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am 8. Juli 2012
Menke geht es in seinem Buch nicht wie üblich um einen erweiterten Gleichheitsbegriff, sondern um eine Überschreitung des Feldes der Gleichheit, indem die Gleichheit an dem grundsätzlich Nicht-Gleichen das man das "Individuelle" nennen kann, gespiegelt und gebrochen wird. Die liberale Freiheit wird vom Individuellen her befragt und politisch reflektiert. Sein Programm läuft darauf hinaus, mit Adorno und Derrida Kritik an Rawls und Habermas zu üben. Er fordert, dass die liberale Demokratie sich der Herrschaft durch Recht - einer Herrschaft der Ordnung der Gleichheit über das Individuelle - bewusst wird.

Im ersten Teil diskutiert er Adorno und Derrida als Kritiker der Ungerechtigkeit gegenüber dem Individuellen; im zweiten Teil bringt er sie als Ethiker der guten Entscheidung im Sinne des Individuellen ins Spiel. Im dritten Teil wird die Spannung zwischen Gleichheit und Individualität in Auseinandersetzung mit Luhmann und Rawls entwickelt. Im vierten Teil wendet er sich den Formen der Souveränität zu, d.h. er untersucht Gestalten des Politischen, die sich als praktizierte Reflexion auf die Konflikte zwischen Gleichheit und Individualisierung verstehen lassen.

Jürgen Habermas hat Menkes Ansatz (2003/2005) ausführlich und scharf kritisiert. Mit seinem Bezug auf Derrida, so Habermas, gibt Menke die Verbindung von Vernunftkritik und Gesellschaftstheorie preis. Der Blick auf demokratische Verfahren könne aber darüber belehren, dass es keinen Sinn macht, Praktiken von Ausschluss und Diskriminierung aus begrifflichen, angeblich in der Idee der Gleichheit selbst angelegten Bedingungen zu erklären. Es bedürfe daher keiner Dekonstruktion der Gleichheit, um dorthin zu gelangen, worauf das demokratische Verfahren von Haus aus zugeschnitten ist. Der politische Diskurs bleibe auf die ethischen Urteile bezogen, die die Individuen im Hinblick auf das in ihrem Leben Wichtige und Gute fällen.

Alles in allem bleibt immer noch offen, auf welche Weise der Forderung besser entsprochen werden kann, die verletzbare Integrität des Einzelnen zu garantieren: durch Dekonstruktion begrifflicher Gewalt oder durch Rekonstruktion historischer Kämpfe um Anerkennung? Menke ist es meines Erachtens auf jeden Fall gelungen, den Optimismus in Habermas' Demokratietheorie zu dämpfen, insbesondere indem er mit seinem Buch den Zusammenhang von Recht und Gewalt auf beeindruckende Weise durchleuchtet.
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