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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 17. September 2003
Es rührt an und trifft den Kern, wie Alice Miller die Ursachen unseres teilweise schmerzvollen Seins offenbart. Man spürt sich selbst, wenn Alice Miller in ihren drei - zu einem Buch zusammengefassten - Aufsätzen ihre tiefenpsychologischen Theorien über die kindlichen Verletzungen in uns darlegt. Sie läßt den Leser an ihren Beobachtungen und jahrzehntelangen Erfahrungen in der psychoanalytischen Arbeit mit ihren Klienten teilhaben. Wir erkennen, dass die Wurzeln unseres neurotischen Verhaltens - oder "kranken Narzißmus'" - in defizitären Entwicklungen in der frühen Kindheit zu suchen sind. In der für das Kind überlebenswichtigen Hingabe und Ausrichtung auf elterliche Bedürfnisse, um durch solche Anpassungsleistungen wohlwollende "liebende" Zuwendung zu erhalten, geht die Entfaltung eigener Bedürfnisse zu großen Teilen unter. Oft wird der Rest des Lebens zu einer mühsamen, wenngleich ohne analytische Bemühungen zumeist unerfüllten Suche nach dem eigenen wahren Selbst. Wer offen ist für tiefgängige Betrachtungen der menschlichen Psyche und letztlich wissen möchte, wer er ist, und warum einige emotionalen Muster bei ihm so sind, wie sie sind, wird bei der Lektüre einen großen Schritt weiterkommen.
In der Um- und Fortschreibung läßt Alice Miller Erkenntnisse aus ihrer weiteren Entwicklung einfließen.
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am 8. August 2003
....habe mir das Buch letzte Woche bestellt... Es kam Montag an. Am Dienstag abend setzte ich mich in ein Café und ich habe die Zeit vergessen..... Habe das Buch innerhalb einiger Stunden gelesen. Alice Miller bringt bei mir einen Stein ins Rollen, denn ich beginne, meine Kindheit zu verstehen, meine Eltern und meine Schmerzen. Beim Lesen des Buches musste ich oft die Luft anhalten, um nicht in Tränen auszubrechen. In den vielen Fallbeispielen, die Alice Miller im Buch aufführt, werden ihre "Theorien" nachvollziehbar und mitfühlbar. Man entdeckt Glaubenssätze und Muster, die in der Erziehung geprägt wurden, warum sie entstehen konnten und wie sie beeinflussen. Hinter einem Nebelschleier sieht man plötzlich sein wirkliches wahres Selbst, die ursprünglichen Wünsche, die durch unsere Erziehung überdeckt wurden. Alice Miller ruft dazu auf, nichts zu beschönigen, das, was uns zugefügt wurde klar zu sehen und zu lernen, damit umzugehen. Es geht nicht darum, unsere Eltern zu verurteilen und an die Wand zu stellen. Vielmehr geht es darum, unsere eigenen Gefühle und das was uns zur Entwicklung zu einem freien Menschen hindert genau zu verstehen.
Ich werde dieses Buch einige Male durchschmökern und habe mir schon einige Passagen markiert oder rausgeschrieben.
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am 4. Oktober 2008
Wenn ein Buch, im Sinne Franz Kafkas, wie eine Axt sein sollte, um das gefrorene Meer in uns selbst aufzubrechen, dann würde Ich Hermann Hesses »Steppenwolf« wie kaum ein anderes Buch zu jenen Büchern zählen, die wie eine solche Axt sind. Alice Millers Buch hingegen ist im Vergleich wie eine Panzerfaust für das gefrorene Meer.

Es handelt sich bei »Das Drama des begabten Kindes« um eine Art psychoanalytisches Traktat, anstatt um ein »Drama« im eigentlichen Sinn. Dies soll den potentiellen Leser nicht abschrecken. Denn anders als bei vielen wissenschaftlichen Büchern gelingt es Miller, viele schwierige Zusammenhänge mit Verzicht auf zu »schwere« Sprache und durch sehr anschauliche Beispiele, verständlich zu machen. Der Gewinner ist hierbei wirklich der Leser, welcher durch dieses Buch wirklich bereichert wird und ein völlig neues Selbstverständnis erlangen kann.

Ich habe dieses Buch binnen eineinhalb Tagen verschlungen und mir im Anschluss gleich zwei weitere Bücher dieser brillanten Frau bestellt. Ich kann »Das Drama des begabten Kindes« jedem feinen und/oder sensiblen und/oder kreativen Menschen nur dringlichst ans Herz legen, denn es ist für uns gemacht.
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am 26. Juni 2009
Ich habe dieses Buch begleitend zu einer Psychotherapie gelesen und es hat förmlich zu einerm Ausbruch von Persönlichkeitsteilen geführt, die seit Jahren verschüttet und verschlossen waren. Es war, als ob eine Jugend, die nicht existiert hat (verbannt war, idealisiert war) plötzlich wieder ins Leben zurückkehrt. Nach der Lektüre dieses Buches habe ich meine persönlichen innerfamiliären Beziehungen grundlegend verändert, mit Märchen und Vertuschungen aufgehört und die Sache so gesehen, wie sie wirklich war: ein einziger großer Mist.
Das entscheidende ist aber nicht die Entdeckung von Mist, sondern dass unter dem Mist eine authentische Persönlichkeit schlummert. Alles andere war unauthentisches Rollenspiel, ein dressiertes Kind mit 40. Unecht und das war mir im Grunde immer auch klar, aber ich dachte, das sei halt so. Alice Miller hat mir geholfen, den verschütteten Zugang zu mir selbst zurückzufinden. Seitdem werde ich endlich - ich selbst.
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Beim Drama des begabten Kindes (oder kurz "Drama") handelt es sich um das erste Buch von Miller. Im Original erschien es 1979. 1994 erschien die hier vorliegende überarbeitete Neuauflage (Vorsicht: Meine Rezension erscheint hier zu beiden Büchern).

Ich ging erst an das Buch, nachdem ich mich ausführlich in aktuellere Literatur zum Thema vertieft hatte. Sehr überrascht war ich davon, wie weit Alice Miller damals bereits dachte. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und Dissoziation wurden als Diagnosen erst 1980 ins Klassifikationssystem psychischer Erkrankungen aufgenommen. Brauchbare und erklärende Literatur dazu erschien gerade in Deutschland erst nach jahrelanger Verzögerung. Dachte ich, bis ich die letzten Tage das vorliegende Buch las... Auch weit vorher erschienen bereits wertvoller Ansätze, die nur lange Zeit "vergessen" wurden (z. B. werden die Ansätze von Pierre Janet gerade erst in den letzten Jahren wieder entdeckt und in neuen Konzepten verarbeitet).

Zwischen den Zeilen fühlt man die Euphorie von Frau Miller. Eine Eigenart, die den Menschen eigen ist, die fühlen, dass sie ihrer Zeit voraus sind. Dadurch entsteht auch eine sehr gute Lesbarkeit. Überlegungen werden mit guten Beispielen veranschaulicht.

Es ist besonders verständlich. Ich verstehe jetzt sehr viele Vorgänge, die ich zuvor in Fachbüchern noch nicht in ihrer Gänze verstehen konnte. Etwa welche Auswirkung das Abspalten von Emotionen hat. Oder wie frühere Beziehungsmuster in der Gegenwart erneut aufgesucht werden. Oder das auch (oder gerade?) ausgeblendete Erinnerungen dennoch zu Symptomen führen. Zur Erklärung noch nicht verstandener theoretischer Konzepte kam, dass ich auf Facetten der Problematik aufmerksam wurde, die ich bisher noch garnicht kannte.

Einzig kritisch gelesen sollten die Stellen, die sich auf bestehende Therapien und Therapiemodelle beziehen. Zur Entstehungszeit des Buchs und besonders zur Kindheit von Frau Millers Klienten galt Gewalt gegen Kinder als weit legitimer als heute. Effektive Therapiemodelle gab es bis dahin garnicht oder sie waren absolut nicht verbreitet. Mit der Verbreitung von EMDR, Ego-State-Therapie und Imaginationstechniken hat sich gerade seit der Jahrtausendwende sehr viel auf dem Gebiet getan. Die geäußerten Mängel an Therapien bzw. Therapeuten sind dabei auch nicht mehr in dem Maße vorhanden wie früher.

In anderen Rezensionen geäußerte Kritik, das Werk sei nicht mehr aktuell oder nur noch von "historischem Wert", kann ich nicht nachvollziehen. Dabei kann ich nur vermuten, die betreffenden Kritiker haben von der Materie schlichtweg wenig Ahnung.
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am 20. Januar 2015
Jeder der mit seiner Mutter speziell loslösungsprobleme hat sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Auch wer einen schlechten Bezug zu seinen eigenen Bedürfnissen und Gefühlen hat.

Dieses Buch braucht keinen Buhmann sondern es wird ganz gut erklärt was in der Kindheit wie dazu beiträgt warum man als Erwachsener in manchen Bereichen Probleme hat.

Es wird auch konkret formuliert wie in der Therapie damit umgegangen und vorgegangen wird. Welche Phasen der Patient oder der betroffene durchlebt.
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am 30. Juli 2001
Ich habe das Buch glücklicherweise vor der Geburt meines ersten Kindes erwischt; es hat mir nicht nur erklärt, was in meiner Kindheit schief lief, es hat mich auch mich davor bewahrt, schlimme Fehler meiner Eltern aus Unkenntnis zu wiederholen. Situationen, Bedürfnisse, Verhaltensweisen lagen plötzlich wie ein offenes Buch vor mir, ich habe mich durch und durch verstanden und konnte mich frei entscheiden, für meine Kinder anders zu handeln. Alice Miller hat die Gabe, nicht nur klarsichtig komplexe Verhaltensmuster aufzudecken, sondern auch noch prägnant, ohne Redundanz und professorales Geplustere darzustellen. Man hat es nach dem ersten Lesen verstanden und beherzigt es fürs Leben. Solche Bücher sind Diamanten im Literaturberg der Psychologie. Man sollte es allen Eltern spätestens zur Geburt ihres ersten Kindes schenken.
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Alice Miller spricht hier über ein Tabu, das unsere Gesellschaft prägt, wie kaum ein anderes: Der Missbrauch von Kindern. Meist assoziiert man damit allein den sexuellen oder körperlichen Missbrauch und denkt sich, dass das etwas für Menschen aus sog. "schlimmen Verhältnissen" o.ä., jedenfalls für "die Anderen" ist. Die eigene Kindheit wird idyllisiert, die Eltern wenn nicht vergöttert, so doch zumindest in Schutz genommen. Respekt heißt oft das Zauberwort. Wie emotional grausam ein Großteil (!) der Bevölkerung mit den kostbarsten und empfindlichsten Menschen - nämlich den eigenen Kindern - umgeht, braucht man sich nur einmal zu vergengenwärtigen, wenn man mit offenen Augen z.B. durch eine Einkaufspassage geht... Es gilt als völlig normal, ein Kind mit Missachtung zu strafen, seinen Willen zu brechen und schon mal mit einem kleinen Klapps nachzuhelfen. Das hat ja wohl noch niemandem geschadet, oder?
Alice Miller deckt auf, warum so viele Menschen unglücklich sind - und den wahren Grund nicht erfahren dürfen, weil er verdrängt wird. Im "Drama des begabten Kindes", ihrem ersten Buch, entfaltet sie ihr Menschenbild, das endlich mal zeigt, was wirklich los ist. Sie zeigt das ganze Ausmaß des Debakels auf - und zeigt Auswege.
Die Emotionen, die als Kind nicht gelebt werden konnten, weil ein so schutzloser, kleiner Mensch das gar nicht ertragen hätte, müssen im Erwachsenenalter nochmals erlebt werden, um zu erfahren, was das überhaupt für einen Menschen bedeutet hat. Dann kann man den eigenen Kindern und Mitmenschen keine solchen Verletzungen mehr zufügen, die man selbst erlitten hat.
Miller hat ein wichtiges und kostbares Buch geschrieben, dessen Wert man gar nicht hoch genug einschätzen kann.
Sie zeigt, wie wir durch "Erziehung" nicht zu dem werden, was wir sind, sondern eine Art verstümmelte Version dessen, was unsere Eltern sich "heranzüchten" wollten. Klingt hart, ist aber so! Und so schwanken täglich Millionen Menschen zwischen Grandiosität (man will ja Mama glücklich machen mit seinen Leistungen) und Depression. Ein Drama, das man aber umschreiben kann.
Eigentlich sollte jede Geburtsklinik den frisch gebackenen Eltern ein Exemplar in die Hand drücken!
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am 15. Dezember 2002
Im Rahmen einer Ausbildung die ich im Sommer 2002 begann (Priv.Akademie Psych. Bildung, PAPB),stand dieses kleine Büchlein auf der "Muß-Literatur-Liste"
für die Ausbildung - Zum Glück möchte ich inzwischen sagen.
Mehr als hilfreich empfand ich die einfühlsame und doch realen
Berichte und die Ausführungen der Autorin. Das so unscheinbar
wirkende Büchlein, hatte eine sehr große Wirkung auf mich.
Es brachte mich auch das eine und andere Mal zum weinen und
hat bei mir auch zur weiteren Aufarbeitung von Kindheitser-
fahrungen geführt, die zwar vom "Intellekt" her schon bekannt waren, jedoch mit Hilfe des Büchleins auch emotional aufgearbeitet werden konnten.
Ich halte dieses Werk nicht nur als "muß" für jeden Menschen der mit anderen Menschen beratend bzw. therapeutisch arbeitet, sondern eigentlich auch für alle, die gerne ein Kind zur Welt bringen möchten.
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am 20. September 2012
Ich habe mehrere Bücher von Frau Miller gelesen, darunter "Abbruch der Schweigemauer", "Am Anfang war Erziehung" und manche andere. Am berührendsten fand ich die Analyse von Friedrich Nietzsches Kindheit in diesem Werk. Ich habe nie zuvor - obgleich ich unterschiedliche Nietzschebiographien kenne - eine derartige pointierte Zusammenfassung seiner Kindheitseinflüsse gelesen und bin tief beeindruckt davon.

Natürlich mag man darüber streiten, ob der früh vaterlose Nietzsche in einem neurotischen Frauenhaushalt genügend seelische Unterstützung erhielt, derartige Fragen haben auch andere Biographen gestellt, und zu Recht. Dennoch glaube ich entschieden nicht, dass sich ein hochkomplexes, facettenreiches und in sich auch mehrfach gebrochenes und teils widersprüchliches Werk wie das nietzscheanische auch nur ansatzweise durch "Gefühlskälte der Mutter", "Schuldisziplin" und "Bigotterie des Haushalts" erklären lässt. Meiner Meinung nach finden Philosophen durch Lebensprüfungen zu Fragen, aber nicht zu Antworten - das wäre denn doch zu leicht. Und es liesse die Frage offen, weshalb Denker mit ähnlicher Kindheitsgeschichte sich gänzlich anders entwickelt haben als das tragische Genie aus Röcken in Sachsen. Eine einfache, monokausale "Verursachung" für Philosophien gibt es nicht.

Punktabzug für die für Frau Miller typische Überbetonung der Psychoanalyse als Schlüssel zu einer vermeintlichen Wirklichkeit. Obgleich ihre Analyse - systemimmanent - absolut schlüssig ist, reicht sie nicht darüber hinaus. Frau Miller, die nur in psychoanalytischen Kategorien argumentiert, fehlt die Metaebene zu ihrer Fachdisziplin und darum ein Stück weit echte Objektivität. Psychoanalyse ist nicht der einzige und vielleicht auch nicht der inklusivste (im Sinn von: am meisten Möglichkeiten in sich bergende) Weg, sich Persönlichkeiten anzunähern.
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