Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More Hier klicken saison Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen3
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 9. Januar 2009
Dieser soziologische Essay Luckmanns erschien auf Englisch bereits 1967; die deutsche Übersetzung wurde 1991 veröffentlicht. Es ist faszinierend zu lesen, wie vor über vierzig Jahren der Autor scharfsinnig religiöse Phänomene dargestellt hat, die sich seitdem in den modernen Gesellschaften verstärkt haben und noch heute hochaktuell sind. Luckmann kritisiert zunächst an seinen Zeitgenossen, dass sie zwischen Kirchlichkeit und Religion nicht unterschieden - was heute immer noch oft der Fall ist. Der Essay beinhaltet vier bedeutende Stränge: eine funktionalistische Religionsdefinition, eine Transzendenztheorie, die Beschreibung des Prozesses der Säkularisierung und die Darlegung einer neuen Sozialform der Religion. Diese neue Sozialform drückt sich dadurch aus, dass die institutionell spezialisierte Religion (die Kirchen) im Zuge der gesellschaftlichen Ausdifferenzierung zunehmend an Einfluss eingebüßt hat und dass sich nun das Individuum im pluralistischen religiösen Markt seinen Heiligen Kosmos" aus verschiedenen Angeboten selbst zusammenbasteln kann.

Das größte Problem bei Luckmann ist seine sehr breite Religionsdefinition. Er definiert Religion als die Transzendenz der biologischen Natur durch den menschlichen Organismus; unter Transzendenz versteht er, vereinfacht ausgedrückt, die Sinngebung. Diese breite Herangehensweise führt dazu, dass er Phänomene der Religion zuordnet, die selbst die betreffenden Handelnden nicht als religiös bezeichnen würden. Paradoxerweise wäre demnach gar eine atheistische Vereinigung eine religiöse Organisation. Zudem ist seine These von der unsichtbaren Religion" dahingehend umstritten, da derzeit die (kirchliche) Religion eine Renaissance erlebt, so dass sie mittlerweile wieder sehr sichtbar geworden ist. (Wer sich für die globale, öffentliche Dimension der Religion interessiert, dem sei der Band von Hans Joas und Klaus Wiegandt empfohlen: Säkularisierung und die Weltreligionen.) Doch geht diese Kritik an Luckmanns These von der Privatisierung der Religion vorbei, denn von einer Rückkehr der Religion kann nach Luckmann nicht gesprochen werden; sie war immer da und hat nur ihre Sozialform geändert.

Das Buch ist auch wegen dem Vorwort von Hubert Knoblauch absolut lesenswert: Er schildert die Hintergründe zur Entstehung des Essays, fasst die wesentlichen Aspekte zusammen und geht auf die Wirkungen des Werkes ein. Obwohl Luckmann wohl noch zu den am klarsten schreibenden Protagonisten seines Fachs gehört, ist der Text vor allem für Laien teilweise schwer zu lesen. Da der Autor aber seine Thesen immer wieder aus verschiedenen Ecken beleuchtet und dabei sprachlich variiert, sollte das Buch auch für den Ungeübten fruchtbar sein.
11 Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Da ich mir die Bücher beschaffe, die ich zum Teil schon kenne, an deren Besitz für eine weitere intensivere Nutzung gelegen ist, sind da gebrauchte Bücher in einem guten Zustand voll hinreichend und kostengünstig. Es sind ja Arbeits- und keine Präsentationsmaterialien für mich. Alles okay.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. März 1999
Ein Buch, das einen für die damalige Zeit (1967) ziemlich neuartigen und einflussreichen soziologischen Zugang zum Phänomen der Religion in modernen Gesellschaften beschreibt. Äusserst theoretisch, aber tiefgehend und interessant.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden