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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Psychogramm des Scheiterns
Die leicht verschmitzt lächelnde Ingeborg Bachmann auf dem Cover dieser Ausgabe wird wohl den einen oder anderen Leser ein wenig in die Irre führen. Denn "Malina" ist alles andere als lustig. Es ist traurig. Im ersten Kapitel, das paradoxerweise "Glücklich mit Ivan" heisst, wird es sogar tieftraurig. Hier erzählt die namenlose Hauptfigur von ihrer...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2006 von deathdealer92618

versus
18 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Scherbenhaufen, ohne Zusammenhang
Malina unterteilt sich in drei Kapitel, die jeweils einen eigenen Titel besitzen. Im 1. Kapitel "Glücklich mit Ivan" wird das Leben der weiblichen Ich-Erzählerin beschrieben, die zwischen zwei Männern steht: auf der einen Seite ist Malina, mit dem sie zusammen wohnt, auf der anderen Seite Ivan, welcher für die Protagonistin den "idealen" Mann...
Am 20. März 2006 veröffentlicht


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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch des machtvollen Ich, 9. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Malina. Roman (Taschenbuch)
Es ist ein erstaunliches Ich, ganz anders als man es sonst in Erzählungen gewohnt ist.Im ersten Moment erscheint es ausgeliefert, abhängig von seiner Liebe. Je mehr man liest, umso deutlicher wird es, daß es sich der Welt, gerade so wie sie sich ihm erscheint bemächtigt. Auch der Kampf mit schlechten Erinnerungen wird meines erachtens gewonnen, wenn auch mit Verlusten. "Es wird nämlich so enden, daß ich über alles verfügen kann", sagt zum Schluß das Ich. Es werden verschiedene Anteile erprobt, gelebt, im Briefeschreiben ist es eine "Unbekannte", die vielleicht irgendwann gelebt werden möchte. "Nicht eine Formel hat die Sonne und die anderen Sterne bewegt, ich allein habe sie, solange Ivan näher war, zu bewegen vermocht, nicht nur für mich, nicht nur für ihn, auch für die anderen..." Man erkennt sich darin wieder, wie Welterlebnis von unseren Befindlichkeiten abhängig ist und wir verschonen auch die anderen nicht. Manchmal muß man auch einen Teil von sich zum Verschwinden bringen, um sich weiterentwickeln zu können.
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5.0 von 5 Sternen Malina - ein Meisterwerk, 16. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der einzige Roman Bachmanns, Malina, ist eines der wichtigsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts. Doch Achtung - wer Ingeborg Bachmann als Lyrikerin schätzt und bewundert, erlebt hier eine neue große Herausforderung. Eine ausgefeilte, durchkomponierte Sprache - aber schwer zu lesen. Inhaltlich bisweilen kaum aushaltbar, manche Sequenz wie ein Albtraum, die Abrechnung mit dem Vater, der Friedhof der ermordeten Töchter.
Wer bereit ist, sich auf Literatur auf höchstem Niveau einzulassen, sich das Buch zu "erarbeiten" und es auch zu "durchleiden", muss Malina lesen.
Hinweis: sehr aufschlussreich zu Bachmann und zum Roman Malina ist das Buch von Andrea Stoll "Ingeborg Bahmann - Der dunkle Glanz der Freiheit", Bertelsmann 2013
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5.0 von 5 Sternen Fantastisch, 14. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Schade, dass Ingeborg Bachmann nur diesen einen Roman veröffentlicht hat. Als jemand, der zu Lyrik wenig Zugang findet, hätte ich mir mehr Prosa dieser großartigen Schriftstellerin gewünscht, die wohl in jedem von uns in kleinen Teilen zu finden ist.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Blaudruck der Emanzipation" - subversives Schreiben, 9. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Ingeborg Bachmann's Werk "Malina" ist wie kaum ein anderes Buch palimpsetisch geschrieben: Der ganze Text ist verschlüsselt, nahezu jeder Satz enthält eine eigene, versteckte Botschaft.
vor allem Gedanken aus C.G.Jungs Psychologie kommen immer wieder vor. So spielen zum Beispiel die Zahlen eine große Rolle, um nur einen ganz winzig kleinen Teil zu nennen: Die Dreizahl - Triade - liegt dem utopischen Modell zugrunde, das für den Roman strukturbildend ist: Die Ichfigur will sich, wie sie im Dialog mit Malina bekennt, wieder an das Paradies ante erinnern, an die Schönbergsche Märchenzeit. Der Dreischritt führt weiter über das "Heute" in ein Paradies post, das es freilich für die Ichfigur nicht geben wird, außer im Märchen von der Prinzessin von Kagran (in den Roman eingebaut und das Ende vorwegnehmend!). Die Dreizahl der Kapitelstruktur wird allerdings erweitert durch den Vorspann, den vierten Teil. Vom vierten Mörder (neben den Figuren Ivan und Malina, die an sich "Animus-Figuren" C.G. Jungs sind) ist die Rede, von der Jungschen Kategorie der "Quaternität des Bösen". Zu einem fünften Teil gelangt man, wenn man das Exposé hinzuzählt.Die Fünfzahl ist verbunden mit dem Pentagramm: "In der Ordnungszahl der Elemente ist aber nicht nur die Vierheit, sondern mit Einschluß des Topos "Mitte" auch die Fünfzahl enthalten[...].Sie ist auch das Kreuz mit dem Schnittpunkt und der "Quinteszenz". Die fünf Kapitel sind also signifikant im Hinblick auf die Aussage des Romans selbst.Wenn die Fünfzahl symbolisch für das Kreuz Jesu, Christus aber tiefenpsychologisch für das "Selbst" steht, so liegt in dieser Fünfzahl die palimpsestische Botschaft des Werkes: Das Selbst lässt sich nach Jung nur herstellen in der Vereinigung aller seiner Teilaspekte.Die zersplitterte Ichfigur des Romans sieht in der Vereinigung aller ihrer Teilaspekte eine Utopie ihres Selbst, die ihr aber von ihrer Zeit, dem "Heute", und ihrer Gesellschaft, dem "allergrößte(n) Mordschauplatz", verweigert und vorenthalten wird. Ivan ist das deformierte Schöne, Malina ist die deformierte Vernunft, beide zusammen sind sie positive und negative Animus-Figuren im Sinne Jungs und beide können als Persönlichkeiten der Ich-Figur angesehen werden.
Ein beeindruckendes Buch, anspruchsvoll und wahnsinnig tiefsinnig - kaum mit einem anderen Buch vergleichbar.
Ingeborg Bachmann - eine Jahundertkünstlerin.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen warnung, 19. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Malina. Roman (Taschenbuch)
wir sollten uns hier nicht täuschen, malina ist nichtder roman, für den er gehalten wird. es ist wahrscheinlich einer der ausgangspunkte, von denen aus das 20Jh. bewertet werden kann, eine bewertung, die einen einsturz verursachen würde, wenn die konsequenzen vollständig realisiert werden. was man in der hand hält ist die asche aus jenem feuer, welches diese epoche angefacht hat um ihre entmenschlichung zu vollenden, kann man noch darauf hoffen, das die Asche nicht zu glühen aufgehört hat und ein anderes feuer von ihr ausgehen kann, eine reinigende flamme, oderwerden die erstickenden wände überhand nehmen. denken Sie mal über Ihre Todesart nach. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vom zerbrechen und dem patriarchat, 8. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Malina. Roman (Taschenbuch)
ivan, malina und ich. das ich ohne identitaet ist wohl der schluessel zum werk. ein repressierte weibliche identitaet. zerbrochen an der unfreiheit ihres handelns, an ihrer totalen abhaengigkeit. abhaengig vom unerreichbaren ivan und dominiert vom starken malina. oder sind doch alle drei nur eins? malina als die 'vernunft' zu deuten ist wie uns die rezeptionsgeschichte des werkes zeigt ein zumeist maennlicher zug. malina ist jedoch viel mehr als der maennliche, rationalisierte teil der ich-erzaehlerin zu sehen. gebrochen an konvention. und ivan? lesen!
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18 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Scherbenhaufen, ohne Zusammenhang, 20. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Malina unterteilt sich in drei Kapitel, die jeweils einen eigenen Titel besitzen. Im 1. Kapitel "Glücklich mit Ivan" wird das Leben der weiblichen Ich-Erzählerin beschrieben, die zwischen zwei Männern steht: auf der einen Seite ist Malina, mit dem sie zusammen wohnt, auf der anderen Seite Ivan, welcher für die Protagonistin den "idealen" Mann darstellt (und das, obwohl ihre Liebe nie erwidert wird und Ivan zumindest aus der Perspektive des Lesers scheinbar keine besonders herausragenden Eigenschaften besitzt, geschweige denn liebenswerte). Die Liebe zu Ivan beginnt das Handeln und Denken der Ich-Erzählerin immer häufiger zu dominieren. Im 2. Kapitel "Der dritte Mann" werden Traumsequenzen aufgeführt, in denen das "Männliche" Gewalt, Brutalität und Herrschaft verkörpert. Diesem machtvollen männlichen Prinzip hat die Ich-Erzählerin nichts entgegenzusetzen. Im 3. Kapitel "Von den letzten Dingen" versucht sie ihre Probleme im Dialog mit Malina zu überwinden (...)
Leider kann ich die Begeisterung für diesen "Roman" nicht teilen. Meiner Meinung nach gibt es keinen zusammenhängenden Handlungsverlauf, der Roman gleicht einem Scherbenhaufen: Fetzen und Fragmente, Briefe, wirre Traumsequenzen und kurze Handlungs-/Dialogsequenzen wechseln einander ab. Es wird keine Spannung erzeugt, keine Identifikationsmöglichkeit angeboten und der Tenor des gesamten Romans ist und bleibt bedrückend, düster und "verrückt." Aus meiner Perspektive ist hier ein Stern schon zu viel.
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3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Dichterin"?, 29. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Der zeitliche Abstand zur Gruppe 47 wird immer größer. Auch zu dem besonderen Milieu, welches die literarische Szene im Nachkriegsdeutschland bestimmte. Diese Generation von Dichtern hatte ja immer das besondere Bewußtsein, das richtige nämlich: Links, gegen Faschismus, gegen die Restauration der Adenauer-Ära etc.. Heute kann man viele dieser Dichter anders betrachten. So auch Ingeborg Bachmann. Für mich ist dieser Roman nur das Dokument einer kaputten Frau. Psychisch kaputte Menschen sind zu bedauern und es ist ihnen zu helfen - aber das macht sie noch lange nicht zu großen Dichterinnen. "Malina" steht in der lange Tradition der Deutschen Innerlichkeit. Eine typisch deutsche Sache. Man vergleiche mal was Carson McCullers in der ungefähr gleichen Epoche für tolle Literatur produzierte, Philip K. Dick wäre ein weiteres Beispiel. Visionäre Literatur über wichtige Themen. Der Roman "Malina" ist einfach nur langweilige deutsche Innerlichkeit und mehr nicht. Nicht ganz so schlimm wie Bachmanns banale Gedichte, aber doch auch schon schwer zu lesen. Dennoch habe ich mich bei der Lektüre ein wenig amüsiert, weil ich Bachmanns übersteigerten Weltschmerz so erheiternd finden. Es ist eine wirklich interessante Frage, was von der deutschen Nachkriegsliteratur der BRD von 1949 bis 1989 übrig bleiben wird. Ich denke aber, Bachmanns Werk wird nicht dazu gehören. Verbeamtete Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen werden solchen Gemütsschrott mögen. Dieser Roman ist das Zeugnis für eine völlig verwirrte Frau, die lebensunfähig war.
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 25. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Frau Bachmann und mir war es nicht möglich, eine gemeinsame Basis zu finden. Vielleicht gelingt dies bei einem anderen Werk...
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Malina
Malina von Ingeborg Bachmann (Taschenbuch - 2011)
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