Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


43 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!
Judith Butler geht in ihrem Buch "Das Unbehagen der Geschlechter" ausgehend von der Annahme, daß die Geschlechtsidentiät (gender) eine kulturelle Interpretation des Geschlechts (sex) oder die Geschlechtsidentiät eine kulturelle Konstruktion ist, u.a. der Frage nach dem Modus, des Mechanismus dieser Konstruktion innerhalb der gegenwärtigen...
Am 21. August 1999 veröffentlicht

versus
121 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perlen unter Kehricht
„Gender Trouble" ist eines der stilistisch schlechtesten Bücher, die ich kenne. Nie habe ich in einer ernstzunehmenden Publikation ein solches Wirrwarr von Schachtelsätzen und fehlgebrauchten Termini gefunden. Eine Qual ist es selbst für den konzentrierten Leser, sich durch die extrem kleinteilige Argumentation zu wühlen. Anmerkungen...
Am 25. Januar 2001 veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

121 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perlen unter Kehricht, 25. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
„Gender Trouble" ist eines der stilistisch schlechtesten Bücher, die ich kenne. Nie habe ich in einer ernstzunehmenden Publikation ein solches Wirrwarr von Schachtelsätzen und fehlgebrauchten Termini gefunden. Eine Qual ist es selbst für den konzentrierten Leser, sich durch die extrem kleinteilige Argumentation zu wühlen. Anmerkungen allgemeinphilosophischer Natur sind von einer Kritik des zweiten Nebensatzes in der siebten Fußnote eines unveröffentlichten Aufsatzes Lacans nur wenige Zeilen entfernt. Butlers Auswahl der kritisierten Autoren beschränkt sich dabei zwar auf eine überschaubar kleine Menge - diese allerdings werden in kaum nachzuvollziehender punktueller Exaktheit besprochen. Ficht sie hier möglicherweise Privatfehden aus? Der rote Faden des Buches jedenfalls wird allzuoft verschüttet. Zu allem Überfluß ist das Buch mit anscheinend nur halb verstandenem Vokabular der Philosophiegeschichte durchsetzt, durchaus unnötig in den meisten Fällen, weil die Alltagssprache nicht weniger präzise wäre. Kurz: Der Leser gerät von einem Ärgernis ins nächste und verliert schlicht den Überblick. Und das ist schade. Butler hat ein Grundlagenwerk des Feminismus und der Geschlechterstudien geschaffen. Oft undogmatisch und weltoffen werden die Kategorien des sexus in all ihren Ausprägungen dargestellt, kritisiert, ihrer ontologischen Verhüllungen entkleidet. Übrig bleibt ein faszinierendes Modell von der Konstruiertheit der Geschlechterbeziehungen, von Weiblichkeit und Männlichkeit. Meine Leseempfehlung: Man überspringe die kleinteiligen Auseinandersetzungen. Man ignoriere viele Fremdwörter bzw. fasse sie in ihrer einfachsten Bedeutung. Überblättern schadet wenig. Hat man aber, vor allem in den ersten 80 Seiten, Butlers eigene neue Gedanken gefunden, so markiere man sie dick und präge sie sich ein - ohne diese wird sich nie wieder eine Debatte über Geschlechterverhältnisse führen lassen. Für den Stil: 1 Stern. Für den Inhalt: 5. Macht, nach langem Zögern, 3 insgesamt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert!, 21. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Judith Butler geht in ihrem Buch "Das Unbehagen der Geschlechter" ausgehend von der Annahme, daß die Geschlechtsidentiät (gender) eine kulturelle Interpretation des Geschlechts (sex) oder die Geschlechtsidentiät eine kulturelle Konstruktion ist, u.a. der Frage nach dem Modus, des Mechanismus dieser Konstruktion innerhalb der gegenwärtigen Debatte nach. Zunächst stellt sie zwei Ansichten gegenüber. Wenn die Konstruktion als ein unumstößliches kulturelles Gesetz gilt, dann ist gender dadurch genauso determiniert wie durch die frühere Auffassung, daß die Biologie das Schicksal sei. Simone de Beauvoir aber skizziert gender als eine Konstruktion, was einen Konstruktionsträger impliziert, der gender irgendwie an- oder übernommen hat und im Prinzip auch ein anderes gender annehmen könnte. Die Kontroverse über die Bedeutung scheint für Butler auf dem alten philosophischen Gegensatz zwischen Determinismus und freiem Willen zu basieren. Die Diskussion ist durch dieses Denken bestimmt und begrenzt. Butler geht verschiedene Wege Geschlecht zu denken und kommt dadurch an die Grenzen, das zu tun. Das Buch ist deshalb epistemologisch interessant und zu empfehlen, auch wenn das Ziel alles Denkens politische Veränderungen sind. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Manifest des Gender Mainstreaming, 17. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Ausgehend von Nietzsches „Willen zur Macht“ als ontologischer Konstitutive, fordert Butler, die „grundlegenden Kategorien des Geschlechts […] als Effekte einer spezifischen Machtformation zu enthüllen“ (S.9) und die „heterosexuelle Matrix“ durch das Aufdecken der „definierenden Institutionen: den Phallogozentrismus und die Zwangsheterosexualität“ zu „stören und ihre subversive Resignifizierung und Vervielfältigung jenseits des binären Rahmens hervorzurufen.“ (S.12)

Ihr geht es um eine „politische Annäherung von Feminismus, schwulen und lesbischen Perspektiven“ (S. 12) um „alternative Geschlechter-Welten zu imaginieren“ und politisch zu realisieren. Um diesen Weg zu beschreiten, stellt Butler die „Lebensfähigkeit des ‚Subjekts‘ als höchsten Kandidaten der Repräsentation oder gar der Befreiung in Frage“ (S. 16) und verweist auf Michel Foucault, der ausführt, „daß die juridischen Machtregime die Subjekte, die sie schließlich repräsentieren, zuerst auch produzieren.“ (S. 16)

Somit besitzt das Individuum nach Butler keine unverbrüchliche Würde, denn die „verbreitete Annahme, daß das ‚Subjekt vor dem Gesetz‘ eine ontologische Integrität besitze, kann als zeitgenössische Spur von der Hypothese vom ‚Naturzustand‘ verstanden werden […], die für die Rechtsstrukturen des klassischen Liberalismus konstitutiv war.“ (S. 18)

Mann und Frau sind vor diesem Hintergrund für Butler „medizinische[…] Fiktionen, die zur Kennzeichnung eines eindeutigen Geschlechts entworfen wurden“ (S. 11) und besitzen entsprechend keine „ontologische Integrität“, das heißt keinen Anspruch darauf, ein Naturzustand zu sein.

In diesem Sinne ist Geschlechtlichkeit für Butler keine konkrete, identitätsdefinierende körperliche Erfahrung, „sondern eine performativ inszenierte Bedeutung“ (S. 61), die als „fundierende[…] Illusion der Identität“ (S. 62) auftritt. Diese Neudefinition der Geschlechtsidentität als „performativ“, als frei wählbar, hat für den Anhänger des Gender Mainstreaming die Leugnung der eigenen Körperlichkeit zur Folge: „Als Wittig bei einer Lesung im Vassar College gefragt wurde, ob sie eine Vagina hätte, antwortete sie mit Nein.“ (S. 226)

Um die „Zwangsheterosexualität“ der Gesellschaft aufzubrechen, fordert Butler, eine „Geschlechter-Verwirrung anzustiften“ (S. 61) und „die naturalisierten Erzählungen der Zwangsheterosexualität ihrer zentralen Protagonisten: ‚Mann‘ und ‚Frau‘ zu berauben.“ (S.215)

Fazit

Gerade junge Familien mit kleinen Kindern werden in Deutschland und Westeuropa zunehmend sozial und wirtschaftlich ausgegrenzt. Offiziell heißt es hierzu, das klassische Ehe- und Familienideal wäre überholt und müsse aufgebrochen werden, da alternative Lebensmodelle gefördert werden müssten.

Über die Ursachen sollten wir uns nicht wundern. Gender Mainstreaming ist seit Jahren Leitprinzip deutscher und europäischer Politik und als politische Strategie längst in Kindergärten und Schulen installiert. Ein Blick auf Buchtitel wie „Gender Mainstreaming im Kindergarten“ von Tanja Dräger zeigt, dass die politischen Forderungen Butlers danach, eine „Geschlechter-Verwirrung anzustiften“ (S. 61) und die Familie als natürliche Keimzelle der Gesellschaft zu zerstören, seit Jahren integraler Bestandteil der Erzieherausbildung sind und von jungen Pädagogen unreflektiert in die Praxis übernommen werden.

Bei aller Achtung gegenüber Homosexuellen, Toleranz ist keine Einbahnstraße. Gerade junge Familien mit Kindern brauchen den Sonderstatus den sie bis in die 1990 Jahre hinein hatten, sprich besondere staatliche und gesellschaftliche Anerkennung für Ihre Leistung. Wird ihnen dies genommen, zerbricht die Gesellschaft an der Wurzel. Denn Toleranz bedeutet auch anzuerkennen, dass nicht jede Lebensform gleich ist, sondern die produktive Gemeinschaft aus Mann und Frau etwas Besonderes vollbringt, nämlich dass sie der Gesellschaft eine Zukunft schenkt, indem in ihr Kinder gezeugt werden und aufwachsen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Judith forever, 14. Juni 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Judith Butler ist mit großer Sicherheit der klügste heute lebende Mensch, und das Unbehagen der Geschlechter so etwas wie die Bibel von heute. Ich bin schockiert, wie hier rezensiert wird: ein leichtes, gut verständliches Buch ist es mit Sicherheit nicht, die verschachtelten Sätze mit lauter Begriffen, die anders als üblich, aber nicht falsch, verwendet werden, sind nichts fürs Lesen in der U-Bahn oder am Strand. Allerdings kann das, was in diesem Buch kreiert wird, gar nicht mit einer weniger anspruchsvollen Sprache entstehen. Form und Inhalt bedingen einander und bilden somit eine Einheit. Jede Übersetzung in eine leicht verständlichere Sprache kann nur den Sinn entstellen. Manche Dinge, die kompliziert sind, lassen sich eben nur mit gleichwertiger Sprachgewalt abbilden. Das Buch ist das wahrhaftigste überhaupt, das noch aktuell stark wirkt. Es hat bei mir persönlich nachhaltig einen vollständigen Bewusstseinswandel ausgelöst. Und noch eins: ich bin weder Frau noch schwul, sondern ein "normaler" Mann. Auch und gerade wir "normalen" Männer müssen sich gegen jene Machtstrukturen wehren, die sich an den - in einer bestimmten Weise durch Sprache kreierten - Körpern festklammern. Das dafür notwendige Handwerkszeug kann man sich bei Judit Butler anlesen. Mit diesem Buch hat Judith Butler die Krone des klügsten lebenden Menschen von Michel Foucault kurz nach dessen Tod übernommen! Viel Spaß beim Wachsen mit dieser Bibel!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Genderbuch, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen der Geschlechter (Taschenbuch)
Vielen Dank für das Buch. Es ist leicht zu lesen und sehr informativ. Es greift die Genderdiskussion auf und ist sehr aktuell. Insbesondere geht es um die Genderdiskussion in Bezug auf Frauen. Der Versandt erfolgte unmittelbar nach der Bestellung und verlief reibungslos.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Unbehagen der Geschlechter
Das Unbehagen der Geschlechter von Judith Butler (Taschenbuch - 29. Oktober 1991)
EUR 13,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen