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HALL OF FAMEam 8. August 2003
hier hat adorno sein vorbild schopenhauer an bissigkeit weit übertroffen. es gibt kein genüsslicheres anti-heidegger-pamphlet - es sei denn man ist heidegger-gefolgsmann. über die anspielung "die ärgsten greueltaten der konzentrationslager seien von jüngeren bauernsöhnen verübt worden..." gleitet er zügig über zur bemerkung, der "erkorene butzemann" der landleute sei seit je "die städtische freizügigkeit" (welche doch "dem denken zur emanzipation verhalf"). süffisant zitiert er heidegger'sche lyrik a la "wälder lagern / bäche stürzen / felsen dauern / regen rinnt / fluten warten / brunnen quellen / winde wohnen / segen sinnt..." der schwarzwald-philosoph mit seinem aufsatz "WARUM BLEIBEN WIR IN DER PROVINZ" ist nun wahrlich nicht unschuldig an dieser einsortierbarkeit. mit "edelbanausie" fasst adorno den heidegger zusammen und fügt hinzu: "sakral ist der jargon nicht zuletzt als sprache eines unsichtbaren königsreichs, das einzig im verbissenen wahn der stillen im lande existiert." heideggers methode sei "gesonnen wie der kleine beamte, der überwacht, dass alles so streng in seiner kategorie bleibt wie er selbst in seiner gehaltsklasse." adorno, verschrieben der mobilität des denkens pur, der "negativen dialektik", - er muss sich natürlich nicht nur am JARGON, an der sprachform, sondern schon rein grundsätzlich stoßen an einer philosophie des provinziellen sich-einbunkerns. "unwesen ist abzuschaffen, nicht als wesen des daseins zu beklagen und zu belassen", - bemerkt er grundsätzlich (und dabei seine wirkungs-reichweite wie bei philosophen allzu üblich leicht überschätzend), man dürfe die schlechten zustände nicht noch haltbarer machen, in dem man den mantel der "transzendenz" noch um sie hülle. "wer sich aber verstockt in seinem bloßen sosein, weil ihm alles andere abgeschnitten ward, fetischisiert es dadurch." auf heideggers auslassungen zum thema TOD eingehend, glaubt adorno eine indirekte akzeptanz, kriege zu führen, herauslesen zu können (als rückwirkende hitler-beweihräucherung?): "der eifer für die ewigkeit des todes verlängert die drohung mit ihm; politisch wirbt er für die unvermeidlichkeit der kriege". adornos buch liest sich somit nicht nur als hervorrragende (weil immunisierende) einführung zu HEIDEGGER, sondern auch als essayistisch-philosophisches gesamtkunstwerkchen, das vorführt wie man ausgehend von germanistischer akkuratess zügig bei soziologischen, politologischen einsichten landen kann - vom integrieren in einen passablen philosophie-geschichtlichen gesamtzusammenhang einmal ganz abgesehen. nie habe ich adorno so vergnüglich aufgelegt empfunden wie in diesem meister-stückchen, das zurecht aus der "negativen dialektik" als appetit-häppchen ausgegliedert wurde.
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