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Abbas Maroufi trifft in "Symphonie der Toten" einen sehr schönen Ton, wie man ihn selten hört. Er schildert in diesem Buch das Existieren, manchmal Vegetieren einiger Menschen, deren Seelen vom Leben in ihrer engen, iranischen Stadt, von Neid, von einem schicksalhaft uneinsichtigen, verbohrten Vater zerstört werden. Dieses langsame, todtraurige Zermahlenwerden, die Vernichtung der Persönlichkeiten, wird wie Musik gespielt, mit einem trockenen Schmerz, der sich an manchen Stellen zum Wahnsinn krümmt. Virtuos wechselt die Erzählperspektive von Zeit zu Zeit; eine andere Person aus der Geschichte übernimmt dann die erste Stimme und erzählt weiter, aus ihrer Perspektive, in einer anderen Tonlage, einer anderen Stimmung. "Symphonie der Toten" ist ein sehr besonderes Buch, von großer künstlerischer Qualität und Meisterschaft. Es ist das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.
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am 24. August 2004
Ein Buch, das den Leser zu fesseln vermag. Von Anbeginn spürt der Leser, dass er in Begriff ist, etwas Besonderes zu lesen; ja zu ERLEBEN. Maroufi schildert den unerbittlichen Kampf der Ignoranz gegen das Andersartige. Den schmerzhaften Versuch des Althergebrachten, etwas Neues zu verhindern. Er läßt immer wieder andere Akteure, aus unterschiedlichen Zeiten, die eine Geschichte weiter erzählen: Wie Wunschvorstellungen und Klischees, falsch verstandene "Tradition" und anerzogene Engstirnigkeit Neues verhindern, Neues vernichten. Ein ergreifendes Buch, meisterhaft erzählt. Durchweg traurig und doch so fesselnd. Maroufi, der Meister, weiß, wovon seine Geschichte erzählt. Auch das macht sie zu einem Meisterstück.
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am 3. Mai 2001
Der Roman "Symphonie der Toten" von Abbas Maroufi beschreibt das Schicksal einer Familie im Iran, deren Mitglieder sich gegenseitig zugrunde richten, bzw. an den Lebensbedingungen und Denkweisen der Menschen zerbrechen. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Söhne Aidin und Urhan. Der eine, intellektuell begabt, möchte Schriftsteller werden, der andere steigt in die Fußstapfen des Vaters und wird Lebensmittelhändler. Aidin, der Dichter, wird von seinem Vater und Bruder zutiefst gedemütigt. Schritt für Schritt wird ihm die Möglichkeit zur künstlerischen Entfaltung, sozusagen die Luft zum Atmen, genommen. Als ihm sehr spät das Geschenk einer großen Liebe zuteil wird, ist es bereits zu spät... Maroufi vergleicht das Schicksal der beiden Brüder mit der Geschichte von Kain und Abel und spiegelt die Situation im Iran wider, geprägt von Unterdrückung und Intolleranz gegenüber Intellektuellen, Andersdenkenden und Frauen. Mit einer eindrucksvollen, bilderreichen Sprache, (ausgezeichnet übersetzt von Anneliese Gharaman-Beck) und ohne je rührselig zu sein, bewegt und fesselt der Roman den Leser bis zur letzten Seite. Ein ausgezeichnetes Buch!
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