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5.0 von 5 Sternen Keine neue Leitdisziplin!
Aus der Flut von Publikationen, die in jüngster Zeit die Bedeutung der Ergebnisse neurowissenschaftlicher Forschungen diskutieren und dabei oft eine wahre Neuro-Euphorie verbreiten, hebt sich der von Dieter Sturma herausgegebene Band wohltuend ab. Die darin versammelten philosophischen Beiträge richten sich dabei keineswegs polemisch gegen die...
Veröffentlicht am 7. November 2006 von gehirn81

versus
44 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade - Chance vertan
Was sagt "die deutsche Philososophie" zum psychophysischen Problem? Leider sehr wenig oder sehr viel ohne Inhalt, akademisches Fachgeschwafel und Beleidigungen. Der Herausgeber und Brigitte Falkenburg ausgenommen, zeigt sich mal wieder, dass deutsche Philosophen einfach des Schreibens nicht mächtig sind, sich in Terminologiefragen verlieren und in einem Fall (Bennent...
Veröffentlicht am 18. August 2006 von Aufklärung


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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine neue Leitdisziplin!, 7. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Philosophie und Neurowissenschaften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Aus der Flut von Publikationen, die in jüngster Zeit die Bedeutung der Ergebnisse neurowissenschaftlicher Forschungen diskutieren und dabei oft eine wahre Neuro-Euphorie verbreiten, hebt sich der von Dieter Sturma herausgegebene Band wohltuend ab. Die darin versammelten philosophischen Beiträge richten sich dabei keineswegs polemisch gegen die Neurowissenschaften. Ins Kreuzfeuer der Kritik geraten nur die Positionen derjenigen Neurowissenschaftler, die im Schafspelz des Philosophen auftreten. Komischerweise wird die Grenzlinie zwischen Neurowissenschaften und Philosophie am stärksten gerade dort verteidigt, wo ein Neurowissenschaftler (M. R. Bennett) als Koautor fungiert.

Zu den Autoren des Bandes gehören P. M. S. Hacker, M. R. Bennett, Brigitte Falkenburg, Peter Janich, Dirk Hartmann, Michael Quante, Achim Stephan, Ralph Schumacher, Dieter Sturma, Carl Friedrich Gethmann und Lutz Wingert. In den Beiträgen wird aus wissenschaftstheoretischer, erkenntnistheoretischer, sprachphilosophischer und bewusstseinsphilosophischer Sicht gezeigt, dass die Verabschiedung der Willensfreiheit voreilig ist.

Der Sammelband ist gut geeignet, die heiße Luft aus den Debatten über die Willensfreiheit heraus zu lassen. Es wird gezeigt, dass die Neurowissenschaften bei der Aufklärung ihrer eigenen begrifflichen Grundlagen auf den philosophischen Beitrag angewiesen bleiben. Die Idee, die Neurowissenschaften als neue 'Leitdisziplin' zu etablieren, kann daher kaum aufrecht erhalten werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Philosophen nun einfach zur alten Tagesordnung zurückkehren sollten. Die 'neurowissenschaftliche Herausforderung' ist, wie der Herausgeber bemerkt, ernst zu nehmen und als 'Chance für notwendige Weiterentwicklungen' zu begreifen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Band dazu beiträgt, die Aufgeregtheiten und Überspanntheiten der bisherigen Debatten zu überwinden und zu einer nüchternen Einschätzung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse zu gelangen.

Der Band ist nicht als Einführung angelegt, aber für den philosophisch Interessierten und über die Willensfreiheitdebatte Informierten gut zugänglich!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht lebenspraktisch, aber gut, 11. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Philosophie und Neurowissenschaften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Als ehemaliger Student von D. Sturma bin ich mittlerweile weit weg von der 'wissenschaftlichen Philosophie' in der Unternehmens- und Lebenspraxis umsetzungsorientiert angekommen. Schön aber, dass ich die Sprache immer noch verstehe - wenn auch nicht mehr spreche. D. Sturma war immer ein Erlebnis: Querbefruchtungen und gewagte Gedanken. Leider findet sich das in den Werken - vermutlich mit Bedacht auf die irgendwie geartete Science Society - nicht wieder. Das vorliegende Büchlein ist eine gute aber unvollständige (unabhängig vom schnellen Fortschritt) Sammlung zu einer ungeheuer bedeutsamen Aktualisierung der Philosophie!
Mit dem KNOW-WHY-Denken habe ich mittlerweile (genaugenommen schon zu Studentenzeiten) einen eigenen, sytemtheoretischen Zugang zu dem WARUM von Bewusstsein und freiem Willen entwickeln können. Genauso, wie ich KNOW-WHY (vermutlich erst im Ruhestand) wissenschaftlich bzw. philosophisch fundieren sollte, sollte D. Sturma einmal mutig auf dieser in diesem Werke tollen Statusbeschreibung aufbauend seine eigene, lebenspraktische Interpretation schreiben und eine vermutlich richtungsweisende Position beziehen. Popularwissenschaftlich gehalten bzw. einfach nur verständlich geschrieben wäre das ein absolut fehlendes Werk nicht nur im deutschsprachigen Raum!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehen die emprischen Wissenschaften zu weit?, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Philosophie und Neurowissenschaften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Der Feldzug der empirischen Psychologie sowie der Neurowissenschaft gegenüber der Philosophie scheint kaum aufzuhalten. Einige Wissenschaftler und Studien behaupten mittlerweile gar, dass existentielle Begriffe des menschlichen Daseins wie Ich, Seele, Selbst und Freier Wille womöglich letztlich gar nichts zu bedeuten haben und im Angesicht der Entdeckungen der empirischen Wissenschaften nicht mehr als Worthülsen sind. Sie sind überführt worden als metaphysischer Unsinn, den es doch in Wahrheit gar nicht geben könne. Denn wie bitte soll denn wissenschaftlich und emprisch ein Ich, eine Seele, ein Selbst und ein Freier Wille festgestellt werden. In den Nervenzellen und Nervenbereichen, welche die emprischen Wissenschaften untersuchen, ist dergleichen jedenfalls noch nicht geschehen. Das dürfte allerdings kaum jemanden überraschen. Denn sicher die wenigsten haben geglaubt, dass bei der emprischen Untersuchung des menschlichen Kopfes, der meines Wissens aus Schleim und Nerven besteht, irgendwo ein Bereich zu finden sein sollte, der klar gekennzzeichnet als „Selbst“ oder „Seele“ identifizierbar oder beschreibbar ist. Etwa noch mit Namensschilld gekennzeichnet?

Nervenzellen wird es reichlich egal sein, wie sie von Menschen in emprischen Untersuchungen oder aus religiösen oder welchen Gründen auch immer genannt werden. Nervenzellen werden wohl kaum beleidigt aufschreien und sich gegen ihre Marginalisierung wehren mit Worten wie: „Was? Mich soll es nicht geben? Natürlich gibt es mich. Ich bin doch die Seele des Menschen“. An diesem Beisipiel sieht man schon den groben Kategorienfehler , der hier - bei dem Versuch der emprischen Wissenschaften menschliche Entitäten als Schein zu entlarven – begangen worden ist. Begriffe wie Ich, Seele, Selbst, auf die sich Menschen im Rahmen sprachlicher Kommunikation und purer Selbstfindung geeinigt haben, stammen genau wie auch der Begriff „Gehirn“ aus der Sprache des menschlichen Geistes. Um diese Begriffe zu schaffen und mit Sinn zu versehen, war das Gehirn sicher notwendig, denn das Denken ist wohl kaum ohne das neuronale Geschehen zu verwirklichen. Doch ist der Unterschied zwischen menschlicher Gedankenarbeit – auch Vernunft genannt - und dem neuronalen Geschehen eben doch frappierend gross. Denn der menschliche Geist bedient sich Gründen, um zu Handeln und um Nachzudenken. Sprache und Gründe sind allerdings durch das menschliche Nervensystem kaum erklärbar. Wohl mögen sich darauf basieren, denn ohne Gedächtnis etc. wird wohl kaum ein Mensch auskommen, aber identisch sind sie nicht.

Denn Sprache und Denken mit Inhalten und Sinn zu versehen, kann immer nur ein „vollwertiger“ Mensch, der etwas mit diesen Begrifflichkeiten anfangen, sie einordnen, anwenden über sie nachdenken etc. kann. Das führt zu der Einsicht, dass zwischen der psychischen und physischen Dimension des Menschen eine nicht zu überwindende Differenz besteht. Denn Denken mit Sprachen und Gründen kann immer nur ein Mensch als vollwertige Entität. Nervenzellen und Gehirne können dem Menschen dies nicht abnehmen. Gründe und Sprache sind nur dem Menschen zugänglich. Diese Problematik wird von Kritikern der Neurowissenschaft (bei diesem Beispiel Bennett und Hacker sowie Peter Janich) auch als "mereologischer" Fehlschluss bezeichnet, denn es macht keinen Sinn, Nervenzellen Fähigkeiten zuzuschreiben, die sie kaum haben können, da sie sich wohl kaum mit Gründen auseinandersetzen. Dass ein „Ganzes“, um zu funktionieren, auch „Teile“, aus denen das „Ganze“ besteht, braucht, heißt nicht, dass die einzelnen „Teile“ selber schon funktionstüchtig wären. So wie ein Reifen von einem Auto zwar fährt – insofern er sich bewegt, wenn das Auto fährt – aber das eben nicht selbstständig tut, sondern nur im Zusammenspiel mit dem „Ganzen“.

Insofern ist es schon paradox, dass die emprischen Wissenschaften teilweise genau selber das tun, was sie eigentlich bekämpfen – nämlich metaphysische Annahmen und Spekulationen. Nun ist die Frage, ob es letzlich besser ist Nervenzellen oder Götter anzubeten? Es wird wohl kaum einen Unterschied machen. Daher sollten sich die radikalen emprischen Wissenschaften – Psychologie und Neurowissenschaft – darauf konzentrieren, die Lebenspraxis des Menschen zu verbessern, anstatt sinnlos metaphysisch herumzuspekulieren. Es ist diese Problematik, der sich die Autoren dieses Sammelbandes annehmen und differenziert versuchen, zu einer nüchterneren Einschätzung der emprischen Wissenschaften zu gelangen und diese eventuell auch davor zu bewahren, über das Ziel hinaus zu schießen.
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44 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade - Chance vertan, 18. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Philosophie und Neurowissenschaften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Was sagt "die deutsche Philososophie" zum psychophysischen Problem? Leider sehr wenig oder sehr viel ohne Inhalt, akademisches Fachgeschwafel und Beleidigungen. Der Herausgeber und Brigitte Falkenburg ausgenommen, zeigt sich mal wieder, dass deutsche Philosophen einfach des Schreibens nicht mächtig sind, sich in Terminologiefragen verlieren und in einem Fall (Bennent & Hacker) sogar die Neurowissenschaftler schlicht beleidigen und der Dummheit zeihen - weil sie Begriffsverwirrungen in ihrer Sprache haben. Als wenn, die Sprachphilosophen und/oder analytischen Philosophen nicht ebenso in Begriffsverwirrungen herumtapsen. Dem Autor eines Wittgenstein-Kommentar, Hacker, möchte man die erneute Textrezeption von Wittgenstein anempfehlen.
Ob im Buch die richtige Strategie gewählt ist, um außerhalb der Universität gehört zu werden, wage ich zu bezweifeln. Solche Elaborate erinnern jedenfalls stark an theologische Erwiderungen aus der Neuzeit etwa zur Evolutionstheorie. Schade, Chance vertan, so kommt den Roths und Singers nicht bei. Und was ist schon so schlimm, wenn Naturwissenschaftler philosophieren (auch ein Vorwurf aus dem ). Kant hat sich ja auch als einen Wissenschaftler gesehen. Dann lieber zum Buch von Christian Geyer greifen.
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Philosophie und Neurowissenschaften (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
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