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TOP 500 REZENSENTam 24. Oktober 2010
1944 erschienen, beschreibt und deutet "The Great Transformation" die Industrialisierung und bewusste Schaffung eines "freien" Marktes. Die Gesellschaft müsse freilich wieder aus dem Joch der Ökonomie treten.

Das Buch ist so dicht und vielseitig geschrieben, dass eine wirkliche Zusammenfassung eigentlich kaum möglich ist. Polanyi zieht seine Ansätze aus Soziologie (Weber, Marx), Wirtschaftshistorie und Kulturanthropologie. Er bürstet gegen die vorherrschende wirtschaftsliberale Ideologie des 19. Jahrhunderts: Nein, der Markt sei _nicht natürlich, auch nicht natürlich entstanden. Geradezu gewaltsam sei er von oben und mit Flankierung der "liberalen" Theorie durchgesetzt worden. Den Frühsozialisten Robert Owen schätzt er hierbei besonders. Polanyi weist auf eine Parallele zwischen britischer Verelendung damals und der Verelendung später in "erschlossenen" kolonialen Gebieten. Um jetzt nur einen seiner Argumentationsstränge zu nennen.

Polanyi ist übrigens auch einer der österreichisch-ungarischen Juden, die im 20. Jahrhundert so auffallend überproportional die wissenschaftliche Debatte mitprägten (seine Gegenparts von Mises oder Popper seien genannt), doch vor allem ist er belesener, fast besserwisserischer Querdenker und Sozialist - Stalinismus ist genausowenig sein Ding wie Faschismus, den er sehr interessant deutet. "The Great Transformation" versucht, den Faschismus durch die vielschichtige Markt-Krise zu erklären wie auch eine nötige Nachkriegsordnung aufzuzeigen. Für Polanyi muss der "freie Markt" samt seiner Ideologie für Arbeit, Boden und Geld ausgeschaltet werden - diese drei seien eben keine Waren und dürften es auch nicht sein, wie die Geschichte gezeigt habe.

Ein weiteres Zeichen für die Fruchtbarkeit des Buchs ist daneben auch, dass sich zu aktuellen Debatten wie Hartz IV, Lohnzuschüsse, Euro-Auswirkungen und vieles mehr hier interessante historische parallele Fallbeispiele finden lassen.

Das Buch hat fast 400 Seiten, ein argumentativer Anhang inklusive. Die Seiten sind sehr denkanregend. Ob darin dann so viele Buchstabendreher o.ä. in einem Suhrkamp-Buch den Lesefluss stören mussten, wäre die einzige Anregungsfrage an den Verlag.

Fünf Sterne für ein anregendes Buch.
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am 21. September 2013
Ich stimme grundsätzlich mit den vorherigen Rezensenten überein, vor allem mit der Aussage, dass sich Polanyi's Werk schwer einordnen lässt und mehr als 60 Jahre nach dessen Erstauflage aktueller denn je ist.

Es ist in der Tat kaum möglich, dieses hoch-kondensierte Wissen und die Erkenntnisse, die ihre Logik aus der Geschichte ziehen, zu beschreiben. Es ist eine atemberaubende Reise durch eben diese unsere Geschichte, auf der all unser heutiges Tun basiert. Trotz der hohen Komplexität des Werkes kann der aufmerksame Leser klar und deutlich die immense Tragweite des Geschriebenen verstehen.

Für jeden Wirtschaftshistoriker, Soziologen, Politologen, Ökonomen, Anthropologen und Psychologen ist dieses Buch, das eine Vielzahl von wissenschaftlichen Diskursen maßgeblich beeinflusste, ein Standardwerk.

Anmerkung: Es ist das bisher einzige Buch, das ich ein zweites Mal lese - und feststelle, dass ich dabei fast nur neue Inhalte finde.

Ein aussergewöhnliches, beispielloses Werk!
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am 28. Oktober 2009
Als äußerst interdisziplinärer Autor, lässt sich Karl Polanyi nicht wirklich einer einzelnen Denkschule zuordnen. Vielmehr beschäftigt er sich über die Ökonomik hinaus, sowohl mit philosophischen, als auch mit soziologischen, politischen und sogar anthropologischen Themenbereichen.

So befasst sich auch das 1944 erscheinende Standardwerk The Great Transformation, mit den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen, aber vor allem auch mit den soziologischen Aspekten des 19. Jahrhunderts. Great Transformation beschreibt den Wandel einer Gesellschaft, in der die wirtschaftlichen Aktivitäten in einen übergeordneten kulturellen Kontext eingeordnet waren, zu einer Gesellschaft der freien Marktwirtschaft. In dem Weg zu einer Welt, in der die Gesellschaftsordnung nur noch eine Funktion der Wirtschaftsordnung ist, sieht Polanyi den Untergang der sozialen Substanz des Menschen und letztlich die Ursache einer gesellschaftlichen Verarmung.

Den Wandel zur Marktwirtschaft nicht als rein wirtschaftlichen Prozess zu verstehen, sondern ihn als eine oft gewaltsam von der Regierung vorangetriebene Entwicklung zu beschreiben, wirft auch die Frage nach der Rolle des Staates in einem solchen System auf. Dies macht The Great Transformation, besonders jetzt in der Finanzkrise, zu einem absoluten Muss um die tiefgründigen Zusammenhänge zu verstehen. Der hochaktuelle Charakter eines Werkes, auch über 60 Jahre nach seiner Erscheinung, spricht eindeutig für sich.
11 Kommentar|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2015
Kann mir nicht anmaßen, das Buch gerecht zu beurteilen. Das können nur die Kenner und die entsprechenden Wissenschaften.
Aber ich bin höchst interessant informiert worden. Über Ereignisse und Fakten, über die Zusammenhänge zwischen Herrschaftsbedingungen und sozialen Auswirkungen, zwischen Wirtschaftsentwicklung und dem Wohlergehen der Bevölkerung, somit allgemein über den Wandel in der Gesellschaft. Um das zu erfahren hab ich das Buch gelesen, und finde, daß es auch andere Nicht-Wissenschaftler interessieren könnte.
So komplex, wie die Verhältnisse sich entwickelten und die Teilhabenden agierten, so komplex schlägt sich das im Text nieder. Man sollte sich also interessieren wollen, um das Buch zu lesen. Ich werde es wiederlesen - was allerdings mit einigen Tausend meiner Bücher wieder der Fall sein soll. Es ärgert mich, daß ich schon so alt bin und die Erkenntnisse nur meiner persönlichen Anschauung dienen. Leute von dreißig sollten das Buch lesen, wenn sie Erkenntnisse gewinnen wollen.
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am 30. November 2014
in den 40ger jahren geschrieben und brandaktuell

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