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am 26. Juli 2000
In einer Welt der Unübersichtlichkeiten und der Sehnsucht nach Identitätsgewißheiten versucht der kanadische Sozialphilosoph Charles Taylor in seinem 900 Seiten starken Werk die Geschichte der neuzeitlichen Identität durch Beschreibung ihrer Genese zu bestimmen. So sind für ihn die einstig moralischen Ideale zur Travestie verkommen:er zeigt beispielsweise auf, daß die zentrale Idee von der menschlichen Freiheit in einen Individualismus der Selbstverwirklichung gemündet ist, die eine Gesellschaft der Gleichgültigen hervorgebracht hat. Ohne ein Wissen um uns selbst sind wir nichts. Dieses Wissen ist dem Menschen für Taylor abhanden gekommen. Das Wissen um die Quellen, aus denen sich unser Selbst nährt, ist versiegt. Denn zu wissen wer man ist braucht mehr als Name und Herkunft. Ziel Taylors:eine Rekonstruktion dieses Wissens und zugleich eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Moderne. Dieses Monumentalwerk schafft es, die gewichtigen Umgestaltungen unserer Kultur und Gesellschaft der letzten drei bis vier Jahrhunderte zu begreifen, und uns dadurch auch selbst zu verstehen.
So rollt er vor dem Leser das gesamte metaphysische, philosophische und kulturelle Erbe der Neuzeit aus, buchstäblich all ihre "Quellen", um den heute drohenden Gdächtnisschwund der Moderne entgegenzuwirken. Er will unseren hedonistischen, dem Spiel der Eitelkeiten verfallenen westlichen Gesellschaften zeigen, daß die Moderne voller "Güter" ist und er zeigt damit zugleich, daß auch unser heutiges, vermeintlich individuelles Handeln sehr wohl durch den Wertekanon der Moderne motiviert ist und erst dadurch seinen Ort findet. Der Leser dieses Werkes findet hier eine höchst komplexe Darstellung abendländischer, besonders neuzeitlicher Kultur.
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am 17. Juli 1999
Dieses Buch ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Veröffentlichungen überhaupt zum Thema moderner Subjektivität und Identität. Charles Taylor, langjähriger Professor of Social and Political Theory in Oxford, jetzt Professor of Political Science and Philosophy an der McGill University in Montreal, erweist sich mit diesem Werk als einer der bedeutensten Philosophen unserer Zeit. Auf der Basis einer ausgreifenden historischen Rekonstruktion, die bei Platon beginnt und mit der Postmoderne endet, gelingt es Taylor, die wesentlichen Momente moderner Subjektivität und modernen Selbstverständnisses offenzulegen, indem er in zwei - von jedermann persönlich nachvollziehbaren - Linien die Entstehung einer Dimension subjektiver Innerlichkeit rekonstruiert: einerseits sind wir als Personen bestimmt von der Fähigkeit rationaler Selbstkontrolle - wir vermögen unsere spontanen Wünsche und Eingebungen bewußt zu machen und sie zu kontrollieren, was eine wesentliche Voraussetzung des Zusammenlebens in modernen Gesellschaften darstellt. Andererseits sind wir geprägt von dem unabweisbaren Gefühl einer 'inneren Natur', eines Selbst, das nach kreativem Ausdruck verlangt und insofern der rationalen Kontrolle entgegensteht. Die so dargebotene Geschichte der neuzeitlichen Identität vermag aufzuzeigen, in welcher Weise wir uns als handelnde menschliche Wesen selbst begreifen. Dem Leser eröffnet sich die seltene Erfahrung eines zutiefst philosophischen Werkes, das zugleich unmittelbar das eigene Selbsterleben widerspiegelt - eine aufregende Reise zu den Grundlagen der eigenen Existenz. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. April 2012
Taylors Opus magnum ist ein beeindruckendes Grundlagenwerk zur Ideengeschichte des Selbst seit der frühen Neuzeit. Überzeugend und sehr detailliert arbeitet er die Entstehung des 'rationalistischen' Musters des Selbst seit dem 17. Jahrhundert heraus und das konkurrierende Muster eines expressiven Selbst in der Romantik. Interessant, dass er auch die religiösen Konnotationen des Aufklärungs-Selbst aus dem Deismus deutlich macht. Das Buch hätte eine Kürzung hier und da und etwas mehr Systematik gut vertagen können, besticht aber durch seine Fundiertheit und seinen Kenntnisreichtum. Wenn man sich für die Ideengeschichte des modernen Selbst interessiert, kommt man um 'den Taylor' nicht herum. Parallel habe ich Reckwitz "Das hybride Subjekt" gelesen, was sich als ein hervorragendes Pendant herausstellte: wo es Taylor um philosophische Ideengeschichte geht, geht es Reckwitz soziologisch um die Muster der realen Subjektivierung; wo sich Taylor auf das 18. Jahrhundert konzentriert, behandelt Reckwitz auch ausführlich das 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
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am 26. Dezember 2010
Lange Zeit bewegt mich das Problem, wie die neuzeitliche Identität zustande gekommen ist. Taylors Buch gibt dazu nicht nur viele Quellenangaben aus den 17en und 18en Jahrhundert, sondern führt eine gut fundierte Theorie auch aus. Ein dickes Buch, lange Zeit geschrieben, etwa 800 Seiten stark. Es ist sicher kein Abendlektüre, ich lese das Buch mit Bleistift und Notizbuch. Man muss schon sehr aufpassen um die Gedankengänge folgen zu können. Aber jedes Kapitel beginnt mit einer Zusammenfassung der bisher gesagten. Der Autor weiss den Leser / die Leserin bei dem Lesen zu helfen.
Der Autor aus Kanada hat einen sehr weiten Blick, seine intellektuelle Landschaft ist breit und tief. Das Lesen des Buches bringt einem / einer wirklich grosse Freude. Es bringt nicht nur zusätzliche Ideen zur philosophischen Identitätsfrage, sondern bietet darüber hinaus eine grosse Theorie an, die man als Grundlage für das weitere Denken nehmen kann.
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am 13. März 2013
Eigentlich möchte ich an dieser Stelle lediglich meine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.

Inhaltlich ist das Buch so umfassend, dass es mich wirklich tief beeindruckt hat. Eine Darlegung eben dieses Inhalts in einer Amazon-Kritik ist deswegen kaum möglich.
Die anderen Rezensenten haben ja -wie ich finde- bereits bei der Beschreibung des Inhalts gute Vorarbeit geleistet.

Das Lesen dieses großen Werkes lohnt sich in meinen Augen wirklich sehr, selbst wenn man sich der ein oder anderen vertretenen Position nicht anschließen möchte.
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am 5. Februar 2014
Der kanadische Philosoph und Politikwissenschaftler Charles Taylor zeichnet in diesem Buch die Entwicklung der Identitätsvorstellungen und Werteorientierungen der aus abendländischen Traditionen erwachsenen modernen Welt nach. Eine zum Verständnis der Moderne und ihrer vielfältigen Krisen, Probleme und moralischen Dilemmata unverzichtbare Analyse. Trotz hohen Niveaus sehr gut lesbare Darstellung. Grundkenntnisse der Geschichte der Philosophie sind natürlich sehr von Vorteil.
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