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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der Geschlechterforschung/Debatte um Geschlechtsidentität
Butlers Werk "gender trouble - feminism and the subversion of identity" kann zweifelsohne als Klassiker der Geschlechterforschung bezeichnet werden. Eva von Redecker stellt ihrerseits fest, das das Werke eigentlich nur " für ein kleines Publikum geschrieben und der Text vornehmlich an die Protagonist_innnen einer innerfeministischen Debatten gerichtet...
Vor 2 Monaten von Flo veröffentlicht

versus
124 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perlen unter Kehricht
„Gender Trouble" ist eines der stilistisch schlechtesten Bücher, die ich kenne. Nie habe ich in einer ernstzunehmenden Publikation ein solches Wirrwarr von Schachtelsätzen und fehlgebrauchten Termini gefunden. Eine Qual ist es selbst für den konzentrierten Leser, sich durch die extrem kleinteilige Argumentation zu wühlen. Anmerkungen...
Am 25. Januar 2001 veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker der Geschlechterforschung/Debatte um Geschlechtsidentität, 26. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Butlers Werk "gender trouble - feminism and the subversion of identity" kann zweifelsohne als Klassiker der Geschlechterforschung bezeichnet werden. Eva von Redecker stellt ihrerseits fest, das das Werke eigentlich nur " für ein kleines Publikum geschrieben und der Text vornehmlich an die Protagonist_innnen einer innerfeministischen Debatten gerichtet war." (E. von Redecker, Zur Aktualität Judith Butlers, S. 141). Ferner stellt sie weiter fest, dass das Buch zwischenzeitlich in 20 Sprachen übersetzt wurde und die Debatte ohne den - oft auch polemischen, negativen, homophoben und /oder sexistischen - Bezug auf Butlers Werke kaum mehr auskommt. Es wäre aus sozialwissenschaftlicher Sicht eine Schande gewesen, wäre das Publikum des Werks - wie von Butler angedacht- nur ein kleiner, geschlossener Kreis von Menschen geblieben. Die von ihr Aufgeworfenen Fragen zur Geschlächtsidentität, Heteronormativität und dem System der Zweigeschlechtlichkeit als Machtfaktor sind nach wie vor hoch aktuell und nach wie vor nicht im Sinne vulnerabler Gruppen, oder vermeintlich von einer Norm abweichender Menschen, gelöst. In einer Publikation von Dissens e.V. ist an anderer Stelle zu lesen "Originaltexte Butlers empfehlen sich insbesondere für Leser_innnen, die Freude daran entwickeln, tief in komplexe und spannende Gedankengebäude einzusteigen". Dem ist nur hinzu zu fügen, außer sich die nötige Zeit dafür zu nehmen und sich auf die Gedankengebäude einzulassen - auch wenn es unstrittig einfacher Lektüren zu dem Thema geben mag. Kritiken zeichnen sich in letzter Zeit meist dadurch aus, Butler in störrischer Besserwisserei sinnentstellend oder schlicht falsch zu zitieren und damit jeglichen selbst gesetzten wissenschaftlichen Anspruch ins lächerliche zu ziehen. Allein die im wahrsten Sinne des Wortes MANNigfaltig-kreative Übersetzung von "Subversion" als Teil des englischsprachigen Titels durch Kreise der sich selbst als "Maskulisten" bezeichnenden Männer (teils Wissenschaftler der MINT-Fächer) spricht hier Bände. "In der Rhetorik besteht die Taktik der subversiven Argumentation darin, Inkonsistenzen und Selbstwidersprüche in Ideologie und Argumentation des Gegners wahrheitsgetreu, aber offensichtlich und in für den Gegner möglichst peinlicher Weise herauszuheben.[...] Diese Art der Argumentation findet insbesondere gegenüber dogmatisch-ideologischen Gedankengebäuden Anwendung." Bereits Wikipedia hätte diversen Kritikern und Hobby-Übersetzern hier helfen können, auch ohne Lektüre des Werks - die zu oft auf der Hand liegt. Butlers aufgeworfene Fragen beziehen sich eben auf solche "Ideologisch-dogmatischen Gedankengebäude". Dass u.a. die Aussage, dass ausgerechnet die Heterosexualität eine "mühsame Konstruktion" sei und die vermeintlichen "Perversitäten" die verdrängte Normalität darstellen, Teils wütenden Beißreflexe auslöst, sollte da kaum noch verwundern. "Geschlechtsidentitäten können aber weder wahr noch falsch, weder wirklich noch scheinbar, weder ursprünglich noch abgeleitet sein"- der Vorwurf, Butler wolle den "geschlechtslosen Menschen" wird schon allein durch diesen einen Satz ad absurdum geführt. Das Werk ist in Summe ein Appell an die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten und für Gesellschaften, in denen eine solche sanktionsfrei möglich ist - die deutsche ist dies Anno 2014 noch lange nicht.
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124 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perlen unter Kehricht, 25. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
„Gender Trouble" ist eines der stilistisch schlechtesten Bücher, die ich kenne. Nie habe ich in einer ernstzunehmenden Publikation ein solches Wirrwarr von Schachtelsätzen und fehlgebrauchten Termini gefunden. Eine Qual ist es selbst für den konzentrierten Leser, sich durch die extrem kleinteilige Argumentation zu wühlen. Anmerkungen allgemeinphilosophischer Natur sind von einer Kritik des zweiten Nebensatzes in der siebten Fußnote eines unveröffentlichten Aufsatzes Lacans nur wenige Zeilen entfernt. Butlers Auswahl der kritisierten Autoren beschränkt sich dabei zwar auf eine überschaubar kleine Menge - diese allerdings werden in kaum nachzuvollziehender punktueller Exaktheit besprochen. Ficht sie hier möglicherweise Privatfehden aus? Der rote Faden des Buches jedenfalls wird allzuoft verschüttet. Zu allem Überfluß ist das Buch mit anscheinend nur halb verstandenem Vokabular der Philosophiegeschichte durchsetzt, durchaus unnötig in den meisten Fällen, weil die Alltagssprache nicht weniger präzise wäre. Kurz: Der Leser gerät von einem Ärgernis ins nächste und verliert schlicht den Überblick. Und das ist schade. Butler hat ein Grundlagenwerk des Feminismus und der Geschlechterstudien geschaffen. Oft undogmatisch und weltoffen werden die Kategorien des sexus in all ihren Ausprägungen dargestellt, kritisiert, ihrer ontologischen Verhüllungen entkleidet. Übrig bleibt ein faszinierendes Modell von der Konstruiertheit der Geschlechterbeziehungen, von Weiblichkeit und Männlichkeit. Meine Leseempfehlung: Man überspringe die kleinteiligen Auseinandersetzungen. Man ignoriere viele Fremdwörter bzw. fasse sie in ihrer einfachsten Bedeutung. Überblättern schadet wenig. Hat man aber, vor allem in den ersten 80 Seiten, Butlers eigene neue Gedanken gefunden, so markiere man sie dick und präge sie sich ein - ohne diese wird sich nie wieder eine Debatte über Geschlechterverhältnisse führen lassen. Für den Stil: 1 Stern. Für den Inhalt: 5. Macht, nach langem Zögern, 3 insgesamt.
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46 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!, 21. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Judith Butler geht in ihrem Buch "Das Unbehagen der Geschlechter" ausgehend von der Annahme, daß die Geschlechtsidentiät (gender) eine kulturelle Interpretation des Geschlechts (sex) oder die Geschlechtsidentiät eine kulturelle Konstruktion ist, u.a. der Frage nach dem Modus, des Mechanismus dieser Konstruktion innerhalb der gegenwärtigen Debatte nach. Zunächst stellt sie zwei Ansichten gegenüber. Wenn die Konstruktion als ein unumstößliches kulturelles Gesetz gilt, dann ist gender dadurch genauso determiniert wie durch die frühere Auffassung, daß die Biologie das Schicksal sei. Simone de Beauvoir aber skizziert gender als eine Konstruktion, was einen Konstruktionsträger impliziert, der gender irgendwie an- oder übernommen hat und im Prinzip auch ein anderes gender annehmen könnte. Die Kontroverse über die Bedeutung scheint für Butler auf dem alten philosophischen Gegensatz zwischen Determinismus und freiem Willen zu basieren. Die Diskussion ist durch dieses Denken bestimmt und begrenzt. Butler geht verschiedene Wege Geschlecht zu denken und kommt dadurch an die Grenzen, das zu tun. Das Buch ist deshalb epistemologisch interessant und zu empfehlen, auch wenn das Ziel alles Denkens politische Veränderungen sind. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
der in keinem Regal fehlen sollte. Dies ist das vielseitig rezipierte und zitierte Werk Butlers, das sehr viele interessante Perspektiven bietet.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Standartwerk der Queer Studies, 2. August 2014
Von 
Alex (Wemmetsweiler, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Dieser unscheinbare Band enthält einen der anspruchvollsten Grundlagetexten der Geschlechterforschung. Der hohe Anspruch liegt erstens darin begründet, dass die verwendete Sprache sehr komplex ist und wenig auf leichte Lesbarkeit geachtet wurde. Zweitens liegt er darin begründet, dass Butler klar für ein Fachpublikum schreibt, das über aktuelle Positionen in den Gender Studies im Bilde ist und mit zeitgemäßn linguistischen Begriffen umzugehen weiß.

Inhaltlich baut sie ihre Position insbesondere auf Simone de Beauvoirs konstruktivistische Grundposition auf. Durch die Anwendung der linguistischen Theorie der Performanz und einer diskursanalytischen, an Foucault angelehnten, Position formuliert sie eine Kritik an der Untescheidung zwischen sex und gender, die einer Radikalisierung gleich kommt. Ihre These, dass Geschlecht performativ sei, konkuriert sowohl mit der Vorstellung eines objektiv-biologischen Geschlechts (sex) als auch mit der Vorstellung feststehender Geschlechterrollen. Weiterhin eröffnet es die Möglichkeit, diese Performanz zu stören - durch subversive Akte.

Diese radikale Position beeinflusst LGBT-Politik bis heute und trug erheblich zu einem Paradigmenwechsel der Geistes- und Kulturwissenschaften bei, dem "linguistic turn."

Die deutsche Übersetzung ist weitestgehenst sehr gut gelungen, doch schnell stößt sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Dies wird zumeist in den Fußnoten vermerkt, dennoch hat die Übersetzung schon notwendigerweise den Charakter einer Interpretation, was schon beim Titel deutlich wird: "gender trouble" kann sehr vielfältig übersetzt werden. Da Judith Butler als Philosophin und Linguistin häufig auf die Sprache verweist, um Denkmuster aufzuzeigen ist die Lektüre so im Deutschen weiter erschwert.

Kurz: Das Unbehagen der Geschlechter bereitet in zweierlei Sinne Unbehagen. Erstens ist die Lektüre sehr anstrengend, zweitens eröffnet sie neue Fragen und Unsicherheiten.
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7 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ideologische Blaupause für eine andere Gesellschaft, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Das in diesem völlig verquast geschrieben, weltfremden und hermeneutisch von jeglichem gesunden Menschenverstand oder naturwissenschaftlichen Basiserkenntnissen abgeschotteten Buch, von dem die aller meisten Menschen wohl bisher ebenso wenig Kenntnis genommen haben dürften wie von seiner Autorin, heraus gekotze ideologische Manifest, maßt sich an Jahrhunderte der naturwissenschaftlichen Forschung mal so eben über den Haufen zu werfen. Es geht um die Dekonstruktion biologischer Tatsachen mit Mitteln der komparatistischen Sprachanalyse. Ja, sie lesen richtig, naturwissenschaftliche Fakten sollen durch hermeneutisches sozialwissenschaftliches Geschwurbel widerlegt werden, um darauf aufbauend einen Umbau der Gesellschaft zu betreiben. Nicht in der Theorie, in der Praxis!!!
Tatsächlich liest sich dieses Buch, so man denn einigermaßen durchsteigt, geradezu wie eine Blaupause der gesellschafts- und familienpolitischen Umwälzungen seit den Nullerjahren. Ob einseitige Förderung und Propagierung alternativer sexueller Lebensformen, die Frühsexualisierung unserer Kinder in Schulen und Kindergärten oder die Marginalisierung der klassischen Familie und klassischer familiärerer Werte, all das dient letztendlich dem von Frau Butler propagierten "Gender trouble" als subversives Programm zur Destabilisierung der heteronormativen Gesellschaftsordnung. Sie fragen sich was für Menschen sich denn so eine Stussideologie ausdenken können? Hier haben sie das Werk einer ihrer Aphologethen. Das auf derartigen Theoremen aufbauende "Gender Mainstreaming" wurde schon Ende der 90er Jahre zur Leitlinie der Politik der Europäischen Union und auch Deutschlands, ohne dass es irgendwer groß mitbekommen hat. Dieses unverständlich zusammengekritzelte Gendermainfest einer wohl schon lange der Kontakt zur realen Welt abhanden gekommenen amerikanischen Philologin und Philosophin, vor allem aber Gender Theoretikerin, kann nun in gewisser Weise als Metapher für diesen von europäischen Institutionen klammheimlich betriebenen demokratisch nicht legitimierten Umbau der Gesellschaft betrachtet werden, da sein Sprachstil wohl nur dem alleinigen Zweck dienen dürfte, die wahren Ziele der Autorin vor dem Laien und der Allgemeinheit zu verschleiern, deren Beschäftigung mit diesem Irrsinn zu unterbinden, um vor aller Augen und doch unsichtbar nichts geringeres als den Umsturz des bestehenden Systems gesellschaftlicher Werte und Normen vorzubereiten, der normativen Grundlage unseres Gemeinwesens, des auf Jahrtausenden der Kulturgeschichte und der naturwissenschaftlichen Forschung gewachsenen Grundkonsens sozialen Miteinanders.

Die über die Hintertür betriebene Einführung von Konzepten und Methoden des Gender Mainstreaming auf allen Ebenen der Gesellschaft, ohne darüber auch nur im Entferntesten eine Debatte oder einen Diskurs in und mit der Bevölkerung geführt, geschweige demokratisch darüber abgestimmt haben zu lassen, kommt einem von langer Hand vorbereiteten und aus dem Hinterhalt durchgeführten Putsch von Oben gleich. Es ist kriminell und ein direkter Angriff auf die freiheitliche und demokratische Gesellschaft, die im Zuge der Selbstermächtigung von Bürokraten, Technokraten und ideologisierten Politikern und Lobbyisten verschiedenster Couleur unter schweigender Billigung der Medien schon seit längerer Zeit ausgehöhlt wird. In diesem Fall macht man sich zum ausführenden Organ radikal- oder postfeministischer Weltbeglückungsphantasien, die in ihrer faschistoiden Wahnwitzigkeit in der Tat die Keimzelle eines neuen Totalitarismus ganz eigener Art bilden könnten. Eine Art Lila-Latzhosen Kommunismus sozusagen.

Eine gesellschaftliche Debatte über dieses Thema ist mehr als überfällig. Wer den Sinn- oder Unsinn der Gender Ideologie an seinen Wurzeln verstehen und widerlegen will, kommt um Grundlagenwerke dieses als "Wissenschaft" getarnten Ideologiebreis, wie es das vorliegende Buch der für ihren einfache Zusammenhänge bis zum Exzess verkomplizierenden Sprachstil schon einmal mit dem "Bad Writing Contest" (sozusagen die Goldene Himbeere für Sprache und Schreibweise in akademischen Werken) ausgezeichneten Autorin, wohl oder übel nicht herum. Das Lesen ist eine wahre Tortour. Wer einfach nur die Kernaussagen verstehen möchte, halte sich an die ausgezeichnete hier publizierte Rezension vom 17. Mai 2014. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Manifest des Genderismus, 17. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Ausgehend von Nietzsches „Willen zur Macht“ als ontologischer Konstitutive, fordert Butler, die „grundlegenden Kategorien des Geschlechts […] als Effekte einer spezifischen Machtformation zu enthüllen“ (S.9) und die „heterosexuelle Matrix“ durch das Aufdecken der „definierenden Institutionen: den Phallogozentrismus und die Zwangsheterosexualität“ zu „stören und ihre subversive Resignifizierung und Vervielfältigung jenseits des binären Rahmens hervorzurufen.“ (S.12)

Ihr geht es um eine „politische Annäherung von Feminismus, schwulen und lesbischen Perspektiven“ (S. 12) um „alternative Geschlechter-Welten zu imaginieren“ und politisch zu realisieren. Um diesen Weg zu beschreiten, stellt Butler die „Lebensfähigkeit des ‚Subjekts‘ als höchsten Kandidaten der Repräsentation oder gar der Befreiung in Frage“ (S. 16) und verweist auf Michel Foucault, der ausführt, „daß die juridischen Machtregime die Subjekte, die sie schließlich repräsentieren, zuerst auch produzieren.“ (S. 16)

Somit besitzt das Individuum nach Butler keine unverbrüchliche Würde, denn die „verbreitete Annahme, daß das ‚Subjekt vor dem Gesetz‘ eine ontologische Integrität besitze, kann als zeitgenössische Spur von der Hypothese vom ‚Naturzustand‘ verstanden werden […], die für die Rechtsstrukturen des klassischen Liberalismus konstitutiv war.“ (S. 18)

Mann und Frau sind vor diesem Hintergrund für Butler „medizinische[…] Fiktionen, die zur Kennzeichnung eines eindeutigen Geschlechts entworfen wurden“ (S. 11) und besitzen entsprechend keine „ontologische Integrität“, das heißt keinen Anspruch darauf, ein Naturzustand zu sein.

In diesem Sinne ist Geschlechtlichkeit für Butler keine konkrete, identitätsdefinierende körperliche Erfahrung, „sondern eine performativ inszenierte Bedeutung“ (S. 61), die als „fundierende[…] Illusion der Identität“ (S. 62) auftritt. Diese Neudefinition der Geschlechtsidentität als „performativ“, als frei wählbar, hat für den Anhänger des Gender Mainstreaming die Leugnung der eigenen Körperlichkeit zur Folge: „Als Wittig bei einer Lesung im Vassar College gefragt wurde, ob sie eine Vagina hätte, antwortete sie mit Nein.“ (S. 226)

Um die „Zwangsheterosexualität“ der Gesellschaft aufzubrechen, fordert Butler, eine „Geschlechter-Verwirrung anzustiften“ (S. 61) und „die naturalisierten Erzählungen der Zwangsheterosexualität ihrer zentralen Protagonisten: ‚Mann‘ und ‚Frau‘ zu berauben.“ (S.215)

Fazit

Gerade junge Familien mit kleinen Kindern werden in Deutschland und Westeuropa zunehmend sozial und wirtschaftlich ausgegrenzt. Offiziell heißt es hierzu, das klassische Ehe- und Familienideal wäre überholt und müsse aufgebrochen werden, da alternative Lebensmodelle gefördert werden müssten.

Über die Ursachen sollten wir uns nicht wundern. Gender Mainstreaming ist seit Jahren Leitprinzip deutscher und europäischer Politik und als politische Strategie längst in Kindergärten und Schulen installiert. Ein Blick auf Buchtitel wie „Gender Mainstreaming im Kindergarten“ von Tanja Dräger zeigt, dass die politischen Forderungen Butlers danach, eine „Geschlechter-Verwirrung anzustiften“ (S. 61) und die Familie als natürliche Keimzelle der Gesellschaft zu zerstören, seit Jahren integraler Bestandteil der Erzieherausbildung sind und von jungen Pädagogen unreflektiert in die Praxis übernommen werden.

Bei aller Achtung gegenüber Homosexuellen, Toleranz ist keine Einbahnstraße. Gerade junge Familien mit Kindern brauchen den Sonderstatus den sie bis in die 1990 Jahre hinein hatten, sprich besondere staatliche und gesellschaftliche Anerkennung für Ihre Leistung. Wird ihnen dies genommen, zerbricht die Gesellschaft an der Wurzel. Denn Toleranz bedeutet auch anzuerkennen, dass nicht jede Lebensform gleich ist, sondern die produktive Gemeinschaft aus Mann und Frau etwas Besonderes vollbringt, nämlich dass sie der Gesellschaft eine Zukunft schenkt, indem in ihr Kinder gezeugt werden und aufwachsen.
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5 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Finger weg von der psychisch kranken Butler!, 25. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Butler ist im höchsten Maße psychisch erkrankt und nimmt ihre kranke Psyche zum Anlass, über die beiden Geschlechter zu philosophieren.
Butler stellt die beiden Geschlechter philosophisch in Frage, sieht sie als "Fiktion", d.h. etwas, was wir uns lediglich einbilden.
Was Butler betreibt, ist menschenverachtend par excellence, da sie mit ihrer sogenannten "Monographie" annimmt, oberhalb der Natur zu stehen, sodass sie den Menschen beliebig formen kann. Wohin so eine konstruktive Denkweise, eine derartige Allmachtsfanatasie, führt, zeigt uns ein Blick in die Geschichtsbücher.

Es ist vonseiten der Neurowissenschaften bewiesen (siehe das Buch: "Vergewaltigung der menschlichen Identität" unter anderem vom Gehirnforscher Prof. Manfred Spreng), dass sich das männliche sowie weibliche Gehirn hinsichtlich ihres Aufbaus unterscheiden, woraus die geschlechtsspezifischen Verhaltensmuster resultieren. Jene im Rahmen der Ideologie "Gendermainstreaming" zu verleugnen, kommt einem menschlichen und gesellschaftlichen Verbrechen gleich, indem es irreversible Schäden zeitigt.

Mann und Frau gehören zusammen; sind jedoch nicht gleich, woraus mitunter die Differenzen zwischen beiden Geschlechtern resultieren.
Jene natürliche, seit Jahrtausenden existierende Verbindung durch eine psychisch erkrankte Frau wie Butler in Abrede stellen zu wollen, ist töricht und zeigt den Holzweg auf, auf dem wir uns mittlerweile befinden, der mit sofortiger Wirkung verlassen werden muss, um zu gesunden, beiden Geschlechtern zugutekommende gesellschaftliche Strukturen zurückzukehren.

Fazit: Butler ist ein kranker Geist, die ihren weiblichen Selbsthass durch wahnhafte Ideen kompensieren möchte! Vor jenem Aspekt speisend ist von Butler dringend Abstand zu nehmen!
Unabhängig davon: Der Shell-Jugendreport 2014, der Jugendliche nach deren Zukunftsperspektive befragte, ergab folgende Prioritäten: 1. Harmonische Partnerschaft und 2. Glückliche Familie (es ist stark davon auszugehen, dass es sich dabei um eine heterosexuelle Beziehung handelte).
Des Weiteren gibt es eine Emnid-Umfrage, durchgeführt im Auftrag des Fokus, die belegt, dass weit über 90% der Männer und der Frauen eine klassische, traditionelle Familie, bestehend aus Mann, Frau und Kind(er) anstreben.
Jene Tatsachen verdeutlichen einmal mehr, dass die Gender-Theoretikerin Butler sich gewaltig irrt, wenn sie von "Zwangsheterosexualität" spricht und vor jenem Hintergrund anderweitige Lebensformen politisch als gesellschaftsfähig durchsetzen möchte.
Zur nochmaligen Verdeutlichung: Butler ist eine äußerst kranke Frau, die die Realität nicht sehen möchte und sich stattdessen abstrusen Gedanken hingibt! Vor jenem Hintergrund kann ich lediglich vor Butler und ihren Pamphleten dringend warnen!
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1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Genderbuch, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Vielen Dank für das Buch. Es ist leicht zu lesen und sehr informativ. Es greift die Genderdiskussion auf und ist sehr aktuell. Insbesondere geht es um die Genderdiskussion in Bezug auf Frauen. Der Versandt erfolgte unmittelbar nach der Bestellung und verlief reibungslos.
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Das Unbehagen der Geschlechter
Das Unbehagen der Geschlechter von Judith Butler (Taschenbuch - 29. Oktober 1991)
EUR 13,00
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