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am 28. Juli 1999
Stadler verarbeitet in diesem Buch ganz unprätentiös seine eigene kleine Passionsgeschichte vom einsamen und unverstandenen Menschen, der schon in seiner Kindheit den Verlust von Gefährten hinnehmen muß, Verlusterfahrungen macht am Beispiel seines Hundes, seiner Katze und seines Ferkels, die alle vor seinen Augen aus seinem Leben verschwinden. Sie verschwinden wie manch andere Freunde und vermeintliche Weggefährten, die dem das Leben mißtrauisch und zynisch Betrachtenden auf seinem weg verloren gehen. Er versucht auszubrechen aus dem Elend der Provinz, versucht auszubrechen aus der Enge und Unterdrücktheit seiner Existenz, macht sich mit hehren Idealen auf nach Rom, um die theologische Laufbahn einzuschlagen - und ist auch dort zum Scheitern verurteilt, ein Scheitern, daß er für sich selbst schon längst einzugestehen bereit ist, ja, die Kümmernis seines Daseins kaum mehr zu überspielen sucht. Und trotz dieses Scheiterns pflegt der Autor in dieser halb fiktiven, halb authentischen Autobiographie einen seltsam unbekümmerten, sarkastischen, ja verzweifelt-ehrlichen Humor, daß man bisweilen vor Lachen nicht an sich halten kann, mit welch lapidarer Sprache und welchem Fatalismus hier Schicksalsschläge hingenommen werden - oder besser Schicksalsschläge als solche gewertet werden, die für Otto Normalverbraucher nie und nimmer eine Rolle in seiner unsensiblen Wahrnehmung gespielt hätten. Wer immer Lust darauf hat, in die Erfahrungswelt eines anderen einzutauchen, das Psychogramm eines Gescheiterten kennenzulernen, der trotzdem in unserer Gesellschaft überlebt, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Sollte noch ein wenig Vorliebe für hintergründigen Humor hinzukommen, so ist der Lesespaß programmiert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 11. Oktober 1999
Danke Martin Walser! Ihre Buchempfehlung hat mich neugierig und nach Ende der Lektüre regelrecht süchtig gemacht nach dem „Arnold Stadler Ton"! Wer sich beim Lesen dieses Buches nicht zumindest teilweise wiedererkennt (Klassentreffen, Verwandtenbesuche, Jobsuche), dem ist nicht mehr zu helfen. Herzerfrischend, amüsant, eine Gratwanderung zwischen Wahrheit und Dichtung, Sätze, die einfach das Herz erwärmen. So isses! Gratulation zum Büchner-Preis, allein für dieses Buch ist er mehr als verdient!
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am 20. April 2010
Ein Ich-Erzähler lässt sie Kindheit in der "Provinz aller Provinzen" revuepassieren, bevor er sich seinen Jugendjahren im Arm der katholischen Kirche in Rom widmet. Dabei gehen seine Betrachtungen vornehmlich von Verlustsituationen oder zumindest Verlustängsten aus.
Was hätte witzige, melancholisch oder zumindest interessant werden können, verbiegt Stadler in künstlich winkende - weil abgehackt, verstümmelt, verschachtelt - Sätze. Betonung durch Wiederholung scheint sein Ansinnen, was gründlich nach hinten losgeht und die Geschichten noch zäher werden lässt. Die Sprache als künstliches nicht als künstlerisches Mittel scheint einmal mehr Grund für die Verleihung renommierter Buchpreise und die Verteilung hochlobender Kritiken zu sein. Nur lesenswert macht solch ein Stil Bücher am Ende trotzdem nicht. Zwei Punkte dennoch, weil bei der Erzählung über die Zeit der Priesterausbildung in Rom ein wenig von dem durchblitzt, was das Buch hätte werden können, eine beißende, scharfsinnige Satire. Leider ist es beim Durchblitzen geblieben.
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am 10. September 1999
Das also gehört unbedingt dazu, wenn man die deutsche Literaturkritik begeistern möchte: kurze möglichst belanglose Sätze; eine uninteressante Handlung; emotionsloses zuarbeiten auf keinen Höhepunkt; es muß kurz sein, damit man damit nicht zuviel Zeit vergeudet. Der Sprachstil muß einfach gehalten sein, damit wirklich jeder versteht, das es eigentlich um nichts geht. All diese Voraussetzungen erfüllt Stadlers "Mein Hund, meine Sau, mein Leben" perfekt. Kindheit und Leben einer uninteressanten Person, dem Ich-Erzähler, der durch manche Schicksalsschläge gebeutelt wird und (vorhersehbar) natürlich liegt der Grund in der Kindheit. Das ganze ist so langweilig das ich nach 8 Seiten zum ersten mal eingeschlafen bin. So ab Seite zwanzig verging die Lust zum Weiterlesen dann ganz. Erst in Abständen von 5 Seiten, dann in größeren Sprüngen versuchte ich noch mal einige Absätze, fand nichts, was des Weiterlesens wert wäre und gab auf. Stadler samt seinen begeisterten Kritikern rate ich, erst mal einige Jahre auf das Studium der Literatur und die Kunst des Schreibens zu verwenden. Natürlich kann nicht jeder ein Hans Henny Jahnn sein, aber auch der Ich-Erzähler in Hoegs ""Plan von der Abschaffung des Dunkels" schilderte sein armes Leben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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