraten können, so bleibt es im Gesamten betrachtet doch eher ein tragisches Ärgernis.
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5.0 von 5 Sternen Toller Roman von Stanislaw Lem - Ein echter Klassiker!, 3. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Fiasko: Roman (Kindle Edition)
Stanislaw Lem zu lesen ist ein wirkliches Erlebnis. Seine Sprache ist eine Klasse für sich. Da ist es unerheblich, dass die Handlung von der Gegenwart in ihrer technischen Entwicklung zum Teil überholt wird. Die erzeugte Spannung reißt zu keiner Zeit ab, der Handlungshöhepunkt endet meist nicht im "Happy End" (wie bei üblicher Science Fiction) sondern bemüht unseren Intellekt zu philosophischer Betrachtungsweise.
Bei dieser Qualität bleibt nur eine Entscheidung ... 5 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Auch heute noch modern, 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Der Roman zeigt sehr gut, wie eigentlich gute Absichten ins Gegenteil umschlagen können. Es prallen durch Zufall zwei Kulturen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch Misstrauen und wechselseitige Fehlinterpretation der Handlungen des jeweils Anderen kommt es schließlich zur Vernichtung einer ganzen Welt.
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5.0 von 5 Sternen S. Lem. Fiasko, 19. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Lesevergnügen pur, wenn man nicht einen reinen Sci-Fi Roman lesen, sondern auch ein bisschen in mögliche Bewegründe der einzelnen Protagonisten eintauchen möchte, die sich nicht zuletzt auch psychologische und philosophischen Gedanken über ihr Handeln machen.

In der Geschichte geht es mit eine gewollte Kontaktaufnahme einer ausserirdschen Zivilisation, die partout nicht gelingen möchte, auch wenn man sich noch so sehr bemüht. Schlußendlich versucht man den Kontakt zu erzwingen, aber das hat ungeahnte und weitreichende folgen.
Sehr empfehlenswert.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Sciene unterbrochen von Fiction, 8. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Die unzähligen Space Operas und der übermäßige Konsum von Trivialliteratur müssen mich mittlerweile komplett versaut haben. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen kann. Ja, die Handlung ist spannend, interessant und tiefgründig, aber sie wird immer wieder von seitenlangen philisophischen Abhandlungen und wissenschaftlichen Einordnungen unterbrochen, die mir die Freude an dem Buch verdorben haben - da hatte ich z.B. durch die Lektüre der Sterntagebücher (Sterntagebücher (suhrkamp taschenbuch)) vermutlich eine falsche Erwartungshaltung. Dem Buch fehlt der Charme, der Witz, die Ironie und der Sarkasmus anderer Werke völlig und bleibt durchgängig vollkommen ernst.
Für meinen Geschmack, kommt jedenfalls die Handlung und das (eigentlich immense) erzählerische Potenzial dieses Romans im Vergleich zu den wissenschaftlichen Aspekten viel zu kurz.

Natürlich spielt die Wissenschaft in diesem Buch eine ganz elementare Rolle, denn wir verfolgen (leider erst sehr spät im Buch) vor allem die Insassen des kleinen Erkundungsraumschiffes Hermes, das sich einem fremden Planeten nähert, der von einer völlig unbekannten Spezies bewohnt wird. Die Besatzung versucht mit den Aliens in Kontakt zu treten. Hierbei bemühen sich die Wissenschaftler an Bord, unbekannte Wesen, eine völlig fremdartige Gesellschaft, die sie nicht kennen und die ihre ganz eigenen (Natur-)Gesetze hat, anhand von irdischen Theorien, Modellen und Erkenntnissen zu erklären, was letztendlich scheitern muss.
Der Roman wird dem Anspruch an einen SCIENCE Fiction damit mehr als gerecht, aber für mich wirkt das Werk unausgewogen, weil die spannende, interessante Handlung im Vergleich zu den wissenschaftlichen Hintergründen viel zu kurz kommt. Ich hätte z.B. mehr zu der Frage der Identität von Tempe erwartet, nachdem sich die ersten 100 Seiten (und damit fast ein Viertel des Buches) nur um den verunglückten Piloten Parvis und den Wiedererweckten Tempe drehen.

Und jetzt muss ich noch ein wenig spoilern:
Die in zwei Sätzen auf dem Buchrücken beschriebene Handlung spielt sich eigentlich erst im letzten Viertel des Buches ab. Nachdem die Besatzung der Hermes lange vergeblich versucht, die Aliens zu kontaktieren, kommt deren erste Antwort erst etwa 60 Seiten vor dem Schluss - und dann in klarer Telegrammstil-Schrift, was mir etwas unglaubwürdig erscheint. Das "kosmische aneinander Vorbeireden" ist eigentlich gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Besatzung mehr ÜBER die Aliens spekuliert und redet, als MIT ihnen.

Fazit:
Fiasko mag aus wissenschaftlicher Sicht hohen Ansprüchen genügen und regt tatsächlich zum Nachdenken an. Als Leser, der aber auch den Anspruch hat, unterhalten zu werden, hat mir das Buch aufgrund der Unausgewogenheit zwischen Science und Fiction nicht besonders gefallen.
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht völlig überzeugend ..., 15. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Vor kurzem habe ich meine Jugendvorliebe für Stanislaw Lem wiederentdeckt und nun - nach "Solaris" und "Die Stimme des Herrn" mich erneut dem "Fiasko" gewidmet. Ich muß sagen, ich mag Lem; er ist so ganz anders als übliche SciFi-Autoren, viel philosophischer und an allgemeinen Erkenntnisfragen interessiert. Trotzdem steigerte sich beim Lesen von "Fiasko" bei mir ein deutliches Unbehagen. Zum einen startet der Roman mit einer ganz eigenen Geschichte eines tödlich verunglückenden Piloten, der für die Zukunft eingefroren und später an der Expedition zur Quinta, einem Planeten mit intelligenten Bewohnern, teilnehmen wird. Doch nachdem man sich da etwas mühselig hineingelesen hat, muß man feststellen, daß diese Geschichte im weiteren Verlauf des Buches kaum noch eine Rolle spielt. Zum anderen bleiben alle Charaktere des Buches überhaupt ziemlich schematisch - eine dröge Männerrunde auf einem Hightech-Raumschiff, die zusammen mit einem Super-Computer ihren Technik-Scheiß hoch und runter onanieren. Es gehört nicht gerade zu den Stärken des Buches, wenn sich Lem immer wieder in technische Spintisierereien verliert und versucht, eine Physik der Zukunft und ihre technologischen Resultate glaubhaft zu erörtern.

Dagegen führt er ziemlich genial vor, wie die eigenen, typisch anthropozentrischen Vorstellungen und Sichweisen auch zwanghaft die Realität im fernsten Weltall prägen, sodaß die Expedition mit ihrer von der menschlichen Geschichte geprägten Ideenwelt (Krieg, feindliche Mächte, Intrigen, Territorialkonflikte usw.) sich nicht wirklich auf das Fremde und Unbekannte einlassen kann. Nach und nach findet man eigentlich jeden bescheuert von der Crew, Doktor Gerbert vielleicht ausgenommen, erstrecht wenn alle nur noch darüber nachdenken, mit welchen gewaltsamen Mitteln der Kontakt doch noch erzwungen werden kann. Während sie eine tödliche Katastrophe nach der anderen auf dem Planeten anrichten, erörtern sie scheinheilig und selbstgerecht die "Schuld" der Quintaner, die sich ja dem Kontakt mit den großartigen Helden von der Erde verweigern und deswegen alles erdulden müssen, sogar die komplette Zerstörung ihres Mondes. Das die Menschen im Wahn und komplett auf dem Holzweg sind, zeigt die Pointe auf den letzten zwei Seiten des Buches, die man gewiß nicht als Happy End bezeichnen kann und die überzeugend demonstriert, daß ein Haufen sich vernünftig und wissenschaftlich gebärdender, in Wirklichkeit aber bis zum Abwinken aggressiver Primaten durch die abgefahrenste Hypertechnik der Zukunft nicht automatisch vollkommener, reifer, entspannter oder einfach nur klüger wird. Hier liegt der eigentliche Kern des Romans und hier hätte er gut und gern mehr Psychologie und weniger Technologie vertragen.
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1.0 von 5 Sternen dieses ist das erste werk, 13. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
herrn lem, welches ich nicht zu ende gelesen habe. der titel hätte mich warnen sollen, denn er verspricht , was das buch hält, nämlich ein schriftstellerisches fiasko. schade ums papier.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende, intelligente ScienceFiction, 14. Januar 2010
Von 
Maik Hoffmann (Zwickau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Ich würde sagen, diese Geschichte ist typisch für Lem. Sehr intelligente ScienceFiction, und noch dazu hoch spannend. Zudem bietet sie auch noch einige Elemente der SpaceOpera: bizarre Landschaften und Planeten, futuristische Maschinenkolosse, gigantische Raumschiffe und auch Raumschlachten.
Das Buch beschreibt den Versuch der Menschheit, über alle physikalischen und astronomischen Hindernisse hinweg, den Kontakt zu einer fremden Zivilisation aufzunehmen. Angekommen beim Planeten der fremden Wesen zeigt sich aber zunehmend, dass diese keinen Kontakt wünschen. Die Mittel der Menschen, die Fremden zum Kontakt zu zwingen, werden dabei zunehmend drastischer. Immer mehr drängt sich die Frage nach dem Sinn des ganzen Unternehmens auf, das zuletzt doch in einem Fiasko enden wird.
Lem schafft es, die Spannung bis zur letzten Seite zu steigern. Wer intelligente ScienceFiction mag, und sich vielen astronomischen und technischen Fachausdrücken nicht abschrecken lässt (diese dienen eher als Mittel zum Zweck), der ist mit diesem Buch sehr gut beraten.
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Fiasko
Fiasko von Stanislaw Lem (Taschenbuch - 20. November 2000)
EUR 14,00
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