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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Primat der Geschichte in der Entstehung der Geisteskrankheiten, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Psychologie und Geisteskrankheit (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Ein Strukturalist wie Michael Foucault (oder Roland Barthes) glaubt daran, dass der Autor keine wesentliche Rolle spielt, wenn man seine Werke verstehen will. Das Gegenteil belegt seine eigene Biografie und die Biografie des Roland Barthes.
Das kleine Werk über "Psychologie und Geisteskrankheit" hat seinen Autor berühmt gemacht, weil es die Anthroplologie und Kulturgeschichte revolutionierte. Die Deutsche Ausgabe kam 1968 gerade recht, um die Grundsatzdiskussion der 68er in der aufstrebenden Sozialpsychiatrie zu beflügeln. Die geschlossenen Abteilungen wurden vor allem in Deutschland und Italien geöffnet, obwohl sich schon kurz zuvor in den USA unerwünschte Nebenwirkungen zeigten, die das Öffnen der Großkliniken begleiteten. Wie aber war das theoretische Konzept dieses Autors überhaupt zu verstehen?
Erstens: Er befasste sich mit Krankheit und Entwicklung, individueller Geschichte, Krankheit und Existenz. Zweitens: Entstehung der Geisteskrankheit in der Geschichte und Gesamtstruktur des Wahnsinns. Michel Foucault glaubt, dass eine "Reorganisiation" der Persönlichkeit möglich ist (S. 45). Karl Jaspers habe als erster gezeigt, dass Begreifen sich weit über die Grenzen des Normalen erstreckt und dass "intersubjektives Begreifen bis ins Wesen der pathologischen Welt gelangen kann" ( S. 73). Zusammenfassend ist für ihn zwar die Geschichte der Geisteskrankheit, aber weder die Psychologie des Pierre Janet noch die Psychoanalyse Sigmund Freuds ausschlaggebend, um den Wansinn in der Welt zu verstehen (S. 129).
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erklärung für das systemische Entsorgungsprogramm causa Gustl Mollath oder auch 63er nach § 63 StgB., 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Psychologie und Geisteskrankheit (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Leider ist dieses Buch mit so einigen Fachterminologien besetzt und nicht im einfacheren Sprachduktus eines Erich Fromms geschrieben. Wir wollen aber nicht verschweigen welches symbolisches Faustpfund hier einschlägt, wenn man Michel Foucaults vortreffliche Analyse einmal systemübergreifend zu Ende denkt und über dieses Ende hinaus und darüber hinaus denkt. Denn man muss bedenken dass dieses kleine Werk Ende der 60 er Jahre eines anderen Jahrtausends geschrieben wurde.

Seine Gliederung scheint belanglos wenn er die Medizin der Geistesstörung und die der organischen Medizin gezielt separiert.
Dabei wird offensichtlich wie wenig holistisch das ganze Themengebiet ist was im wahren und eigentlichen Sinne ein Minengebiet der pharmazeutischen Industrie ist.

Im weiteren analysiert er vortrefflich ausdifferenziert die psychologischen Dimensionen der Krankheit.
sowie den Sachzusammenhang zwischen der Begrifflichkeit Wahnsinn und Kultur.

Fazit: Wer begreifen möchte warum in diesem Land reihenweihse unangenehme Menschen über die Psychatrie entsorgt werden, dem sei dieses Werk als ideale Anfangsliteratur wärmstens empfohlen. Sicherlich keine Literatur die der heutige Psychologie Dozent seinen Schülern als Literatur empfehlen würde.
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4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedenkenswertes Buch, 30. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Psychologie und Geisteskrankheit (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Die kritische Auseinandersetzung mit dem, was wir mit Menschen tun, führt irgendwann zu diesen Buch. Wer ankommt wird es nicht bereuen.
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Psychologie und Geisteskrankheit (edition suhrkamp)
Psychologie und Geisteskrankheit (edition suhrkamp) von Michel Foucault (Taschenbuch - 31. Juli 1968)
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