Kundenrezensionen

44
4,6 von 5 Sternen
Am Anfang war Erziehung
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:10,00 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

51 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2007
Interessant, dass A. Miller trotz ihrer immer wiederkehrenden Erklärungen in diesem Buch dennoch von einigen Rezensenten missverstanden wird.
Sie will die Täter (Bartsch) nicht VERHARMLOSEN und ihre Taten schon gar nicht ENTSCHULDIGEN. Sie macht auch nicht die Erziehung allein für die Taten verantwortlich, schon gar nicht die Eltern, die ja offensichtlich selbst in den Genuss der "schwarzen Pädagogik" gekommen sind. Sie zeigt einfach auf, wie es zu diesen unfassbaren Taten kommen konnte. Sie will die Mechanismen, die nach wie vor in der Erziehung (auch in der heutigen) greifen, aufzeigen und die Leser/Eltern auffordern, sie zu verstehen und im zweiten Schritt zu durchbrechen. Dafür wählt sie Beispiele, die auf den ersten Blick antiquiert erscheinen. Meiner Meinung nach sind sie es aber in keiner Weise! Die Entmachtung der Kinder vollzieht sich auch vielfach noch heute, die Art der Entmachtung hat sich vielleicht verändert. Es geht nicht in erster Linie darum, dass Kinder geschlagen werden und ihnen damit Gehorsam eingetrichtert wird/ihr Wille gebrochen wird. Das kann auch ohne Schläge passieren, mittels psychischen Drucks. Das fängt schon im Kleinen an. Wer hat nie den Spruch gehört: der liebe Gott sieht alles?! Wer ist nie dafür gelobt worden, besonders brav zu sein? Wer hat nie gehört: wenn Erwachsene sich unterhalten, hast DU den Mund zu halten? usw. In diesem Buch zeigt A. Miller verschiedene Mechanismen auf, mit denen Erwachsene ihre Macht über Kinder demonstrieren und ihnen Rechte absprechen, denen sie Gleichaltrigen nicht absprechen würden. Darum geht es meiner Meinung. Mich hat dieses Buch sehr fasziniert, da es dazu anregt, diese Mechanismen zu erkennen und hoffentlich bei den eigenen Kindern nicht zu wiederholen. Und jetzt greift schon wieder das schlechte Gewissen: ich will meinen Eltern keinen Vorwurf machen ... diese Ambivalenz ist es, die Miller aufzeigt. Tolles Buch, was jeder, der vorhat eine eigene Familie zu gründen, gelesen haben sollte!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2010
Als ich 21 Jahre alt war, sprach ich mit einer Freundin darüber, warum es destruktive Menschen geben würde, nachdem ich das Buch Anatomie der menschlichen Destruktivität von Erich Fromm gelesen hatte. Ich erwähnte die Hitleranalyse, die ich in diesem Buch las, und wie ich nach dem Lesen noch immer kaum darüber Bescheid wüsste, warum Hitler zu einem Massenmörder geworden war. Daraufhin machte mich die Freundin auf das Buch von Alice Miller Am Anfang war Erziehung aufmerksam, das gerade neu herausgekommen war. Sie erzählte mir von den allgegenwärtigen frühen vernichtenden Lebenserfahrungen, die der kleine Adolf kritiklos durch seine Eltern erleiden musste, was ihn später zum erwachsenen Monster machte. Seine Gefühle musste er als Kind mit aller Macht unterdrücken, um den elterlichen Anforderungen gerecht zu werden. Zuerst nahm ich die gleiche Haltung ein wie fast alle Menschen. Kann es wirklich sein, dass die Gründe so einfach aufzufinden sind? Für die meisten Menschen sind sie es eben nicht und für mich, wie gesagt, zuerst auch nicht. Die klare logische Schlussfolgerung von Alice Miller über die Entstehung der menschlichen Destruktivität stellte alle bis dahin mühselig aufgenommenen intellektuellen Überlegungen von den anderen gesellschaftlich anerkannten Wissenschaftlern in Frage. Ich las das Buch mit größter Neugier und es erschien mir während des Lesens, als ob endlich jemand dieselbe Sprache sprechen würde wie ich. In Alice Miller fand ich einen Menschen, der das aussprechen konnte, wozu ich noch nicht fähig war, aber das ich schon immer fühlte. Plötzlich fiel mir der Unterschied auf zwischen den gesellschaftlich anerkannten Wissenschaftlern und ihr. Sie hatte das so immens wichtige Einfühlungsvermögen und die Wissenschaftler argumentierten dagegen rein intellektuell, als ob sie versuchten, das Leben in einem anderen Universum anhand ihrer erlernten komplizierten Konzepte zu ergründen. Ich empfand das Gleiche wie in meiner Kindheit. Die gefühlserfrorenen Erwachsenen meinten über mich urteilen zu können, während ich dabei nur auswegslose Einsamkeit empfand. Sie schauten einfach durch mich durch. Keiner dieser eingefrorenen Erwachsenen war fähig, meine Gefühle zu erkennen. Ich begriff, dass es den Wissenschaftlern als Kind genauso ergangen sein musste. Sie befinden sich auf einer nie endenden Flucht vor ihren eigenen Gefühlen. Sie machen das natürlich nicht bewusst, sondern handeln auf der gleichen Weise, wie sie es von Ihren Eltern gelernt haben. Anstatt ihr Unbehagen gegenüber ihren Eltern zu artikulieren, passten sie sich brav der emotionalen Ignoranz an. Sie hatten als Kind gar keine Möglichkeit, Ihr Unbehagen zu artikulieren, denn es war das Normalste der Welt, dass ihr Gefühlszustand von ihren Eltern ignoriert wurde. Irgendwann spielte er keine Rolle mehr. Ihr Gefühlszustand hätte sie darüber aufklären können, wie die zwischenmenschliche Bindung zu ihren Eltern wirklich war und auch noch immer ist. Weil sie ihren Gefühlszustand nicht wahrnehmen können, ist ihre Kognition empfindlich getrübt. Einfachste logische Schlussfolgerungen sind für sie nicht mehr möglich. Die Fakten, die sie fleißig für ihre Forschungen sammeln, können sie nur entsprechend ihren frühen lebensgeschichtlichen Erfahrungen interpretieren.

Es sind inzwischen schon fast 30 Jahre vergangen. Alice Miller ist tot. Den Medien war ihr Tod nur eine Randnotiz wert. Tagesschau und Heute hielten es erst gar nicht für nötig, über ihren Tod zu informieren. Die FAZ veröffentlichte sogar einen Vernichtungsfeldzug gegen sie, der als Nachruf verkleidet wurde.

Wenn man etwas versteht, dann ist alles einfach. Doch alles wird schwer oder komplex, wenn man etwas nicht versteht. (Warum weint die Welt durch die Augen der Kinder?)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 24. April 2010
Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann habe ich es am nötigsten.
Diese Sentenz hatte der Rezensent im Jahr 1983 als Notiz in Millers: "Du sollst nicht merken" verfasst. Sie passt auch hier, daher vorangestellt.

"Was dem Kinde in den ersten Lebensjahren passiert, schlägt unweigerlich auf die ganze Gesellschaft zurück." So Alice Miller als Verfechterin einer neuen Pädagogik, Anklägerin der "schwarzen Pädagogik" und Anwalt der Kinder in der Öffentlichkeit. Suhrkamp und Unseld hat sie zu verdanken, dass das "Drama" und insbesondere dieses Werk die gewünschte Öffentlichkeit bekam. Ziel ihrer Arbeit, in stetiger Entfernung zu ihrer Tätigkeit als Psychoanalytikerin, ist, das Kind im Erwachsenen erinnernd wieder anzusprechen. Sie nimmt dazu die Beispiele einer frühen Erziehung, insbesondere auch die der Eltern der Zielgruppe, die die Erfahrungen der "Brutstätten des Hasses" erlebt und weitergegeben haben. Diese Weitergabe der veschwiegenden Demütungen zu unterbinden, ist ihr Ansatz. Im Klartext heißt es, Züchtigungen des Kindes sind nicht als Liebesbeweis auszugeben. Zu erkennen, dass die Kinder die erlittenen Früchte der Gewalt als Antrieb sehen, das einst an sie begonnene Zerstörungswerk auf anderer Ebene fortführen zu können, ist ihr höchstes Anliegen. Dieses bekräftigt sie anschaulich mit den Methoden der Freud'schen Psychotherapie. So wie die Analyse Fallbeispiele als Methode der Erkenntnis verwendet, gilt auch für Miller jenes "Storytelling" als höchste Form der Verständnisses. Sie wirbt engagiert darum, dass die Erzieher eben diese neue Pädagogik einsetzen, damit sie den Kreislauf außer Kraft setzen können.

Am Anfang war die falsche Erziehung und überspitzt formuliert, war die Erziehung Mißbrauch. Die Beispiele der "Vernichtungskriege gegen sich selbst" aus dem Blick einer unreflektierten, scheinbar überstandenen schwarzen Pädagogik sind erschütternd, wenn Christiane F. (die Folgen wurden im TV nochmals zusammengefasst), Hitler und Bartsch indirekt aus Millers Sicht über ihre Kindheit und den Erfahrungen berichten. Ziel Millers ist, an markanten Beispielen verheerende Auswirkungen der Erziehung zu dokumentieren. Überspitzt und pointiert will sie die "schwarze Pädagogik" als Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

Der heutige Leser muss seine Lesebereitschaft als eine kritische sehen. D.h., dass der zeitlich, historische Zusammenhang zu berücksichtigen ist. Letztendlich bedarf es einer Bewertung aus heutiger Sicht. Aber auch hier wird gerade jenes Drama der Begabung deutlich, nämlich die Opferhaltung als Kind UND als Erwachsener lange zu sublimieren und sie erst nach hinreichend langer Zeit den Tätern vor die Füße zu werfen. Der Mißbrauchsskandal des 21. Jahrhunderts offenbart in der Tendenz die Vermutungen Millers. Ihre Fallbeispiele werden nun ergänzt durch die, die dem Schweigen ein Ende setzen. Das eingefrorene Gefühlsleben wird auferweckt, die abgestumpften Demütigungen aus der Kindheit in Sprache verwandelt. Der Mut dazu ist aus der vergangenen Zeit geboren. Zeit heilt Wunden, sagt man, Zeit gibt den Mut, sich an die Selbstheilung durch Sprechen zu begeben. So gelesen, ist Alice Miller aktuell. Unerwartet vielleicht, aber eine Erinnerung an sie und ihre Arbeit just in der Zeit ihres Todes am 14.April 2010 ist eben jener Gegenzauber gegen die Werte einer falschen Pädagogik. Ihre Aufmerksamkeit galt der Entzauberung der schwarzen Pädagogik, ihr Ziel war, das Ende des "pädagogischen" Mißbrauchs zu setzen, die Verletzungen der Kinder in Freude und Selbstbewußtsein zu verwandeln. Auch nach ihrem Tod ist die Sache noch nicht endverhandelt.
~~
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2008
Im Vorwort von Alice Millers »Am Anfang war Erziehung« steht zwar, man brauche ihr erstes Buch nicht gelesen zu haben, um dieses Zweite zu verstehen. Jedoch werden Leser, die mit diesem zweiten Buch in Millers Werk einsteigen, das Buch noch vor Ablauf der ersten 100 Seiten frustriert beiseite legen. Das liegt daran, dass diese ersten hundert Seiten fast ausschließlich aus Auszügen von Erziehungsbüchern des vorletzten Jahrhunderts bestehen. Zum Einen wiederholt sich der Inhalt dieser Auszüge oft. Zum Andern sind die Auszüge nur unzureichend kommentiert und der Leser kann nur schwerlich die Erziehungsmethoden von vor 200 Jahren auf seine eigene Kindheit anwenden. Nur wer Miller kennt und weiß, wie sehr sie ihre Leser durch ihre Bücher bewegen kann, wird an dieser Stelle weiterlesen.

Die weiteren zwei Drittel dieses Buches sind wieder in bester »Drama-Qualtät«. Zwar sind nicht alle aufgestellten Thesen für Leser des Erstlings Neuland. Aber dafür wird das Vorwissen sehr schön vertieft, anschaulich gemacht und es erleichtert obendrein noch den Zugang. Interessant ist vor allem mitzuverfolgen, wie Miller, auf Basis von Tagebüchern und anderen Quellen, Psychogramme von Christiane F., Adolf Hitler und Jürgen Bartsch erstellt. Hierbei lernt der Leser nicht nur viel über diese genannten Personen, sondern auch über Millers Herangehensweise. Über die Psychogramme hinaus werden von Miller auch wieder viele Sachzusammenhänge angesprochen, die der Leser auf sein alltägliches Leben beziehen kann.

Nicht alles an diesem zweiten Buch ist neu, aber vieles erstrahlt in völlig neuen Facetten. Wieder gelingt es Miller in einer einfachen Sprache schwierige Sachzusammenhänge verständlich zu erläutern. Ein gutes Buch um das »Drama« zu vertiefen und weniger ein Buch um in Millers Werk einzusteigen, da »Am Anfang war Erziehung« leider nicht ganz an das brillante Erstlingswerk heranreicht.

Letztendlich rate ich jedem Menschen, der auf irgend eine Weise erzieherisch auf Menschen Einfluss nimmt, wenigstens einmal Miller gelesen zu haben. Und wenn dann »Das Drama des begabten Kindes« dann abgeschlossen wurde und immer noch Bedarf besteht, kann gerne in diesem Buch weitergelesen werden.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2010
Erziehende Eltern spalten die Ungerechtigkeiten und Demütigungen, die sie selbst in ihrer Kindheit erlebt haben und sich heute nicht mehr eingestehen oder einfach verharmlosen, sie spalten diese Verwundungen ab und identifizieren sich mit dem Aggressor. Die Idealisierung der eigenen Kindheit und die Angst vor der Wiederkehr des Verdrängten sind Bedürfnisse der Eltern, die an den eigenen Kindern erfüllt werden können. Kinder gewöhnen sich in vielen Familien und Schulen recht früh dran aus Schutzbedürfnis heraus zu beteuern, nicht schuld zu sein oder zu behaupten, sie hätten nichts getan. Beides geschieht aus Angst vor Bestrafung. Aus dieser Angst erwächst nach und nach Empörung, Wut und Zurechtweisung anderer Gleichaltriger und im Erwachsenenalter das Beherrschenwollen Untergebener. Ohne Zugang zu den eigenen Gefühlen gibt es auch keine Möglichkeit, die Gefühle zu artikulieren. Es bleibt ein schwammiger Bereich von Sammelbegriffen. Wer nicht lernt, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, weil es verboten ist und der Zwang zu gehorchen und sich zu benehmen auch heute noch den Kern der Erziehungsmethoden bildet, wird ein Leben lang die Folgen tragen müssen und nicht nur dieser einzelne Mensch, sondern die ganze Gesellschaft in Form von Verbrechen, Misshandlungen, Neurosen, Psychosen und psychosomatischen Störungen. Es geht um das Bewusstmachen dessen, was in der Kindheit wirklich geschehen ist.

"Wenn man ein Kind erzieht", so Alice Miller, "lernt es erziehen. Wenn man einem Kind Moral predigt, lernt es Moral predigen, wenn man es warnt, lernt es warnen, wenn man mit ihm schimpft, lernt es schimpfen, wenn man es auslacht, lernt es auslachen..." (S. 119)

Wer zulässt, dass sich aufgestaute Wut und Zorn in Trauer verwandeln; wer es schafft, die Eltern auch in deren Funktion als Kinder eben ihrer Eltern anzusehen und zu verstehen; wer auch ihren Schmerz (aner)kennen lernt und die frühkindlichen Gefühle und das Wissen um die Erlebnisse zulässt, der/die gewinnt tiefe Einsicht in den Ursprung der eigenen Gefühlsregungen und offenen Zugang zu Kreativität und Lebensfreude. Das Konzept von Schuld bewirkt, dass sich die Tore des Herzens verschließen und Hingabe, Lebenslust und (Ur-)Vertrauen nicht mehr fließen. Alice Miller zeigt auch, dass Sigmund Freud aufgrund seiner psychoanalytischen Tätigkeit unerwarteten Einblick in die sexuelle Verführung von Kindern durch Erwachsene gewann. Er hielt aber mit seiner Entdeckung hinterm Berg und entwickelte dafür die Theorie vom Ödipus-Komplex, "wodurch alles 'Böse', Schuldhafte und Ungerechte der kindlichen Phantasie zugeschrieben wurde und die Eltern nur als Projektionsscheiben dieser Phantasien erschienen." (S. 79)

"Wem sein Opfersein nie zum Erlebnis wurde, weil er in der Ideologie der Tapferkeit und Beherrschung aufgewachsen ist, ist leicht in Gefahr, an der nächsten Generation für sein unbewusst gebliebenes Opfersein Rache zu nehmen." Im Zusammenhang mit Hitlers Kindheit/Erziehung/sozialem Umfeld und den Folgen empfehle ich den Film Hitler - ein Film aus Deutschland von Syberberg...in anderen Menschen sah er die eigenen Schwächen und Fehler, und er begann die Verfolgung wie'n Geisterjäger.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2013
Ein Buch für Menschen, die nicht verstehen, warum sie sich immer falsch fühlen, obwohl sie immer alles so machen wie es von ihnen "wortlos" verlangt wird.
Ein Buch für Menschen, die plötzlich Ängste entwickeln und eine frühkindliche Traumatisierung dagnostiziert bekommen, obwohl sie doch eine "so schöne Kindheit" hatten...
...an die sie sich nur nicht erinnern können!
Ein Buch, das Betroffenen hilft, sich "normal" zu fühlen - obwohl sie Therapie brauchen um die Angst auszuhalten, die ihre Kindheit bei ihnen hinterlassen hat!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2001
Als Lehrerin habe ich meinen Schülern Ausschnitte aus diesem Buch vorgelesen. Das Interresse und die Betroffenheit waren eindeutig. Widersacher würden sagen, dass Millers Aussagen antiquitiert erscheinen. Dies ist keineswegs der Fall. 200 Jahre schwarze Pädagogik sind auch heute noch mehr als spürbar. Dies haben auch die Schülerreaktionen deutlich zutage gebracht. Absolut aufschlussreich auch die Einblicke in Christiane F.s, Hitlers und Jürgen Bartschs Kindheit und Erziehung.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2011
Ehe ein Paar Kinder bekommt, sollte es dieses Buch lesen, um zu wissen, was alles falsch gemacht werden kann.
Drei kranke Persönlichkeitsstrukturen oder -bilder werden psychologisch analysiert: die Drogenabhängige Christiane F., der vierfache Kindermörder Jürgen Bartsch und Adolf Hitler.
Von den dreien zu behaupten, sie wären krank gewesen, mag stimmen und ist doch eine Verurteilung. Denn es fragt sich, WARUM sie wurden, was sie waren. Wenn man das beantwortet hat, kann man sich fragen, warum man selbst so wurde wie man ist. Erschreckend wird mancher feststellen, wie dicht er selbst oft genug vor einem tiefen Abgrund stand ...
Manche behaupten, in der Bibel stünde, wer seinen Sohn liebt, züchtige ihn.
Züchtigen gleich schlagen??? Davon steht in meiner Bibel nichts.
Ein Kind ist das wehrloseste aller Lebewesen, wer ein Kind schlägt, ist nicht nur selbst schwach, sondern schlichtweg dumm, sorry.
Ich wurde auch geschlagen, mit vielem, von der Hundeleine über den Hosenriemen, Teppichklopfer ... Ganz sicher war ich kein Engel, und wieder - warum nicht? Schwarze Pädagogik ist immer völlig fehl am Platze! Sie verstockt das Kind noch viel mehr!
Was also wurde erreicht? NICHTS.
Wie sehr man einem Kind sogar schon während der Schwangerschaft schaden kann, schildert Alice Müller mit klaren und verständlichen Worten in vielen ihrer Bücher!
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2008
Seit es wieder Ratgeber a la "alle kinder können durchschlafen" etc. gibt, in denen zurückgekehrt wird zur überholten repressiven Pädagogik des 19. Jahrhunderts, erscheinen Alice Millers Bücher und besonders dieses aktueller und wichtiger denn je.
Es ist durchaus ein Hang zum Rückschritt in der Gesellschaft zu spüren, wie auch die Schlüsse, die das Schulwesen aus den PISA Studien zogen.
Die Devise lautet" Zurück zur Entmündigung schwächeren Lebens"

Am Anfang war Erziehung ist für alle, die em dummen Herdentrieb der Gesellschaft nicht kritiklos folgen wollen.
Wenn jemand kleine Kinder hat empfehle ich zusätzlich ein Buch von Jesper Juul "Das kompetente Kind" und schon hat man keine Versandkosten mehr.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juli 2010
Dieses Buch habe ich zweifellos verschlungen. Wie sich das was landläufig als "Erziehung" betitelt wird sich auf die Gesellschaft auswirken kann, schreibt Alice Miller in drei (extremen) Fallbeispielen nieder. Im Laufe des Lesens wurde mir vieles klarer und es wurde viele Fragen beantwortet. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr vorgreifen und zu viel bekanntgeben.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Nicht nur Eltern, Lehrern, Pädagogen etc. sondern wirklich jedem der Antworten auf die Frage sucht, warum unsere Gesellschaft so ist wie sie ist. Dieses Buch wurde von Alice Miller im Jahr 1980 geschrieben und ist doch nach 30 Jahren aktueller, denn je.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Die Revolte des Körpers
Die Revolte des Körpers von Alice Miller (Taschenbuch - 19. Dezember 2005)
EUR 9,00

Du sollst nicht merken: Variationen über das Paradies-Thema
Du sollst nicht merken: Variationen über das Paradies-Thema von Alice Miller (Taschenbuch - 23. August 1983)
EUR 13,00