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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Espíritos quitados
Sind erst mal die Geister verschwunden - die guten - lässt der Niedergang nicht mehr lange auf sich warten.

Über vier Generationen erzählt Isabel Allende eindrucksvoll und überaus farbig und bildreich die Geschichte Chiles im letzten Jahrhundert: Die Chronik der Familie Trueba - allen voran der Patriarch Esteban Trueba, der für Aufstieg...
Vor 18 Monaten von Esther veröffentlicht

versus
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas länglich, das Ende hat es dann aber in sich
Ich hatte Isabel Allendes "Geisterhaus" schon lange auf meiner Leseliste, diesen Sommer war es dann soweit. Inhaltlich ist alles zum Buch in den anderen Rezensionen gesagt worden, so dass ich mich jetzt ganz auf meine Leseeindrücke beschränken kann. Das Buch ist ohne Zweifel sehr flüssig und vor allem in den ersten Kapiteln mit viel Humor geschrieben. So...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2009 von W. Öschelbrunn


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Espíritos quitados, 31. Dezember 2012
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Sind erst mal die Geister verschwunden - die guten - lässt der Niedergang nicht mehr lange auf sich warten.

Über vier Generationen erzählt Isabel Allende eindrucksvoll und überaus farbig und bildreich die Geschichte Chiles im letzten Jahrhundert: Die Chronik der Familie Trueba - allen voran der Patriarch Esteban Trueba, der für Aufstieg und Fall aus eigener Kraft verantwortlich zeichnet.

Die Seele des Hauses ist Clara, die Hellsichtige, Estebans Frau - wir lernen sie bereits als Kind kennen, erfahren die tragischen Umstände, die sie zu Truebas Frau werden ließen; wir begleiten den trauernden, mittellosen und jungen Esteban auf das familiäres Gut "Die Drei Marien", das über Jahre von seinem Vater verwahrlost sich selbst überlassen wurde; wir verfolgen die Wiederherstellung von Recht und Ordnung und sehen das Gut wachsen und gedeihen; schließlich kommen Kinder: die Tochter Blanca und die Zwillinge Jaime und Nicolas, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch alles Glück währt nicht ewig! Die ersten Risse beschert Esteban mit seinem Jähzorn und den folgenden Gewaltakten, weitere folgen nach dem schweren Erdbeben, nachdem Trueba nie mehr der gleiche wurde; Säulen und Stützen bröckeln, Stück für Stück werden Haus und Familien etwas weniger.

Die Welt Claras war eine andere, eine fabelhafte, "geisterreiche", mystisch und geheimnisumwobene. Allein ihre Hellsicht, hat ihr vieles im Leben vorab gezeigt und sie akzeptieren gelernt, was sie nicht ändern konnte. War sie als junges Mädchen versucht, fortwährend und mit Begeisterung Gegenstände mit der Kraft ihres Geistes über Tische oder durch Räume wandern zu lassen, und bewunderte sie die fremdartige Welt des Onkels, der als Entdeckungsreisender unzählige Bücher, merkwürdige Gegenstände und Lebewesen ins Haus brachte, nützte sie im Erwachsenenalter diese Gabe, die guten Geister in ihrem Haus zu versammeln und Tragödien vorauszusagen.

Als sie den großen Untergang voraussieht, legt sie sich hin und stirbt, um nicht miterleben zu müssen, wie ihre Kinder und Enkel vor der Militärdiktatur außer Landes ins Exil flüchten, misshandelt, gefoltert und ermordet werden - hervorgerufen durch Truebas Sturheit gegen die neue Regierung des Sozialismus.

Dem Patriarchen Esteban Trueba sind die politischen Höhen und Tiefen in die Lebenslinie gebrannt - zuerst herrscht er über seine Bauern und seine Familien gleichermaßen, ohne Widerworte zu erdulden, verstößt sie ob des Ungehorsams, und verirrt sich in seinem eigenen Größenwahn, ohne rechtzeitig zu erkennen, wem er damit in die Hände spielt. Gebrochen, als alter, einsamer und verlassener Mann erkennt er seine Fehler und erweicht sein Herz.

Der Roman ist wirklich ein Geschenk! Überaus bildreiche Sprache, die Wärme spüren lässt, Gerüche vermittelt und virtuos die Sinfonie der Familie vertont. Nicht nur die spirituellen Abenteuer Claras sind überaus amüsant und kurzweilig!
Alle Protagonisten umgarnen uns Leser mit der Sehnsucht nach Sympathie - und es gelingt! Selbst der hartherzige Trueba erinnert an die Jahre seiner jungen Trauer, seines unerbittlichen Fleißes, seines Erfolgs und seiner Großzügigkeit. Die politische Entwicklung des Landes steht schonungslos und ungeschönt direkt im Raum - verkörpert in der Inhaftierung der Enkelin Alba, deren Vater ein gesuchter Sozialist war!

Wunderbare Geschichte, einzigartige Charaktere, vielschichtig und virtuos erzählt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geister, die man rief., 27. Februar 2012
Von 
Walter "Walter" (Buxtehude, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Isabel Allendes Roman "Das Geisterhaus" gleicht den flackernden Lichtwerfungen in ein Poesiealbum der besonderen Art. Die einzige Überlebende einer großen chilenischen Familiendynastie arbeitet das Tagebuch ihrer Großmutter auf und wird zur magischen Erzählerin einer in Teilen selbst erlebten Generationengeschichte; einem einfühlsam geschilderten Erinnerungsstück menschlicher Lebenslagen und historischer Verhältnisse, in über 70 Jahren Zeitgeschichte. (Chile um die Jahrhundertwende, das Reisen zu Pferde, die ersten Automobile, die Sozialistische Regierung, die Militärdiktatur der 70er Jahre.)
Bei diesem Roman handelt es sich, obwohl es der Titel suggeriert, um keinen Schauerroman, wohl aber geht es um übersinnliche, seherische und spirituelle Fähigkeiten, die vornehmlich bei Clara, der Tagebuchverfasserin (Großmutter der Erzählerin), vorzufinden sind. Das große Eckhaus in Santiago, einer der Lebensmittelpunkte der Familie, "verkommt" aber nachgerade zu einem Geisterhaus, weil etappenweise die Protagonisten aus seinem "Leben" verschwinden. Ein anderer Mittelpunkt stellt das Landgut der "Drei Marien" dar, eine scheinbare Idylle, in der sich jedoch die zerrissenen sozialen Strukturen des Landes am Deutlichsten hervortun. Der Gutsherrenhof mit seinen despotischen Patronatsverhältnissen (der Patron greift zeitweise als Icherzähler in die Erzählung ein, wohl auch, weil er selbst noch Aufzeichnungen hinterließ), die unterdrückten Hintersassen, die sehnsüchtig einen Ausweg aus ihrer Armut und dem unterjochten Dasein erwirken möchten, zur Auflehnung bereit, sobald sich der Wind politisch dreht.

Isabel Allende gelingt in ihrem Roman Außergewöhnliches. Sie schafft Parallelen zwischen Naturbeschreibungen, gesellschaftspolitischen als auch familiären Zustandsbeschreibungen. Ein Erdbeben, ein politischer Umsturz, Zerwürfnis und Verwerfung; eine romantische Landschaftsszenerie, die soziale Eintracht neuer politischer Macht (die der Sozialisten), die Liebenden (über jegliche Klassengrenzen hinweg). Das Buch ist eine Beschreibung der Lebensideale und Lebensideologien, eine Überzeichnung extremer Charaktere und Figuren, geprägt von Verrücktheiten und Verrückten, fokussiert auf Kontraste und Gegensätze: die romantisch-intensive Liebe, die abgrundtiefe Härte menschlicher Natur und Diktatur. Diese Zerrissenheit dringt ein in die kleinsten Ritzen gesellschaftlichen Daseins; so spricht der Pfarrer: "Die heilige Mutter Kirche steht rechts, aber Jesus Christus stand immer links." Vielleicht ist das genau das Großartige an dieser Autorin; in einem einzigen Satz vermag sie die zeitbezogene Wesensskizzierung einer ganzen Nation zu verfassen. Große Literatur hatte schon immer mit erzählerischer Dichte zu tun. Dieses Buch ist nicht nur geschrieben, -- es ist wohl auch erlebt.

PS: Dieser Erstlingsklassiker der Autorin bleibt meines Erachtens unerreicht. Die Bücher "Inés meines Herzens" und "Eva Luna" sind gute Literatur, jedoch weniger durchlebt und kraftvoll wie "Das Geisterhaus".
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Familiensaga, 9. September 1999
Von Ein Kunde
Ich habe "Das Geiserhaus" geradezu verschlungen und mittlerweile schon mehrmals gelesen. Das Buch spielt in Chile und zwar zum Teil in der Hauptstadt Santiago, zum Teil auf dem Land. Es ist eine Familiengeschichte über vier Generationen. Obwohl das Buch recht dick ist und ziemlich viele Personen darin vorkommen, mußte ich aber nicht ein einziges Mal zurückblättern, um nachzuschauen, wer das jetzt nochmal war. Denn die Figuren sind so gut beschrieben, daß man die Personen geadezu bildhaft vor sich sieht, sich sogar ihre Stimmen, Gestik und Mimik vorstellen kann. Man meint fast, die Figuren des Buches persönlich zu kennen;deswegen vergißt man auch nicht ihre Namen oder ihre Rolle in der Geschichte. Auch die Geschichte selbst vergißt man nicht. In langweiligen Büchern hat man ja manchmal gegen Ende schon die Ereignisse vom Anfang vergessen. Aber dieses Buch ist so eindringlich, bewegend und oft auch amüsant erzählt, daß selbst viele Details im Gedächtnis bleiben. Vor dem nochmaligen Lesen wartet man also besser einige Zeit ab. Die Geschichte hat alles, was das Herz begehrt: Liebe, Haß, Schmerz, Leidenschaften, Witz. Ich würde empfehlen, das Buch möglichst vor dem Film zu lesen oder sich den Film am besten gar nocht anzuschauen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas länglich, das Ende hat es dann aber in sich, 18. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Ich hatte Isabel Allendes "Geisterhaus" schon lange auf meiner Leseliste, diesen Sommer war es dann soweit. Inhaltlich ist alles zum Buch in den anderen Rezensionen gesagt worden, so dass ich mich jetzt ganz auf meine Leseeindrücke beschränken kann. Das Buch ist ohne Zweifel sehr flüssig und vor allem in den ersten Kapiteln mit viel Humor geschrieben. So fließen die ersten 300 Seiten dahin, gelegentlich nach meinem Empfinden etwas zu seicht und im Sinne eines recht rosaroten und sehr klassischen Familienepos. Zunächst werden zwei Generationen der Familie Trueba mehr oder weniger zügig abgehandelt. Im Rückblick sind diese frühen Generationen von vielen Sagen umwoben, die auf- und abtretenden Personen bleiben teils recht oberflächlich, der ein oder andere Seitenstrang der Erzählung entsteht, der sich später im Buch aber wieder verliert. Gelegentlich erinnert der Erzählfluss in dieser Phase an ein Märchen und es fehlt nicht mehr viel, dass der Leser die böse Hexe mit den Gebrüdern Grimm im Schlepptau im nächsten Kapitel vermutet. Die finalen zweihundert Seiten haben dann meine Erwartungen an dieses hochgelobte Buch doch noch erfüllt. Nun treten die historischen und politischen Bezüge, die unweigerlich mit dem Namen Allende verbunden sind, deutlich in den Vordergrund der Erzählung. Die Geschehnisse werden packender und die handelnden Personen, insbesondere der Patriarch Esteban Truebe und seine Enkelin Alba werden in ihrer Zerrissenheit und Vielschichtigkeit sichtbar. Nachdem bis Seite 300 kein wirklicher Spannungsbogen entsteht, baut sich nun doch noch ein solcher auf.

Für Leser, die sich - wie ich - vor allem aufgrund der politisch und historischen Hintergründe für dieses Buch entscheiden sollten, empfehle ich etwas Geduld beim Lesen zu haben und sich von der ersten Hälfte dieses Romans nicht abschrecken zu lassen. Das Durchhalten lohnt sich. Daher aber insgesamt von mir auch nur drei Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen auch ohne Geister geistreich genug, 27. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Die Schilderungen umfassen das Leben einer chilenischen Familie über einen Großteil des 20. Jahrhunderts hinweg. Die einzige Figur, die dabei von Anfang bis Ende eine Hauptrolle spielt, ist die des Patriarchen Esteban Trueba, der jähzornig, ehrgeizig, gewalttätig, stur und unbeirrt seine Familie zerstört und - später auf höchster Ebene - den politischen und gesellschaftlichen Absturz des Landes ins Verderben zuerst aktiv vorantreibt und später nicht mehr abwenden kann.
So glimpflich Chile bei den weltweiten Katastrophen des frühen Jahrhunderts davon gekommen ist, so hart wurde das Land später - nicht unwesentlich durch externe Einflüsse verführt - von inneren Gegensätzen zerfressen. Ein Land, in dem von gewissen Schichten Menschenrechte mit Marxismus gleichgesetzt werden, es keine Kompromisse, nur Sieg oder Niederlage gibt.
Isabel Allende personifiziert diese Gegensätze in einer Familiensaga, in der stellvertretend für das ganze Land sämtliche Kämpfe ausgetragen werden, Privilegierte gegen Rechtlose, Arm gegen Reich, Mann gegen Frau, Rechts gegen Links,... Sie bringt es problemlos fertig, all diese Themen schlüssig und leicht verständlich, dazu sprachlich auf wunderbare Weise in die Handlung einzubinden. Hierbei werden keine direkten Bezüge zu historischen Persönlichkeiten genommen, wer gemeint ist, ist aber nicht schwer zu erraten. Die Erzählweise bleibt größtenteils neutral, wird hin und wieder vom (zu) spät Geläuterten (Trueba) als Ich-Erzähler abgelöst. So verbleibt letztlich ein zwar nicht gänzlich hoffnungsloses, aber doch niederschmetterndes Bild einer verlorenen Familie, die stellvertretend für eine ganze Nation und Generation einen hohen Preis für den Weg in die Moderne zahlen muss.
Wofür Allende allerdings einen nicht unbeträchtlichen "spirituellen" Part in die Geschichte eingebaut hat, bleibt schleierhaft. Rückblickend fällt dieser bei den hängen gebliebenen Eindrücken ohnehin unter den Tisch, ansonsten geht sie mit schwebenden Möbeln und Geisterbeschwörungen eher das Risiko ein, lächerlich zu wirken, als in irgendeiner Form einen nachvollziehbaren Beitrag zur Handlung zu liefern.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geisterhaus - das Haus der Geister, 12. Februar 2007
Isabel Allendes Buch gehört zu den wichtigsten Werken der südamerikanischen Literatur. Es ist Weltliteratur! Es schildert auf spannenden, faszinierenden fünfhundert Seiten die Geschichte der Familie Trueba, die aus einfachsten Anfängen heraus ein bürgerliches Imperium in Chile aufbaut, bald zu den einflussreichsten Familien des Landes zählt und schließlich in den Wirren um Chiles Politik der 70er Jahre fast zugrunde geht. Die hinreißend, voller Ironie, philosophischer Breite und spiritueller Tiefe und nicht zuletzt noch mit sehr viel Erzählwitz geschilderte Geschichte rührt für mich an die Qualitäten des Thomas Mann'schen Werks Buddenbrooks an, da es in gleicher Weise in einer beeindruckenden Sprache den Aufstieg und Verfall einer Familie unter schwierigsten historischen Umständen schildert. Mich hat das Buch bis heute beeindruckt. Ich habe es immer wieder gelesen - und werde es bestimmt ein weiteres Mal tun. Dieses Buch zu lesen ist ein absolutes Muss!!

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend; 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte, 9. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Bevor ich das Geisterhaus gelesen habe, kannte ich den Film, der mich sehr begeistert hat. Dazu muss ich sagen, dass mich die Thematik an sich gar nicht interessiert. Politik, nein danke! Aber das Geisterhaus ist so viel mehr als nur ein politischer Roman. Die Figuren sind sehr schön beschrieben und interessant miteinander verknüpft. Die Schicksale der Menschen sind bewegend und reißen einen beim lesen mit. Die Frauenfiguren sind alle sehr schillernd, aber so unterschiedlich, dass keine Langeweile, oder, wegen der vielen Figuren, Verwirrung, aufkommt. Aber nicht nur die Beziehungen zwischen den Hauptpersonen werden geschildert, sondern auch die Masse des Volkes ist sehr wichtig. Die Sprache von Isabel Allende gefällt mir sehr gut und war angenehm zu lesen. Nur ihr Erzählstil irritierte mich zu Anfang. Ein sehr empfehlenswertes Buch. Sehr interessant und vielschichtiger als der Film!
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das tollste Buch überhaupt!!!, 14. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Dieser Roman von Isabell Allende ist auch Ihr bester. Wenn man das Buch zur Hand genommen hat, kann man es nicht eher weglegen, bis man es zu Ende gelesen hat. Die Geschichte um das wechselvolle Leben des Patriarchen Esteban ist so fesselnd, bunt und bilderreich erzählt, dass man sie richtig nachfühlen kann. Man möchte mit den Figuren lachen und weinen und ist am Ende ganz enttäuscht, dass der Lesespaß schon vorbei sein soll. Hier gibt es nur einen guten Tipp: gleich nochmal von vorn anfangen.
Für alle die, die diesen wundervollen Roman noch nicht haben, empfiehlt es sich unbedingt, ihn zu kaufen. Er verspricht Lese vergnügen satt. Übrigens geht es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten läßt, um Geisterbeschwörung und Gruselkabinett, sondern um die wechselvolle Geschichte Chiles.
Dieses Buch verdient die fünf Sterne voll und ganz!!!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch - romantisch - perfekt, 27. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Geisterhaus (Taschenbuch)
Wer den Film kennt, der wird sich wundern, um wie viel umfangreicher und detailreicher Allendes Roman in Wirklichkeit ist. Ganze Generationen wurden im Film vernachlässigt, was angesichts des komplexen Figuren- und Handlungsgeflechts von "Das Geisterhaus" nicht verwunderlich ist.
Auch wer sich in der Geschichte Chiles nicht auskennt wird dieses Buch lieben, das mit viel Liebe zum Detail (auch zu historischen Details - siehe die Rolle der Vereinigten Staaten was den Militärstreich betrifft), zur Magie und zum Land geschrieben ist. Zu Beginn vielleicht etwas langatmig, weil Personen, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Handlung haben, (fast zu) genau beschrieben werden - Stichwort Nicolás - aber vor allem im zweiten Teil kann man nicht mehr vom Roman lassen.
In diesem Sinne mein Rat: lest das Buch unbedingt und wenn es euch auch zu Beginn etwas langatmig erscheint - lest weiter!!!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und anrührend!, 4. April 2002
Von Ein Kunde
"Das Geisterhaus" ist ein wunderbar sinnlicher Roman, der den Leser in eine faszinierende Welt der Vergangenheit entführt. Man wünscht sich, im Keller ein Fotoalbum zu entdecken und festzustellen, dass die eigene Familienhistorie doch ebenso staubig-charmant und aufregend sein möge!
Auf eine Art ist dieses Buch emotional sehr bewegend, und ein wirklich großartiges Abbild der letzten 100 Jahre. Isabel Allendes Erzählstil und dramatische Aufbau birgt allerdings wenig Innovatives. Irgendwie erinnert "Das Geisterhaus" stark an Familienromane wie z.B. Thomas Mann's "Buddenbrooks"- hier unterscheidet sich dann echte Klasse und brilliante PR-Arbeit.
Im Großen und Ganzen jedoch ein unterhaltsames und sicherlich auch lehrreiches Stück Gegenwartsliteratur (und 1000x schöner als der Film!)
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Das Geisterhaus
Das Geisterhaus von Isabel Allende (Taschenbuch - 7. März 1989)
EUR 10,00
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