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am 31. Dezember 2012
Sind erst mal die Geister verschwunden - die guten - lässt der Niedergang nicht mehr lange auf sich warten.

Über vier Generationen erzählt Isabel Allende eindrucksvoll und überaus farbig und bildreich die Geschichte Chiles im letzten Jahrhundert: Die Chronik der Familie Trueba - allen voran der Patriarch Esteban Trueba, der für Aufstieg und Fall aus eigener Kraft verantwortlich zeichnet.

Die Seele des Hauses ist Clara, die Hellsichtige, Estebans Frau - wir lernen sie bereits als Kind kennen, erfahren die tragischen Umstände, die sie zu Truebas Frau werden ließen; wir begleiten den trauernden, mittellosen und jungen Esteban auf das familiäres Gut "Die Drei Marien", das über Jahre von seinem Vater verwahrlost sich selbst überlassen wurde; wir verfolgen die Wiederherstellung von Recht und Ordnung und sehen das Gut wachsen und gedeihen; schließlich kommen Kinder: die Tochter Blanca und die Zwillinge Jaime und Nicolas, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch alles Glück währt nicht ewig! Die ersten Risse beschert Esteban mit seinem Jähzorn und den folgenden Gewaltakten, weitere folgen nach dem schweren Erdbeben, nachdem Trueba nie mehr der gleiche wurde; Säulen und Stützen bröckeln, Stück für Stück werden Haus und Familien etwas weniger.

Die Welt Claras war eine andere, eine fabelhafte, "geisterreiche", mystisch und geheimnisumwobene. Allein ihre Hellsicht, hat ihr vieles im Leben vorab gezeigt und sie akzeptieren gelernt, was sie nicht ändern konnte. War sie als junges Mädchen versucht, fortwährend und mit Begeisterung Gegenstände mit der Kraft ihres Geistes über Tische oder durch Räume wandern zu lassen, und bewunderte sie die fremdartige Welt des Onkels, der als Entdeckungsreisender unzählige Bücher, merkwürdige Gegenstände und Lebewesen ins Haus brachte, nützte sie im Erwachsenenalter diese Gabe, die guten Geister in ihrem Haus zu versammeln und Tragödien vorauszusagen.

Als sie den großen Untergang voraussieht, legt sie sich hin und stirbt, um nicht miterleben zu müssen, wie ihre Kinder und Enkel vor der Militärdiktatur außer Landes ins Exil flüchten, misshandelt, gefoltert und ermordet werden - hervorgerufen durch Truebas Sturheit gegen die neue Regierung des Sozialismus.

Dem Patriarchen Esteban Trueba sind die politischen Höhen und Tiefen in die Lebenslinie gebrannt - zuerst herrscht er über seine Bauern und seine Familien gleichermaßen, ohne Widerworte zu erdulden, verstößt sie ob des Ungehorsams, und verirrt sich in seinem eigenen Größenwahn, ohne rechtzeitig zu erkennen, wem er damit in die Hände spielt. Gebrochen, als alter, einsamer und verlassener Mann erkennt er seine Fehler und erweicht sein Herz.

Der Roman ist wirklich ein Geschenk! Überaus bildreiche Sprache, die Wärme spüren lässt, Gerüche vermittelt und virtuos die Sinfonie der Familie vertont. Nicht nur die spirituellen Abenteuer Claras sind überaus amüsant und kurzweilig!
Alle Protagonisten umgarnen uns Leser mit der Sehnsucht nach Sympathie - und es gelingt! Selbst der hartherzige Trueba erinnert an die Jahre seiner jungen Trauer, seines unerbittlichen Fleißes, seines Erfolgs und seiner Großzügigkeit. Die politische Entwicklung des Landes steht schonungslos und ungeschönt direkt im Raum - verkörpert in der Inhaftierung der Enkelin Alba, deren Vater ein gesuchter Sozialist war!

Wunderbare Geschichte, einzigartige Charaktere, vielschichtig und virtuos erzählt!
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am 27. Februar 2012
Isabel Allendes Roman "Das Geisterhaus" gleicht den flackernden Lichtwerfungen in ein Poesiealbum der besonderen Art. Die einzige Überlebende einer großen chilenischen Familiendynastie arbeitet das Tagebuch ihrer Großmutter auf und wird zur magischen Erzählerin einer in Teilen selbst erlebten Generationengeschichte; einem einfühlsam geschilderten Erinnerungsstück menschlicher Lebenslagen und historischer Verhältnisse, in über 70 Jahren Zeitgeschichte. (Chile um die Jahrhundertwende, das Reisen zu Pferde, die ersten Automobile, die Sozialistische Regierung, die Militärdiktatur der 70er Jahre.)
Bei diesem Roman handelt es sich, obwohl es der Titel suggeriert, um keinen Schauerroman, wohl aber geht es um übersinnliche, seherische und spirituelle Fähigkeiten, die vornehmlich bei Clara, der Tagebuchverfasserin (Großmutter der Erzählerin), vorzufinden sind. Das große Eckhaus in Santiago, einer der Lebensmittelpunkte der Familie, "verkommt" aber nachgerade zu einem Geisterhaus, weil etappenweise die Protagonisten aus seinem "Leben" verschwinden. Ein anderer Mittelpunkt stellt das Landgut der "Drei Marien" dar, eine scheinbare Idylle, in der sich jedoch die zerrissenen sozialen Strukturen des Landes am Deutlichsten hervortun. Der Gutsherrenhof mit seinen despotischen Patronatsverhältnissen (der Patron greift zeitweise als Icherzähler in die Erzählung ein, wohl auch, weil er selbst noch Aufzeichnungen hinterließ), die unterdrückten Hintersassen, die sehnsüchtig einen Ausweg aus ihrer Armut und dem unterjochten Dasein erwirken möchten, zur Auflehnung bereit, sobald sich der Wind politisch dreht.

Isabel Allende gelingt in ihrem Roman Außergewöhnliches. Sie schafft Parallelen zwischen Naturbeschreibungen, gesellschaftspolitischen als auch familiären Zustandsbeschreibungen. Ein Erdbeben, ein politischer Umsturz, Zerwürfnis und Verwerfung; eine romantische Landschaftsszenerie, die soziale Eintracht neuer politischer Macht (die der Sozialisten), die Liebenden (über jegliche Klassengrenzen hinweg). Das Buch ist eine Beschreibung der Lebensideale und Lebensideologien, eine Überzeichnung extremer Charaktere und Figuren, geprägt von Verrücktheiten und Verrückten, fokussiert auf Kontraste und Gegensätze: die romantisch-intensive Liebe, die abgrundtiefe Härte menschlicher Natur und Diktatur. Diese Zerrissenheit dringt ein in die kleinsten Ritzen gesellschaftlichen Daseins; so spricht der Pfarrer: "Die heilige Mutter Kirche steht rechts, aber Jesus Christus stand immer links." Vielleicht ist das genau das Großartige an dieser Autorin; in einem einzigen Satz vermag sie die zeitbezogene Wesensskizzierung einer ganzen Nation zu verfassen. Große Literatur hatte schon immer mit erzählerischer Dichte zu tun. Dieses Buch ist nicht nur geschrieben, -- es ist wohl auch erlebt.

PS: Dieser Erstlingsklassiker der Autorin bleibt meines Erachtens unerreicht. Die Bücher "Inés meines Herzens" und "Eva Luna" sind gute Literatur, jedoch weniger durchlebt und kraftvoll wie "Das Geisterhaus".
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am 17. Februar 2008
Nicht wenige warfen Isabel Allende bei Erscheinen ihres Romans vor, sie habe sich allzu sehr an Gabriel Garcia Márquez angelehnt, dessen Mythos von Südamerikas Geschichte im Begriff des Magischen Realismus gipfelt. Dem Erfolg ihres Epos machte dies jedoch nichts aus. Das Geisterhaus beschreibt die bewegende Geschichte Chiles im 20. Jahrhundert. Ein Land, dessen politische Auseinandersetzungen sich gegen das eigene Volk richtete, dessen Militär sich berufen fühlte, sein Demokratieverständnis der Wirtschaft und Machtanspruch der Oberschicht zu unterwerfen. Allende entgeht der blanken Schwarz-Weiß Malerei, in dem sie anhand einer Familiengeschichte zeigt, wie über Generationen die Politik die Menschen zerstört, wie das Streben nach Besitz eine Härte erfordert, die Unrecht erschafft. Allende webt den Mythos eines Geisterhauses, in das die Menschen nach ihrem Versagen zurückkehren, um ihre Wunden zu lecken. Unrecht wird mit Unrecht vergolten. Die Inthronisierung einer Militärdiktatur dient nicht dem Zweck, das Land zu befrieden. Esteban Trueba, den wir durch die jüngere Geschichte begleiten und dessen moralischen Maßstäbe ihn nicht vor Verblendung schützen, muß miterleben, wie erst seine Frau dem Schweigen verfällt, und er selber beginnt, mit einem Geist zu leben. Ein wunderbares Gleichnis für ein Land, das hat bitter lernen müssen, seine Zerrissenheit zu überwinden. Ein pittoreske Zeitgemälde, das es schafft, ein Gefühl für den Schrecken über die Grenzen hinaus zu versenden, den Chile zu der Zeit befallen hat, und gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, die Liebe zu diesem Land zu erneuern.
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am 1. September 2012
Allende malt ein umfassendes Sittengemälde und eine Familiensaga, in dem die spirituellen Episoden geschickt den Gang der Geschichte auflockern, ohne gänzlich ins Fantasy-Reich hinüberzugleiten. Die Ereignisse um die handelnden Personen werden so authentisch dargestellt, dass man sie nicht nur charakterisieren, sondern auch so akzeptieren kann, wie sie sind. Allendes Roman hat darüber hinaus, und das fehlt anderen großen Sagen, einen Bezug zur Wirklichkeit in lateinamerikanischen Ländern und verbirgt keinerlei langweiligen, nebensächlichen oder in die Länge gezogenen Episoden. Man findet sich direkt in die Geschichte ein und der Fortgang des Romans gleicht einem großen Fluss. Man erfährt viel über das Leben in einem lateinamerikanischen Land und den Mechanismus von Diktaturen, sorgsam eingebettet in einen faszinierenden und gefühlvollen, mitnehmenden Roman der Extraklasse, der sich äußerst wohltuend von anderen lateinamerikanischen Romanen abhebt!
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am 9. November 2004
Bevor ich das Geisterhaus gelesen habe, kannte ich den Film, der mich sehr begeistert hat. Dazu muss ich sagen, dass mich die Thematik an sich gar nicht interessiert. Politik, nein danke! Aber das Geisterhaus ist so viel mehr als nur ein politischer Roman. Die Figuren sind sehr schön beschrieben und interessant miteinander verknüpft. Die Schicksale der Menschen sind bewegend und reißen einen beim lesen mit. Die Frauenfiguren sind alle sehr schillernd, aber so unterschiedlich, dass keine Langeweile, oder, wegen der vielen Figuren, Verwirrung, aufkommt. Aber nicht nur die Beziehungen zwischen den Hauptpersonen werden geschildert, sondern auch die Masse des Volkes ist sehr wichtig. Die Sprache von Isabel Allende gefällt mir sehr gut und war angenehm zu lesen. Nur ihr Erzählstil irritierte mich zu Anfang. Ein sehr empfehlenswertes Buch. Sehr interessant und vielschichtiger als der Film!
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am 14. Februar 2003
Dieser Roman von Isabell Allende ist auch Ihr bester. Wenn man das Buch zur Hand genommen hat, kann man es nicht eher weglegen, bis man es zu Ende gelesen hat. Die Geschichte um das wechselvolle Leben des Patriarchen Esteban ist so fesselnd, bunt und bilderreich erzählt, dass man sie richtig nachfühlen kann. Man möchte mit den Figuren lachen und weinen und ist am Ende ganz enttäuscht, dass der Lesespaß schon vorbei sein soll. Hier gibt es nur einen guten Tipp: gleich nochmal von vorn anfangen.
Für alle die, die diesen wundervollen Roman noch nicht haben, empfiehlt es sich unbedingt, ihn zu kaufen. Er verspricht Lese vergnügen satt. Übrigens geht es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten läßt, um Geisterbeschwörung und Gruselkabinett, sondern um die wechselvolle Geschichte Chiles.
Dieses Buch verdient die fünf Sterne voll und ganz!!!
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am 27. Dezember 2003
Wer den Film kennt, der wird sich wundern, um wie viel umfangreicher und detailreicher Allendes Roman in Wirklichkeit ist. Ganze Generationen wurden im Film vernachlässigt, was angesichts des komplexen Figuren- und Handlungsgeflechts von "Das Geisterhaus" nicht verwunderlich ist.
Auch wer sich in der Geschichte Chiles nicht auskennt wird dieses Buch lieben, das mit viel Liebe zum Detail (auch zu historischen Details - siehe die Rolle der Vereinigten Staaten was den Militärstreich betrifft), zur Magie und zum Land geschrieben ist. Zu Beginn vielleicht etwas langatmig, weil Personen, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Handlung haben, (fast zu) genau beschrieben werden - Stichwort Nicolás - aber vor allem im zweiten Teil kann man nicht mehr vom Roman lassen.
In diesem Sinne mein Rat: lest das Buch unbedingt und wenn es euch auch zu Beginn etwas langatmig erscheint - lest weiter!!!
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am 2. September 2014
Und was für eine Geschichte - packend vom ersten bis zum letzten Wort!
Die Charaktere haben mich ebenso fasziniert wie die Entwicklung einzelner Plots,
deren Verknüpfungen ein komplexes und intelligentes Kunstwerk höchster Güte spinnen.
Aber auch die Sprache ist einfach fantastisch.
Ich bin absolut begeistert von diesem unglaublichen Buch.
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am 13. Mai 2016
Obwohl schon der Film ein gelungenes Zeitgeist-Dokument wurde, geht das Buch weit darueber hinaus, mehr Details, vielschichtiger, genauer, ausfuehrlicher und doch nie langweilig. Ein Buch, das oefter gelesen werden kann.
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am 27. November 2002
Ich hatte mir am Anfang eigentlich etwas Anderes vorgestellt, eine düstere Geschichte mit Geistern. Dabei geht es um zwei Familien mit den Namen Trueba und del Valle, die der Chilenischen Oberschicht angehören. Aber nach ein paar Seiten fand ich auch dieses Buch sehr ansprechend. Was mir an Allendes Schreibstil sehr gut gefällt ist, dass sie die Geschichte aus zwei Blickwinkeln erzählt. Und zwar, die des Erzählers und die der Hauptperson. Dabei findet man heraus, wie wichtig es ist, Situationen von mehreren Standpunkten aus erzählt zu bekommen. Was aber nichts sehr reizvoll war, ist das sie oft vorwegnimmt, was passieren wird. Sie zerstört mit einem Satz, die Spannung, die sich aufgebaut hat. Die Geschichte selbst ist sehr Interessant, wenn man bedenkt, dass Isabel Allende auch einen Teil ihres Lebens in diesem Roman beschreibt. Es ist ein gelungenes Buch, dass ich immer wieder gerne lesen werde.
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