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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anstelle des Fremden finden wir nur uns selbst
"Das Fiasko " ist in meinen Augen einer der besten Romane zum Thema "Kontakt", der jemals geschrieben wurde.
Ich möchte die Handlung nicht noch mal durchkauen, das wurde bereits in den anderen Rezessionen erledigt, sondern jedem der das Buch bis zu Ende gelesen hat empfehlen, es noch mal zu tun, mit dem Wissen das er nach der Lektüre hat.
Ich finde es...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Michael Wagner

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht - aber auch nicht gut
Ich habe in meiner Jugend ein paar von Stanislaw Lems Geschichten gelesen, die mir (damals) sehr gut gefallen haben. Das war schon ein deutlich anderes Niveau als die Masse der Sci-Fi-"Literatur" ohne nennenswerten Anspruch, die damals wie heute den Markt flutet.
Das gleiche lässt sich durchaus auch über dieses Buch sagen, und es ist gewiss selbst kein...
Vor 20 Monaten von BvE veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins der besten Bücher von Lem, 8. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Wieder einmal widmet sich Lem dem "ersten Kontakt" zwischen Menschen und Ausserirdischen. Dabei revidiert er viele Ansichten aus seinem früheren Roman "Gast im Weltraum". Noch im kalten Krieg entstanden, widmet sich das Buch tiefgründig der Frage, wie ein erster Kontakt mit einer militärisch gespaltenen Welt zustandekommen oder scheitern kann. Eins der besten Bücher, die bisher zu diesem Thema geschrieben wurde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen S. Lem. Fiasko, 19. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Lesevergnügen pur, wenn man nicht einen reinen Sci-Fi Roman lesen, sondern auch ein bisschen in mögliche Bewegründe der einzelnen Protagonisten eintauchen möchte, die sich nicht zuletzt auch psychologische und philosophischen Gedanken über ihr Handeln machen.

In der Geschichte geht es mit eine gewollte Kontaktaufnahme einer ausserirdschen Zivilisation, die partout nicht gelingen möchte, auch wenn man sich noch so sehr bemüht. Schlußendlich versucht man den Kontakt zu erzwingen, aber das hat ungeahnte und weitreichende folgen.
Sehr empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Roman von Stanislaw Lem - Ein echter Klassiker!, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko: Roman (Kindle Edition)
Stanislaw Lem zu lesen ist ein wirkliches Erlebnis. Seine Sprache ist eine Klasse für sich. Da ist es unerheblich, dass die Handlung von der Gegenwart in ihrer technischen Entwicklung zum Teil überholt wird. Die erzeugte Spannung reißt zu keiner Zeit ab, der Handlungshöhepunkt endet meist nicht im "Happy End" (wie bei üblicher Science Fiction) sondern bemüht unseren Intellekt zu philosophischer Betrachtungsweise.
Bei dieser Qualität bleibt nur eine Entscheidung ... 5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch heute noch modern, 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Der Roman zeigt sehr gut, wie eigentlich gute Absichten ins Gegenteil umschlagen können. Es prallen durch Zufall zwei Kulturen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch Misstrauen und wechselseitige Fehlinterpretation der Handlungen des jeweils Anderen kommt es schließlich zur Vernichtung einer ganzen Welt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Missraten und dennoch empfehlenswert, 15. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Die Zwei- Sterne- Bewertung wird diesem Buch nicht gänzlich gerecht. Aber als alter Fan der Lemschen Science Fiction muss ich leider den naheliegenden Witz bringen, denn: Dieses Buch ist wirklich ein Fiasko. Und das Tragische daran ist: Die letzten 50 Seiten gehören zum Spannendsten, was ich je gelesen habe. Vom Ende her betrachtet kühlt sich die Sache allerdings rasant ab, und die ersten 200 Seiten des Buches sind schlichtweg zum Vergessen. Ich persönlich war nur in der Lage, diese zu bewältigen, indem ich eine Technik des Schnelllesens, und Herausfilterns des Wesentlichen anwandte. Und das Wesentliche ist, dass dieser Teil des Buches eben unwesentlich ist, gänzlich unerheblich, zur eigentlichen Handlung wird hier rein gar nichts beigetragen, öde Beschreibungen von Landschaften, Gesteinsformationen und letztlich profanen technischen Vorgängen reihen sich endlos aneinander.

Im zweiten Teil kann man die Lesegeschwindigkeit dann zunehmend drosseln, was allerdings den Nachteil hat, dass man um einiges mehr von Lems bemüht (um nicht zu sagen pseudo-) intellektuellem Jargon mitbekommt, als man ohnehin schon ertragen musste (lateinische Floskeln, sichtlich nur zum Selbstzweck eingebrachte Fremdwörter und Ähnliches). Was anderswo den für Lem so typischen Charme und Sprachwitz ausmacht, ist hier bloß unverhohlene und obendrein misslungene Selbstdarstellung.

Kurz: Auf einem Drittel der Länge hätte "Fiasko" zum Meisterwerk geraten können, so bleibt es im Gesamten betrachtet doch eher ein tragisches Ärgernis.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen von Lem nur das Beste, 13. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Wer Lem kennt, kennt auch Pirx...
Ich fand es ungeheuer rührend, das Lem diesem von Ihm so detailreich entwickelten Charakter in diesem Buch noch einen Auftritt verschaffte. Gut möglich das dieser sogar der Protagonist des eigentlichen Abenteuers ist, denn in der sehr packenden Vorgeschichte zum eigentlichen Roman werden 2 Piloten, Parvis und Pirx, von einander unabhängig (der eine aus Abenteuerlust und Wagemut, der andere aus Pflichtgefühl) in einen schweren Unfall verwickelt. Nach vielen Jahren wird einer der beiden, schockgefroren aber lebendig geborgen. Unglücklicherweise ist eine Identifikation nicht einwandfrei möglich. Man bleibt darüber im Unklaren wer nun zur Expedition stößt, die eine Kontaktaufnahme mit einer fremden Zivilisation anstrebt.
Das Buch zeigt sehr klar auf, welche unbegreiflichen Hürden eine Welt überwinden muss, um einer anderen zu begegnen. Denn deren Existenzen gleichen einem kurzen Funken in ewiger Dunkelheit. Kaum entdeckt, sind sie wieder verloschen.
Die Bewohner des Raumschiffes, welches wissenschaftlich streng durchdacht ist(Lem unterlaufen bei derlei Trivialitäten einfach keine Fehler) scharf umrissene Charaktere mit angenehmer Tiefe, jedoch nicht so tief als dass sie vom Kernthema ablenken könnte, zeichnen sich durch diverse unterschiedliche Weltsichten aus. Der sonst eher atheistische Grundton in Lems Büchern wird auch hier spürbar, doch verschließt er auch Religionen und weitreichenden Philosophien nicht die Tür. Auf dem langen Flug zur Quinta, die angeflogene Sonne, bleibt genug Zeit für den Leser, Zeit zum lernen, zum Spekulieren und seine vorgefertigten Ansichten mehrfach zu revidieren.
Doch das größte Hindernis bleibt nicht der Flug, die feindliche Umgebung des Alls oder die Zeit die vergeht, bis man hoffentlich zur Erde zurückkehrt. Die Kontaktaufnahme mit einer Zivilisation, die nicht den Wunsch hegt kontaktiert zu werden, stellt eine praktisch nicht zu bewältigende Herausforderung dar. Doch da dies u.U. die einzige Möglichkeit für das Treffen mit einer fremden Rasse darstellt, die sich der Menschheit je bieten wird, kann die Besatzung nicht einfach den Rückweg antreten. Letztendlich zeigen sich nur immer mehr Fragen zum Thema Menschlichkeit auf. Die Mittel zur "Kontaktaufnahme" werden heftiger und man stürzt sich (oft auch aus Unverständnis der Technolie, politischer Verhältnisse oder dem Unwillen zum Kontakt) von einem Extrem ins andere. Zu spät wird selbstreflektiert. Die Erkenntnis, dass das Unternehmen von Anbeginn zum Scheitern verurteilt war wird beim Leser jäh verdrängt als das eigentliche FIASKO eintritt.

Ein Rezensent beklagt den angeblichen Religionshang Lems in diesem Buch, ich denke er versteht nur nicht, dass die von Ihm geschilderte Menschheit, wie auch Lem selbst, gewachsen ist. Lem war immer ein Philosoph, und er lässt einen nur erahnen welche Gedanken in seinem genialen Kopf ruhten. 'Fiasko' ist eines der besten Bücher die ich von Lem lesen durfte (es rangiert, allein aus Sympathie für seine Romanfigur Pirx allerdings noch hinter den Ihn behandelnden Romanen zb. Test, oder Pilot Pirx:Erzählungen) jedoch ist es auch unbarmherzig ehrlich. Die Menschen werden immer Menschen sein. Sie werden die Welt immer aus Ihren Augen sehen.

Unbedingt kaufen, lesen und sorgsam behandeln :-)
Wer etwas mehr Action mag, aber auf den Zeigefinger der Moral nicht verzichten möchte, sollte sich auch den Doppelroman von Arne Sjöberg "Die stummen Götter" und "Andromeda" zulegen. Auch hier geht es um die Kontaktaufnahme zu einer fremden Zivilisation. Unterhaltsam und überraschend. Phantastisch und auch moralisch durch und durch.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende, intelligente ScienceFiction, 14. Januar 2010
Von 
Maik Hoffmann (Zwickau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Ich würde sagen, diese Geschichte ist typisch für Lem. Sehr intelligente ScienceFiction, und noch dazu hoch spannend. Zudem bietet sie auch noch einige Elemente der SpaceOpera: bizarre Landschaften und Planeten, futuristische Maschinenkolosse, gigantische Raumschiffe und auch Raumschlachten.
Das Buch beschreibt den Versuch der Menschheit, über alle physikalischen und astronomischen Hindernisse hinweg, den Kontakt zu einer fremden Zivilisation aufzunehmen. Angekommen beim Planeten der fremden Wesen zeigt sich aber zunehmend, dass diese keinen Kontakt wünschen. Die Mittel der Menschen, die Fremden zum Kontakt zu zwingen, werden dabei zunehmend drastischer. Immer mehr drängt sich die Frage nach dem Sinn des ganzen Unternehmens auf, das zuletzt doch in einem Fiasko enden wird.
Lem schafft es, die Spannung bis zur letzten Seite zu steigern. Wer intelligente ScienceFiction mag, und sich vielen astronomischen und technischen Fachausdrücken nicht abschrecken lässt (diese dienen eher als Mittel zum Zweck), der ist mit diesem Buch sehr gut beraten.
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch über die Erde und deren mögliche Zukunft, 1. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Obwohl der Roman in einer fremden Galaxie mit völlig fremdartigen Intelligenzen spielt, handelt er von der menschlichen Existenz und deren Unzulänglichkeiten. Fiasko ist damit kein einfacher Roman den man so zum Zeitvertreib lesen kann. Ein hoher literarischer Anspruch mit vielen realen und erdachten Fachausdrücken die den Leser fordern, aber auch den Reiz und die Stimmung des Romans ausmachen. Diesen Roman kann und sollte man mehrmals lesen um die Fülle der Ideen und Gedankengänge zu erfassen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Sciene unterbrochen von Fiction, 8. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Die unzähligen Space Operas und der übermäßige Konsum von Trivialliteratur müssen mich mittlerweile komplett versaut haben. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mich den vielen positiven Rezensionen nicht anschließen kann. Ja, die Handlung ist spannend, interessant und tiefgründig, aber sie wird immer wieder von seitenlangen philisophischen Abhandlungen und wissenschaftlichen Einordnungen unterbrochen, die mir die Freude an dem Buch verdorben haben - da hatte ich z.B. durch die Lektüre der Sterntagebücher (Sterntagebücher (suhrkamp taschenbuch)) vermutlich eine falsche Erwartungshaltung. Dem Buch fehlt der Charme, der Witz, die Ironie und der Sarkasmus anderer Werke völlig und bleibt durchgängig vollkommen ernst.
Für meinen Geschmack, kommt jedenfalls die Handlung und das (eigentlich immense) erzählerische Potenzial dieses Romans im Vergleich zu den wissenschaftlichen Aspekten viel zu kurz.

Natürlich spielt die Wissenschaft in diesem Buch eine ganz elementare Rolle, denn wir verfolgen (leider erst sehr spät im Buch) vor allem die Insassen des kleinen Erkundungsraumschiffes Hermes, das sich einem fremden Planeten nähert, der von einer völlig unbekannten Spezies bewohnt wird. Die Besatzung versucht mit den Aliens in Kontakt zu treten. Hierbei bemühen sich die Wissenschaftler an Bord, unbekannte Wesen, eine völlig fremdartige Gesellschaft, die sie nicht kennen und die ihre ganz eigenen (Natur-)Gesetze hat, anhand von irdischen Theorien, Modellen und Erkenntnissen zu erklären, was letztendlich scheitern muss.
Der Roman wird dem Anspruch an einen SCIENCE Fiction damit mehr als gerecht, aber für mich wirkt das Werk unausgewogen, weil die spannende, interessante Handlung im Vergleich zu den wissenschaftlichen Hintergründen viel zu kurz kommt. Ich hätte z.B. mehr zu der Frage der Identität von Tempe erwartet, nachdem sich die ersten 100 Seiten (und damit fast ein Viertel des Buches) nur um den verunglückten Piloten Parvis und den Wiedererweckten Tempe drehen.

Und jetzt muss ich noch ein wenig spoilern:
Die in zwei Sätzen auf dem Buchrücken beschriebene Handlung spielt sich eigentlich erst im letzten Viertel des Buches ab. Nachdem die Besatzung der Hermes lange vergeblich versucht, die Aliens zu kontaktieren, kommt deren erste Antwort erst etwa 60 Seiten vor dem Schluss - und dann in klarer Telegrammstil-Schrift, was mir etwas unglaubwürdig erscheint. Das "kosmische aneinander Vorbeireden" ist eigentlich gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Besatzung mehr ÜBER die Aliens spekuliert und redet, als MIT ihnen.

Fazit:
Fiasko mag aus wissenschaftlicher Sicht hohen Ansprüchen genügen und regt tatsächlich zum Nachdenken an. Als Leser, der aber auch den Anspruch hat, unterhalten zu werden, hat mir das Buch aufgrund der Unausgewogenheit zwischen Science und Fiction nicht besonders gefallen.
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11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht völlig überzeugend ..., 15. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Vor kurzem habe ich meine Jugendvorliebe für Stanislaw Lem wiederentdeckt und nun - nach "Solaris" und "Die Stimme des Herrn" mich erneut dem "Fiasko" gewidmet. Ich muß sagen, ich mag Lem; er ist so ganz anders als übliche SciFi-Autoren, viel philosophischer und an allgemeinen Erkenntnisfragen interessiert. Trotzdem steigerte sich beim Lesen von "Fiasko" bei mir ein deutliches Unbehagen. Zum einen startet der Roman mit einer ganz eigenen Geschichte eines tödlich verunglückenden Piloten, der für die Zukunft eingefroren und später an der Expedition zur Quinta, einem Planeten mit intelligenten Bewohnern, teilnehmen wird. Doch nachdem man sich da etwas mühselig hineingelesen hat, muß man feststellen, daß diese Geschichte im weiteren Verlauf des Buches kaum noch eine Rolle spielt. Zum anderen bleiben alle Charaktere des Buches überhaupt ziemlich schematisch - eine dröge Männerrunde auf einem Hightech-Raumschiff, die zusammen mit einem Super-Computer ihren Technik-Scheiß hoch und runter onanieren. Es gehört nicht gerade zu den Stärken des Buches, wenn sich Lem immer wieder in technische Spintisierereien verliert und versucht, eine Physik der Zukunft und ihre technologischen Resultate glaubhaft zu erörtern.

Dagegen führt er ziemlich genial vor, wie die eigenen, typisch anthropozentrischen Vorstellungen und Sichweisen auch zwanghaft die Realität im fernsten Weltall prägen, sodaß die Expedition mit ihrer von der menschlichen Geschichte geprägten Ideenwelt (Krieg, feindliche Mächte, Intrigen, Territorialkonflikte usw.) sich nicht wirklich auf das Fremde und Unbekannte einlassen kann. Nach und nach findet man eigentlich jeden bescheuert von der Crew, Doktor Gerbert vielleicht ausgenommen, erstrecht wenn alle nur noch darüber nachdenken, mit welchen gewaltsamen Mitteln der Kontakt doch noch erzwungen werden kann. Während sie eine tödliche Katastrophe nach der anderen auf dem Planeten anrichten, erörtern sie scheinheilig und selbstgerecht die "Schuld" der Quintaner, die sich ja dem Kontakt mit den großartigen Helden von der Erde verweigern und deswegen alles erdulden müssen, sogar die komplette Zerstörung ihres Mondes. Das die Menschen im Wahn und komplett auf dem Holzweg sind, zeigt die Pointe auf den letzten zwei Seiten des Buches, die man gewiß nicht als Happy End bezeichnen kann und die überzeugend demonstriert, daß ein Haufen sich vernünftig und wissenschaftlich gebärdender, in Wirklichkeit aber bis zum Abwinken aggressiver Primaten durch die abgefahrenste Hypertechnik der Zukunft nicht automatisch vollkommener, reifer, entspannter oder einfach nur klüger wird. Hier liegt der eigentliche Kern des Romans und hier hätte er gut und gern mehr Psychologie und weniger Technologie vertragen.
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Fiasko
Fiasko von Stanislaw Lem (Taschenbuch - 20. November 2000)
EUR 14,00
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