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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne auch für die Übersetzung
Kein Zweifel, Murakami Harukis Wilde Schafsjagd verdient die 5 Sterne, die ihm fast alle RezensentInnen bescheinigen. Wer leider dabei zu kurz kommt, sind die Übersetzer, die uns dieses fantastische Leseerlebnis in deutscher Sprache zugänglich machen, und die durchaus auch mal namentlich erwähnt werden sollten: Annelie Ortmanns-Suzuki und Jürgen...
Veröffentlicht am 14. April 2003 von I. E. Weiss

versus
3.0 von 5 Sternen Echter Murakami
Wie gewohnt absurd und trotzdem leicht, mit lustigen Details. Insgesamt habe ich das Buch glaube ich nicht verstanden, aber es bleibt mir angenehm in Erinnerung.
Vor 1 Monat von lala veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne auch für die Übersetzung, 14. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Kein Zweifel, Murakami Harukis Wilde Schafsjagd verdient die 5 Sterne, die ihm fast alle RezensentInnen bescheinigen. Wer leider dabei zu kurz kommt, sind die Übersetzer, die uns dieses fantastische Leseerlebnis in deutscher Sprache zugänglich machen, und die durchaus auch mal namentlich erwähnt werden sollten: Annelie Ortmanns-Suzuki und Jürgen Stalph. Denn dieses Buch verführt ja nicht nur durch seine originelle Handlung, sondern auch durch seine Charakterbeschreibungen, durch seine witzigen Dialoge und seine herrlichen Metaphern. Ein Dankeschön also an die Übersetzer, denen hier ein Meisterstück gelungen ist!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Schaf in uns allen, 30. April 2003
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
So richtig wild ist das Buch nicht, und einem echten Schaf begegnet der
Protagonist genauso wenig, ein - wie immer bei Murakami - namenloser Held
aus Tokyo. Er ist neunundzwanzig und betreibt eine Werbeagentur, zusammen
mit einem Kumpel, der tagsüber sehr solide wirkt - im Gegensatz zu unserem
Helden -, sich aber gnadenlos die Hucke zusäuft. Auch der Protagonist
gönnt sich gerne mal ein Bierchen oder zwei, hat eine Freundin, die eher
bläßlich scheint, aber als Buchkorrektorin, Ohrenmodell und Callgirl
arbeitet, davon abgesehen über sehr interessante Fähigkeiten verfügt. Wir
schreiben 1978.
Eines Tages taucht ein etwas seltsamer, glatter, sehr seriöser Mann in der
Agentur auf. Er fordert, daß eine Publikation eingestampft wird, die die
beiden für eine Versicherungsgesellschaft hergestellt haben, unter
Verwendung eines Fotos, das der Held von seinem verschollenen Freund
"Ratte" zugeschickt bekommen hat: Eine Schafweide irgendwo in den Bergen.
Eines der Schafe auf dem Bild ist nicht wie die anderen. Es ist das
Überschaf, das mysteriöse, kraftspendende Traumschaf, ein Tier, das sich
besondere Menschen als Wirt sucht, um seinen anarchistischen Willen in der
Welt durchzusetzen. Unser Held wird beauftragt, dieses Schaf zu finden,
und eine Odyssee beginnt, die knapp einen Monat dauert. Schafft er es
nicht, wird seine Existenz vernichtet, nicht mehr, nicht weniger.
Im Klappentext ist von einem "Detektiv-Roman mit
Science-Fiction-Elementen" die Rede. Aber das stimmt nicht. In einer etwas
spröden, aber sehr lesbaren Diktion erzählt "Wilde Schafsjagd" von einem
Protagonisten, der clever ist, aber passiv, der die richtigen Schlüsse
zieht, aber die Richtung nicht kennt, in die sich die Dinge entwickeln.
Natürlich ist er auf der Suche, allerdings nicht wirklich auf einer Jagd,
und am Ende wird nicht das Schaf aus Fleisch und Blut gefunden, sondern
dasjenige in uns allen: Die grandiose Dummheit, mit der sich einige von
uns die Welt zurechtzubiegen versuchen. Das Schaf steht für den nutzlosen
Willen, die Dinge und Menschen zu unterwerfen, für den Geschmack der
Macht. Vielleicht. Wie immer bei Murakami steht die Eindeutigkeit und
Klarheit der Figuren in einem krassen Gegensatz zum Kontext und zur
Handlung; was man zwischen den Zeilen findet, liegt im Ermessen des
Lesers, jedes einzelnen. Allerdings bietet "Wilde Schafsjagd" deutlich
mehr Identifikations- und Auslegungspotential, als etwa "Mister
Aufziehvogel", liest sich flüssig, spannend, ist überaus exakt beobachtet.
Wer allerdings ein Lesevergnügen erwartet, das mit dem Ende endet, ist bei
Murakami auf dem falschen Dampfer. Generell und in diesem Einzelfall.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Krimi der fernöstlichen Art, 14. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Dieser Krimi bietet genau das, was meiner Ansicht nach ein sehr guter Krimi bieten soll: Spannende Unterhaltung mit einem genauen interessanten Einblick in eine Gesellschaft. Vorgestellt wird hier ein Japan, dass doch recht abseits steht, von den Klischees, die wir im Westen so gern pflegen. Die Japaner haben mit uns bekannt erscheinenden Problemen einer modernen Gesellschaft zu kämpfen, wie z.B. Vereinsamung, wirtschaftliche Schwierigkeiten oder die Auseinandersetzung mit der dunklen Vergangenheit des Vaterlandes. Auch die aufgezeigten strukturellen Probleme wie defizitäre Eisenbahnen, Niedergang von Regionen / Städten oder organisierte Kriminalität sind uns beileibe nicht fremd. Was dann aber sowohl befremdend als auch hoch interessant ist, ist, wie anders die Personen in diesem sehr guten Roman mit eben Problemen umgehen. U.a. scheint ein gewisser Fatalismus immer wieder durchzuschimmern. Ist das typisch für den Autoren oder für das Land?
Insgesamt ein sehr gut geschriebenes Buch, in dem die viele spannende Höhepunkte seltsam unaufgeregt beschrieben werden, garniert mit einer guten Portion für mich ungewohnter Phantasie und nicht wenig Tiefgang.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein rational verpacktes leseerlebnis, 3. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
zum inhalt:
der inhalt des buches hat mir sehr gut gefallen. es ist eine reale geschichte, soviel steht fest, auch wenn übernatürliche sachen drin vorkommen. diese begegnen einem auf eine so natürliche art und weise, dass man sich direkt fragen müsste, ob sowas real passieren könnte. zwischendurch im buch dachte ich gelegentlich, dass das ende mich vielleicht enttäuschen würde; das genaue gegenteil war dann aber der fall. am ende des buches war ich einfach nur noch überwältigt.
zum autor:
haruki murakami schafft es auf eine besondere art und weise seinen z.T. nüchternen erzählstil mit seinem überaus durschlagenden Humor zu verbinden.
des weiteren fällt mir seine extravagante metaphorik sehr angenehm auf. in einer zuerst strikt rational wirkenden welt fließen irrationale elemente und vergleiche auf eine so natürliche und umgängliche art und weise ein, dass man schon fast drüber hinwegliest.
zum buch:
"wilde schafsjagd" war das erste buch, das mich wirklich laut zum lachen gebracht hat. (damit meine ich den kater bückling)
"wilde schafsjagd" war das erste buch, das mich lange zum nachdenken gebracht hat. bei einigen vergleichen habe ich erstmal das buch zur seite gelgt und versucht, diese nachzuempfinden...
"wilde schafsjagd" war das erste buch, das mich richtig erschreckt hat. ich dachte zuvor, sowas ginge nur im film... aber so wie es aussieht kann man das auch in büchern schaffen. (ratte im dunkeln)
alles in allem kann ich dieses buch nur empfehlen. gerade murakami-fans werden sicher nicht enttäuscht werden.
ich werde dieses buch auf jeden fall nochmal lesen, dann spät nachts das licht ausmachen. ich werde die dunkelheit fühlen und mir denken:
"Durch die Ohren kroch die Dunkelheit in mich hinein wie Öl." (S.282)
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich und beklemmend - ein Buch wie ein böser Traum, 14. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Ein höchst eindringliches Leseerlebnis: Das Foto einer Schafweide in den Bergen ist Anlaß für die Suche nach einem verloren geglaubten Freund. Die Suche führt aus der kalten Zivilisation der Großstadt in die Einsamkeit der winterlichen Berge. In dem Maße, wie der Protagonist sich seinem Ziel nähert, der Schafweide und dem Freund aus der Vergangenheit, werden die äußeren Reize verdrängt durch die innere Wirklichkeit; eine unaufhaltsame Spirale, ein Sog ins Selbst. Dieser Prozeß spiegelt sich in wunderbarer Weise in dem Aufstieg durch den Bergwald, vorbei an einer verwunschenen Kurve, die Wasserscheide ist zwischen Realität und Traum. Beklemmend wie kaum eine andere Stelle der Literatur dann die (halluzinierte?) Schlußszene. Reichaltige Symbolik. Metaphern von seltsamer Abseitigkeit und doch einer Klarheit und Prägnanz, die den Atem verschlägt. Murakamis Welt hat viele Schichten, seine Geschichte läßt viele Deutungen zu. Man durchdringt sie nicht. Genausowenig wie das Leben. Das Buch ließ mich nicht unverändert.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alltägliches und eine ungewöhnliche Detektivgeschichte, 2. Mai 2002
Von 
Hans Henkel (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Murakami Haruki erzählt Alltägliches im Gewand einer nicht alltäglichen Detektivgeschichte. Er erzählt vom Zigarettenrauchen und Whiskeytrinken und er läßt seinen Ich-Erzähler Eierspeise mit Speck braten und ein Sherlock Holmes Buch lesen. Ohne Sensationen kommen auch seine Blicke von Hochhäusern auf Autoschlangen aus. Und trotzdem ist diese gelangweilte Ereignislosigkeit voller Spannung. Unversehens gleitet man hinüber in eine eigenartig fremd anmutende Detektivgeschichte.
Die "Wilde Schafsjagd" wird zu einer Reise vom hektischen Tokyo ins entlegene Junitaki. Haruki's Stimme ist uns vertraut. Wir hören sie nah an unserem Ohr. Seine Worte schlagen genau im Takt unserer Zeit. Seine Ehe ist gescheitert, das Zusammensein mit seiner Freundin unverbindlich und leicht, wie auch deren Verschwinden. "Aber es wäre sowieso passiert, irgendwann früher oder später. Immer zerbricht etwas, immer geht etwas weg, in dir, in mir, in den Frauen, die wir mögen."
Haruki's Sätze sind mit einer unversiegbar scheinenden Quelle von Neugier ausgestattet. Durch seine Worte klingt leise Ironie. Man spürt ein Schmunzeln und nichts ist verwunderlich. Unbekümmert und erfrischend fließt in seinem Text das Lebensgefühl des Jetzt.
Bleibend und stark ist die Stille, die der Schnee verbreitet, die durchdringende Kälte. Ein Mann allein in einem leeren Haus am Ende der Welt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach wirken lassen!, 25. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Die Erlebnisse und Handlungen des passiven Helden, der mehr im Strom der Ereignisse treibt, als daß er selbst schwimmt, ist packend bis zur letzten Seite. Auch in Wilde Schafsjagd erzeugt Murakami dieselbe angenehme Atmosphäre, wie in seinen anderen Werken. Toll. Einfach wirken lassen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absurder Tiefsinn, 12. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
So absurd die Story auch ist - die Suche nach einem Schaf, das Denken und Handeln von Menschen bestimmt und im Gegenzug Macht und Reichtum bietet - so tiefsinning ist sie. Es ist kein einfacher Krimi, sondern viel mehr eine Jagd auf die korrupte japanische, leicht faschistische Machtelite in Japan. Japans junge Generation baeumt sich auf gegen Filz und Muff versteinerter Vorfahren. Ein geistvolles und spannendes Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Abgründe des Karriere-Menschen..., 1. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Selten so ein seltsames, ergreifendes und doch so irreales Buch gelesen... Murakami ist ein Meister, der es schafft, dass man nach dem Lesen mehr Fragen hat als vorher... Er regt zu sehr abstrakten, fragwürdigen und ungeahnten Theorien an... Hommage an Japan mit facettenreicher Kritik und einem Versuch des Ausbruchs!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausflug in die Abgründe von Seelen, 21. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Wilde Schafsjagd (Taschenbuch)
Das Buch "Wilde Schafsjagd" hat mich sehr angesprochen. Auf unnachgiebige Weise erinnert mich der Stil an Fritsch's "Homo Faber", vielleicht in einer sehr freien und verschwommenen Art der Assoziation.
Sehr gut fand ich die durchgängig treffenden Vergleiche und Beschreibungen gewisser Zustände und Gefühle in einer sehr bildhaften Sprache. Die Geschichte fesselt ungemein, bildet eine sehr dichte, drückende Atmosphäre und lässt viel Raum für eigene Interpretationen. Diese sind aber gar nicht nötig, denn ab und an sollte man nicht zu viel grübeln, vielmehr einfach die Wirkung in sich aufnehmen.
Die philosophisch angehauchten Stellen (die nur immer wieder kurz eingestreut sind) bergen auf der einen Seite manch interessanten Gedanken, geben für mich allerdings kein ganz rundes Bild; man hätte sie noch besser einflechten können. Damit kann ich die Rezension auch abschließen: ein sehr gutes Buch, aber noch ein wenig mehr innere Größe und Zusammenhang - ich wäre einer noch größeren Faszination erlegen.
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Wilde Schafsjagd
Wilde Schafsjagd von Jürgen Stalph (Taschenbuch - 1997)
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