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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Elegant geschriebenes, wichtiges Buch, 19. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Verklärung des Gewöhnlichen: Eine Philosophie der Kunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Was unterscheidet Kunst von Nichtkunst? Nach welchen Kriterien können wir entscheiden, ob wir einem Objekt Kunstcharakter zu- oder absprechen dürfen? Wenn ein Künstler "einfach" einen Stuhl in die Ecke stellt und dies dann als Kunstwerk bezeichnet, unterscheidet sich dann dieser Stuhl von anderen auf identische Weise gefertigte Stühle? Wenn drei Bilder nur aus jeweils einer ganz rot gemalten Leinwand bestehen, das eine aber ein minimalistisches Beispiel geometrischer Kunst ist, das zweite ein metaphysisches Gemälde namens "Nirvana" und das dritte ein realistisches Stilleben namens "Rotes Tischtuch", welche Attribute besitzen dann die jeweiligen Bilder, die die anderen nicht haben, und inwieweit unterscheiden sich die drei Kunstwerke von einer Leinwand, die ein Nichtkünstler getreu dem Motto "Das kann ich auch!" rot angemalt hat? In welchem Verhältnis stehen überhaupt die Kunstwerke zu den realen Dingen, die sie unter Umständen darstellen?
Um all diese Fragen geht in Dantos Buch. Es stellt den ambitionierten Versuch dar, eine umfassende Theorie der Kunst zu formulieren. Es ist damit einer der wenigen wirklich wichtigen Fixpunkte in der zeitgenössischen philosophischen Ästhetik-Debatte. Jeder, der sich mit dieser Thematik beschäftigt, kommt an Dantos überaus elegant geschriebenem Buch kaum vorbei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist Kunst?, 2. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verklärung des Gewöhnlichen: Eine Philosophie der Kunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
In diesem Werk geht Danto der Frage nach, was Kunst ist und was nicht.
Jeder der sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt, bleibt irgendwann man verwundert vor einem Werk stehen und denkt sich "Das hätte ich auch machen können und dann wäre es noch lange keine Kunst!"
Um der Frage nachzugehen widmet Danto sich allen bekannten Positionen, wie Wittgenstein, der Logik, Kant... und behandelt sie sehr detailiert in den Kapiteln, u.a. mittels Gedankenexperimenten.
Zu einer eindeutigen Antwort gelangt Danto zwar nicht, doch dies zu erwarten wäre bei der Aufgabenstellung illusorisch. Als Leser erhält man jedoch das Rüstzeug sich diese Frage "wann und warum wir jenes als Kunst sehen" selbst beantworten zu können.

Um dieses große Werk zu verstehen, reicht keineswegs ein einmaliges Lesen, Selbst bei einer intensiven Auseinandersetzung hat man manchmal Mühe Dantos komplexen Gedankengängen zu folgen und nicht häufig beendet man ein Kapitel mehr frustriert als erleichtert.
Aber es ist nun mal keine Unterhaltungsliteratur.

Empfehlen kann ich es jedem, der sich zumindest etwas auf dem Feld der Philosphie und/oder Ästhetik auskennt. Es ist definitv kein Einführungswerk, obgleich man früher oder später nicht an Danto vorbei kommt.
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5.0 von 5 Sternen Das Ganze meiner Sprache als Zeichen – Kunst als „Style“, 21. Oktober 2014
Von 
Walter "Walter" (Buxtehude, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verklärung des Gewöhnlichen: Eine Philosophie der Kunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Mit den An- und Abführungen in der Headline wäre schon einmal das erste „Kunst-Zeichen“ im Sinne des Zitierens, des Ausstellens, der Anspielung, der Absicht oder auch des Verweisens gesetzt. Jedoch darf Stil (oder englisch: style) in diesem Zusammenhange nicht als Mode, Trend oder gar Manier begriffen werden. Denn in all diesen Begriffsassoziationen begegnen uns die Dinge, im Gegensatz zur Kunst, nur als nachgeahmt. Was unterscheidet nun aber die Realität vom Kunstwerk, das Ding von seiner Nachahmung? Brauchen wir die Mimesis, das Abbild, den Abklatsch, die Verdoppelung der Wirklichkeit? „Eins der verdammten Dinger reicht doch!“ Hat die Kunst einen Mehrwert und wie wird dieser bestimmt?

In Dantos Sinne wäre es sicherlich die Eigenart des Künstlers, so wie er uns das Fenster auf die Welt, in der er lebt, öffnet und uns seine Welt in Aussicht stellt. Man nehme Vincent van Gogh oder Claude Monet als Vertreter des Impressionismus und ziehe den allgemeinen Kunst-Stil (also den Impressionismus) von beiden ab: übrig bliebe beider Eigenart, oder ihr divergenter Ausdruck, – die ihnen typisch obliegende Sichtweise, der eigene Stil.
Für das Kunstwerk sind nicht nur Sinn und Bedeutung als Darbietung des Inhaltes von Welt (Stilkanon, kultureller Ausdruck) wichtig, sondern ebenso seine mitgeführte „Rhetorik“, die in der Selbstdarstellung des Künstlers zum Ausdruck kommt: seiner Identität, seinem Abarbeiten an der äußeren Welt, der Entdeckung seiner inneren, einzigartigen Sichtweise, der Materialisierung seiner subjektiven Gedanken in Form des Kunstobjektes; seine Immanenz, seine Zeichensetzung. („Eine mechanische Arbeit gilt als stillos, wenn die menschliche Formel zu seiner Erzeugung fehlt.“) Letztlich, so Danto, braucht es eine Beziehung- und Bezugnahme des Kunstwerks zur Welt: einen Umgrenzungsrahmen, eine Bühne, einen Schaukasten, eine Paraphrase, eine Konvention, ein Zitat, eine Klammer, – eine ästhetische Distanz als Voraussetzung zur kontemplativen Entrückung.
Doch ohne Publikum keine Kunst. Vom Betrachter wird ein emotionales Bewusstsein eingefordert, eine Empfänglichkeit; besser noch ein Interesse, eine Anteilnahme. Zusätzlich sind Interpretationsfähigkeit (Zeit-, Weltwissen, Intellekt) und Einbildungskraft notwendig. Denn Unkenntnis macht die eigene Wertschätzung gegenüber der Kunst ärmer. Oder, um es mit Ad Reinhardts Comic-Darstellung zu sagen: „Es ist nicht die Frage, was das Kunstwerk repräsentiert, sondern was du repräsentierst.“

Es braucht Werte und Wertschätzung als Beziehungsaufbau zur Welt wie auch zur Kunst. Eine Sprache die uns mitnimmt, die aber auch den Künstler als ein Zeichen (seiner Selbstrepräsentation) setzt. Seine Umschreibungskunst ist die Neuentdeckung von etwas in der Welt, was uns bisher nur allzu gewohnt erschien oder unbeachtet blieb; sie gleicht der Hervorhebung, genauso wie die Metapher in der Sprache. Diese entdeckt uns die Welt, wir durchlaufen ihre Vorgaben, und wir entdecken uns (in Art der Selbstenthüllung) an ihr. Das Kunstwerk in seiner Metapher wird zum Spiegel unserer Selbsterkenntnis, zur Horizonterweiterung, – es erhellt, berührt, verbindet. – Mit den Worten des Buchautors: „Das, was uns in der Kunst wichtig ist, ist von derselben Art wie das, was uns füreinander wichtig ist.“ Danto ist ungewöhnlich, – gerade das macht ihn aber auch so besonders. Danto hat „Style“!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Werk, 12. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Verklärung des Gewöhnlichen: Eine Philosophie der Kunst (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) (Taschenbuch)
Hallo,
in der Uni hatte einer meiner Dozenten dieses Buch mal erwähnt und meinte es wäre sehr gut. Hatte es dann einfach mal auf meinen Wunschzettel und dann zum Geburtstag bekommen.
Ich kann folgendes sagen: das Buch erklärt die Kunst auf eine Art und Weise wie ich selber an mancher Stelle gekommen wäre. Zudem ist es für ein Fachbuch recht günstig.
Leider ist es an mancher Stelle doch etwas umständlich geschrieben, so dass ich manche Passagen mehrmals lesen musste um ihren Inhalt zu erschließen.

Fazit: Jeder der an Kunst Interesse hat, sollte sich dieses Buch mal durch lesen. Bestimmt sieht man dann viele Sachen anders.
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