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5.0 von 5 Sternen Soziologischer Klassiker - Psychiatrie- und Gefängnisinsassen
Das Werk von Erving Goffman ist 1961 erschienen und gilt heute als soziologischer Klassiker. Das Buch behandelt das soziale Milieu und die soziale Situation von Insassen totaler Institutionen. Totale Institutionen sind gemäss Goffman institutionell-formale Organisationen, an denen ALLE alltäglichen Angelegenheiten des Lebens, die normalerweise getrennt ablaufen,...
Vor 22 Monaten von Tamash veröffentlicht

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lektüre
Durch mein Studium wurdde ich auf das Buch aufmerksam. Die Sprache, Sichtweisen und Schlüsse sind bereits mehr als 30 Jahre alt aber noch aktuell.
Vor 19 Monaten von Rudolf veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soziologischer Klassiker - Psychiatrie- und Gefängnisinsassen, 21. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (Taschenbuch)
Das Werk von Erving Goffman ist 1961 erschienen und gilt heute als soziologischer Klassiker. Das Buch behandelt das soziale Milieu und die soziale Situation von Insassen totaler Institutionen. Totale Institutionen sind gemäss Goffman institutionell-formale Organisationen, an denen ALLE alltäglichen Angelegenheiten des Lebens, die normalerweise getrennt ablaufen, an einem Ort unter einer Autorität stattfinden. Zum Beispiel ist eine Psychiatrie eine totale Institution, aber auch ein Gefängnis oder ein Altersheim, ein Kloster, etc. Entscheidend ist, dass die Dinge des alltäglichen Lebens wie Schlafen, Essen, Freizeit, Arbeiten, etc. unter einem Dach, respektive unter einer Autorität organisiert und geregelt, und in einen grösseren rationalen Plan eingewickelt, sind, der angeblich dazu dienen soll, das Ziel der totalen Institution zu erreichen.

Ein Insasse, der in eine totale Institution kommt, verliert sein altes Leben, seine alten Freunde, Familie usw. Er bricht mit dem alten Selbst, seine alte Identität geht verloren, weil das übliche soziale Umfeld, welches dem Individuum seine Identität garantierte, in der totalen Institution nicht mehr da ist. Auf jeden Fall wird das Individuum aus seinem alten Umfeld gerissen und an einen Ort geschickt, an dem teilweise hunderte Leidensgenossen mit ihm sein Leben verbringen werden. Es versteht sich von selbst, dass der Eintritt in eine totale Institution meistens mit einem hohen psychischen Stress verbunden ist.

Das Individuum versucht sich so gut es geht anzupassen, es versucht von den Privilegien, die der Stab ihm gewährt, zu profitieren. Trotzdem reicht dieser primäre von der totalen Institution anerkannte Anpassungsmechanismus meistens nicht aus. In totalen Institutionen kommt es zur Herausbildung von sekundären Anpassungsmechanismen. Damit meint Goffman das "Unterleben" einer Institution, also inoffizielle, meint auch verbotene Tätigkeiten, die dem Insassen dazu dienen das Leben zumindest ein Stück weit angenehmer zu gestalten. Zumeist werden diese Anpassungsmechanismen von dem Stab toleriert, weil sie integrativ wirken, insofern, als dass sie den Insassen am Anstaltsleben teilnehmen lassen. Sekundäre Anpassungsmechanismen sind beispielsweise, das Arbeiten in der Küche, um Lebensmittel für sich und seine Freunde abzuzweigen, das Glückspiel betreiben, um an Geld zu kommen, kleinere Arbeiten für das Personal erledigen, um dadurch in den Genuss von inoffiziellen Privilegien zu kommen, etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig...

Erving Goffman hat für sein Buch mehrerer kleinere Studien in Maryland (USA) durchgeführt und seine Studie zum Unterleben der totalen Institution basiert auf einer grossen Beobachtungs-Studie in einer psychiatrischen Anstalt in der Nähe von Washington D.C. (USA)im Jahre 1955/56. Erving Goffman hat mit seinem Werk diverse teilweise heftig und emotionale Gesprächsrunden eröffnet, die bis heute anhalten, denn wie viele psychisch Kranke Menschen es in einer Gesellschaft gibt, oder aber auch, wie viele Kriminelle, zeigt der Gesellschaft den Spiegel vor: Der Kranke und Kriminelle ist das Spiegelbild des "gesunden" und ehrlichen Mittelschicht-Bürgers.

Das Buch hat heute noch Gültigkeit und es ist erstaunlich, mit welcher Schärfe Ervin Goffman die Patienten und Insassen beobachtete und beschrieb. Auch heute noch, ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen für Soziologen, Mediziner/Psychiater, Historiker oder Psychologen, ja das Buch gehört zum wissenschaftlichen Fundus dieser Disziplinen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkt empfehlenswert!, 28. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (Taschenbuch)
Oftmals wirken soziologisch relevante Bücher sehr theorielastig, trocken und abstrakt. Genau das ist es aber bei Goffmans "Asyle" nicht!

In dem Buch sind 4 eigenständige Aufsätze als vier Kapitel gegliedert. Im ersten Kapitel charakterisiert Goffman totale Institutionen und stellt deren besonderen Merkmale heraus. Im zweiten Kapitel geht er auf die "moralische Karriere des Geisteskranken" unter besonderer Beachtung der klinischen Phase ein. Nachfolgend beleuchtet er das "Unterleben in einer totalen Institution". Unter "Unterleben" versteht er (kurz skizziert) Strategien der Insassen, geltende Regeln zu umgehen, um sich Vorteile materieller Art zu verschaffen oder das Selbst vor Verstümmelungen seitens des Personals ("Stabes") zu bewahren. Im letzten Kapitel geht er auf dieses Personal nocheinmal genauer ein und zeichnet deren Schwierigkeiten sehr eindringlich nach.

Dieses Buch ist verständlich, ja sogar unterhaltsam geschrieben, auch wenn einige Stellen sogar sehr abstoßend (bis zur Übelkeit) wirken. Bei der Lektüre darf nicht vergessen werden, dass das Werk in den 50er Jahren geschrieben wurde, als die Situation in totalen Institutionen weitaus prekärer war. Immer wieder führt Goffman Beispiele und Berichte an, die seine Thesen eindrucksvoll untermauern. Besonders interessant sind seine eigenen Beobachtungen. Goffman hatte von 1955 bis 1956 die Möglichkeit zur Feldarbeit im St. Elizabeths Hospital in Washington.So war es im möglich wesentlich tiefer die Strukturen einer psychiatrischen Klinik zu durchdringen, was der Qualität seines Werkes äußerst zuträglich war.

Dieses Werk ist nicht nur Soziologen, sondern auch allen Menschen zu empfehlen, die sich für zwischenmenschliche Beziehungen in Institutionen interessieren. Uneingeschränkt empfehlenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soziologisch/Historisch empfehlenswert, 17. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (Taschenbuch)
Goffmann beschreibt den alltag in totalen Institutionen, definiert was unter diesen zu verstehen ist und schildert eigene erfahrungen. Sprache ist recht einfach, Text wird immer wieder durch Zitate aus Film und Buch aufgelockert und anschaulich gemacht. habe es für ein seminar erworben, hat mir sehr geholfen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen immer aktuell, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (Taschenbuch)
Bereits bei den ersten Zeilen meint man, das gilt doch genau so für mein Unternehmen. Erstaunlich wie zeitlos Goffmans Beschreibungen sind. Ich kann es nur empfehlen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lektüre, 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (Taschenbuch)
Durch mein Studium wurdde ich auf das Buch aufmerksam. Die Sprache, Sichtweisen und Schlüsse sind bereits mehr als 30 Jahre alt aber noch aktuell.
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