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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andri zwischen Identität und Rolle
Ein zeitloses Stück, das immer und immer wieder gelesen und von Neuem interpretiert werden kann... in jeder Hinsicht...
Vor etlichen Jahren, als ich dieses Stück als Pflichtlektüre in der Schule lesen mussste, empfand ich es vielmehr als eine Qual - als ein Vergnügen, genauso wie "Homo Faber". Doch spaeter an der Uni begann ich zu begreifen...
Veröffentlicht am 5. November 2004 von Audrey Hepburn

versus
3.0 von 5 Sternen Ganz Ok
War sehr schnell da, über das Buch selbst. Es ist schwieriger geschrieben. Ich hätte es mir nicht gekauft wenn ich es nicht für die schule bräuchte.
Vor 3 Monaten von Timo Unger veröffentlicht


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andri zwischen Identität und Rolle, 5. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Ein zeitloses Stück, das immer und immer wieder gelesen und von Neuem interpretiert werden kann... in jeder Hinsicht...
Vor etlichen Jahren, als ich dieses Stück als Pflichtlektüre in der Schule lesen mussste, empfand ich es vielmehr als eine Qual - als ein Vergnügen, genauso wie "Homo Faber". Doch spaeter an der Uni begann ich zu begreifen... Frisch hat mich mit seinen Werken regelrecht in seinen Bann gezogen! Und ich fing an, mich mit Frisch näher auseinander zu setzen und seine Werke regelrecht zu verschlingen.
In seinem Drama "Andorra", das Max Frisch in seinem Tagebuch als der "andorranische Jude" vorbehandelt, geht es um das Spiel zwischen Identität und Rolle. Es kommt jedoch zu keiner Individualisierung, sondern zu einem gesellschaftlichen Beschluss, zu einer Reihe von Vor-Urteilen und schließlich zur Identitätsberaubung, die Folge einer kollektiven Schuld werden. Die Welt wird als Modell dargestellt. Das sogenannte jüdische Schuldproblem wird schematisiert.
Die männliche Hauptfigur Andri, sowie die weibliche Hauptfigur Barblin befinden sich im Unwissen, dass sie Halb-Geschwister sind. Andri lebt im Glauben, dass sein Pflegevater, der Lehrer, ihn als Judenkind "von den Schwarzen" gerettet und groß gezogen hat. Andri wird als "Jude" abgestempelt, obwohl er gar keiner ist. Er wird immer wieder mit bestimmten Klischees seiner angeblich jüdisch-ethnischen Provinz konfrontiert. Er darf beispielsweise kein Tischler werden. Er liebt Barblin, die ihm verweigert wird, da sie seine Halbschwester ist. Alle machen sich ein falsches Bild von ihm, er wird nur von Vor-Urteilen umgeben und letztendlich fängt er an, sich diese Eigenschaften selbst einzubilden und spielt seine Rolle zu Ende. Andri wird seiner Identität beraubt.
"Andorra" ist ein Stück über die Manipulation der Menschen, es ist eine An-Häufung von Klischees, wie man zu sein hat, wenn man einer bestimmten ethnischen oder sozialen Klasse angehört.
"Die Hölle sind die andern", so heißt es in Sartres Stück "Geschlossene Gesellschaft". Zwischenmenschliche Beziehungen können manchmal teuflisch sein, vor allem, wenn man von den anderen abhängig ist und sich beeinflussen lässt, indem man auf ihr Vor-Urteil eingeht. Dann befindet man sich tatsächlich in der "Hölle". Besonders, wenn man gegen diese Vor-Urteile nicht ankämpft. Der Mensch ist nur "frei" bzw. findet seine wahre Identität, indem er individuell reagiert. Und genau das war Frischs Absicht in seinen Werken. Er versucht den Menschen zu individuellen Reaktionen zu bringen!!!
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück zum Nachdenken..., 21. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Andorra hat viele Thematiken, sei es die Verfolgung von Juden, das bornierte Denken einer Gesellschaft in Vorurteilen und Klischees oder einfach das Leben und Leiden von Andri. Egal wie oft man Andorra liest, man kann immer neue Aspekte und Symboliken entdecken. Erst nach dem dritten mal lesen habe ich z.B. die ärztliche Untersuchung mit der Ausselectierung der Juden durch die Naziärzte in Verbindung gebracht und es hat mich tatsächlich erschreckt dass ich beim ersten mal nicht im geringsten daran gedacht habe und sogar schmunzeln musste als Andri voller Stolz seinen Mund öffnete und "Aaaaaandorra" ertönen lies. Ich denke genau das macht Andorra so interessant, es ist ein Stück zum Nachdenken. Alles was in Andorra gesagt wird ist zeitlos und ohne örtliche Beschrenkung, genauso könnte es in Deutschland, an ihrem Arbeitsplatz oder in einer Schulklasse spielen, denn Vorurteile gibt es überall. Nach dem man Andorra gelesen hat wird man sich vielleicht öfter überlegen ob man denn immer gerecht über andere Mensche urteilt, vielleicht wird man darauf stoßen dass man, auch wenn man denkt man sei tolerant, Vorurteile in sich trägt die einem gar nicht mehr bewusst sind. Andorra ist, wie ich finde, sehr gut gegliedert und durch die Unterteilung in 12 Bilder einfach zu lesen. Jedes Bild zeigt ein neues Problem von Andri auf und baut auf das vorherige auf, so steigert sich die Handlung langsam und führ am Ende zu einem jehen Ende. Ich kann Andorra nur empfehlen. Es ist mit Sicherheit eins der großen literarischen Meisterwerke. Falls Sie in ihrer Nähe die Möglichkeit haben sich das Theaterstück anzusehen, lassen sie es sich nicht entgehen, richtig gespielt ist es ein wahres Erlebnis.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch!, 11. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen und war begeistert, schockiert und traurig gleichzeitig. In Andorra wird ein eigentlich normaler, glücklicher zwanzigjähriger Junge namens Andri vor unseren Augen einfach zerstört, langsam, systematisch. Wie einer Blüte, so wird seinem Menschsein Blatt um Blatt abgerissen, bis schließlich nur noch ein armes, zerrissenes Etwas übrigbleibt. Das Böse um ihn herum ist aber nicht in seiner großen Form, sondern als Vorurteil, als Gleichgültigkeit und als Feigheit, als bürgerliche Angst - die Menschen von Andorra denken Andri sei ein Jude - jedoch hat der Lehrer, Andris Vater, damals nur eine Lüge verbreitet. Jetzt - wo Andri erwachsen ist - zeigen ihm die Leute in Andorra, was sie von einem Jud halten. Allesamt sind Schuld an Andris Tod, zu dem es im letzen Bild des Buches kommt. Er wird an "den Pfahl gebracht" - da die Andorraner ihn - zwar in unterschiedlichen Schuldanteilen, aber dennoch kollektiv - durch ein einfaches, mieses Vorurteil das Menschein, das Glücklichsein, das Leben zerstört haben. Das ganze schildert Max Frisch spannend und schafft interessante Charakterbilder (z.B. den mit nationalen Phrasen herumwerfenden Doktor Ferrer. Pflicht auf dem Lehrplan! Unbedingt lesen!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Modell Andorra oder Die Macht der Vorurteile, 15. Juli 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Frischs Andorra ist ein fiktiver Staat, der an das ebenso fiktive Nachbarland der Schwarzen grenzt. Die Andorraner sind ein kleinbürgerliches, patriotisches, im Klischeedenken verharrendes Volk, das sich vor einem möglichen Angriff der ihnen verhassten, weil überlegenen Schwarzen fürchtet. Die Schwarzen verfolgen alle Juden - und Andri wird von seinem Vater, einem Lehrer in Andorra, als ein vor den Schwarzen gerettetes Judenkind ausgegeben. Unter diesem Stigma und den Vorurteilen der Andorraner leidet Andris Selbstbewusstsein erheblich. Als seine leibliche Mutter erscheint - keine Jüdin, sondern eine Schwarze -, kann er die Wahrheit nicht anerkennen, da er sich tatsächlich schon als der Jude fühlt, als den ihn seine intoleranten Landsleute sehen. Wenig später fallen die Schwarzen in Andorra ein, dessen Bürger während einer "Judenschau" zusehen, wie der unschuldige Andri hingerichtet wird. Das 1961 uraufgeführte Bühnenstück von Max Frisch zeigt viele Parallelen zur Situation der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Auch dort war Antisemitismus weit verbreitet, und eine große Zahl aus Deutschland flüchtender Juden wurde an der Grenze abgewiesen. Frischs Andorra ist gleichwohl als Modell zu verstehen: Jedes Land kann zu einem Andorra werden. Das Stück war ein großer Erfolg und wurde auf allen deutschsprachigen Bühnen gespielt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen langweilig?!?!?, 19. April 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Also, wer dieses Buch "nur" langweilig findet, hat anscheinend nicht genau genug gelesen!
Ich (16) habe "Andorra" zufällig im Schrank meiner Schwester gefunden und hab es freiwillig mal gelesen. Zwar hab ich anfangs gezweifelt, ob es ein gutes Buch sein würde (iiiih, Schullektüre) aber nachdem ich morgens damit angefangen habe und am Abend das Buch geschlossen hatte, war ich überwältigt. Ich finde, "Andorra" spiegelt den Antisemitismus sehr gut wider und sollte jeden zum längeren Nachdenken anregen. Ob man sein eigenes Verhalten darin wiederfindet, ob man genauso denkt wie eine Person aus dem Buch und ob dieses Denken richtig ist usw.
Dieses klare und reale Schreiben von Herrn Frisch ist wirklich eine Kunst.
Unbedingt lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sozialkritisches Theaterstück von Frisch, 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Wer kannte Andorra schon bevor Max Frisch sein Buch darüber geschrieben hat? Den kleinen Bergstaat zwischen Frankreich und Spanien, der heutzutage eigentlich nur fürs Skilaufen bekannt ist, da er im Gegensatz zu Monaco keine Steuervorteile und ein glänzendes Königshaus bietet. Doch Andorra ist für Max Frisch etwas anderes: Er sieht darin etwas, was in jedem von uns ist, die Intoleranz, die Vorurteile gegenüber etwas was wir nicht kennen. Andri, die Hauptperson im Stück von Max Frisch muß dieses „Andorra" auf schmerzhafte Weise kennenlernen und uns wird verdeutlicht, wie ungerecht dies alles für Andri und auch für diejenigen die es trifft ist. Frischs Buch ist natürlich eine Parabel, eine Parabel auf den Nationalsozialismus in einem anderen mitteleuropäischen Staat (der übrigens bekannter ist als Andorra) und der Max Frisch Heimat bietet. Eine Abrechnung mit einem Volk, aber auch eine Abrechnung mit sich selbst. Exzellent! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Problem der Projektion, 5. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
"Andorra" habe ich bereits in der Schulzeit gelesen. Es war eines der wenigen Bücher, die mir damals gefallen haben und auch heute noch gefallen. Denn "Andorra" ist weit mehr als ein beliebiges Theaterstück über Fremdenhass, Vorurteile und Intoleranz. Es ist ein Modell für ein sich immer wieder wiederholendes menschliches Verhaltensmuster: Sieh im Anderen nur lange genug ein Zerrbild, irgendwann wird er schon so werden. Es ist die Geschichte eines Tischlers, Andri mit Namen, der erfährt, daß er angeblich ein Jude ist. Der Schock ist groß, er sieht sich zahlreichen Vorurteilen ausgesetzt, sucht ihnen zu begegnen und kapituliert schließlich, indem er solche Verhaltensmuster annimmt, wie man sie von ihm erwartet. Erst hinterher erfahren die Betroffenen, daß es eigentlich ganz anders gewesen ist... Andorra ist ein Lehrstück, wie es nicht nur in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg von Nöten war, um eine Blase aufzustechen, in der man sich eingerichtet und sich ständig wiedergespiegelt hat, um so von der eigenen schrecklichen Vergangenheit abzulenken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstbild oder Fremdbild, 26. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Wer bestimmt die eigene Identität? Man selbst oder die Gesellschaft?
Andri selbst sieht sich als Andorraner, als Mitglied der Gesellschaft. Die Gesellschaft akzeptiert ihn aber nicht als Mitglied, da sie ihn für einen Juden halten, was er aber nicht ist. Max Frisch zeigt in seinem Drama, wohin Vorurteile und Ausgrenzung in einer Gesellschaft führen können. Andri führt im Folgenden einen Kampf um seine Identität, die sein Schicksal bestimmen wird, denn die Anerkennung des Rollenbildes, das die Gesellschaft ihm oktroyieren möchte, würde seinen Tod bedeuten. Dabei kämpft er einen aussichtslosen Kampf, da das Schweigen der Mehrheit, die sich gleichgültig der Selbsttäuschung hingibt, ein mächtiger Gegner ist im Ringen für ein selbstbestimmtes Leben. Doch auch sein soziales Umfeld ist nicht fähig, ihm einen Halt und Sicherheit zu geben, da Feigheit (Vater), Unverständnis (Verlobte/Schwester) und Vorurteile(Pater) anstelle von echter Kommunikation treten.
Eine traurige Parabel, die über Moral und ethische Grundsätze nachdenken lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Andorra, 23. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Vorurteile und ihre Wirkung auf den Menschen und die ihn umgebende Gesellschaft. Der Zwang eine angedichtete Rolle ausfüllen zu müssen. Die Schuld durch Passivität und Feigheit erzeugt, sowie ihre Ablehnung durch vermeindliche Unwissenheit. Alles Bilder die damals wie heute an Aktualität nicht verloren haben. Lesenswert
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Buch über Rassismus, 29. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Andorra: Stück in zwölf Bildern (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gelesen, weil wir in der Schule den Homo Faber gelesen hatte und ich noch etwas anderes von Max Frisch lesenwollte.
Als ich Anfing zu lesen und mitbekam, dass es um den (angeblich) jüdischen Jungen Andri geht, der seine (angebliche)halbschwester liebt und von den meisten Mitmenschen diskriminiert wird, dachte ich "Mal wieder eine Geschichte über Rassismus". Beim weiterlesen stellte sich heraus, dass Andri kein Jude war. Da dachte ich, dass er jetzt endlich akzeptiert wird, oder getötet wird, weil sein Vater die Wahrheit verschwiegen hat. Ich war zu diesem Zeitpunkt kurz davor, das Buch als blöd einzustufen, doch beim Weiterlesen habe ich gemerkt, dass ich mich total verschätzt hatte.
Andri will Jude sein, auch wenn dies seinen Tod bedeutet. Über das ganze Buch bahnt sich schon an, wie er sich in seine Rolle als Jude fügt. Und zwar kein Jude nach heutigem Verständnis, sondern einer nach dem Verständnis seiner rassistischen Mitbürger: ein schlechterer Mensch (also nicht falsch verstehen, das ist sicher nicht meine Ansicht)

Mich hat fasziniert, dass die Leute eine gewisse Vorstellung von Andri hatten, der er nach einiger Zeit entsprach. Sie haben nie ihre Meinung geändert, sondern Andri hat sich an ihre Meinung von ihm angepasst.
Es hat mich erstaunt, wie extrem die Gesellschaft jemanden unbewusst verändern kann.

Ich habe das Buch nur einmal durchgelesen und mich nicht näher damit beschäftigt. Ich finde es wegen dem Stil ein wenig anstrengend zu lesen, aber da es nicht lang ist, ist es erträglich.
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Andorra: Stück in zwölf Bildern
Andorra: Stück in zwölf Bildern von Max Frisch (Taschenbuch - 2. November 1975)
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