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88 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erfahren-verstehen-glauben
Mit Siddharta zeigt Hermann Hesse, dass zu allen Zeiten in jeder kulturellen Umgebung, der Mensch, das Ich, der Wille und der unbeirrbare Glaube den Mittelpunkt des Universums bilden. Die Begegnungen mit Govinda in den verschiedenen Lebenssituationen Siddhartas spiegeln wider, dass man , obwohl dem Gefühl nach unverändert, für Aussenstehende nur schwer...
Veröffentlicht am 24. Januar 2002 von Uwe S.

versus
30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ich
Siddharta ist auf der Suche. Nach dem eigenen Ich, Erkenntnis, Erfüllung, Glück. Auf seiner Suche probiert er viele Wege aus: Von der Askese bis hin zum Leben im Überfluss...Wird Siddharta sich selbst finden?

Ein Buch zum Genießen. Hermann Hesse lässt den Leser in einer wunderschönen Sprache an seiner Gedankenwelt teilnehmen...
Veröffentlicht am 29. Juli 2007 von Oona


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88 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erfahren-verstehen-glauben, 24. Januar 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit Siddharta zeigt Hermann Hesse, dass zu allen Zeiten in jeder kulturellen Umgebung, der Mensch, das Ich, der Wille und der unbeirrbare Glaube den Mittelpunkt des Universums bilden. Die Begegnungen mit Govinda in den verschiedenen Lebenssituationen Siddhartas spiegeln wider, dass man , obwohl dem Gefühl nach unverändert, für Aussenstehende nur schwer nachvollziehbare und gar nicht rechtfertigungsrelevante Veränderungen erlebt. Die in den einzelnen Lebensphasendes Siddharta gesammelten Erfahrungen sind für mich persönlich je nach eigener Stimmung und Umfeld immer wieder die Komposition einer ganz neuen Geschichte. Mit diesem Buch hat Hesse mir unendlich viele Bücher geschrieben, die mir immer wieder Kraft und Freunde, aber auch Nachdenklichkeit bereiten. Die Leichtigkeit der Worte, die Beschreibung der ersten Begegnung mit dem weiblichen Geschlecht, das Lernen der Liebeskünste und die Wichtigkeit der Unabhängigkeit der Seele sind so vollkommen zu erfahren, dass das Buch zu meiner "persönlichen Bibel" aufgestiegen ist. Ein hervorragendes Geschenk für Menschen die im Umbruch sind....und wer ist das nicht. Kamalas Liebeslehre, der Beweis, das Geld nicht Gottes Werk ist - denn durch Reichtum verlor Siddharta seine Tugenden (vorübergehend)- und die Anleitung, dass man mit denken, warten und fasten jedes Ziel erreichen kann,wie der ins Wasser geworfene Stein auf den Grund gelangt sind nur winzige Details, die mich immer wieder zum erneuten Lesen des Buches führen. Mit der Taschenbuchausgabe hat man in leichter Form auch auf Reisen "grosses Gepäck" ;-))
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69 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergesslich schön, 11. Dezember 2007
Von 
S. Erdmann (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
Es war mein erstes Buch, welches ich von Hermann Hesse gelesen habe. Für jemanden wie mich, der Bücher in dieser Schreibform noch nicht gelesen hat, war es am Anfang ein wenig schwer. Aber die Geschichte lies mich sehr schnell eintauchen in die Welt von Siddhartha.

Oft lies mich dieses Buch lächeln, aber oft musste ich auch weinen. Nicht weil es so traurig ist, sondern weil es Hermann Hesse gelingt, die Gefühle und Emotionen der Menschen zu berühren.

Dieses Buch hat das Tiefste meiner Seele gestreichelt. Es ist so beeindruckend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe mich mit zwei Freundinnen über dieses Buch unterhalten und erstaunlicherweise haben wir drei alle etwas anderes aus diesem Buch für uns heraus gezogen. Das macht dieses Buch sicher auch zu etwas ganz Besonderem. Jeder findet Parallelen zu seinem Leben und seiner Denkweise.

Dieses Buch werde ich sicher noch sehr oft zu Hand nehmen und auch immer wieder lesen. Ein wundervolles Buch!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Roman für die 68er-Bewegung, sondern einer über die Weisheit, 1. Mai 2007
Herrmann Hesses indische Erzählung "Siddharta" wurde im Zuge der 68er-Bewegung oft als Mittel zu deren Apologetisierung gesehen; Henry Miller, der mit seinen Romanen ebenfalls den Nerv dieser Bewegung traf, bezeichnete "Siddharta" als sein Lieblingsbuch. Jedoch ist diese Apologetisierung durch Hesses Erzählung nicht unbedingt gerechtfertigt; schon der Inhalt von "Siddharta" zeigt, daß Hesse sicher nicht im Sinn hatte, durch sein Werk die Überwindung bzw. Zerstörung traditionell-gesellschaftlicher Konventionen zu befördern.

Sowohl das asketische Leben im Bettelorden der Samanas und die Zusammenkunft mit dem erleuchteten Buddha Gotama führen Siddharta nicht an sein Ziel, dem Erlangen der Selbsterkenntnis und Weisheit im Sinne des Buddhismus, also der Erleuchtung, die nach dem Tod ins Nirwana führt, der Befreiung aus dem irdischen Kreislauf der Wiedergeburt. Er ändert daraufhin seinen Lebenswandel: seine Geistesgaben, gestärkt durch jahrelange Askese, lassen ihn zu einem zwar nicht überzeugten, aber dennoch erfolgreichen Kaufmann werden; Reichtum, Verschwendungssucht, sexuelle und andere Ausschweifungen, also völlig freie Lebensverhältnisse sind die Folge. Gerade die Darstellung dieser Lebenshaltung war es, die das Buch bei der 68er-Bewegung so beliebt machte und Hesse ungewollt zu deren Anwalt werden ließ. Offentsichtlich lasen jedoch die 68er das Buch nicht zu Ende; denn Siddharta erkennt alsbald, daß dieser an sich doch hohle Lebenswandel voller Ausschweifungen gerade nicht zur Weisheit, sondern zur inneren Abstumpfung und Verarmung führt.

Erst als er zum Fährmann Vasudeva, den er in seiner Jugend bereits getroffen hatte, zurückkehrt, um mit ihm im Einklang mit der Natur und in Stille und innerer Einkehr zu leben, erlangt er die Erkenntnis über das Leben und sich selbst, was sich an dieser Stelle als der eigentliche Sinn des Lebens offenbart - übrigens nicht nur für Siddharta, sondern auch für jeden anderen Menschen. Trotz der historisierenden Sprache, die zur Klarheit der Aussage meines Erachtens nicht recht passen will, ist die Zeichnung von Siddhartas Lebensweg bis zum Ziel - das eben gerade nicht der Tod ist - jedoch sehr gelungen. Das Buch, der Aussage nach auch mit dem Goetheschen "Faust" vergleichbar, ist ein Appell an jeden Leser, gleich ob 18- oder 80jährig, sich über das eigene Leben Gedanken zu machen - das schafft nicht jedes Buch!
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104 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel des 20. und 21. Jahrhunderts, 24. August 2001
Von Ein Kunde
Für mich ist Siddharta zur Religion geworden. Religion nicht im Sinne von Nachbeten, sondern im Sinne von Lebensleitfaden. Das Buch alle 1/2 Jahre zu lesen, erleichtert die Seele, nimmt Scheuklappen und gibt neue Kraft und Zuversicht.
Das ich steht im Mittelpunkt, aber nicht als Egoist, sondern als Verständnis der Welt. Bevor ich mit mir nicht im Reinen bin, kann ich es mit niemandem anderen sein.
Dieses Buch ist jedem, der auch nur ganz kurz über sich und seine "Rolle" nachdenkt Pflicht, denn es befreit.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Buch mit Tiefgang, 19. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gebraucht von einem alten Freund erhalten - eine Ausgabe aus den 60er Jahren, schon etwas abgegriffen und zerfleddert. Ich war damals 16 jahre alt als ich es zum ersten Mal gelesen habe und es hat mich ganz tief im Herzen berührt. Ich war verzaubert und hab die Welt aus anderen Auge gesehen. Es ist so toll aus der Alltagshektik in die Welt Siddarthas abzutauchen, sich an seine Hand nehmen zu lassen und von der Ruhe, dem Frieden zu kosten, den man den niedergeschriebenen, differenzierten und einfühlsamen Zeilen/ Gedanken findet.
Ich habe es immer wiedergelesen und es ist das wunderbarste Buch, das ich kenne und kann es nur weiterempfehlen- zum Selbstfinden oder einfach nur zum Abhängen. Ein ganzer Himmel voller Sterne für dieses kostbare Stück Literatur und Weltanschauung.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gültig, 9. Mai 2005
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
"Siddharta" kann der heute lebenden Jugend vielleicht sogar noch mehr geben, als es vor mehr als 80 Jahren der Fall war. Hesse beschreibt die lange Suche eines Mannes, des zukünftigen Buddhas, nach seinem persönlichem Glück. Er sucht es in der Askese, in der körperlichen Liebe, im Handel, im Alkoholrausch und im Glücksspiel. Doch jederzeit merkt er, dass ihn all dies nicht befriedigen kann. Erst ein jahrelanger Aufenthalt bei einem Fährmann am Fluss lehrt ihn, was für ihn persönlich Glück und Erfüllung bedeutet.
Sich im 21. Jahrhundert auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Unzählige Ideologien kämpfen darum, als einzig wahre Lehre annerkannt zu werden. Seien es die großen monotheistischen Religionen auf der einen Seite, die mit einem Absolutheitsanspruch und festen, nicht verrückbaren, Werten um die Gunst der Menschen buhlen, oder auf der anderen Seite die Theoretiker der Postmoderne, die zu negieren scheinen, dass es so etwas wie Wahrheit oder universelle Werte überhaupt jemals gegeben hat.
Was soll man also tun, um für sich persönlich so etwas wie eine Leitlinie im Leben zu finden? Das jeder Mensch so etwas braucht, ist, wenn man mal näher darüber nachdenkt, nicht zu bezweifeln. Doch wie kann man bis zu diesem Punkt gelangen, sein eigenes Glück, seine eigene Wahrheit zu finden?
Sicherlich ist nicht zu emphehlen Hesses "Siddharta" als Anleitung zum Glück zu lesen und sich, zum Beispiel, jahrelanger Askese oder gar intensiv dem Glücksspiel hinzugeben. Was uns diese kurze Buch aber heute mehr denn je sagen kann ist, dass es jeder Mensch selber in der Hand hat, seinen Weg, seine "Wahrheit, zu suchen und zu finden. Dies ist vielleich zu Beginn des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter von Massenmedien und Globalisierung, schwerer denn je, was aber die Suche nach eigenständigen Entscheidungen wichtiger denn je macht. Eine einzige Antwort auf die Frage, wie diese Suche zu gestalten ist, gibt es nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Antworten wie es Suchende gibt. Und dieses ist, meiner Ansicht nach, eine Erkentniss, die wir heute aus "Siddharta" schließen können.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfahrung und Weisheit!, 26. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
"Siddhartha" war meine persönliche "Einstiegsdroge" in die Erwachsenenliteratur und Hermann Hesse hat mich viele Jahre begleitet. Nach fünfundzwanzig Jahren habe ich nun "Siddhartha" wiedergelesen, um zu überprüfen, wie ich heute zu diesem Buch stehe. Eine Erfahrung, die sich zu machen lohnt!
Noch immer zolle ich Hermann Hesse Respekt vor einer wirklich wunderbar komponierten Dichtung, die in ihrer Aussage noch immer Gültigkeit hat. Ein Buch für Sinnsuchende mit Antworten, die genügend Raum lassen für die eigene Interpretation, ein Buch für junge Menschen und für begeisterungsfähige Menschen. Ein Buch über den Wert der Freundschaft und über die Suche als Lebenssinn.Alles in allem ein Buch das sich wieder) zu lesen lohnt, auch wenn man es mit wachsenden Jahren nüchterner betrachtet.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg der Weisheit, 8. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
Gibt es eine Einheit im Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln? Gibt es im Gang durchs Verstehen und Vernünfteln den Weg zur Wahrheit? Oder ist schon der Weg das Ziel? Oder ist es schon die ganze Täuschung, weil 'nicht im Reden, nicht im Denken (die Größe liegt), nur im Tun, im Leben'. So entführt uns Hermann Hesses Buch Siddharta in die Welt der indischen Religionen, der indischen Wahrheitssuche, hinweg aus dem Abendland, wo man seit Sokrates die Wahrheit im unendlichen Gang durch Dialog, Dialektik und Disput gesucht hat. Und nichts fand, als vielleicht den erhebenden Gedanken, dass am Ende, irgendwo draußen in der Zukunft, all die Wunden heilen. Als dem Weg zum weisen, erleuchteten Menschen, der auch lebt, was er gelernt hat, weil er liebt, wie die Welt ihm geworden ist. Auch wenn uns solches Denken fremd ist, wenn es sich nicht mit der kühlen Verstandeslogik fort bewegt, auch wenn dieses uns heute noch schwerer fällt oder als pure Neuromantik vorkommt, so hat es doch viel Versöhnliches, Gütiges, Schönes. Denn der Weg durchs Leben ist der Weg zur Liebe. Ebenso schön wie das Buch, ein Werk für sich, das der Suhrkamp Verlag mit dieser Ausgabe geschaffen hat.

Andere interessante (spirituell-philosophische) Literatur vom Wandern, die den Geist Herrmann Hesses atmet:
Burkhard Wittek: Zu Fuß von München nach Venedig. Reise- und Erlebnisbericht vom Traumpfad über die Alpen. Wiesenburg Verlag, 2007.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weisheit ist vielleicht doch mitteilbar, 14. Juli 1999
Von Ein Kunde
Zweifelsohne ein Klassiker, eine fantastische Erzählung, reich an treffenden Metaphern und sowohl aufbauenden als auch das Denken anregenden Ideen, Figuren, Handlungen. Siddhartha wächst als Brahmanensohn auf, übt sich in Geistigkeit und Gottesdienst. Als junger Mann schließt er sich den Samanas an, die alles Weltliche verachten, sich in Denken, Fasten und Geduld üben. Schließlich trifft er auf Buddha. Doch auch dessen Lehre scheint ihm nicht der Weg zur Erlösung. Er erkennt, daß er seine eigenen Wege gehen muß, die Erlösung aus sich selbst heraus finden muß. Interessant an dieser Stelle: Siddhartha lernt vom SEIN Buddhas, nicht von dessen Worten. Schließlich wirft er sich in die Welt der "Kindermenschen", Sansara genannt. Von der Prostituierten Kamala lernt er die Künste der körperlichen Verschmelzung, vom Kaufmann Kamaswami den Handel. Einige Jahre trinkt er in vollen Zügen aus diesem Becher, tötet sein Samanentum ab, bis er voller Ekel und Haß auf sich selbst wegläuft, bereit, sich zu ertränken. Im Moment , als er sich in den Fluß stürzen will, vernimmt er von diesem das Ohm, den heiligen Meditationsgesang. Er beschließt, dem Fluß zuzuhören. Bei einem Fährmann findet er Arbeit und Unterkunft. Gemeinsam lauschen sie dem Fluß, lernen das Zuhören und die Inexistenz der Zeit (der Fluß hat keinen Anfang und kein Ende, keine Zeit, ist gleichzeitig Quelle und Wolke, Meer und Stromschnelle). Nocheinmal wird Siddhartha getestet durch die Liebe zu seinem Sohn, welcher ihn ablehnt und verläßt. Erst als auch diese Wunde "zur Blüte gebracht" ist, hat Siddhartha den Frieden, die Erlösung gefunden. Bejahendes Lächeln gegenüber der Welt in allen Erscheinungen. Lächelndes Mitleid und Mitlust. Was er gelernt hat, versucht er gegen Ende des Buches seinem Jugendfreund Govinda mitzuteilen, sagt aber, das Worte Weisheit als Unsinn erscheinen lassen. Entsprechend ist Govinda nicht von den scheinbar verwirrten Worten beeindruckt, sondern von der Ausstrahlung Siddharthas. In diesem Dialog tauchen drei interessante Hauptgedanken auf: 1) Weisheit ist nicht mitteilbar, sondern nur erlebbar 2) Von jeder Wahrheit ist auch das Gegenteil wahr 3) Handeln und Beispiel sind wichtiger, lehrreicher als Gedanken und Worte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem Ich, 29. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Siddhartha. Eine indische Dichtung (Taschenbuch)
Siddharta ist auf der Suche. Nach dem eigenen Ich, Erkenntnis, Erfüllung, Glück. Auf seiner Suche probiert er viele Wege aus: Von der Askese bis hin zum Leben im Überfluss...Wird Siddharta sich selbst finden?

Ein Buch zum Genießen. Hermann Hesse lässt den Leser in einer wunderschönen Sprache an seiner Gedankenwelt teilnehmen. "Siddharta" ist kein Buch, das man mal so eben verschlingen kann. Es braucht Zeit die Geschichte aufzunehmen und zu verarbeiten und manchmal kann auch erneutes Lesen erforderlich sein. Vor allem das Ende hat mich persönlich sehr zum Nachdenken gebracht und ist mir trotzdem noch nicht ganz klar geworden. Dafür offenbart das Buch nach jedem neuen Lesen auch wieder neue Erkenntnisse, von denen ich persönlich einige als sehr hilfreich empfand, einige Ansätze jedoch gar nicht teilen kann.

All die Leser, die von der hektischen Welt einmal Abstand nehmen wollen und die Ruhe finden sich "dem Suchen" zu öffnen, werden es mögen.
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Siddhartha. Eine indische Dichtung
Siddhartha. Eine indische Dichtung von Hermann Hesse (Taschenbuch - 1. Juli 1974)
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