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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist spannend bis zum Ende
Ich habe "Die bewohnte Insel" im Original also auf russisch gelesen. Ein junger Mann namens Maxim Kammerer wird während seiner kosmischen Entdeckungsreise von einem Meteoriten getroffen und muß auf dem Planeten Saraksch landen. Wie er bald feststellt ist der Planet bewohnt und seine größte Zivilisation befindet sich in tiefster Krise. Das...
Am 18. Dezember 2000 veröffentlicht

versus
14 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Strugatzki goes grässlich
Als Strugatzki-Leser der fast alle Werke kennt und schätzt, muss ich zu diesem Buch sagen: grässlich. In jeder Hinsicht.Nach 30 Seiten wurde ich wütend ob der logischen Fehler und hingeschluderten Ideen. Ab Seite 80 blätterte ich nur noch überfliegend durch bis zu den letzten 5 Seiten um die Auflösung zu lesen.

Eine Kriegsparabel...
Veröffentlicht am 20. Januar 2007 von Taklamakan


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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch ist spannend bis zum Ende, 18. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe "Die bewohnte Insel" im Original also auf russisch gelesen. Ein junger Mann namens Maxim Kammerer wird während seiner kosmischen Entdeckungsreise von einem Meteoriten getroffen und muß auf dem Planeten Saraksch landen. Wie er bald feststellt ist der Planet bewohnt und seine größte Zivilisation befindet sich in tiefster Krise. Das postatomare Land kann man mit dem dritten Reich oder mit der frühen Sowjetzeit vergleichen. Es herrschen Militärgesetz und Propaganda, die alles Fremde ausschliessen. Die Menschen im Land werden durch die Türme manipuliert, die überall im Land verteilt sind. Maxim oder Mak Sim, wie er von den Bewohner dieser Welt genannt wird, kommt aus einer vollkommenen Welt und kann deshalb nicht sofort das ganze Elend begreifen. Erst nach einigen schrecklichen Erlebnissen entscheidet er sich dafür, sich den Rebellen anzuschliessen und das System zu stürzen. Doch es ist nichts wie es aussieht. Immer wieder tauchen Gerüchte über einen "Wanderer" auf, der hinter Allem steht. Wer dieser "Wanderer" wirklich ist, erfährt der Leser erst, wenn er die letzten Seiten des Buches durchgelesen hat. Und das wird eine große Überraschung... "Die bewohnte Insel" war eins der ersten Bücher von Gebrüder Strugatzki und nachdem ich es gelesen hatte, habe ich mir sofort alle anderen Bücher von diesen Autoren gekauft, die ich finden konnte. Das Buch ist eins der Besten, die ich gelesen habe und wenn man das angefangen hat zu lesen, klappt man das Buch erst zu wenn Mak Sim's Abenteuer beendet sind.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Land Stalins im fernen Weltraum, 15. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
In grauer Zukunft landet der irdische Abenteuerer Maxim Kammerer versehentlich auf einem Planeten. Einem ausgesprochen erd-ähnlichen Planeten! Nach wenig Seiten weiß der Leser: Er ist in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts angekommen; aber was für ein Jahrhundert! 20 Jahre nach einem globalen Krieg mit Atomwaffen ist von der einstigen Kultur eine Mischung aus Mittelalter und Stalinzeit geblieben. Eine teuflische Erfindung läßt Manipulation zu, die das Land erneut in Kriegsbegeisterung versetzt. Maxim Kammerer glaubt an das Gute im Menschen. Und alle - ohne Ausnahme - benutzen ihn für eigene egoistische Ziele. Lange genug dauert es, bis Maxim begreift: Diese Welt kann er mit seinen humanistischen Idealen nicht messen. In dieser Welt muss er kämpfen, oder er wird benutzt. --- Es steht nirgends in diesem Buch, und doch ist die Sowjetunion in der Zeit Stalins und Breshnews allgegenwärtig. Ist sehr plastisch gegenwärtig, und vor allem: Ohne amerikanische Brille betrachtet. --- Beklemmend steigert sich die Kriegshysterie auf der bewohnten Insel. Maxim gerät in einen neuen Atomkrieg, ehe es ihm gelingt, den Drahtzieher und scheinbar obersten Herrn zu stellen: Den Wanderer. Doch statt Rettung für das geschundene Land, statt Happy-End muss er erkennen, dass all sein bisheriges Handeln falsch war ... Eine Empfehlung ist "Die bewohnte Insel" für alle, denen weltweite Konfrontation nicht gleichgültig ist; die die ehemalige Sowjetunion weder als Reich des Bösen noch als lichte Zukunft der Menschheit sehen wollen; die nachdenken wollen über Gewalt und Menschlichkeit.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verwirrend, Dramatisch, Fantastisch, 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich kann nur zustimmen: Spannend bis auf die letzten Zeilen!

Der gute Strugatzki kann es einfach. Ein ganz verrückter, eigensinniger Stil in Aufbau und Erzählweise. Eine Story, die inhaltlich irgendwo zwischen Philip K. Dick und Stanislaw Lem liegt:

Ein futuristisches Szenario eines totalitären Staates. Der junge Maxim kommt aus einer heilen, vom Kommunismus geprägten Welt. Zunächst unfähig sein Umfeld zu verstehen wird der interplanetare Besucher in nationale Angelegenheiten höchster Wichtigkeit verstrickt. Der Leser stolpert mit Maxim zusammen durch eine völlig Fremde Welt. Immer auf der Suche nach einer Erklärung für den Zustand der bewohnten Insel. Auf einer Suche nach einem Ausweg aus dem Chaos des Status Quo.

Strugatzki schafft einmal mehr eine verwirrende aber auch faszinierende Welt, die aus mehr Schein als Sein besteht. Wir erfahren nur Stück für Stück wie sich diese Welt ergeben hat und welche Rolle Maxim darin spielt. Die Spannungskurve bleibt immer weit oben und garantiert bis zur letzten Seite Lesevergnügen pur. Eine Dystopie, die nicht an 1984, Wir! oder Schöne Neue Welt herankommt, aber als Roman ebenso unterhaltsam ist.

Ein tolles Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Robinson Crusoe im Kriegsgebiet, 27. Mai 2013
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
"Die bewohnte Insel" ist der erste Teil der "Maxim Kammerer-Trilogie" der russischen Schriftstellerbrüder Arkadi und Boris Strugatzki. Der Titel weist bereits darauf hin: Ähnlich wie Robinson Crusoe verschlägt es den Helden Maxim Kammerer auf eine ihm unbekannte Welt, auf der er sich erst zurecht finden muss. Doch anders als die Insel im Klassiker von Daniel Defoe ist der Planet, auf dem die Hauptperson landet, alles andere als unbewohnt.

Die Autoren stellen in "Die bewohnte Insel" die Anpassungsprobleme, die der Protagonist in einem für ihn völlig fremden System hat, sehr anschaulich dar. Die fremde Sprache zu lernen ist dabei noch das geringste Problem. Viel schwerer fällt es dem Helden, mit seinen irdischen (in diesem Fall: utopisch-sozialistischen) Wertvorstellungen, die Bewohner der "Insel" auf gesellschaftlicher und philosophischer Ebene zu verstehen. Um aber seinem Schicksal zu entkommen, muss er sich anpassen, was eine starke Veränderung seiner Persönlichkeit und seiner Moral zur Folge hat. Letztlich scheint "Die bewohnte Insel" damit ein Plädoyer dafür zu sein, dass selbst ein Einzelner mit genügend Willenskraft ein System verändern kann. Dass es dabei zwangsläufig zu Verlusten kommt, die das Umfeld, die eigene Persönlichkeit und auch die eigene Moral betreffen, ist die Folge. Ob sich ein solcher Eingriff in das System lohnt, lassen die Autoren ein wenig offen - der überraschende Schluss legt allerdings nahe, dass es ohne genaue und umfassende Kenntnis der Fakten leicht zu einer Katastrophe kommen kann, egal, wie gut die verfolgten Absichten gewesen sein mögen.

Andererseits zeigt "Die bewohnte Insel" auch sehr deutlich, wie sich ein repressives Regime durch Propaganda und Manipulation absichert. Die Art und Weise wie die Bewohner der "Insel" unterdrückt werden, wie man Andersdenkende verfolgt und ausrottet, hat etwas bedrückend Realistisches. Übrigens wird in diesem Roman auch die Bedrohung durch atomare Aufrüstungs- und Abschreckungspolitik sehr deutlich dargestellt, ebenso die Folgen eines modernen, hochtechnisierten Krieges.

Fazit: Zunächst hatte ich für "Die bewohnte Insel" schon die Vier-Sterne-Wertung reserviert - zu oft wurde die spannende Grundhandlung von philosophischen Exkursen unterbrochen, die man nur schwer versteht. Allerdings hat sich das nach einem zweiten Durchgang geändert und ich habe Details entdeckt, die ich vorher in der stark verdichteten Geschichte überlesen habe. Der Schluss ist sowieso über jeden Zweifel erhaben, sodass ich im Endeffekt fünf Sterne springen lasse. Knapp, aber doch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spröde, 5. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dies ist der erste Teil der sog. „Maxim-Kammerer-Trilogie“. Maxim landet als Mitglied der GFS (Gruppe freie Suche) auf einem unbekannten Planeten. Die Zivilisation, auf die er dort trifft, ist von faschistoidem und militaristischem Zuschnitt. Schnell wird der idealistische junge Mann, überdies mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, in die Problematik der „bewohnten Insel“ hineingezogen und vor immer neue Herausforderungen und Entscheidungen gestellt, bevor es zum Schluss zu einer überraschenden Wendung kommt. Grundsätzlich möchte ich mich hier eigentlich als Fan der Strugatzki-Brüder outen. Dennoch hat das vorliegende Werk auf mich nicht denselben Zauber und die gleiche Faszination wie z.B. „Ein Käfer im Ameisenhaufen“ oder „Die Schnecke am Hang“ ausgeübt. Die Story entfaltet sich nie wirklich und bleibt irgendwie relativ spröde und trocken. Trotzdem habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ideologiestützendes Frühwerk mit kritischen Momenten, 24. Februar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein Raumschiff landet auf einem fremden Planeten, an Bord ein Mann namens Maxim Kammerer – nicht unbedingt das hellste Licht unter den Sonnen. Während er sich in seiner neuen Umgebung ein wenig umsieht wird sein Schiff stark beschädigt und wenig später sieht er sich als Gefangener einer Gruppe von Leuten, die weder seine Sprache sprechen, noch unbedingt Verhaltensweisen zeigen, die für Maxim nachvollziehbar sind. Er versucht herauszubekommen, was diese Leute antreibt und was sie eventuell von ihm wollen, während sie selbst sich über seine Widerstandsfähigkeit, seine Kraft und seine offensichtliche Dummheit in Bezug auf die Welt wundern. Er ist zunächst ein überaus sozialistisch erzogener Robinson in einer Welt, mit der er wenig gemein hat.
Wegen seiner körperlichen Fähigkeiten und seiner kämpferischen Macht wird er in die „Kämpfende Garde“ aufgenommen, eine Art Elitekampftruppe. Hier lernt er ein wenig mehr über die Gesellschaft in der er lebt und sieht seltsame Euphorieausbrüche zu festgelegten Uhrzeiten innerhalb der Truppe, die ihn selbst aber nicht zu berühren scheinen. Nach einem überaus erfolgreichen Einsatz wird er mit in ein Verhörteam aufgenommen, wobei er erstmals Kontakt mit sogenannten Entarteten bekommt, Menschen, die sich während der Euphoriephasen oft in schmerzhaften Zuckungen auf dem Boden winden und die außer aus Maxims Sicht verständlicher Kritik an der Gesellschaft kein Verbrechen begangen haben – und manche nicht einmal das. Als er beauftragt wird, zwei dieser Personen hinzurichten wendet er sich gegen seine Vorgesetzten.
Im Folgenden schlägt sich Maxim auf die Seite des Widerstands, den er aber schnell als undurchdacht und unorganisiert erlebt, weswegen er den Einsätzen nicht mit allem Einsatz und voller Konzentration folgt, was schließlich zu seiner Inhaftierung führt. Diese wiederum bringt ihn aus politischen Erwägungen in eine Art Strafbattalion, in wo er damit beschäftigt ist, die Hinterlassenschaften eines grausamen Kriegs zu beseitigen. Ein Ausbruch mit dem Versuch, mit der Gegenseite in diesem Krieg Kontakt aufzunehmen zeigt ihm, dass seine neue Heimat unglaublich viel komplexer ist, als er dies bisher geglaubt hat und dass es hier Gefahren gibt, die sein Fassungsvermögen übersteigen. Am Schluss führt seine Begegnung mit einer Person, die der „Wanderer“ genannt wird zu einer überaus beschämenden Erkenntnis.

Nicht jeder, der in einem hypothetisch erfolgreichem und fortschrittlichen System aufgewachsen ist ist notwendigerweise ein überlegener Mensch in einem anderen System und er ist auch nicht notwendigerweise in der Lage, ein „primitiveres“ System so zu begreifen, dass er darin nutzbringend für alle agieren kann, was das erfolglose Herumwerkeln Maxims in seiner neuen Umwelt deutlich zeigt. Die Strugatzkis zeigen hier einen überaus idealistisch agierenden – wenn auch nicht immer denkenden – Menschen, dem es deutlich an Schulbildung und Hintergrund fehlt und der darum bei allen guten Vorsätzen gezwungen ist, für ihn und andere fatale Fehler zu machen – und gleichzeitig gewisse Prämissen zu Beschleunigung der historischen Dialektik in Frage stellt. Eine gelungene allegorische Darstellung des sozialistisch-historischen Determinismus und den Gefahren von „gut gedacht, aber nicht gut gemacht.“
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft der Kapitalismus, 21. April 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Gesellschaftssystem was in dem Buch beschrieben wird, ist meiner Meinung nach, eher, eine art Kapitalistische Gesellschaft, nach dem Zusammenbruch des Kapitalismus! Man (die Elite), versucht diese Gesellschaft, durch Propaganda und die so gennanten "Türme" bei Laune zu halten, kontrollieren und verdummen (Kommt uns allen bekannt vor! Schaltet mal den Fernseher oder Radio ein!). Es gibt natürlich Parallele zu Stalins Russland oder Hitlers Deutschland, aber wenn man bedenkt dass, die Elite (auch unsere!!) durch die Kriegstreiberei immer mehr verdient und an Macht gewinnt,und wie unsere Gesellschaft aber immer mehr verdummt, Ignorant und Zynisch reagiert,und natürlich die Folgen, solcher Kriege, was auch im Buch sehr gut und ausführlich beschrieben wird, dann würde ich meinen dass hier, eher die Zukunft unsere schonungslose und kapitalistische Geselleschaft beschrieben wird.
Jedenfalls unbedingt LESEN!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenig Action, eher Gesellschaftsporträt, 22. November 2010
Von 
basssopran - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses recht frühe Werk phantastischer Literatur ist keine Science Fiction im klassischen Sinne, sondern eher eine futuristische Parabel über Sinn und Unsinn von Kriegsführung, Propaganda, Unterdrückung, Militarismus, totalitären Systemen - sprich eine Gesellschaftskritik an der Sowjetunion. Das klingt nicht unbedingt spannend, ist es aber doch: Der aus einer fortschrittlichen, moralisch hehren Gesellschaft stammende Maxim Kammerer muss auf einem nicht sehr wirtlichen Planeten notlanden. Der Planet erweist sich als bewohnt, von einer der unseren sehr ähnlichen Gesellschaft. Voll unschuldigen Staunens erlernt Maxim Sprache und Gepflogenheiten und verpflichtet sich dem Militär, bis er für seine Auffassung unmoralische Befehle ausführen soll. Daraufhin schließt er sich dem unterdrückten Volk, den so genannten Entarteten an, und kämpft an ihrer Seite. Welche perfiden Unterdrückungsmethoden angewendet werden und was sie alles leisten, erfährt man nur allmählich. Und die ganz große Bombe (in mehrerlei Hinsicht) platzt erst ganz zum Schluss.
Ich fand es befremdlich, dass die Übersetzerin nicht nur übersetzt, sondern lokalisiert hat - Namen, Orte etc. wurden eingedeutscht. Die Sprache ist sehr substantivlastig, das Russische quillt sozusagen aus allen Knopflöchern. Gut gefiel mir jedoch die Mischung aus Gleich- und Andersartigkeit, die die Autoren weben: Man erkennt seine eigene Welt wieder, doch gibt es einige sehr phantasievolle Änderungen, die man teilweise recht überrascht liest. Maxim ist beispielsweise in der Lage, Mineralien und radioaktive Strahlen wahrzunehmen.
Wer harte SF sucht, ist hier sicher nicht gut beraten, denn es ging den Autoren um die Systemkritik und weniger um die Darstellung einer futuristischen Welt. Dennoch ist das Buch keine "schwere Kost" im Sinne einer moralischen Überfrachtung. Ich werde sicher wieder ein Buch dieser Autoren lesen.
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5.0 von 5 Sternen Die bewohnte Insel, 5. Januar 2010
Von 
Jens Sonnenberg (Lentföhrden,Schleswig-H.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein Mensch auf einem fernen Planeten gelandet: doch leider ist dort kein Willkommen für ihn ! Seine unglaublichen Fähigkeiten nutzt das Militär aus, seine Seele bekommt richtig Schaden wegen der Gewalt dort, sehr empfehlenswert!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Strugatzki, 20. Januar 2009
Von 
Stephan Gruhne (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch ist ein klassisches Werk aus der Zeit des kalten Krieges. Dazu gibt es wenig zu sagen. Wie damals üblich sind Atombomben und Volksverdummung das Hauptthema. Es wird zwar ganz nett rübergebracht, aber wie so häufig fällt auf, dass die beiden Brüder zum Ende hin flacher werden und sich in Wiederholungen verlieren.

Trotzdem ein lesenswertes Buch, aber an einen Lem kommt es einfach nicht heran.
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Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Die bewohnte Insel: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Boris Strugatzki (Taschenbuch - 24. Februar 1992)
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