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Kundenrezensionen

14
4,6 von 5 Sternen
Aus Sicht des Gehirns (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Format: TaschenbuchÄndern
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110 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gerhard Roth gheört zu den bekanntesten europäischen Neurologen. Und seine Bücher "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" sowie "Fühlen, Denken, Handeln" erlebten Auflage, die angesichts der komplexen Materie erstaunlich sind. Bestimmt haben all die Zuhörer seiner faszinierenden Referate zu diesem Verkaufserfolg beigetragen. Dennoch besteht offenbar ein Bedürfnis, die Erkennntisse der modernen Neurologie noch knapper und klarer in Buchform zu vermitteln. Jedenfalls gab der Bremer Professor dem Drängen des Suhrkamp Verlages nach, die wichtigsten Aspekte seiner Forschungstätigkeit in für Laien verständlicher Form aufzuarbeiten. Resultat: das gewagte Unternehmen ist geglückt. Wer die bisherigen Bücher kennt, wird aber nicht viel Neues erfahren, denn der Wissensstand der Hirnforschung lässt sich dem Verlag zuliebe nicht beliebig vermehren. 200 Seiten und zwölf Kapitel Wissenschaftsreport at it's best.
Roth beginnt seine faszinierenden Lektionen mit einer kleinen Hirnkunde. Kompakter, verständlicher und präziser habe ich eine solche Einführung bisher nicht angetroffen. Gerade mal zwanzig Seiten und einige Illustrationen benötigt Roth, um Newcomers in die Welt des menschlichen Gehirn einzuführen. Klar verwendet er die lateinischen Begriffe für die vielen Einzelteile. Aber in wenigen Sätzen und anschaulichen Metaphern wird die Fachterminologie in unsere Umgangssprache übersetzt. Auf dieses Kapitel folgt "Welt, Körper, Ich", eine Darstellung der Bereiche, die wir in unsere Alltagserfahrung mit dem Gehirn in Zusammenhang bringen, ohne jeweils genaue Abgrenzungen treffen zu können. Im 3. Kapitel geht Roth darauf ein, was uns Menschen neurologisch vom Tier unterscheidet. Katzen- und Hundefreunden seien diese Ausführungen speziell empfohlen. Um die Frage, ob wir die Welt abbilden oder konstruieren geht es im 4. Kapitel, das schwierige und missverständliche Begriffe klärt. Damit ist der Weg frei, um sich intensiv mit dem Gedächtnis zu beschäftigen, genauer gesagt mit den verschiedenen Arten der Informationsspeicherung. Die ewige Frage, ob Gene oder Umwelt unsere Persönlichkeit, unser Verhalten bestimmen, ist Gegenstand der 6. Kapitels und bleibt letzlich offen. Erziehende und Lehrende werden nach der Lektüre nicht mehr unbedarft mit Prozentzahlen und Scheinwahrheiten um sich werfen oder jedes eineiige Zwillingspaar als persönliche Versuchskaninchen betrachten. Was Neurologen unter "Geist" verstehen wird danach vermittelt, um dann auf die Freud'schen Begriffe "Ich und Es" einzugehen. Psychologen, die sich noch nie mit Neurologie beschäftigten^und alten Begrifflichkeiten nachhängen, müssen Roths Ausführungen einfach lesen. Wie ein weiterer Grabenkrieg gelöst werden kann, zeigt uns Roth im 9. Kapitel, wo es um Verstand und Gefühle geht. Die neu entdeckte Macht der Emotionen wird uns bestimmt noch lange beschäftigen und lieb gewonnene Denkmuster in Frage stellen. Die Frage, wie weit Erwachsene ihr Verhalten überhaupt grundsätzlich ändern können, leitet zum 10. Kapitel über, das sich dem Themenkomplex "menschliche Freiheit" widmet. "Über die letzten Dinge" lautet der Titel des zweitletzten Kapitels und gibt Roths Auffassungen zu Religion und Wissenschaft wieder. Und weil die Neurologie so viele Denkgebäude ins Wanken bringt, geht Roth im 12. Kapitel noch auf die Frage ein, was Wahrheit im wissenschaftlichen Sinn ist.
Gerhard Roth hat mit seinem neusten Buch Massstäbe gesetzt. Denn bislang waren es vor allem Wissenschaftsjournalisten, die einer breiten Öffentlichkeit Einblick in die Neurolgie verschafften. Wenn es aber ein Fachmann schafft, Spezialistenwissen allgemein verständlich zu reduzieren, ist die inhaltliche Substanz klar grösser. Zum Glück hat der Suhrkamp Verlag Gerhard Roth "genötigt", aus zwei Büchern eines zu machen. Und zum Schönen dieses Unterfangens gehört, dass der Preis moderat angesetzt wurde.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2009
Allen, die das umfangreichere "Fühlen, Denken, Handeln" des Autors wegen seiner expliziten Beschreibungen scheuen, sei diese Darstellung empfohlen.

Gerhard Roth geht hier immer nur soweit als nötig auf die medizinischen Grundlagen dessen ein, was er für den Laien sehr verständlich erklärt: Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie entsteht Bewusstsein? Gibt es einen freien Willen?

Aus Sicht meines Gehirns ein Standardwerk.

Ebenfalls sehr empfehlenswert: Der Beobachter im Gehirn: Essays zur Hirnforschung
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2009
Abgesehen von einer Vielzahl teilweise verwirrender (aber letztlich nicht besonders wichtiger) Bezeichnungen für Gehirnbestandteile sehr verständliche Darstellung der Vorgänge im Gehirn, die keine besondere Vorbildung erfordert. So wird z.B. veranschaulicht, wie der Ich-Gedanke im Gehirn entsteht oder wie und warum es zu einer bewussten Wahrnehmung kommt. Derartige Aussagen haben natürlich philosophische Konsequenzen (Willensfreiheit, Schuldbegriff etc.), die am Ende des Buches ausführlich diskutiert werden. Insgesamt ein sehr hilfreiches Buch, welches unser übliches dualistisches Weltbild (Trennung von Subjekt und Objekt) in wissenschaftlicher Hinsicht hinterfragt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Dezember 2013
Sicher ist es ein etwas zweifelhaftes Unterfangen, so wie ich es tat, sich auf eine komplizierte Diskussion einzulassen, über ein Buch, das man nicht gelesen hat. Diesen schweren Mangel habe ich nun behoben.
Ich habe G. Roths Buch „Aus Sicht des Gehirns“ in der vollständig überarbeiteten Neuauflage von 2008 gelesen. Die erste Auflage von 2003 kenne ich nicht. Der Autor macht bereits im Vorwort zur Neuauflage deutlich, worum es ihm geht und was ihn bewog, diese Überarbeitung vorzunehmen. In erster Linie war es Kritik seitens der philosophischen Zunft.
Der Grundtenor des Buches ist ein ähnlicher, wie in seinem Buch >> Fühlen Denken Handeln <<, das durch eine Fülle von Details charakterisiert ist und ebenso eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse und Historie der Hirnforschung gibt. Auch in >> Aus Sicht des Gehirns << wird auf vielfältige Untersuchungsergebnisse der Neurobiologie Bezug genommen und diese wiederum in den Fokus der aktuellen Diskussion gestellt. Es mag vielleicht sein, dass ich nun durch das erstgelesen Buch des Autors und einige andere Texte nun schon etwas besser mit der komplizierten Materie der Neurobiologie vertraut war oder aber, dass, das hier besprochene Buch tatsächlich besser verständlich geschrieben ist. Egal wie; es ist gut lesbar und die Materie scheint mir hier gut für den Laien aufbereitet zu sein. Den wichtigen und nicht verzichtbaren philosophischen Betrachtungen kann man gut folgen und erkennt durchaus die Linien, die von den bestehenden Vorstellungen zum Denken, der Vorstellung vom Bewusstsein unter Hinzunahme der neueren empirischen Untersuchungen des Gegenstands ausgehend, dann zu veränderten Interpretationen führen. Ja und hier beginnt dann der streitige Diskurs: -Führen sollen, müssen, nicht führen, Thesen ausschließen, verneinen, bejahen etc. Fakt ist: Auch dieses Buch beflügelt sicher weiter die Diskussion darüber in wieweit hier der Autor, seine Fachkollegen, die Innung als Ganzes wichtige Erkenntnisfragen liefern, diese vertuschen voreilig als gesetzt darstellen, grundsätzlich falsch liegen oder bereits aufgebrochene Traditionen nachhaltig bzw. gänzlich umreißen und so weiter und so fort.
Dies ist sicher die Kernfrage die direkt hinter dem Buch steht und die der geneigte Leser, so er das Buch und das Thema nach der ersten Lektüre nicht bei Seite legt, sich fragen darf, kann, sollte, muss.
Am Anfang machte ich deutlich, dass ich mich an dieser Stelle, vor dem Durcharbeiten dieses Buches, auf eine Diskussion eingelassen hatte, die im weitesten Sinne sich an der Frage, nach der Kluft zwischen empirischer Wissenschaft und Philosophie entzündet hatte. Dort wurde unter anderem Roth der Ideologie und der Unwissenschaftlichkeit sowie der Inkonsistenz seiner philosophischen Standpunkte angelastet. All von dem hier genannten fand ich weder in diesem noch im ebenfalls genannten Buch Fühlen Denken Handeln. Man braucht schon einigermaßen spitzfindig, verstellte Auslegungen, um Roth solche Attribute anhängen zu wollen. Ideologische Arbeiten sehen m. E. anders aus.
Roth hat zu Recht bereits auf Seite 7 hierzu Stellung genommen und schreibt: „ Ich hatte geglaubt, in beiden Texten [gemeint sind: Aus Sicht des Gehirns und Fühlen Denken Handeln] eine sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch ausgewogene Position zu vertreten. Das wurde aber von einer Reihe von philosophischen Kritikern nicht so gesehen; vielmehr unterstellen sie, dass ich – neben anderen Neurobiologen – Willensfreiheit komplett als >>Illusion<< ablehne und sogar die Existenz eines Willens in Zweifel ziehe.“ - Ein anderer Rezensent hat zu Recht auch genau diesen Hinweis Roths bereits geliefert.- Dies ist nur ein kurzes Statement. Das ausführliche stellt sich im Text selbst dar. Ich, für meinen Teil, habe Roths Anliegen genau in diesem Sinne als neutral und ausgewogen aufgenommen, und kann die geübte Kritik an seinen Büchern nicht teilen. Im Gegenteil!
Das Buch nimmt je weiter man voran kommt an Fahrt auf. Die Interessanten Fragen nach dem Willen, dem Bewusstsein, der Willensfreiheit sowie Fragen zu Schuld und Schuldfähigkeit werden gegen Ende des Buches aus Sicht des Autors behandelt. Sehr interessant und zugleich plausibel vorgestellt sein mit Michael Pauen entwickeltes Konzept des „Motiv-Determinismus“ mit dessen Hilfe sich viele Fragen, so der Autor, befriedigend beantworten lassen. Inwieweit dieses Konzept sich nachhaltig durchsetzt, muss man sicher abwarten. Es steht zur Diskussion! Weiter finden wir dann auch Themen behandelt, die einen groß Teil der Menschen heute bewegen dürften. Was sagt die Hirnforschung zur Frage nach Gott und den letzten Dingen, -den Nahtoderfahrungen-. Ob man dezidiert alle Positionen Roths teilt, mag jedem selbst überlassen bleiben. Hier geht es um „sein“ Buch und dem Anspruch, den er damit verbindet.
Gut finde ich auch die Einlassungen im Kapitel Schuld und Verantwortung (ab Seite 200) , an denen es auch etwas zu Kants Einsichten zu diesem Thema zu sagen gibt. Hier wird gut deutlich gemacht, dass Kant auf den Grundlagen seiner Zeit, wesentliche Merkmale des Zustandekommens von Willensentscheidungen nicht kannte,-nicht kennen konnte, und hier dann von unrichtigen Grundlagen ausgehend letztendlich auch unrichtige Schlussfolgerungen zog, -ziehen musste. (-Ich höre schon den Aufschrei der Zunft-)
Nach meinem Dafür ist Roth hier wieder ein ausgezeichnetes Buch gelungen, das dezidiert fachkundig, gut les- und verstehbar einen möglichen Ein- u. Ausblick auf die Neurobiologie zeigt. Er lässt viele unterschiedliche Positionen zu Wort kommen, macht dabei aber auch seine Haltung deutlich. -Das Recht und die Pflicht eines Autors von Rang.-
Ein ganz ausgezeichnetes Buch für alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen und darüber hinaus sich auch subtantielles Fachwissen aneignen wollen sowie Interesse an den abzuleitenden philosophischen Fragen haben.

Ein, m. E. ein durch und durch ideologiefreies Buch!

Ing.Pe.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2010
G. Roth gibt hier eine einfache und kurze Tour durch das Gehirn und beleuchtet dabei dessen Funktionsweise und Leistungen. Besonders interessant sind dabei die Überlegungen zu den Konsequenzen der Erkenntnisse der Hirnforschung für das Bild des Menschen. Er gibt dabei eine diesen Erkenntnissen entsprechende Interpretation des Begriffs der Willensfreiheit und analysiert, wie sich das menschliche Bewusstsein konstituiert. Dieses Buch ist für interessierte Laien gut verständlich und prägnant geschrieben.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2012
Zur Zeit gibt es im akademischen Zirkel einen kleinen Streit, der sich zwischen Philosophie und Hirnforschung abspielt. Dabei geht es um den Begriff der Willensfreiheit. Auf der philosophischen Seite ist der Hauptakteur wieder einmal der Moralapostel Jürgen Habermas. Auf der anderen Seite stehen Wolf Singer und Gerhard Roth. Wer sich mit dieser Diskussion vertraut machen möchte, sei hiermit auf die Deutsche Zeitschrift für Philosophie" verwiesen; da liefern sich die Kontrahenten verbale Schlachten. Jeder Leser kann dann selbst entscheiden welcher Seite er den Vorzug gibt. Ich tendiere eher zur naturwissenschaftlichen Sicht der Dinge. Mir kommen die philosophischen Einwände gegen die heutige Hirnforschung vor, wie die theologischen Einwände gegen die gestrige Astronomie etwa eines Nikolaus Kopernikus. Die philosophische Argumentation lässt sich leicht zusammenfassen: es kann nicht sein, was nicht sein darf. Dass ein Straftäter persönlich nichts für die Tat kann, dass es moralische Schuld nicht gibt, dass der Mensch will was sein Körper muss, ist für die traditionelle Philosophie natürlich ein rotes Tuch. Das Schlimmste für den alteuropäischen Fachphilosophen ist allerdings die Tatsache, dass die Naturwissenschaft ihm erfolgreich sein Terrain streitig macht. Die Philosophie verliert weiter an Boden. In Nordamerika ist dieser Prozess schon weit voran geschritten. Dort kümmert sich die stark dominierende analytische Philosophie nur noch um Sprache, um kleine Sätze, um harmlose Aussagen. Hierzulande fühlen sich die idealistischen Nachfolger Kants und Hegels noch immer für alles und jeden zuständig. Man kann das gut am genannten Jürgen Habermas studieren. Als Gralshüter der Tradition taucht er überall auf, wo es um moralische Fragen geht, also um das gute und schlechte einer neuen Entwicklung. Wer aber ständig alles nur bewertet, erhebt sich erstens in eine quasigöttliche Position, bremst zweitens aus Bequemlichkeit und Routine neue Globalentwicklungen in der eigenen Sprachgemeinschaft, und verstößt drittens gegen das demokratische Ordnungsprinzip der Mehrheitsentscheidung. Man sollte einfach mal den Dingen ihren Lauf lassen, auch wenn man Jürgen Habermas heißt. Es wird schon schief gehen.

Gut - glücklicher Weise ist das hier nicht das South German Newspaper, sondern das Web 2.0, sonst wäre eine solche Kritik ja gar nicht möglich. Denn was hat eigentlich Gerhard Roth geschrieben? Das ist schwer zusammenzufassen. Es ist ein Versuch, dem Fachfremden die Hirnforschung verständlich zu machen. Trotzdem hört man viel vom orbitofrontalen Cortex", der Amygdala" und dem rechten Temporallappen". Wer den foucaultschen Blick auf die Naturwissenschaften hat, findet das Buch wohl ein wenig albern und vergänglich. Es geht eben heute einfach darum, dieses Hirnforscherdeutsch in eine normalverständliche philosophische Sprache zu übersetzen. Jürgen Habermas wird diesen Job wohl nicht übernehmen, aber sicher ein paar Andersdenkende.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2012
Dieses Buch richtet sich nicht ausschließlich an Fachkräfte (Hirnforscher, Psychologen) sondern kann durch seine gut beschriebenen Sachverhalte ein super Nachschlagewerk und Input für alle Interessierten sein - super Buch!
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78 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2004
Gerhard Roth hat ursprünglich Philosophie studiert, später Biologie und dann Zoologie. Das merkt man seinen Büchern über "Hirnforschung" auch an. Er startet umgekehrt mit dem anatomischen und biologischen Aufbau des Gehirns, und endet mit philosophischen Spekulationen über Willensfreiheit und Wahrheit. Bei der Hirnforschung gibt es mehrere Ansätze: man macht entweder experimentelle Messungen (mit Elektroden o.ä. wie Wolf Singer vom MPI für Hirnforschung oder mit bildgebenden Verfahren wie Nikos Logothetis vom MPI für biolog. Kybernetik) oder theoretische Modelle wie Terrence Sejnowski vom Salk Institute. Oder man ist wie Roth auf philosophische Spekulationen angewiesen.
Viel neues oder bahnbrechende Erkenntnisse hat er auf diesem Wege nicht herausgefunden. In seinen Büchern "Das Gehirn und seine Wirklichkeit" und "Fühlen, Denken, Handeln" kann er das noch gut hinter lateinischen Fachbegriffen für die einzelnen Teile des Gehirns (dorsaler Thalamus, Tectum, Telencephalon, etc.) verbergen. Dieses Buch ist nun sein Versuch, eine einfache und verständliche Darstellung der Ergebnisse der Hirnforschung zu schreiben. Dabei wird deutlicher als bisher sichtbar, das er wenig neue Erkenntnisse vorzuweisen hat. Seine Bücher aus dem Suhrkamp Verlag mit 12-14 Kapiteln sind alle ähnlich aufgebaut: es fängt an mit Kapiteln über Physiologie und Anatomie (das Gehirn als typisches "Säugetiergehirn"), dann geht es weiter mit Wahrnehmung, Sinnesorganen und visuellem System, es folgen Kapitel über Emotionen und Bewußtsein, und zum Schluß gibt es philosophische Spekulationen über Wirklichkeit, Willensfreiheit und Wahrheit.
Mit seinem neuesten Buch hat er keine Massstäbe gesetzt. Er sagt im Vorwort "Die Hirnforschung dringt in Gebiet ein, die ihr als einer Naturwissenschaft lange Zeit vollkommen verschlossen schienen". Das ist schon richtig. Aber den Verstand selbt wie Roth nur durch Nachdenken und Beobachten verstehen zu wollen, ohne experimentelle Messungen, theoretische Modelle und Simulationen auf dem Rechner, das ist nichts anderes als Psychologie. Den Verstand und das menschliche Verhalten untersuchen Psychologen schon seit über 100 Jahren. So entdeckt Roth in Kapitel 6 "Wer oder was bestimmt uns" das uns unsere Gefühle steuern, und natürlich vergisst er auch nicht, in Kapitel 7 "Ich und Es" Freud auszugraben. Natürlich, Gefühle sind nicht nur das, was wir fühlen und spüren, sie sind das was uns steuert. Nur wie oft haben wir das schon gehört ? Lesen Sie lieber ein gutes Psychologie Buch. Oder eine Biografie von Freud.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2010
Sehr interessant, auch wenn ich noch nicht zu Ende gelesen habe, schon auf den ersten 70 Seiten entspricht das Buch dem, was man sich vorstellt und macht noch Spannung auf mehr. Gerhard Roth schafft es einfach das Detailwissen um das Forschungswissen in den richtigen angemessenen Gesamtzusammenhang zu stellen, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren...
Toll und Dankeschön dafür.
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am 25. Mai 2013
Es wird viel zusammengetragen für den interessierten Leser.Vermutliche Zusammenhänge, vermutliche Funktionen
des Gehirns. Die sich hieraus ergebenden Mutmaßungen bzw. Resultate können wohl als Beginn der ernst zu nehmenden Gehirnforschung gesehen werden.Damit sollten vergleichende philosophische Denkansätze noch nicht wirklich zum Zuge kommen.
Wie sagt man in Bayern: Nix Genaues weis man nicht.
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