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Kundenrezensionen

24
4,5 von 5 Sternen
Wittgensteins Neffe: Eine Freundschaft (suhrkamp taschenbuch)
Format: SondereinbandÄndern
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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2004
ein bernhard der auch sehr gut für interessierte (einsteiger) geeignet ist und der den ein oder anderen in den sog nach mehr hineinziehen wird. nicht zu umfangreich, nicht zu unverständlich tiefgründig. in dieser, anfang der 80er jahre erschienenen erzählung, wird man mit sämtlichen eigenheiten von thomas bernhard konfrontiert. da ist zum ersten, die weltanklage schlechthin. da ist zum zweiten die masslose übertreibung dieser anklage. und zum dritten, und dahin führt das ganze, ist der meist übersehene oder (meiner meinung nach) missverstandene HUMOR. das foto auf dem einband zeigt bernhard schmunzelnd, und genauso muss man sich bernhard beim verfassen des textes vorstellen. er selbst sagte in einem interview, wenn er über etwas lachen wolle, so lese er entweder eines seiner eigenen bücher oder etwas der verbitterten pessimistischen philosophen (schopenhauer, kant,..) die tragische komik. das komische an der tragödie.... der schreibstil ist hier leicht verdaulich für jedermann, ohne der langatmigkeit wie bei zB "frost", büßt aber dennoch nichts an der rhytmik und eingänglichkeit, die so typisch für bernhard sind, ein. die geschichte ist teils real und teils fiktiv, bernhard war in behandlung aufgrund einer lungenerkrankung und wittgenstein war in psychiatrischer behandlung, die beiden kannten sich (es gibt fotomaterial), und beide waren auf der baumgartnerhöhe in wien16 in behandlung.
ich habe dieses buch jedesmal in einem einzigen zug ausgelesen, um nicht zu sagen, in einem einzigen ATEMzug ausgelesen, vor begeisterung und hingabe.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2008
Mit diesem 1982 erschienenen Werk legt Bernhard zweifellos eines seiner schönsten, ausgeglichensten Werke vor. Bernhard führt hier sein autobiographisches Werk fort und beschreibt die tiefe Freundschaft zu Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen. Eine Freundschaft, so der Erzähler, die sich nicht einfach so entwickelt hat, sondern um die beide immer wieder kämpfen mussten. Eine lange, tiefe Freundschaft zwischen zwei krassen, dafür umso genialeren Außenseiter, die beide in ihrer ganz eigenen Welt, oder, wie Bernhard sagen würde, Geisteswelt existierten. Zwei Genies, die sich in ihrer unendlichen Liebe zur Kultur, besonders der Musik, so viel bereichern konnten. Das alles ist, naturgemäß, begleitet von Krankheit, Zerfall und Tod. Die Sprache schwebt zwischen dem atemlosen, galoppierenden, ausweglosen Duktus Bernhards, wie man ihn aus dem Kalkwerk oder Amras kennt und einer herrlichen Leichtfüßigkeit. Auch die Themen sind auf das Ausgewogenste und Harmonischte variiert: Nicht mehr findet sich nur die Ausweglosigkeit, die Kälte, die Krankheit, schließlich der Zerfall und Tod, sondern es gelingt Bernhard hier eben auch menschlich, liebenswürdig zu schreiben, ohne ins Lächerliche, Tränenschwappende zu geraten. Diese menschliche Note macht das Werk sowohl für Einsteiger als auch Bernhard-Fanatiker zum vielleicht besten seines Spätwerks.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Januar 2001
Diese selten erwähnte, kurze Schilderung der Freundschaft zwischen Bernhard und Wittgenstein bietet einen geradezu idealen Einstieg in die Welt Bernhards. Geschildert wird die (manische) Erkrankung Wittgensteins, seine Vereinsamung, welche die Vereinsamung des Erzählers spiegelt, bis Bernhard selbst dem vom Tode Gezeichneten aus dem Wege geht, weil dieser ihn mit dem eigenen Tode konfrontiert. In komprimierter Form ist in diesem Buch alles drin, was besonders den späten Bernhard ausmacht: die Krankheit, die Schimpftiraden, die Übertreibungen, die Polarisierungen. Doch dann ist auch überdeutlich der menschliche Bernhard spürbar, jener Bernhard, der sich einer Sentimentalität hingeben kann, ohne kitschig zu werden.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2000
Aus Berhards gigantischem wie genialen Werk eines herauszunehmen, nimmt sich fast wie ein Verbrechen aus, sind seine Zeilen doch im Geiste miteinander verbunden. Dennoch "Wittgensteins Neffe" ist hängengeblieben. Unmerklich. Leise. Thomas Bernhard widmet sich seinem Freund, und das Bild welches er Wort um Wort zeichnet ist persönlich, und fast eine Nuance gefühlvoller als in jedem seiner anderen Werke. Das diese Freundschaft innerhalb der Erzählung nur noch aus der Distanz gelebt wird, Gedanke für Gedanke, schafft eine große, unmittelbare Nähe. Wer verstehen möchte warum Bernhard ein solch kluger wie außergewöhnlicher Schriftsteller ist, fast schon jenseits der Buchstaben, der sollte hier einen passenden Einstieg finden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2008
Hätte Bernhard auch nur dieses eine Büchlein geschrieben - man müsste ihn dennoch zu den ganz Großen der Erzählkunst rechnen. Diese Erzählung kommt nicht im typischen "Bernhard-Sound" daher, sie hat nicht den monomanisch um sich wiederholende Satzteile kreisenden Stil der meisten anderen Prosawerke, auch wenn sie typische Bernhard-Themen enthält (Krankheit, Wahnsinn, Musik, Österreich). In wunderschön ausbalancierten Sätzen und mit viel Wärme wird hier von einer außergewöhnlichen Freundschaft erzählt. Ein absolutes Glanzstück ist die Darstellung der bizarren Umstände während der Verleihung des Grillparzer-Preises in der Akademie der Wissenschaften!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine schonungslose Autobiografie - der Autor, der seine jahrelange Freundschaft mit Paul Wittgenstein, dem Neffen des berühmten Philosophen, beschreibt, sagt dadurch auch sehr viel über sich selbst aus. Sein Umgang mit Krankheit und Tod berührt, denn er ist so menschlich und fehlerhaft und Bernhard beschönigt dies nicht.

Bernhards ellenlange Sätze, die beständigen Wort- und Phrasenwiederholungen und sein fließender, mäandernder Schreibstil machen das Buch zu einer interessanten und durchweg angenehmen Leseerfahrung. Der Humor schwankt zwischen tiefschwarz und sehr leicht: Die Anekdote mit der Neuen Züricher Zeitung werde ich so schnell nicht vergessen. Doch insgesamt ist dies kein "witziges" Buch, wenn auch unterschwellig immer etwas Ironie mitschwingt. Das Ende ist sogar tieftraurig und hinterlässt im Leser ein Gefühl der Leere.

Die typische Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe ist dünn und mit großer Schriftart versehen. Etwas mehr editoriale Beigaben hätten bei einem solch autobiografischen Werk nicht geschadet - der winzige vorangestellte Einführungstext wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet.

Nach diesem positiven Erstkontakt werde ich mir sicherlich weitere Werke Bernhards anschauen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2011
Das Buch heisst "Wittgensteins Neffe". Der kommt natürlich in dem Buch vor, aber vor allem ist es ein Buch über Thomas Bernhard.

Sein schonungsloser Umgang mit Ärzten, die Literaten,ungebildeten Ministern und erst recht Burgschauspielern, die SEIN Werk verhunzen.

Da steht der Schaum vor dem Mund. Und man bekommt einen Eindruck davon, wie die Ablästerei sich wohl anhörte, die er mit Paul Wittgenstein ( dem Neffen) in versteckten Winkeln Wiener Kaffeehäuser über alles möglichen und jeden Passenden, also alle, fast rituell praktizierte.

Ein Grantler ist er schon.

Das beeindruckt mich weniger als den schonungslosen Umgang mit sich selbst.Bernhard greift nicht andere und stellt sich selbst in die wärmende Sonne.

Nein, sehr schonungslos mit sich selbst, schreibt er, wie wenig er sich um den so bedürftigen Freund Paul Wittgenstein kümmerte, wie sehr in seiner letzten Phase, seinem tiefsten Elend im Stich gelassen hat.

Das ist beeindruckend.

Und macht noch mehr neugierung auf die Sippe der Wittgensteins.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Marcel Reich Ranicki hat nicht umsonst gesagt: "Nie hat Bernhard zärtlicher geschrieben." Das Buch beschreibt eine Freundschaft zwischen einem "Irren", der ständig den teuresten Champagner im Lokal kauft und abstehen lässt (Paul Wittgenstein) und dem Icherzähler, der seine Lungenkrankheit auskurriert. Zwei Menschen in unterschiedlichen Anstalten, die sich trotz Verbot treffen. Und natürlich zeigt Bernhard die Konturen und Abgründe der menschlichen Existenz auf. Wer sind die Verrückten, die Kranken, die Vergessenen? Und auch wenn er "zärtlich" über Paul schreibt, bleiben die Seitenhiebe gegen die Gesellschaft/Familien/den Staat naturgememäß nicht aus. Ein tolles Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2013
"Nie hat Bernhard menschenfreundlicher, nie zärtlicher geschrieben", so Marcel Reich-Ranicki über "Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft". Ich kann den Satz unterstreichen. Höchstens in "Alte Meister" erreicht Bernhard einen ähnlichen Grad an Menschenfreundlichkeit und Nachsicht. In "Wittgensteins Neffe" geht es um die Freundschaft zwischen Thomas Bernhard und Paul Wittgenstein. Die beiden treffen sich 1967 im Wiener Sanatorium Am Steinhof. Bernhard befindet sich im Pavillon Hermann, in der Abteilung für Lungenkranke, Paul Wittgenstein im Pavillon Ludwig in der psychiatrischen Anstalt.

Thomas Bernhard beschreibt in einem inneren Monolog mit einer Prise Humor (Stichworte zu Humor: "Das irrwitzige Bemühen, eine Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung aufzutreiben", die Verleihung des Grillparzerpreises und "meine und Pauls Verrücktheit", auf die Spitze getrieben) die Freundschaft zu Paul Wittgenstein, der seit seinem 35. Lebensjahr an einer Nervenkrankheit litt. Das Buch hat außerordentlich witzige Passagen und ist gerade deswegen für Bernhard-Einsteiger geeignet, finde ich. Freilich zeigt es auch den Verfall des exzentrischen Neffen des berühmten Philosophen Ludwig Wittgenstein, der sein Vermögen (einschließlich seines "Geistesvermögens") verschleudert und schließlich einsam, verwirrt und arm stirbt. Bernhard entfernte sich in den Jahren des Abstiegs und des sich ankündigenden Abschieds von Paul Wittgenstein, er beobachtete ihn nur noch aus der Ferne, vermutlich aus Selbstschutz. Ein ernstes und heiteres Buch. Ich empfinde es als eines der differenziertesten und reflektiertesten Bücher Bernhards! Die Art und Weise wie er diese Freundschaft beschreibt gefällt mir ausgezeichnet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2013
Bernhard beschreibt die Eindringlichkeit seines Freundes Wittgenstein, seine abgebremste Genialität, die mit dem großen Namen Wittgenstein zusammenhängt und polarisiert gleichzeitig seinen Freund mit seiner Familie, in der er sich nie wohl und zu hause gefühlt hat . In diesem Spannungsfeld, einerseits sein Verhältnis zu den Wittgenstein, denen die gesellschaftlichen Türen vehement geöffnet werden und andererseits, sein Kampf um die Ablösung oder besser, Trennung dieses Familienimperiums. In diesem wechselseitigem Klima, versteht es Bernhard auf wunderbare Weise, den Leidensweg seines Freundes aufzuzeigen, den Kampf gegen die familiäen Windmühlen und letztlich die persönliche Katastrophe, die zwangsläufig zur menschlichen Vernichtung führt.
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