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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind Sie des konformitäts-triefenden Denk-Mainstreams auch schon überdrüssig ? Dann lesen Sie dieses Buch !!!
Wie schon so oft skizziert Peter Sloterdijk hier Denk- und Argumentations-Linien, die sich - Gott sei Dank - nicht dem kognitiven Mainstream der aktuellen Political-Correctness-Konformität unterwerfen.

Es ist nicht gerade ein leicht zu lesendes Buch - auch akademisch Gebildete müssen manchen Satz zweimal lesen, um den Sinn zu erfassen.

Im...
Vor 12 Monaten von Saint-Ex veröffentlicht

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Variation zu einem Aphorismus von Cioran
Nachdem mir P. Sloterdijk per Mail für den Hinweis auf einen Aphorismus Ciorans gedankt hat ("Ich habe Ihnen zu danken für den Hinweis auf das der Formulierung nach sehr benachbarte Diktum von Cioran", 30.08.2012), breitet er hier seine bereits bekannte Position zum 'Eifer' der Religionen weiter aus und nennt es den 'Sinai-Effekt'.
Der Aphorismus von...
Vor 17 Monaten von Markus Semm veröffentlicht


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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind Sie des konformitäts-triefenden Denk-Mainstreams auch schon überdrüssig ? Dann lesen Sie dieses Buch !!!, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie schon so oft skizziert Peter Sloterdijk hier Denk- und Argumentations-Linien, die sich - Gott sei Dank - nicht dem kognitiven Mainstream der aktuellen Political-Correctness-Konformität unterwerfen.

Es ist nicht gerade ein leicht zu lesendes Buch - auch akademisch Gebildete müssen manchen Satz zweimal lesen, um den Sinn zu erfassen.

Im Vergleich zu anderen Werken aus der Zunft der Philosophie ist es jedoch immer noch gut lesbar und verständlich.

Die größeren Hürden stellen dann doch tatsächlich Gedanken dar, die man sonst so noch nicht gelesen hat, die man sich vielleicht selbst gar nicht zugestehen würde, selbst wenn sie einem in den Sinn kämen.

Klare Kaufempfehlung für geistig-philosophisch-psychologisch-interkulturell Interessierte
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Variation zu einem Aphorismus von Cioran, 31. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten des Sinai: Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaft (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Nachdem mir P. Sloterdijk per Mail für den Hinweis auf einen Aphorismus Ciorans gedankt hat ("Ich habe Ihnen zu danken für den Hinweis auf das der Formulierung nach sehr benachbarte Diktum von Cioran", 30.08.2012), breitet er hier seine bereits bekannte Position zum 'Eifer' der Religionen weiter aus und nennt es den 'Sinai-Effekt'.
Der Aphorismus von Cioran lautet: "Jedes Volk glaubt zu einem gewissen Zeitpunkt seiner Geschichte, es sei *auserwählt*. Dann gibt es sein Bestes wie sein Schlimmstes" (Cahiers 1957 - 1972). Man vergleiche dazu den Schluss des dritten Kapitels zu den Effekten des 'Sinai-Schemas': "Sie sind Derivate des prekären Vorrechts auf Strenge gegen sich selbst, das in positiver Wendung Erwählung heisst." Allerdings verlässt ihn dann der Mut zu einem zweiten Teil seines Kurz-Essays. Er hätte darin auf den Spruch Hitlers "Es kann nicht zwei auserwählte Völker geben. Wir sind das Volk Gottes. Besagt das nicht alles?" eingehen müssen. Wenn man schon vom 'sozioplastischen Bodybuilding' spricht und von der Rede Voegelins von der 'politischen Religion des Nationalsozialismus' Kenntnis hat, so wäre eine Analyse des katastrophal endenden jüdisch-deutschen Knotens nicht nur angebracht, sondern zwingend gewesen. Aber P. Sloterdijk winkte im bereits erwähnten Mail ab: "Der Klassenmord im 20. Jahrhundert übertrifft den Rassenmord um ein Vielfaches" und spricht bzgl. des NS von der "antijüdischen Reaktion gewisser irregeführter Deutscher". Er bleibt bei den sog. 'Monotheismen' - Judentum, Christentum und Islam - stehen und weicht vor der brennendsten aller Fragen - dem Mimetismus (R. Girard) zwischen Juden und Deutschen - zurück. "Ich möchte nicht die Wahl Ihres Sujets kommentieren" (Mail) - als ob man hier angesichts des fürchterlichsten aller Schnitte in der Geschichte freie Wahl hätte...
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zivilisierung der Religionen, 19. Juli 2013
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten des Sinai: Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaft (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
"Nur eine Moderne, die ihre Verweigerer
alimentiert, ist auf der Höhe ihrer selbst."
(Peter Sloterdijk)

Ein Buch zu veröffentlichen, um die Vorgänger: Gottes Eifer und Du musst dein Leben ändern zu verteidigen, hat einen gewissen Charm. Der Vorwurf lautete, die Schriftreligionen ausschließlich in ihrer Kampfzone zu betrachten und auf die friedenstiftenden Botschaften zu verzichten. Aber ist es eine Verteidigung?

Eher nicht. Denn die hier wunderbare Darstellung, was den Weg der Religion ausmacht in Hinblick auf die Veränderung der Gesellschaft, wird hier beredt und sicher vertreten. Den Anfang am Berg Sinai zu verorten und von dort eine Gesellschaft zu betrachten, die in ihrem System mit den Veränderungen der Modernen und den Erinnerungen an die Überlieferungen sich neu positioniert, ist nicht ein Wagnis, aber doch eine Herausforderung. So gelassen wie hier, lesen wir Sloterdijk selten. In seinen fünf Kapiteln verweist er folgerichtig auf eine Mitgliedschaft, die sich ändert und doch einem Sinai- Schema folgt. Diesem Gedanken zu folgen, ist eine Bereicherung. Sich erinnern an Assmann, Spinoza, James u.a ist wichtige Ergänzung. Von daher, nicht näher diesem Thema als Besprechung folgend, ist es im Schatten des Sinai interessant und lesenswert. Egal wo, die ca. 60 Seiten erzeugen inspirierende Ansprache und nachhaltig bedenkenswerte Inhalte.
~~
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heute im Schatten des Sinai, 25. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten des Sinai: Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaft (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Der Anspruch der monotheistischen Religionen
Religion gehört zu den anthropologischen Grundkonstanten. Können wir uns von den Geschichtswissenschaften her nähern? Welche Fakten aus unserer Vergangenheit sind bekannt? Hilft uns die Auseinandersetzung damit zum Verständnis unseres gegenwärtigen Standes?

Sloterdijk hat umfangreiche Analysen vorgelegt (Gottes Eifer: Vom Kampf der drei Monotheismen; Im Schatten des Sinai: Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaft) und beschreibt den Werdegang zum heutigen IST-Zustand.

Judentum, Christentum und Islam (die drei monotheistischen Glaubensbekenntnisse) beanspruchen jedes für sich die absolute Wahrheit.
Der absolutistische Anspruch beinhaltet den Machtanspruch, alleiniger Inhaber der ewigen Wahrheit zu sein.
Dieser Ansatz zur bedingungslosen Unterwerfung führt zur Entmündigung, zum Kleinhalten des Menschen, weg von der Realität, in Demutshaltung und in einem System der Unterdrückung.
Das Christentum entfaltete seine Botschaft mit einem universalen Verkündigungsgehalt. Im Christentum ist die Expansion auf die Mission gerichtet.

Die monotheistischen Religionen insistieren, allein im Besitz einer bestimmten offenbarten Wahrheit zu sein. Die Mitglieder akzeptieren widerspruchslos den von den kirchlichen Institutionen geschaffenen und propagierten Wahrheitsanspruch. Sie beruhen auf den Prinzipien von wahr und falsch und schaffen damit Vorbedingung für Intoleranz und Gewaltbereitschaft. Die Gläubigen haben einen Anteil an der Macht und Souveränität des Höchsten.

Diese Religionen haben eine ausgeprägte Neigung zur Ritualisierung. Der Glaube muss durch die ständige Ritualisierung in die Gemeinschaft eingeschliffen werden. Wer gezwungen ist, ständig zu zeigen, dass er sich dem Glauben unterwirft, hat andere Ungläubige nötig, um für seine Wahrheit kämpfen zu können.
Christen bevorzugen die Mission, dem Islam wird der Heilige Krieg das Mittel der Wahl. Ein Aufruf zum Kampf gegen die Feinde Gottes fanatisierte vor 1000 Jahren das christliche Europa zu den "Kreuzzügen".

Was hat Gott mit den unheiligen Kriegen der Menschen zu tun?
Gott duldet von Anfang an keine anderen Götter neben sich! Er verlangt bedingungslose(s) (Liebe) Anhangen und Unterwerfung. Er ist der einzige und wahre Gott, Herr des Lebens aller Menschen. Sein Wille ist Gesetz.

Alle drei bestreiten unerbittlich die auch jeweils vom anderen beanspruchte göttliche Legitimität.
Die Radikalität scheint sie unempfindlich zu machen für die Herausforderung der globalen Krise: von Überbevölkerung, Armut und Umwelt. Gott ist wichtiger! Für seine Getreuen hat Gott einen Platz im Himmel, für seine Feinde die Hölle!

Daraus folgen:
Unterwerfungslust, Aggressionspotential, Eiferertum, Sündengerede
Verrat am diesseitigen Leben,
Todeskult der Religionen ist wichtiger, zeigt sich im religiös begründeten Vorzug des Jenseits vor dem Diesseits.

Sloterdijk stellt dar, was sich ihm als gegenwärtiges IST darbietet.
Und immer wieder stellt er die Notwendigkeit auf den zivilisatorischen Weg in seinen Forderungskatalog.
Eine laufend sich verändernde Welt zwinge zu einer Verhaltensänderung.

Moses hatte sein Volk nicht nur befreit, sondern ihren Blick nach oben geführt, weg von der Realität. Jetzt müsse die Realität von heute im Mittelpunkt stehen.
Nur der zivilisatorische Weg ist allein noch offen.
Darin liege die Lösung zur Beendigung der Konflikte zwischen den drei Monotheismen.

Positive Aspekte und konstruktive Übergangsmöglichkeiten heute:

Wir leben heute mit einem sich laufend verändernden Weltbild.
Das Christentum hat seinen Anspruch, die Welt zu missionieren, nicht mehr militärisch verfolgt.
In einer Welt voller Waffen kann es nur um einen Wettbewerb um die zivilisatorischen Leistungen für die einzelnen Mitglieder gehen.

Im Wettbewerb der Religionen muss man daran anknüpfen herauszustellen, was die einzelnen Religionen in psycho-sozialer Ausrichtung leisten und in der Caritas.
Der gegenwärtige IST- Zustand in seinen sozialen und integrationsfördernden Aspekten ist wichtiger.

Der aktivistische Anspruch der Religionen kann nur zivilisatorisch eingebracht werden. Es ginge darum, den Eifer jeder Religion in den Prozess der Zivilisation zu integrieren, "Gotteseifer" in "Menscheneifer" umzuwandeln und keine aggressive Rechthaberei bezüglich göttlicher Wahrheiten zuzulassen.

Es darf nicht mehr zentral um die Auseinandersetzung mit Fragen zum jüngsten Gericht gehen, sondern um die tägliche Arbeit und Auseinandersetzung mit den Weltproblemen. Auseinandersetzung mit: Umweltbericht, Lage der Menschenrechte u. ä. - das wird die neue Grundlage für den aktuell erforderlichen Menscheneifer.
Nur der zivilisatorische Weg ist noch offen!!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer über Religion nachdenken will, ..., 28. Januar 2014
Von 
Rudi Sander "Bad Schwalbach" (Bad Schwalbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Im Schatten des Sinai: Fußnote über Ursprünge und Wandlungen totaler Mitgliedschaft (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
..., und da hier nicht gelesen hat, der sollte geich wieder einpacken. Die Religionen des sogenanten Monotheismus als kämpferische (und auch als versagende) Streßgemeinschaften - das zu lesen und zu begreifen, das hat schon etwas Besonderes.
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