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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbeschreibliches Grauen aus dem All
"Zugegeben, ich habe bis zum Schluß nichts unmittelbar Schreckliches gesehen." Mit diesen Worten beginnt der Bericht des Mr. Wilmarth. Nachdem sich in den dichten Wäldern und Bergen Neuenglands nach starken Regenfällen Berichte häufen über Kadaver schauderhafter Kreaturen, die in den reißenden Flüssen davongeschwemmt...
Am 14. September 1999 veröffentlicht

versus
2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lovecraft's schwächstes Werk
Als ich zum ersten Mal den "Flüsterer im Dunkeln" las, empfand ich dabei kaum Spannung, ja da es mein erstes Buch von Lovecraft war und ich grandiose Berichte über ihn gehört hatte, sah ich bereits seinen "Stern" bei mir sinken. Ein wenig beschlich mich wohl auch Unverständnis, warum mir eben dieser empfohlen worden war, aber schließlich rang ich...
Veröffentlicht am 7. Januar 2001 von Ulysses Lovecraft


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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbeschreibliches Grauen aus dem All, 14. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
"Zugegeben, ich habe bis zum Schluß nichts unmittelbar Schreckliches gesehen." Mit diesen Worten beginnt der Bericht des Mr. Wilmarth. Nachdem sich in den dichten Wäldern und Bergen Neuenglands nach starken Regenfällen Berichte häufen über Kadaver schauderhafter Kreaturen, die in den reißenden Flüssen davongeschwemmt wurden, wird in den Zeitungen ein Bericht Wilmarths veröffentlicht, in dem er all diese Erscheinungen mit den ortsüblichen Sagen und Mythen erklärt. Daraufhin beginnt er eine umfassende Korrespondenz mit einem Mr Akeley, der in keinster Weise seiner Meinung ist. Akeley sendet ihm eine Reihe von Manuskripten, Phonographenwalzen und Fragmenten, um ihn davon zu überzeugen, daß die grauenerregenden Kreaturen tatsächlich existieren. Schließlich lädt er Wilmarth in sein Landhaus in den undurchdringlichen Bergen Neuenglands ein, um mit ihm die Angelegenheit genauer zu besprechen. Dabei setzt er ihm auseinander, daß diese Kreaturen Wesen aus dem interstellaren Raum seien, die in dieser abgelegenen Gegend einen Stützpunkt hätten.
Lovecraft liefert auch mit diesem Buch wieder eine schauerliche Science-Fiction-Erzählung. In seiner unnachahmlichen Art des subtilen Horrors schafft er es, ohne tatsächlich Tatsachen zu behaupten beim Leser durch dessen eigene Schlußfolgerungen das Grauen zu erzeugen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meister des Grauens, 16. Dezember 2005
Im November 1927 bricht über Vermont eine Flutwelle ungeahnten Ausmaßes herein, die viele Opfer unter der Bevölkerung und den Tieren fordert. Unter den angeschwemmten Kadavern befinden sich aber auch drei höchst merkwürdige, bei der einfachen bäuerlichen und abergläubischen Bevölkerung ekel- und grauenerregende Funde: ca. 1,5 m große, rosafarbene, schalentierartige, mit riesigen Membranschwingen versehene Leiber, die an Stelle des Kopfes ein elipsenartiges Gebilde mit unzähligen, sehr kurzen Fühlern aufweisen. Schnell finden die Augenzeugenberichte Eingang in die Tagespresse, in der eine hitzige Debatte darüber geführt wird, ob es sich hier um eine optische Täuschung oder eine neue Rasse handelt.
So beginnt die 1930 geschriebene Kurzgeschichte „Der Flüsterer im Dunkeln“ von H. P. Lovecraft, die jetzt als vollständige Lesung bei LPL-Records in schöner Aufmachung erschienen ist.
Eine der Stärken dieser Geschichte liegt darin, den Hörer in trügerischer Sicherheit zu wiegen. Bereits im ersten Satz macht Lovecraft dies deutlich: „Man sollte sich stets im Klaren darüber sein, dass ich bis zum Schluss nichts wirklich Grauenhaftes gesehen habe“ sagt der Ich-Erzähler namens Mr. Wilmarth. Derjenige, der sich jetzt entspannt zurück lehnt, wird bald eines besseren belehrt, erzählt Wilmarth doch von grauenhaften Dingen, die Andere gesehen haben, und dies sehr plastisch, farbig und Gänsehaut-erzeugend genau.
Wie von Lovecraft gewohnt, haben seine Charaktere eine für das Genre ungewöhnliche Tiefe und Komplexität. Im Verlauf des Plots machen beide eine Entwicklung durch, die glaubwürdig, nachvollziehbar und logisch erscheint und mit dazu beiträgt, die Spannung ungebrochen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.
Einen großen Anteil am erzeugten Horror haben, neben der gelungenen Musikuntermalung, die beiden Sprecher David Nathan und Torsten Michaelis. David Nathan, Synchronsprecher von Christian Bale, verkörpert den jugendlichen, realistischen Wissenschaftler Mr. Wilmarth, sein Gegenpart Mr. Akeley wird von Torsten Michaelis gesprochen, Synchronsprecher von Wesley Snipes. Zu Beginn klingt Wilmarth jung, enthusiastisch, sachlich aber bereits bei den ersten Sätzen schwingt ein undefinierbarer Unterton mit, glaubt man die Stimme zittern zu hören, so als ob sich der Erzähler selber beruhigen oder das, was nun folgt, als Mythos oder Alptraum abtun will. Nathan passt seine Stimme geschickt jeder Situation an und deutet mittels ungewöhnlicher Betonung an, dass er noch nicht alles erzählt hat, was wirklich passiert ist.
Mr. Akeleys erster Brief schwillt fast über vor Selbstzufriedenheit eines Mannes, der bereits im gesetzten Alter ist, den Überblick des „weisen Alten“ hat und seinen jüngeren Kollegen belehren will. Aber im Verlauf des Schriftwechsels geht eine Wandlung mit ihm durch, die Torsten Michaelis durch seine dynamische Sprechweise ausgezeichnet zu vermitteln versteht. Der Verlag spielt hier die Vorteile des Mediums „Hörbuch“ gegenüber einer Printausgabe voll aus. Michaelis liest dermaßen dramatisch und emotional, dass Akeleys Entsetzen auf den Hörer überspringt und man froh ist, wenn David Nathan nach so einem Absatz mit seiner zweifelnd-wissenschaftlichen Stimme wenigstens für kurze Zeit Raum zum Luftschöpfen bietet – allerdings währt auch im späteren Verlauf der Geschichte dieser Zustand nicht lange, da dann beide Protagonisten von grauenhaften Erlebnissen berichten und der Vortrag dieses Grauen plastisch erlebbar macht.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus den schwärzesten Tiefen einer paranoiden Seele ..., 4. Dezember 2005
Die sonderbaren Ereignisse, von denen im „Flüsterer im Dunkeln“ berichtet werden, beginnen mit einem Unwetter in Vermont. Gewaltige Regengüsse lassen die Flüsse über die Ufer treten und verwandeln sie in reißende Ströme, in denen, Zeitungsberichten zufolge, seltsame Kadaver zu sehen sind, eindeutig nicht menschlich und doch in ihrer Physiognomie ebenso eindeutig nicht tierisch. Natürlich müssen diese Monstrensichtungen in reißerischen Artikeln ausgiebig von Fachleuten diskutiert werden, doch kann sich kein noch so bemühter Beitrag dem strengen Rationalismus und der geradezu schneiden Logik des Volkskundlers & Ich Erzählers widersetzen. Selbstverständlich handelt es sich bei den im Wasser treibenden vermeintlichen „Wesen“ um nichts anderes, als besonders entstellte Tierkadaver oder unglücklich zerfetzte Menschen!
Dies ändert sich, als sich eines Tages in die wirren Stimmen der Phantasten, Romantiker und Spinner Mr. Akeley einreiht. Was Mr. Akeley zu den mysteriösen Sichtungen zu sagen hat, unterscheidet sich zunächst kaum von dem all der anderen Widersacher, es ist vor allem dessen Vernunft und Rationalität, in der der Volkskundler einen Geistesverwandten erkennt.
Es entsteht ein reger Briefverkehr zwischen den beiden Gelehrten und im Gegensatz zu allen anderen kann Akeley schnell so etwa wie einen Beweis für die absonderlichen Umtriebe anbieten, neben einer Fotografie eines merkwürdigen Fußabdrucks und einige mehr als rätselhafte Tonaufnahmen.
Gemeinsam und doch getrennt, denn die beiden Männer leben viele hundert Meilen voneinander entfernt, beginnen sie, die rätselhaften Phänomene zu untersuchen und dank Akeleys Mut bestätigt sich bald ein furchtbarer Verdacht: Es gibt sie tatsächlich die seltsamen Fremden in den Bergen von Vermont und es deutet vieles darauf hin, dass es sich um eine Rasse Außerirdischer handelt. Doch Akeleys Nächte verwandeln sich in Zeiten des Schreckens und schließlich wird er sogar belagert von den Wesen, die die einfachen Menschen der Gegend als krustenartige, menschengroße krebsähnliche Kreaturen beschreiben.
Um die unheimlichen Wesen nicht auf seinen Freund aufmerksam zu machen, verbietet er dem Volkskundler, zu ihm nach Vermont zu kommen, bis plötzlich ein Brief eintrifft, der alles ändert – oder doch nicht?
„Zugegeben, ich habe bis zum Schluss nichts unmittelbar Schreckliches gesehen.“
Mit diesen Worten beginnt Lovecrafts wohl paranoideste Geschichte und zugleich bietet dieser einleitende Satz eine Interpretationsmöglichkeit, die den „Flüster im Dunkeln“ vor allzu lapidaren Bewertungen rettet. Die 1930 entstandene Geschichte befindet sich in einer seltsamen Schwebe zwischen Lovecrafts üblicher wissenschaftlicher Präzision und der z.T. völligen Abwesenheit logischen Handels der beiden Hauptakteure, dem Ich-Erzähler und eben Akeley.
Warum die beiden Männer der Wissenschaft sich ständig derart verhalten, dass man ihnen „Warum?“ an den Kopf schmeißen möchte, lässt sich nicht unbedingt auf Anhieb verstehen, doch Lovecrafts Stück ist viel subtiler, als man zunächst meinen könnte, denn was wie eine Nachlässigkeit aussieht, ist in Wahrheit nichts anderes als eben der Geisteszustand eines Mannes, der unter schwerem Verfolgungswahn leidet. So ist es ganz natürlich, dass er sich nicht logisch handelt, hinter jedem und allem eine Verschwörung vermutet, in der natürlich auch seine Mitmenschen verstrickt sind. Wertvolle Beweise, die Akeley aus Vermont schickt, tauchen beim Volkskundler nie auf – natürlich wurden sie abgefangen. Und was bleibt eigentlich an Grauenhaftem, an Beweisen für die Existenz außerirdischen Lebens in den Wäldern Vermonts außer den Briefen eines einsamen und verschrobenen Mannes (der ja auch über sich selbst sagt, dass er als Sonderling betrachtet wird) – nichts außer einem Foto von einem Fußabdruck. Natürlich beeilt sich der Ich-Erzähler zu versichern, dass er gleich erkenne, dass es sich nicht um eine Fälschung handeln kann, doch was ihn zu diesem Schluß qualifiziert bleibt letztlich sein Geheimnis. Ähnlich verhält es sich mit der Tonaufnahme und das von seinem Besuch bei Akeley auch nichts greifbares übrig bleibt, räumt er in dem ersten Satz der Erzählung sofort ein.
„Der Flüsterer im Dunkeln“ ist eine brillante Innenaufnahme eines neurotischen Mannes, die ihre Leser und Hörer mit auf einen fiebrig intensiven Trip nimmt. Geschickt bewegt sie sich auf ihren schaurigen Höhepunkt zu, der als Abschluss zwar verstörend, unter dem Gesichtspunkt des Wahnsinns aber letztlich eine logische Konsequenz ist. Letztlich kann die Geschichte nicht einmal einen handfesten Beweis für die Existenz Akeleys anbieten und so bekommt auch der Titel der Geschichte eine neue, gruselige Bedeutung, in der das Flüstern aus dem Dunkel der Seele des Volkskundlers kommt.
Mit David Nathan und Thorsten Michaelis präsentiert LPL zwei ihrer „Stammstimmen“, die HPLs „Flüsterer im Dunkeln“ in eine Horrorgeschichte verwandeln, die noch lange im Gedächtnis nachhallt. Beide Sprecher bringen die ganze Getriebenheit und Abgründigkeit der beiden Figuren perfekt herüber.
Meisterlich steigern sich Nathan und Michaelis in die Geschichte ein und begleiten die beiden Helden tief hinab in die Geheimnisse der dunklen Wälder und ihrer eigenen Seelen. Insbesondere Torsten Michaelis, spätestens seit seinem Beitrag zu Gigers „Vampirric“ Reihe für mich einer der besten Stimmen für Hörbücher überhaupt, spielt seinen Akeley mit einer Intensität, die an seiner geistigen Gesundheit zweifeln lässt.
Ergänzt oder vielmehr komplementiert werden die beiden durch die Arbeit von Andy Matern, der ebenfalls zur Stammmannschaft von LPL gehört und sich bisher immer durch stimmungsvolle musikalische Beiträge ausgezeichnet hat. Für „Der Flüsterer im Dunkeln“ hat er eine Musik komponiert, die eindeutig ein Soundtrack ist – stimmungsvoll getragenen zeichnet sie auch in den kurzen Abschnitten perfekt ein Bild der erhabenen Kulisse der nordamerikanischen Berge, vor und in denen Lovecrafts Geschichte sich zuträgt. Matern liefert hier seinen besten und reifsten musikalischen Beitrag für LPL ab.
Folgerichtig finden sich auf der vierten CD ausgewählte Stücke von ihm, bei denen höchstens zu bemängeln ist, dass sie nicht sein ganzes Schaffen abdecken – wo z.B. ist der majestätische Soundtrack, den er zu „Draculas Gast“ geschrieben hat?
Eine echte Perle für alle Fans des Einsiedlers aus Providence sind die Erinnerungen von Muriel Eddy, eine Freundin Lovecrafts, die ihre Beziehung zum Großmeister des Grauens schildert, vorgetragen von keiner geringeren als Dagmar Berghoff!
Das besondere liegt hier – ganz wie so häufig das Grauen in Lovecrafts Geschichten – im Alltäglichen. Es ist weniger der biographische Schnelldurchlauf, sondern die Kleinigkeiten & Details, die sie präsentieren kann und die das Lovecraft Bild auf einzigartige Weise abrunden.
Mit „Der Flüsterer im Dunkeln“ legt LPL eine der verstörensten Geschichten des Altmeisters vor, mit beängstigend guten Sprechern & einem Soundtrack, der für eine solche Produktion seinsgleichen sucht.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung ohne Entspannung, 14. Februar 2003
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Protagonist erzählt von einem zurückliegenden schrecklichen Erlebnis. Es begann alles mit einer Flutkatastrophe. Doch die war nicht das eigentliche Übel, sondern das Wasser hatte anscheinend etwas zutage gespült was lange Zeit verschüttet und vergessen war. Der Protagonist, ein Lehrbeauftragter für Volkskunde nimmt sich dieser Sache an und beginnt mit seinen Nachforschungen. Sehr um wissenschaftliche Sachlichkeit bemüht berichtet er von seinen Befragungen in der Bevölkerung und von den vorgefundenen Spuren. Er sammelt Indizien und Beweise auf der Suche nach etwas was es eigentlich nicht geben darf. Der Leser als imaginärer Begleiter wird zunehmend von den neuen Funden und Erkenntnissen in die Geschichte hineingezogen. Die Spannung steigt mit den erkennbaren Konturen eines stückweise sichtbar werdenden Bildes. Eine fremde Macht scheint neu entfesselt zu sein und versucht finstere eigene Ziele zu verfolgen, in denen die Menschheit nicht gut weg kommt. Der Erzähler entkommt einer gefährlich wirkenden Situation. Aber die letzte Frage, um was es sich da nun gehandelt hat bleibt offen. Nur die Ahnungen und Ängste bleiben.
Der Autor H.P. Lovecraft ist ein Meister der Präzision im Erzählen von Geschichten. Dokumentarisch wie ein Tatsachenbericht stellt er Ereignisse nebeneinander, die als Summe zum einem Ziel hindeuten, dass nur phantastisch sein kann. Die feine Gratwanderung zwischen Phantastik und Science Fiktion verleiht seinen Erzählungen einen ganz besonderen eigenen Charakter.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In bewährter Lovecraft-Tradition geschriebener Kurzroman, 24. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein wenig über dem erzählerischen Level von "Der Schatten aus der Zeit" liegt "Der Flüsterer im Dunkeln", einer der berüchtigsten Kurzromane von Lovecraft, der ja immer mehr für seine Kurzgeschichten berühmt war, als für seine längeren Texte.
Seine gängigen Stärken und Schwächen treten auch hier wieder zu Tage, denn einem starken Beginn steht ein mittelprächtiger Mittelteil und dann wieder ein typisch "grauenerregendes" Finale hinten an.
Die nüchternen Beschreibungen über seltsame Kadaver von unbekannten Wesen in einer unzugänglichen Region New Englands sind wie immer vielversprechend, doch sobald der Protagonist auf die Korrespondenz mit dem geheimnisvollen Akeley beginnt, wird die Prosa arg trocken, vor allem, weil sich besagter Akeley nicht selten wider jegliche Logik verhält.
Das Finale ist ein atmosphärisches Meisterwerk mit der üblichen Pointe des Grauens im letzten Absatz, womit Lovecraft wieder mal entgegen "Harry-und-Sally"-Masche nicht mit einem Blick auf die letzte Seite gelesen werden sollte.
Ansonsten ist dieser Ausflug in die finsteren Wälder mit seinen degenerierten Bewohnern aber hinreichend beunruhigend und atmosphärisch trefflich. Wer HPLs Oeuvre kennt, darf den "Flüsterer" nicht auslassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der genialsten Werke Lovecrafts, 20. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Werk ist eines der besten, surrealistischsten Werke Lovecraft, der eine vorherahnende Angst keimen läßt, ohne einmal einen Tropfen Blut zu verwenden, die in einem absoluten panischen Höhepunkt endet als der Leser die Geschehnisse begreift.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert bis zum Schluss!, 26. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
H.P.Lovecraft schafft es kontinuierlich die Spannung durch den geschilderten Briefverkehr zwischen den beiden Hauptpersonen aufzubauen. Wie immer setzt er das Grauen gekonnt in Szene und schafft es, einem Angst zu ermitteln ohne jeglichen Splatter. Ein guter Einsteigertitel für HPL-Neulinge.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues vom Großmeister des Gruselhorrors, 17. November 2005
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
H. P. Lovecraft steht für ausgezeichnete und subtile schwarze Geschichten, deren Kraft liegt nicht im blanken Entsetzen, sondern in einer tiefgründigen und andeutungsfreudigen Art und Weise, welche gerade nicht auf Schockeffekte setzt, sondern auf die Vorstellungskraft der Leser oder Zuhörer. H. P. Lovecraft kann ohne Wenn und Aber zu den größten Literaten der vereinigten Staaten gezählt werden. Seine Geschichte „Der Flüsterer im Dunkeln“ zeigt wieder einmal sein brillantes Genie.
Diesmal zeigt der Großmeister des Horrors auf, daß der Schrecken auf Erden auch von außerhalb der Erde kommen kann. Außerirdische Wesen, wie immer mehr oder weniger „Meer-orientiert“, hausen in den Bergen Neu - Englands und lauern denjenigen auf, welche Ihre Geheimnisse ausspionieren wollen.
Die suggestive Kraft dieser Erzählung „Der Flüsterer im Dunkeln“ ist genial und läßt einem den Atem anhalten, ob der Dinge die da kommen. An sollte wirklich alle billigen Horrorfilme vergessen und vollständig auf H. P. Lovecraft umsteigen, hier kann es einen wirklich gruseln.
Die sonore und feine Stimme von David Nathan gibt dem Ganzen erst den richtigen Schliff und auch Thorsten Michaelis hat sich hier voll ins Zeug gelegt, um dem Großmeister gerecht zu werden.
Die CD überzeugt zudem mit einem sehr gelungenen „Feature“ am Ende (CD 4), gelsen von der bekannten Dagmar Berghoff und 10 Tracks der Musik des Schreckens. Wer also die sehr gute Hintergrundmusik von Andy Matern schätzt, kommt bei den letzten 10 Tracks voll (!) auf seine Kosten. Die Tracks stammen übrigens aus unterschiedlichen Produktionen.
Diese Geschichte aus dem klassischen CTHULHU Mythos, aus dem H. P. Lovecraft nie müde wird zu erzählen, ist in der Tat eine gelungene Geschichte, welche sehr gut umgesetzt wurde als Hörbuch. Meines Erachtens erschließt sich der ganze Horror der Welt H. P. Lovecraft`s, erst jetzt so richtig einem begeisterten Publikum, durch die Umsetzung als Hörbuch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lovecrafts kosmisches Schreckens-Kammerspiel, 5. April 2012
Von 
Nachtpfauenauge (Mainhattan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Einen Moment lang konnte ich wegen der geschlossenen Jalousien kaum etwas sehen. Aber dann lenkte eine Art entschuldigendes Räuspern oder Flüstern meine Aufmerksamkeit auf einen großen Lehnstuhl im entlegensten und dunkelsten Winkel des Raums. Im tiefen Schatten sah ich verschwommen das weiße Gesicht und die Hände eines Mannes. ... So schwach das Licht auch war, ich erkannte, dass es sich in der Tat um meinen Gastgeber handelte. Ich hatte das Kodak-Foto wiederholt studiert..."

Tja, H. P. Lovecraft schrieb diesen Roman in Zeiten, als Kodak noch die Zukunft war. Auch die große Zeit der Science-Fiction-Literatur war damals noch Zukunft, abgesehen von Jules Verne eine Generation zuvor und sonst wenigen Ausnahmen wie Bulgakows "Hundeherz". Hier beschreibt Lovecraft nun die Begegnung mit Außerirdischen und erweist sich als großer Pionier der schreibenden Zukunftsträumer. Über das Horrorgenre wächst er mit diesem Roman weit hinaus. Nebenbei erweist er sich als früher, belesener Kenner der Folgen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie für Reisen über kosmische Distanzen (stellt man als Physiker mit Respekt fest). Doch mehr sei nicht verraten.

Der Flüsterer im Dunkeln ist im Kern ein überraschend moderner und zugleich in seinen ersten zwei Dritteln herrlich altmodischer Briefroman, der gaaanz langsam in Fahrt kommt. Und doch wird es nie langweilig, man will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Natürlich fährt Lovecraft all die literarischen Techniken auf, die er meisterhaft beherrschte. Das ist vor allem das Erschaffen eines Raums bloßer Andeutungen, in dem sich die Fantasie ungehindert entfalten kann - wo findet man in diesen Zeiten der Flut fantasietötend expliziter Bilder noch so was? Amüsant ist zugleich die schon damals sicher altmodische viktorianische Prüderie des Erzählers, der sich vor dem "Gottlosen" wortreich ekelt. Dieser Erzähler ist übrigens wunderbar gesprochen von David Nathan im Wechselspiel mit Torsten Michaelis als seinem Brieffreund Mr. Akeley, dem er dann im Dämmerlicht eines zunehmend unirdischen Grauens... aber bitte selber hören.

Mit H. P. Lovecraft ist es so eine Sache. Hochbegabt, voller Fantasie und sehr belesen, zweifellos ein literarisches Genie, zeigt sich doch beim Lesen (oder Hören) vieler seiner Geschichten in der Gesamtschau, dass er auf Dauer enttäuschend wenige literarischen Techniken einsetzte. Diese wiederholte er aber permanent. Das mag auch dem Genre geschuldet sein, denn er publizierte ja in heute längst vergessene Horrorpostillen für eher schlichtere Lesergemüter. Zu hohe literarische Ambitionen wären da sicher an der Redaktion gescheitert, und Lovecraft hatte mit der Veröffentlichung seiner Texte schon genug Schwierigkeiten. Deshalb und durch das hermetische Kreisen in einer von ihm geschaffenen Welt des "Chtulu-Mythos" bekommt sein Werk insgesamt auch etwas fast schon wahnhaft Eindimensionales. Im "Flüsterer" jedoch fügen sich alle Elemente des Lovecraftschen Erzählkosmos zu einem überragenden Stück fantastischer Literatur zusammen. Nach meiner - natürlich persönlichen, höchst subjektiven - Einschätzung ist es Lovecrafts stärkstes Stück.

Übrigens ist auch die Bonus-CD über Lovecrafts doch recht trauriges Leben als hochbegabter, exzentrischer Außenseiter hörenswert. Er könnte selbst fast als Figur von einem Edgar Allen Poe erdacht sein, als exzentrischer, kränkelnder und am Rande des Wahnsinns schlingernder Sproß eines zerfallenden Geschlechts. Kein Schelm, wer bei Lovecrafts Biografie an das House of Usher denkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lovecrafts Begegnung der dritten Art ist ein Meilenstein der Horror-Literatur, 9. September 2011
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vermont im November 1927
Ein gigantische Flutwelle fordert mehrere Todesopfer und etliche Tierkadaver treiben in dem entfesselten Strom. Unter ihnen befinden sich auch sonderbare Wesen, riesigen rosafarbenen Krustentieren gleichend, mit Membranschwingen.
Professor Wilmarth, ein Hobby-Ethnologe, wird auf diese mysteriösen Funde aufmerksam, die sein Forscherherz sofort höher schlagen lassen und sein Interesse fortan binden. Wilmarth kann sein Glück kaum fassen, als er von dem Einsiedler und Sonderling Mr. Akeley erfährt, der die Kreaturen angeblich lebendig gesehen haben will. Die beiden Männer beginnen einen regen Briefwechsel und Wilmarth wittert die Sensation des Jahrhunderts als Akeley behauptet die geheimnisvollen Kreaturen seien eine intelligente, außerirdische Rasse. Schließlich lädt Akeley seinen Brieffreund ein, ihn vor Ort zu besuchen. Wilmarth ist begeistert und sagt zu. Ein folgenschwerer Entschluss ...

Über eines muss man sich im Klaren sein, wenn man sich eine Geschichte von H.P. Lovecraft zu Gemüte führen will. Seine Storys sind kein Mainstream und folgen keinem modernen Handlungsverlauf. Auch in der vorliegenden Erzählung frönte der Schriftsteller seiner Affinität für dokumentatorische Beschreibungen, meistens in Form von Briefen und Tagebucheinträgen, wie es bereits Bram Stoker in seinem Roman DRACULA vorgemacht hat. 'Der Flüsterer im Dunkeln' gehört zu den umfangreicheren Geschichten aus der Feder Lovecrafts und entfaltet bereits in den ersten Minuten eine düster-morbide Atmosphäre. Kaum ein Autor, der das Fremdartige außerirdischer Kreaturen so realistisch darzustellen versteht wie Lovecraft es vermochte, und stellenweise bekommt man den Eindruck, dass er zum Chronisten einer wahren Begebenheit wurde. Bisweilen droht er sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren, doch immer wieder schafft er es den Kurs zu halten und die Geschichte zu einem beklemmenden Finale zu führen. Die Spannung baut sich langsam und subtil auf, und hinterlässt beim Hörer ein latentes Gefühl der Bedrohung. 'Der Flüsterer im Dunkeln' ist ein wichtiger Bestandteil des sogenannten Cthulhu-Mythos, und gibt Aufschluss darüber, woher die Großen Alten eventuell stammen könnten. David Nathan, ein vielbeschäftigter und versierter Synchronsprecher, ist die ideale Stimme für den Ich-Erzähler Wilmarth. Dass die Briefe von Mr. Akeley hingegen von einem anderen Sprecher vorgetragen werden ist ein hervorragender Schachzug, und mit Thorsten Michaelis wurde auch hier die optimale Besetzung gefunden. Andy Matern hat die Geschichte an einigen wichtigen Stellen mit einer eindrucksvollen Musik unterlegt, die das Hörerlebnis noch intensiver gestaltet, und die auf der Bonus-CD als separater Soundtrack verewigt ist. LPL Records hat mit diesem Hörbuch einen weiteren Volltreffer gelandet und als weiteres Extra gibt es 'Eine persönliche Erinnerung an Howard Phillips Lovecraft' von Muriel E. Eddy, gelesen von Dagmar Berghoff.
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Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch)
Der Flüsterer im Dunkeln: Eine Horrorgeschichte (suhrkamp taschenbuch) von H. P. Lovecraft (Taschenbuch - 29. September 1997)
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