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59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suche als Weg
Was ist das Glasperlenspiel? Wenn man das nur in Worte fassen könnte. Vielleicht ist es die Kunst alle Künste und Wissenschaften kunstvoll zu vereinen, zu kombinieren und beherrschen zu können. Warum ist das Glasperlenspiel? Um zu zeigen, dass nicht alle Menschen gleich sind, sondern die Glasperlenspieler bessere Menschen sind. Und selbst bei ihnen gibt es...
Veröffentlicht am 22. März 2007 von N. K.

versus
36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträgliches Klaviergeklimper
Ich liebe Hermman Hesse, ich liebe Hörspiele und habe mich daher sehr auf die Inszenierung des Glasperlenspiels gefreut (nicht zuletzt, da Ullrich Matthes darin als Sprecher mitwirkt). Leider ist es mir unmöglich, dem Geschehen auch nur 10 Minuten zu folgen, da nahezu das gesamte Hörspiel von unerträglichem, asynchronem Klaviergeklimper durchzogen ist...
Veröffentlicht am 8. August 2008 von t


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59 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suche als Weg, 22. März 2007
Was ist das Glasperlenspiel? Wenn man das nur in Worte fassen könnte. Vielleicht ist es die Kunst alle Künste und Wissenschaften kunstvoll zu vereinen, zu kombinieren und beherrschen zu können. Warum ist das Glasperlenspiel? Um zu zeigen, dass nicht alle Menschen gleich sind, sondern die Glasperlenspieler bessere Menschen sind. Und selbst bei ihnen gibt es eine Hackordnung. Warum bricht ein Glasperlenspielmeister aus? Weil er in seinem Dasein erfahren hat, dass das Spiel gar nicht das wirkliche Leben ist. Er hat sich auf die Suche gemacht. Auf die Suche nach dem wahren Leben. Dem wahren Sinn. Er bekommt nicht immer Antworten, aber er entwickelt sich durch Erfahrungen stetig. Das Glasperlenspiel" ist das wahrste Meisterwerk von Hesse. Es beinhaltet eine wunderschöne und absolut stimmige Lebensphilosophie. Auch wenn die Geschichte in Form eines dicken Wälzers in Erscheinung tritt - man mag ihn kaum aus der Hand legen. So sehr fesselt einen die Geschichte. Und vor allem: Beim Lesen wird es still um einen herum. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass einem das bedruckte Papier etwas Wichtiges zu sagen hat.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 500 Seiten Meditation für Leser mit Zeit und Muse, 23. Oktober 2012
Von 
Pj - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Geboren aus dem Chaos der Nachkriegszeit ist das Buch ein Manifest der Sehnsucht nach Ordnung, Weisheit und dem reinen, humanistischen Streben nach Höherem, personifiziert durch Josef Knecht, dem sagenumwobenen Glasperlenspielmeister.

Aber auch wenn ich nicht zur Nachkriegsgeneration gehöre sehne ich mich im beruflichen Kampf um die Karriere, im täglichen Wettebewerb der Supermütter und im Druck der täglichen Anforderungen immer wieder nach einem Leben, welches sich nur den reinen höheren Dingen widmet.

Ich bezweifle, dass ich in Wahrheit die Geduld, Muse und Kraft hätte, diesem Höheren stetig nachzustreben. Aber eine Pause aus der Hektik tut einfach immer gut - mich mit diesem langsamen und wenige aufregenden Buch treiben zu lassen, zusammen mit Josef Knecht langsam die "Stufen" zu durchschreiten, meine eigenen Gedanken fließen zu lassen und mich an manchen Punkten auch wiederzuerkennen ist eine der gelungenen Pausen aus dem Alltag.
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40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr nachdenklicher Roman von Hesse, 28. März 2001
Von Ein Kunde
Diesen Roman, der zwischen 1932 und 1943 entstanden ist, halte ich für einen der nachdenklichsten Romane von Hermann Hesse. Obwohl das Buch den gesamten Lebenslauf des Hauptcharakters Joseph Knecht schildert, steht echte Handlung im nur Hintergrund. Hesse beschreibt vielmehr die Gedanken, Entscheidungen und inneren Wandlungen einer Person, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam hat mit den Charaktern aus "Siddharta" oder "Narziß und Goldmund". Das offensichtliche Streben nach neuen Umgebungen, Lebenswandel und die dramatisch erscheinende Liebe, wie man sie in vielen seiner Werke findet, scheint im Glasperlenspiel zunächst zu fehlen. So fand ich das Leben von Knecht, und natürlich dessen Umschreibung, verglichen mit dem des Narziß geradezu fade. Das ist der Grund, weswegen mir das Buch über weite Passagen recht zäh vorkam. Andererseits geht viel Spannung aus von den im Laufe der Geschichte immer umfassenderen Beschreibungen des Glasperlenspiels selbst und seiner Ausübung. Was ist dieses Spiel, und was soll es aus der damaligen oder auch der heutigen Zeit versinnbildlichen? Vielleicht hatte ich mich irgendwann an die für Hesse etwas untypische Art gewöhnt, jedenfalls war ich zum Schluß des Romans begeistert vom sich schließenden Inhalt sowie von der Weisheit, die in ihm steckt. Daher kann ich das Buch jedem empfehlen, dem Siddharta gefiel und der mit ein paar mehr Seiten auch zurechtkommt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
Ich hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.
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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hesses reifstes Werk, 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
Wenn sie noch nichts von Hermann Hesse kennen, machen sie sich mit diesem Werk das Leben schwerer. Anfangs quälen sie sich durch die ersten 20 Seiten - dann aber wird sich alles ändern.
Beschrieben wird das Leben des Josef Knecht, eines Eliteschülers, der als brillanter Jungmusiker zu einem begnadeten Glasperlenspieler aufsteigt. Das Glasperlenspiel - für unwissende - ist eine formelhafte, wissenschaftliche Edeldisziplin, die sich aus allen Teilen der Wissenschaft sowie der Kunst zusammensetzt. Abgeschottet führt er ein Leben in Askese.
Als Student kommt Knecht zum ersten Mal seit langem mit der Außenwelt in Berührung und findet Gefallen an ihr...
Trotz seiner sachlich gehaltenen, Hesse-Typischen Sprache kann das Buch den Leser für sich einnehmen. Es ist eine Sammlung großer Weisheiten aus allen Bereichen des Lebens, aus verschiedenen Kulturen und Religionen, verpackt in eine zum Nachdenken anregende Geschichte. Das Werk umfasst ca. 610 Seiten.
Symbolisch und reflexiv ist das Ende des Buches:
Josef Knecht, der trotz allen Wissens über die Welt und ihre Geschichte eigentlich nichts weiß, weil er sie nur aus Büchern kennt, Scheitert beim Versuch, sie wirklich zu entdecken.
Was das Leben ihm nahm, das kann auch er sich nicht mehr holen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zur Philospohie..., 28. August 1999
Von Ein Kunde
In diesem Buch baut Hermann Hesse dem Leser einen eigenen philosophischen Kosmos auf, in dem ein Metrum der Macht existiert: das Glasperlenspiel. Es ist die ideale Verbindung zwischen allen Künsten, jedes Problem, sei es mathematischer, physikalischer, psychologischer Art, läßt sich präzis formulieren und, so man das Spiel gut beherrscht, auch lösen. Einen ähnlichen Gedanken hatte Franz Liszt mit seiner Forderung, der Inhalt einer literarischen Form müsse sich ohne Einschränkungen auf die Musik übertragen lassen - wie er später selbst erkannte, funktionierte das leider doch nicht so ganz, obwohl einige recht eindrucksvolle Werke, die sinfonischen Dichtungen, bis heute im Konzertsaal überlebt haben.
Eine sinfonische Dichtung - das ist auch das Glasperlenspiel. Wenn man sich auf das Gedankenspiel einläßt, das Hesse mit dem Glasperlenprinzip theoretisch und ohne irgend genau zu werden aufbaut, wird dieses Buch zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Vorstellung, Probleme auf diese Art un Weise anzugehen, die viel mit fernöstlicher Phliosophie zu tun hat (Siddharta!), ist aufregend und fesselt von Seite zu Seite mehr. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Werk, 24. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
Auf dem Gymnasium hätte ich so etwas nicht freiwillig gelesen. Aber wie die spätere Erkenntnis nicht genug bei den Fremdsprachen in der Schule aufgepasst zu haben, habe ich mich eben später mal an ein paar Autoren von Ruf herangewagt, unter anderem auch an Herrmann Hesse und DAS GLASPERLENSPIEL. Ein echt tolles Werk, toll geschrieben, sehr schön zu lesen, einfach weiterzuempfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 17. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Taschenbuch)
hatte schon seit Langem vor wieder einmal einen Hesse zu lesen. Aus meiner Jugendzeit war mir das Glasperlenspiel noch ein Begriff und so griff ich zu.
Worum geht es: In einmal fiktiven Land gibt es eine Region, Kastalien, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und v.a. der aktiven Verbindung von geistiger, musischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnis verschrieben hat. Wirtschaftliche Zwänge, oder gar Not kennt man nicht, allerdings ist die Organisation als Orden aufgebaut, auch mit den Attributen Gehorsam und Keuschheit.

Aus dem ganzen Land werden die besten Schüler rekrutiert, um in Kastalien weiter erzogen und ausgebildet zu werden. So geschieht es auch mit Josef Knecht, der zentralen Figur dieses Romans, der als Waisenknabe aufwächst und durch seine hohe Intelligenz auffällt. Kastalien bietet ihm die Möglichkeit seinen wachen Geist mit den unterschiedlichsten Themen zu beschäftigen. Über verschiedene Stufen steigt er in der Hierarchie nach oben und wird letztlich Magister Ludi, der oberste Meister des sog. Glasperlenspiels. Obschon das Buch nach diesem Spiel benannt ist und das Spiel immer wieder umschrieben wird, ist die Information nie so konkret, als dass der Leser im Detail erfahren würde wie dieses Spiel nun tatsächlich gespielt wird. Zumindest so viel wird verraten, dass im Rahmen des Glasperlenspiels sämtliche musischen, geistigen, mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Aspekte einer Fragestellung miteinander verwoben werden und hierdurch ganz neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Josef Knecht ist diesem Spiel ganz ergeben, aber zunehmend, über die Jahre seiner Tätigkeit als Magister Ludi, erkennt er, dass die kastalische Isolation mittelfristig nicht haltbar ist, sondern Kastalien sich dem weltlichen Leben öffnen muss um zu überleben. Mit dieser Meinung ist er aber im Führungskreis recht alleine. Und so reift in Knecht die Erkenntnis, dass er sein Amt und Kastalien verlassen und sich der Welt draußen stellen muss. Deshalb macht er das vormals nie Geschehene, er legt seine Ämter nieder und geht. Schön wäre es gewesen über Josef Knechts Weg in der realen Welt mehr zu erfahren, aber aufgrund einer sehr unglücklichen Verkettung von Umständen kommt er recht rasch zu Tode.

Fazit: Hesse wollte mit diesem Werk, so ist zumindest in einschlägigen Interpretationen zu lesen, in den Zeiten des Faschismus das Signal setzen, dass nicht alles einem singulären Ziel untergeordnet werden soll, sondern die Freiheit, auch nicht-materiell ausgerichtete Wissenschaften zu pflegen, eine ganz Entscheidende ist. Aus meiner Sicht sind freilich auch ganz andere Interpretationen möglich, wie beispielsweise eine kritische Hinterfragung der vatikanischen Isolation in der katholischen Kirche.
Begeistert hat mich der Erzählstil Hesses, dessen Stringenz umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, dass er gut 10 Jahre an dem Glasperlenspiel geschrieben hat.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträgliches Klaviergeklimper, 8. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Glasperlenspiel (Audio CD)
Ich liebe Hermman Hesse, ich liebe Hörspiele und habe mich daher sehr auf die Inszenierung des Glasperlenspiels gefreut (nicht zuletzt, da Ullrich Matthes darin als Sprecher mitwirkt). Leider ist es mir unmöglich, dem Geschehen auch nur 10 Minuten zu folgen, da nahezu das gesamte Hörspiel von unerträglichem, asynchronem Klaviergeklimper durchzogen ist (was ungefähr so klingt, als würde ein 3-jähriges Kind das erste Mal ein Klavier benutzen). Spätestens nach 8 Minuten bin ich dazu geneigt, mein Abspielgerät vom Balkon zu werfen, da dieses nervtötende Gedudel besonders vor dem Einschlafen kaum zu ertragen ist. Wirklich schade, denn was man hinter dem expressionistischen Gedudel vom Hörspiel mitbekommt, ist wirklich gut. Wer starke Nerven und einen gesunden Ruhepuls hat, kann sich diese Inszenierung zumuten, ansonsten würde ich ernsthaft davon abraten!
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grosses Werk des spaeten Hesse, 17. Oktober 2006
Hermann Hesse eroeffnet uns in diesem Buch die Vision Kastaliens, einer heilen, abgeschotteten Welt einer geistigen Elite, die sich in Universalitaet und Harmonie entfaltet und darin ihren Selbstzweck erleben darf. Das Glasperlenspiel, dessen Titel der Roman traegt, steht dabei fuer Kastaliens Eremitage: das Spiel ist der Versuch einer kunstvollen Vereinigung aller Wissenschaften, der Versuch einer Universalsprache, einer uebergreifenden Verknuepfung aller Sachgebiete zu einem grossen Ganzen, das sich in Meditation und Aesthetik zu Hause fuehlen darf.

Der Hauptcharakter des Buches, Josef Knecht, wird als Junge in die moenchsgleiche Gemeinschaft Kastaliens aufgenommen und waechst darin auf. Fuer ihn wird als Erwachsener die Wiederbegegnung mit der lebensprallen aeusseren Welt, von der sich die Kastalianer einst abspalteten, eine abschreckende Versuchung und doch zugleich auch Ziel sein: Seine Lebensfrage wird lauten: Ist eine Vereinigung von Leben und Geist moeglich oder sind die Welten unvereinbar?

Die Frage wird ihn ein Leben lang fuehren und bedingt in ihrer Aufloesung auch sein Ende.

Ich persoenlich habe mich in Kastalien verliebt und sehne mich nach diesem beschaulichen Heim der Vergeistigten. Josef Knecht wurde mir als Person liebenswert und ebenso mochte ich die auftretenden Seitencharaktere in ihrer Plastizitaet und Eigenwilligkeit.

Ein wunderschoener kluger Roman des spaeten Hesse, in dem er seine Visionen des chinesischen Zen-Buddhismus, aber auch seinen Wunsch einer Vereinigung der grossen Kuenste (Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften) einmal zu einer Konsequenz fuehrte.

Sehr lesenswert, der Versuch einer anderen Welt, ein grosses Werk.
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Das Glasperlenspiel
Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse (Taschenbuch - 7. November 1972)
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