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5.0 von 5 Sternen Die bisher beste soziologische Gegenwartsdiagnose
Soziologische Arbeiten zu gegenwärtigen Gesellschaftskulturen haben zur Zeit Hochkonjunktur und die Zahl der Bindestrichgesellschaftsbegriffe ist in den 90er Jahren explosionsartig angestiegen. Die Bandbreite reicht von der Arbeitsgesellschaft über die Erlebnisgesellschaft und Leistungsgesellschaft bis zur Zivilgesellschaft. Ulrich Beck hat sich mit seinem 1986...
Am 24. November 2000 veröffentlicht

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Risiko als gesamtgesellschaftliches Phänomen
Die 'Risikogesellschaft' von Beck ist mitlerweile ein Klassiker der soziologischen Literatur, an dem niemand vorbei kommt, der sich mit dem Thema Risiko auseinandersetzt. Als Hauptthese wird behauptet, daß die Klassengesellschaft in der (Post-)Moderne durch eine Risikogesellschaft abgelöst worden ist, in der nicht länger die Ungleichheit der materiellen...
Am 12. Juli 1999 veröffentlicht


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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bisher beste soziologische Gegenwartsdiagnose, 24. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Soziologische Arbeiten zu gegenwärtigen Gesellschaftskulturen haben zur Zeit Hochkonjunktur und die Zahl der Bindestrichgesellschaftsbegriffe ist in den 90er Jahren explosionsartig angestiegen. Die Bandbreite reicht von der Arbeitsgesellschaft über die Erlebnisgesellschaft und Leistungsgesellschaft bis zur Zivilgesellschaft. Ulrich Beck hat sich mit seinem 1986 erschienen Buch „Die Risikogesellschaft" schon sehr zeitig in diese Reihe eingereiht, seiner Konzeption der modernen Gesellschaft des späten zwanzigsten Jahrhunderts aber die meiner Meinung nach umfassenste und schlüssigste theoretische Grundlage unterbaut. So behauptet er einen radikalen Kontinuitätsbruch in der Entwicklung der Moderne, welcher die Trennung von Erster und Zweiter Moderne rechtfertigt. Waren es in der Ersten Moderne die Traditionen und die Strukturen einer vorindustriellen und vormodernen Gesellschaft, die im Zuge der Industrialisierung und Modernisierung aufgebrochen wurden, so geraten nun die Traditionen und Strukturen der Moderne selbst unter den Druck des sozialen Wandels. Beck kennzeichnet diesen Prozeß mit dem Begriff „Reflexive Modernisierung". Diesen sozialen Wandel weißt Beck nun in allen wichtigen gesellschaftlichen Teilbereichen und in der Veränderung ihrer Beziehungen untereinander nach. Als Schlagwort bekannt geworden, ist der Begriff der Individualisierung, der nichts anderes meint, als daß der Mensch in der Zweiten Moderne aus den Traditionen und Strukturen der Ersten Moderne, der industriegesellschaftlichen Moderne entlassen wird und damit ein hohes Maß an Sicherheit und Orientierung verliert. Dieser Prozeß wird nun von Beck aber in den Zusammenhang von vermehrter Produktion von Umweltrisiken und -bedrohungen, Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes und des Arbeitsverhältnisses allgemein und der Politik gestellt, der die Radikalität des Wandels, der uns heute noch tagtäglich umweht deutlich macht. So enthält dieses Buch fruchtbare Ansätze für viele andere Bereiche der Soziologie, wie Wirtschafts- und Industriesoziologie, Soziologie persönlicher Beziehungen, Erziehungssoziologie, Kultursoziologie u. a. m. Das Buch ist nicht perfekt, der weitgespannte Rahmen läßt natürlich eine gewisse Tiefe vermissen, was dem allerdings Autor nicht negativ anzurechnen ist. Es ist vielmehr auch die Stärke des Buches, daß andere Autoren, die einige Lücke ausfüllen oder die Analysen tiefer vorantreiben, in dieses umfassende Konzept der Risikogesellschaft eingeordnet werden können und damit läßt sich dann auch ein wenig Orientierung bringen in die Flut von Gesellschaftsbegriffen. Fazit: Das Buch läßt begriffliche Schärfe, exakte empirische Überprüfung von Hypothesen, vermissen, ist ein wenig unstrukturiert und nicht frei von Wiederholungen. Und ich glaube, Ulrich Beck hat es auch nicht geschrieben, um den Methodikern in den Sozialwissenschaften eine Freude zu machen. Sein Werk bringt eine sensible Zeitdiagnose, die heute, fünfzehn Jahre später nicht obsolet ist, es wagt Prognosen, die heute als zutreffend angesehen werden können, und es vermittelt ein grundlegendes Verständnis von der Zeit, in der wir alle leben.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Risiko als gesamtgesellschaftliches Phänomen, 12. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Die 'Risikogesellschaft' von Beck ist mitlerweile ein Klassiker der soziologischen Literatur, an dem niemand vorbei kommt, der sich mit dem Thema Risiko auseinandersetzt. Als Hauptthese wird behauptet, daß die Klassengesellschaft in der (Post-)Moderne durch eine Risikogesellschaft abgelöst worden ist, in der nicht länger die Ungleichheit der materiellen Verteilung sondern der Risiken soziale Gruppen voneinander trennt. Ebenso wird auf die neuen Qualitäten moderner industrieller und technologischer Risiken eingegangen, die sich vor allem durch ihre Diffusheit und Globalität auszeichnen. Mir persönlich hat das Buch stilistisch recht gut gefallen, weil es auf unorthodoxe Weise und verständlich eine neue Sicht der Dinge vermittelt (auch wenn es Mitte der 80'er Jahre geschrieben wurde). Schließlich ist mit diesem Buch die aktuell immer noch brodelnde Diskussion um das Konzept der 'Postmoderne' in der Soziologie mit ausgelöst worden. Trotzdem ist natürlich an Beck's Vorgehen viel Kritik möglich: sein theoretischer Ansatz ist weder empirisch untermauert, noch ist die Theorie wirklich konsistent. Fazit: Wer sich soziologisch und sozialwissenschaftlich mit den Themen 'Risiko'und 'Postmoderne' auseinandersetzt kommt an diesem Buch nicht vorbei! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitdiagnostik - ein Risiko, 21. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Als sich am 26.4.1986 der bisher schwerste Unfall in der friedlichen Nutzung der Kernenergie ereignete, hatte Ulrich Beck die Arbeit an seiner Monographie 'Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine ander Moderne' weitestgehend abgeschlossen, so dass er diese Katastrophe nur in einer vorangestellten Notiz bedenken konnte. Dies mag mann/frau eigentlich kaum glauben, denn seiner dort gemachten Feststellung, das Buch würde jetzt "wie eine platte Beschreibung der Gegenwart" wirken, trifft die Sache im Kern. Allein schon deshalb, in seiner Form als Zeitdokument, wäre 'Risikogesellschaft' lesenswert. Aber auch unabhängig davon entwickelt das ursprünglich mehr als Vision bzw. Projektion gedachte Buch, eine unglaublich zeitdiagnostische Fähigkeit, die ob der aufgezeigten möglichen negativen wie auch positiven Entwicklungstendenzen unserer Gesellschaft bis heute dem/r Leser/in die Augen öffnen kann. Vor allem seine These von der Individualisierung hat hier nichts von ihrer Bedeutung verloren. Summa summarum bleibt zu sagen, dass Ulrich Beck der mit hohem Risiko verbunden Versuch einer Gegenwartsdiagnose, wirklich geglückt und deshalb zu Recht 'Risikogesellschaft' ein so viel zitiertes und (hoffentlich auch) gelesenes Buch ist. Einziger Wehmutstropfen bleibt allein Becks Hang zur ständigen Wiederholung und unstrukturierten Darstellung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Risikogesellschaft. Ulrich Beck, 16. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Der Begriff "Risikogesellschaft" trifft glaube ich am besten die gesellschaftliche Entwicklung seit den 70ziger Jahren. Arbeitslosigkeit, soziale Unsicherheit und die sich ständig verändernden Anforderungen an die Mitglieder unserer Gesellschaft, wie hohe Bildung, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, schaffen Probleme, denen immer mehr Menschen nicht mehr gewachsen sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Seltsam, dass sich in einer so schnelllebigen Zeit immer noch Klassiker finden lassen. Eigentlich ein Widerspruch in sich? Vielleicht liegt es einfach daran, dass sich an der Oberfläche alles ständig zu wandeln scheint, die untergründigen Wirkprinzipien aber doch viel dauerhafter sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Weg in eine risikobehaftete Moderne, 17. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Ulrich Beck 1986 erschienenes Buch »Die Risikogesellschaft« ist der Versuch, die gesellschafltiche Wandlungen am Ende des 20. Jahrhudnerts zu interpretieren. Beck sieht die Gesellschaft in der (Post-)Moderne im Übergang begriffen von einer Klassengesellschaft hin zu einer Risikogesellschaft.

Beck sieht das Risiko dabei als gesamtgesellschaftliches Phänomen und nimmt eine neue Bewertung der Risiken in dem Buch vor. In der Gesellschaft trennt für ihn nicht länger die Ungleichheit der materiellen Verteilung, sondern die Risiken soziale Gruppen voneinander. Die neuen Qualitäten moderner industrieller und technologischer Risiken, zeichnen sich vor allem durch ihre Diffusheit und Globalität aus.

»Die Risikogesellschaft« von Ulrich Beck ist mitlerweile ein Klassiker der soziologischen Literatur. Das Buch war bereits längst erschienen, lange bevor alle die darin genannten Risiken und Probleme unter dem Begriff der »Globalisierung« im Alltag Einzug hielten. Becks »Risikogesellschaft« ist nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kommunismus dann quasi in einer globalisierten Gesellschaft aufgegangen.

Das Buch - ein Klassiker der Soziologie - begleitet gleichsam die post-industrielle Gesellschaft in eine andere risikobehaftete Moderne, in der keine Gewissheiten mehr vorherrschen und nichts mehr sicher ist.
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3.0 von 5 Sternen Der Klassiker der 80-er, für unsere kurzatmige Zeit noch lesbar?, 1. Dezember 2008
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Ulrich Beck war in den 80-er Jahren der Shooting Star nicht nur der Soziologie, sondern auch der Medien. Dieses Buch war dann in der breiten Öffentlichkeit der Durchbruch gewesen. Hier parliert der Franke über die Moderne und die heutigen, schwer fassbaren Risiken, die alle auch wieder gleich machen und in die gleiche "Risikogesellschaft" zurückzwingen. Formulierungen und rasche Wahrnehmung aktueller Strömungen, auch das ist Becks Stärke. In der Mitte der 80er gab es ja nicht nur Tschernobyl, sondern auch der Rüstungswahn und Umweltskandale wie ein chemieroter Rhein, die Versauerung der Wälder etc. So wurde die (ganz leicht) links und grün angehauchte Botschaft Becks als brauchbare Deutung begierig aufgegriffen.

Ihn damals lesen? Ohne Frage.
"Muss" man ihn heute lesen? "Muss": nein.
Vieles ist bereits Zitierware geworden, einiges von anderen besser beschrieben, einiges womöglich bereits überholt. Sein kürzerer Artikel mit ähnlichen Thesen ist in den Rezensionen bereits erwähnt worden (der ist aber nicht ganz so leicht erhältlich, nebenbei). Doch wer sich die Zeit für ein sozialwissenschaftlich-lesbares Buch über unsere Gesellschaft und ihren Kitt nehmen möchte und kann, mag sich hierin vertiefen, und sei es wegen der Sprachmächtigkeit Ulrich Becks.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zustandsbericht des Jahres 2009/ 2010, 14. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Der Soziologe Ulrich Beck stellt nicht nur das Charakteristikum der Ausbildungsmodifizierung in seiner Publikation Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne deutlich heraus, diese liest sich eher wie ein Zustandsbericht des Jahres 2009/ 2010. Auch wenn Ulrich Beck in seiner Publikation noch nicht von der Brasilianisierung als solcher spricht, weisen seine Ausführungen konkret in diese Richtung. Seine Beobachtungen beziehen sich vornehmlich auf die Veränderungen am Arbeitsmarkt und den allgemeinen Gesellschaftswandel, der durch eine zunehmende soziale Ungleichheit charakterisiert ist. Beide Bereiche, also Arbeit und Gesellschaft, stehen für ihn in einer wechselseitigen Beziehung, weil das menschliche Leben sich durch Arbeit und Familie äußert und Entwicklungen der Arbeitswelt auch die Grundfesten des Lebens an sich betreffen. Schon vor zwanzig Jahren stellt Beck fest, dass die Moderne, so bezeichnet er seine damalige Gegenwart, durch plurale Unterbeschäftigung gekennzeichnet ist, die den Arbeitsmarkt zweiteilt. Greift man noch einmal den Gedanken auf, dass sich Veränderungen der Arbeit auch auf die Gesellschaft auswirken, so führt ein geteilter Arbeitsmarkt zwangsläufig auch zu einer geteilten Gesellschaft. Das Vollbeschäftigungssystem gilt heute nicht mehr.
Aus dem von Beck beschriebenen signifikanten Wandel des gesamten Arbeitmarktes trat die Problemstellung der Brasilianisierung nun deutlich hervor. [...]
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Text - wenig Inhalt, 6. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Das im Jahr des Tschernobyl-Unfalls erschienene Buch traf den Nerv der Zeit, und seitdem ist das Wort „Risikogesellschaft" in aller Munde. Insbesondere der Student der Soziologie und der gesellschaftspolitisch interessierte Laie wird an diesem wohl wirkmächtigsten Buch eines deutschen Soziologen der 80er Jahre nicht vorbeikommen. Doch wer ein wissenschaftliches Werk mit bahnbrechenden Erkenntnissen erwartet, wird enttäuscht. Sowohl ein Anmerkungsapparat als auch ein Nachweis der angeführten Daten fehlt. Das Literaturverzeichnis hilft dem wißbegierigen Leser allerdings gut weiter. Auch eine logisch stringente Argumentation ist nicht zu erkennen. Es handelt sich vielmehr um eine Ansammlung von Thesen, die durch zahlreiche Beobachtungen, Feststellungen und Umschreibungen erläutert werden. Dabei kommt es jedoch zu zahlreichen Wiederholungen, die den Leser ermüden und eigentlich nicht nötig gewesen wären. Es reicht im Grunde, die ersten Abschnitte der jeweiligen Kapitel zu lesen, wo die zentralen Thesen knapp präsentiert werden. Man vermißt ebenso begriffliche Schärfe; was Individualisierung eigentlich ist, erfährt der Leser nicht durch eine klare Definition, sondern nur aus seitenlangen umständlichen Umschreibungen. Die vorgetragenen Thesen sind allerdings so neu nicht. Besonders das Individualisierungstheorem ist bereits Anfang des Jahrhunderts von den soziologischen Klassikern aufgegriffen worden; auch die Ausführungen zu Umweltrisiken, Arbeitslosigkeit und Armut werden vor allem den Leser am Ende der 90er Jahre nicht mehr vom Hocker reißen. Es ist auch fraglich, ob der plakative Titel zu Recht gewählt ist und in wie weit die Risikogesellschaft tatsächlich zu einer anderen Moderne wird. Nichtsdestotrotz ist es das Verdienst Becks, neuere gesellschaftliche Entwicklungen aufzuzeigen und auf Probleme aufmerksam zu machen, und zwar in einer nicht wissenschaftlich verstaubten Sprache, die die genannten Inhalte auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht.
Fazit: Man muß nicht das ganze Buch lesen, um zu wissen, was drin steht. Dreizehn Jahre nach seinem Erscheinen ist manches überholt oder längst Allgemeingut. Dennoch sollte es in keinem gut sortierten Bücherregal fehlen, denn für ein markantes Zitat ist Beck immer gut. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2.0 von 5 Sternen Nur die Einleitung ist gut geschrieben, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne (Taschenbuch)
Zunächst einmal: Das Buch musste für die Uni sein. Es wurde uns angekündigt als das Buch, das in der Soziologie am Kurzweiligsten geschrieben ist. Nun, das mag sein, aber nach der Einleitung wird es trotzdem allein vom Textfluss her unerträglich.

Beim Inhalt muss man allerdings schon sagen, dass Beck viele Dinge anspricht, die nicht nur eine gute Diskussionsgrundlage liefern, sondern auch einfach in der Gesellschaft genau so erkennbar sind, wie er das sagt. Das Problem ist nur, dass er das, was er über zwei und mehr Seiten ausführt, in einen einzigen Satz schreiben könnte, und sich zusätzlich noch ständig wiederholt. Wenn der Autor nur besser schreiben würde, könnte es vom Inhalt her ein wirklich gutes Buch sein, aber so? So bin ich froh, dass es das einzige Buch ist, dass ich im Studium von Anfang bis Ende durchlesen musste, statt nur die wichtigen Teile rauszusuchen.
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Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne
Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne von Ulrich Beck (Taschenbuch - 23. September 1986)
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