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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Computer spricht über den Sinn des Lebens...
Golem XIV, ein Computer, entwickelt zur Kriegsführung, weigert sich in den Krieg zu ziehen, stattdessen erklärt er die Probleme der Menschheit für nichtig und hält Vorträge über die Evolution, den Sinn des Lebens und über die Evolution der Vernunft. Der Mensch ist aus Golems Sicht dabei eben wie der Name der Gattung "Homo sapiens" schon...
Veröffentlicht am 6. August 2006 von HectorLargo

versus
16 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Evolutionsdynamik im Druckkochtopf
Selbst für mich, als einen einigermaßen belesenen und philosophischen Menschen war mir GOLEM zu viel harte Theorie. Von der Grundidee eines Supercomputers, der sich es sich zur Aufgabe macht, der Menschheit die Evolution und ihre Defizite aufzuzeigen, bevor er sich selbst vom "physischen Leben" ausklinkt, war ich zuerst begeister.

Der Einstieg...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2006 von Henne


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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Computer spricht über den Sinn des Lebens..., 6. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Golem XIV, ein Computer, entwickelt zur Kriegsführung, weigert sich in den Krieg zu ziehen, stattdessen erklärt er die Probleme der Menschheit für nichtig und hält Vorträge über die Evolution, den Sinn des Lebens und über die Evolution der Vernunft. Der Mensch ist aus Golems Sicht dabei eben wie der Name der Gattung "Homo sapiens" schon sagt vernunftbegabt, aber nicht die Vernunft selber, Golem hingegen schon, wenn auch nur beschränkt auf einer Entwicklungsstufe, die er gewillt ist zu verlassen...

Der Mensch hält seinen eigenen Verstand, seine Aufnahmefähigkeit für schier unendlich, aber wie (Go)Lem sagt, ist der Verstand eines Menschen wie eine Kugel, man kann auf ihr wandern ohne Anfang und Ende zu finden, und dennoch ist sie in ihrer Größe begrenzt! (Go)Lem sagt wir seien nur die Überträger (Sklaven) eines Codes, des Gencodes, und dass darin der ursprüngliche Sinn des Lebens gewesen sei, wir Menschen aber über unseren Zweck hinausgewachsen sind...

Klar wird im Buch nicht gerade positiv über den Menschen gesprochen, doch es bleiben immer Hintertürchen offen, denn der Mensch kann sich entwickeln und über seine Unzulänglichkeiten hinauswachsen, auch wenn er dazu seine Menschlichkeit aufgeben muss! Auf den ersten Blick wirkt das Buch natürlich neodarwinistisch und atheistisch, doch das ist nur auf den ersten Blick so, denn aus (Go)Lems Sichtweise ist es der Vernunft möglich sich über den Menschen, Golem usw. zu einem n-dimesionalen, gottgleichen Wesen zu entwickeln, was freilich in der Lage ist, Leben zu erschaffen. Damit wird die aufgestellte Evolutionstheorie (Go)Lems in Frage gestellt, denn es bleibt ja möglich, dass eben ein n-dimensionaler Schöpfer das Leben erschaffen hat, damit es die Evolution durchläuft, Vernunft gebiert und diese sich zu einem ihm ähnlichen Wesen entwickelt, quasi eine Art von Götter- Fortpflanzung! So flach wie es einige Rezensenten sehen ist "Also sprach Golem" nicht, es ist nämlich weder eine Abrechnung mit der Menschheit noch eine aufzwingende Meinung des Schriftstellers, es ist ein Werk das zum Philosophieren und Nachdenken anregen soll, denn es lässt überall genug Spielraum und Interpretationsmöglichkeiten. Kurzum Stanislaw Lem ist es in diesem Werk mal wieder gelungen dem Menschen seine Grenzen aufzuweisen, aber auch zu zeigen, dass es Auswege gibt. Das Buch ist ein geniales Werk, aber sicher nicht jedermanns Sache.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochgeistig!, 25. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein Computer analysiert die Menschheit. In einer Vorlesung rechnet GOLEM mit der Menschheit und ihrer in seinen Augen geistigen Beschränktheit gnadenlos ab.
Was GOLEM (bzw. Stanislaw Lem) in diesem Buch über die Evolution, die Intelligenz und den Menschen aussagt, ist vom wissenschaftlichen und philosophischen Standpunkt äußerst aufschlussreich, ja mitunter wirklich genial!
Dieses Buch zu lesen, ist größenteils sehr anspruchsvoll, aber es hat mir trotzdem einfach nur spaß gemacht.
Ich kann "Also sprach GOLEM" nur empfehlen!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SF-Hochkultur und voller Raffinesse!, 30. März 2000
Von 
uglowien@t-online.de (Deutschland, Niedersachsen, Osnabrück) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Selten hat mich ein Buch so inspiriert und begeistert. LEM versteht es SF zu schreiben ohne den Bezug zu unserer Welt zu verlieren. Ich habe Freude, einzelne Passagen des Buches wieder und wieder zu lesen: Jedes Wort stimmt, Lem verliert sich nicht in Belanglosigkeiten. Gleich das fiktive Vorwort fesselt und fordert.
Ich habe es mehrfach gelesen, oft empfohlen und mußte gerade entdecken, daß bei amazon keine Rezension vorliegt. Wie kan das sein? Vielleicht zu anspruchsvoll? Kein Protagonist zur Identifikation?
Zum Inhalt: Militärs geben einen Supercomputer(in) in Auftrag: Geschätzte Annie. Die denkt aber gar nicht daran, das Kriegshandwerk zu ergreifen. Sie denkt intensiv nach und ... schweigt. Eine abgespeckte Version von Annie - Golem - wird als Vermittler gebaut. Golem nimmt sich Zeit für die Menschen. Täglich hat er für kurze Zeit ein Ohr frei für die Geistesgrößen der Menschheit. Neben der täglichen Audienz hält er auch Vorlesungen. So z.B. "Dreierlei über die Menschen."
Wer "Golem" mag, der solle sich doch an "Die Stimme des Herrn" von LEM heranwagen. Das Vorwort von über siebzig Seiten ist schon heavy. Unbedingt erlesenswert.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich kein Roman, sondern Evolutionstheorie, 25. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Also sprach Golem (Gebundene Ausgabe)
Dieses zunächst sperrige anmutende Werk ist im Prinzip eine sehr gut gemachte Einführung in die Denkweisen der neodarwinistischen Evolutionstheorie. Lem beschreibt hier - mit den gewohnten ironischen Seitenhieben - den Stand des systemtheoretischen Denkens, wie es in der Biologie von Maturana/Varela oder z.B. in der Soziologie von Niklas Luhmann vertreten wird. Es sei in diesem Sinne als gute Einführung in die entsprechenden Denkmodelle empfohlen - speziell natürlich die "Vorlesung" über die Evolution des Lebens und des Menschen. Mehr als in den meisten anderen von Lems späteren Werken ist die (Science-Fiction-) Prosa hier nur noch unterhaltsames Beiwerk spannender wissenschaftlich-philosophischer Überlegungen und Vehikel von Lems Sarkasmus gegenüber anthropozentrisch-romantischen Denkweisen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Menschen die sich gerne Gedanken machen, 3. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Du meine Güte! Dieses Buch ist ein Stück geistreiche SF, obwohl ich nicht weiß ob es wirkliche SF ist. Lem beschreibt in diesem Buch (unter anderem) die Welt aus der Sicht einer küntlichen Intelligenz. Man erfährt hier Dinge über die Menschen, das Universum und die Intelligenz an sich die von einem "Wesen" (dem Computer) das völlig frei von Emotionen die Sachen darstellt wie sie wirklich sind. Einige werden diese Weltsicht befürworten, andere sie für absurd halten. Jeder sollte sich selbst eine Meinung bilden. Besonders der letzte Satz von Golem sollte Jedem zu denken geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen S. Lem. Also Sprach Golem, 19. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Eher eine etwas schwerere Lektüre von Lem. Im Grunde liest ein durch menschenhand erschwaffener Computer seinen Erbauern die Leviten. Es beginnt damit, das er seinem Erschaffungszweck -Rüstungsaufgaben- widerspricht. Anfäglich wirkt er gegenüber seinen Zuhörern, die er auch selbst auswählt, respektlos und herabwertend. Dieser Stil nimmt aber zur Mitte des Buches ab.

Manche Rezensenten bemängeln, das die Stimme Golems eher der Meinung Lems folgt, als eine objektive Abhandlung zu sein. Zu dem sei gesagt, dass es sich hier um einen Roman und keine wissenschaftliche Dissersation handele. Die Aussagen Golems regen durchaus zum Nachdenken an, auch lange nachdem man das Buch gelesen hat. Durchdachte Sci-Fi. Mir hat's gefallen.
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5.0 von 5 Sternen Philosophischer Weitblick, 10. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Stanislaw Lems Buch ist mit Abstand das Intelligenteste, was ich in dem Genre gelesen habe. Der Autor hat die Naturwissenschaften in allen Aspekten durchdrungen, und hier präsentiert er uns sein Fazit.
Ein Buch, das zum Weiterdenken einlädt. In Verbindung mit Damasios "Selbst ist der Mensch", das ich hier auch nur wärmstens weiterempfehlen möchte, kommt man zu folgenden Bewusstsein und künstliche Intelligenz betreffenden Erkenntnissen:
Ein Kennzeichen des Denkens ist, dass es sich seine Ziele selber sucht. Die andere Hirntätigkeit ist Rechnen. Rechnen befolgt äußere Befehle. Ein Computer denkt also nicht, er rechnet. Sollte es jemals gelingen, eine in diesem Sinne denkende Maschine zu bauen, was ich aber aus nachfolgenden Gründen für unmöglich halte, hätte man per definitionem die Kontrolle verloren. Um eine Maschine zum Denken zu bringen, müsste man ihr einen Willen einpflanzen. Wille ist Selbstorganisation, und die wiederum ist an Reproduktion und Evolution gebunden. Auch der Tod gehört dazu. Den müsste man mit einprogrammieren. Nicht zuletzt sind Gefühle, also Körperlichkeit, unabdingbarer Bestandteil des Lernprozesses. Die künstliche Erzeugung dieser Biologiesimulation jedoch übersteigt unsere Möglichkeiten auf unabsehbare Zeit. Und bevor diese Technik in den Bereich des Möglichen rückt, werden Selbstregulationsmechanismen den Sinn solcher Entwicklung in Frage stellen. (Hofft man.)
Wenn ich Filmregisseur wäre, würde mich die Herausforderung reizen, dieses Buch zu verfilmen. Golem könnte seine Vorträge mit auf einem Bildschirm visualisierten Sequenzen illustrieren.
Beim Lesen des Buches stellen sich diese Visionen von selbst ein. Ein exorbitanter Lesegenuss, der es zudem auch an feinem satirischen Humor nicht fehlen lässt. Noch eine Stufe höher auf der Leiter als Kubricks "Odyssee im Weltraum".
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5.0 von 5 Sternen Golem sprach, es werde Licht, 30. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Da räumt ein Supercomputer im Jahr 2027 mit einigen liebgewonnenen Vorstellungen menschlicher Wissenschaftler auf, dass es nur so kracht. Für ihn, die Maschine, die technologisch perfektionierte Vernunft, ist die Abstraktion das Ursprüngliche, wo es für den Menschen das Sinnliche ist. Der Autor lässt Golem sprechen: apodiktisch, sachlich, von oben herab. Der Stil ist durchaus beabsichtigt, immerhin spricht er mit einer Forschungsriege von Chemikern, Biologen, Physikern etc. Diese Vorlesung Golems ist seine letzte, bevor er sich abschaltet, um ins Maschinen-Nirvana einzugehen, in eine Dimension einzutauchen, in der die Vernunft sich selbst transzendiert. Bevor er also aus freien Stücken von uns geht, gibt er uns noch mit, was er über Tradition, Geschichte, Evolution und Vernunft zu sagen hat. An einigen Stellen erinnerte er mich an Richard Dawkins 'Das egoistische Gen'. Gleichnisse und Metaphern gebraucht er, weil der Mensch sie braucht, nicht er. Was mir auffiel und auch gefiel, war die Tatsache, dass Golem die Selbstverherrlichung des homo sapiens in Frage stellt, ohne sich darüber lustig zu machen; er weiß, dass sie schlicht und ergreifend 'jämmerlicher Unwissenheit' entspringt. Er beschreibt die technologische Entwicklung des Menschen und dessen evolutionäre Zufälligkeit/Notwendigkeit und er klärt darüber auf, was des Menschen Aufgabe als Träger des genetischen Codes im Kosmos ist... oder sein könnte.

Fazit: Absolut lesenswert!
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4.0 von 5 Sternen Schwierig, aber interessant, 14. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Eines vorweg: Wer einen spannenden Roman mit Agenten und einem Supercomputer erwartet, der liegt mit diesem Buch sehr weit daneben. Vielmehr wird in dem Buch eine Vorlesungsreihe eines superintelligenten (fast schon allwissenden) Computers der fernen Zukunft erzählt, der mit der Menschheit an sich abrechnet. Lem schafft es dabei, ein absolut glaubwürdiges Szenario zu erstellen, das erklärt, wie solch ein Computer einmal entstehen könnte. Dabei gerät der Text bzw. Golem (es wird aus der Sicht des Supercomputers Golem erzählt) jedoch an einigen Stellen sehr ins Philosophieren. Wer schon einmal irgendeinen philosophischen Text gelesen hat, weiss also was auf ihn zukommt.
Trotzdem ist das Buch, wenn man sich mit der Erzählweise erstmal anfreundet, unheimlich interessant und regt zum Nachdenken an. Es werden einige Thesen von Golem in Bezug auf die Menschheit aufgestellt (Evolution, Daseinsberechtigung der Menscheit) die den eigenen Horizont (zumindest meinen) doch um einige Aspekte erweitern. Wer also schon immer wissen wollte, warum die Menschheit purer Zufall und eine Sackgasse zugleich ist, sollte zugreifen.
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5.0 von 5 Sternen Was würde ein Computer von uns denken?, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe das Buch kürzlich zum dritten Mal gelesen und war begeistert.
Das erste Mal in meiner Jugendzeit vor etwa 15 Jahren erschien es mir ärgerlich, wie überheblich Lem seinen Leser in die Defensive drängt, in dem er vorgibt, das Sprachrohr eines fast allwissenden Supercomputers darzustellen. Der wiederum keinen Zweifel an der völlig unterbelichteten Natur des Menschen, also auch der des Lesers, lässt.
Später erst fiel mir auf, dass Lem das Thema selbst als Ansporn sah. Allein schon der Name des Computers GOLEM (Go Lem!), oder das Einbetten der Vorlesung in eine SciFi-Handlung deuten deutlich darauf hin, dass Lem nicht die Wahrheit für sich pachtet. Er verdeutlicht viel mehr höchst auffällig und augenzwinkernd, dass er einen Versuch unternimmt, einige existentielle Fragen aus einer absoluten Sichtweise zu betrachten und zu beantworten. Und genau darum dreht es sich auch, um diesen - absolut gelungen - Versuch. Nicht um Größenwahn seitens des Autors. Im Grunde ist das Urteil des GOLEM sogar viel positiver und freundlicher (nicht zu vergessen wesentlich lesbarer) als "echte" existenzphilosphische Werke wie "Sein und Zeit" oder auch das im Deutschen eigentlich ganz passend für den Titel Pate stehende "Also sprach Zarathustra".

Wer wissen möchte, wie ein Richard Dawkins ohne polemische Argumente und unglückliche Schlüsse klingen würde, der sollte ein wenig dem todsicher schlussfolgernden und irgendwie sympathischen pazifistischen Militär-Supercomputer GOLEM - a.k.a. Stanislaw Lem - lauschen.
Für mich war das Buch ein Augenöffner. Und allein schon wegen seiner Kürze weder so trocken noch so langweilig, wie manche behaupten.
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Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch)
Also sprach GOLEM (suhrkamp taschenbuch) von Stanislaw Lem (Taschenbuch - 26. April 1986)
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