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15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlafwandeln kann man woanders
Was den Krumeich nützlich macht ist die Tatsache, dass er bestimmte Quellen anderes interpretiert als es Clark tut. Die Quellen unterscheiden sich ja nicht, die Unterschiede liegen in der Interpretation. Da die Mehrheit zur Zeit kritiklos mit Clark schlafwandelt, ist es gut, auch eine andere Meinung zu hören.

Und so abwegig ist die Meinung von...
Vor 6 Monaten von Openuser veröffentlicht

versus
60 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft
Krumeich schildert den Weg den Europa im Juli 1914 in den Krieg genommen hat. Dabei beginnt er im ersten Kapitel bereits in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dass die Vorgeschichte behandelt wird ist einerseits richtig, andererseits beginnt er gleich mit einem groben Schnitzer: Er lässt Preußen als Verbündeten Frankreichs und Großbritanniens...
Vor 9 Monaten von Hexenmeister veröffentlicht


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60 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft, 14. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Krumeich schildert den Weg den Europa im Juli 1914 in den Krieg genommen hat. Dabei beginnt er im ersten Kapitel bereits in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dass die Vorgeschichte behandelt wird ist einerseits richtig, andererseits beginnt er gleich mit einem groben Schnitzer: Er lässt Preußen als Verbündeten Frankreichs und Großbritanniens im Krimkrieg auftreten (S. 15) was sachlich schlicht falsch ist, während er die wirklich wichtige Folge des Krimkriegs, die Entfremdung Österreichs von Russland NICHT erwähnt. Ebenso wenig wird der Berliner Kongress thematisiert, der die Grundlage der Entfremdung zwischen Deutschland und Russland war.
Auch fällt auf, dass Krumeich kein Wort über den Burenkrieg verliert, während er die Marokko-Krisen recht ausführlich behandelt. Hier folgt gleich der nächste sachliche Fehler: aus dem Kanonenboot Panther wird ein "kleiner Panzerkreuzer" (S.30).
Auch mit seinen Zitaten geht Krumeich m.E. nach recht wahllos um: An einer Stelle (S.22)zitiert Krumeich aus dem Tagebuch der Baronin Spitzemberg. Folgt man dem Zitat in der vorliegenden Form, so muss man davon ausgehen, dass die Baronin gegen die aggressive Politik des deutschen Reiches war, schlägt man aber das Original auf, so erkennt man, dass die Baronin für eine aggressivere Politik eingetreten ist! Mehr als einmal erklärt Krumeich dass die militärische Führung Deutschlands Frankreich als "quantite negligeable" (so z.B. S.168) einschätze, während doch gleichzeitig der Schlieffenplan davon ausging den STÄRKERN Gegner zuerst zu beseitigen. Schon der russisch- japanische Krieg dürfte diese Einstellung gestärkt haben. So geht es denn munter weiter, der Verlauf des Attentats in Sarajewo (S.60-2) wird zumindest Mißverständlich dargestellt (Vgl. dazu Münkler, der Große Krieg S.28-32) u.s.w....
Auf Grund all dieser großen und kleiner Fehler finde ich dass Buch alles in allem unbefriedigend.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einführung mit offenen Fragen - selekive Auswahl an Dokumenten, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch vermittelt einen guten Überblick über den Stand der Forschung und die historische Entwicklung der Kriegsursachenforschung. Das Thema ist aber zu komplex, um es in der knappen textlichen Darstellung objektiv zu beleuchten. Mich hätte z.B. wirklich interessiert, was es mit dem"gewissen Milan Ciganowitsch" auf sich hat, wird er doch namentlich im Ultimatum von Österreich und der Serbischen Antwort erwähnt. Im Register ist nur der Verweis auf die Quellen greifbar.

Ansonsten ist es wohl die Regel, dass ein Lehrstuhlinhaber in DE das Handeln der Reichsregierung möglichst kritisch sehen muss, aber es z.B. nicht Aufklärungswuerdig findet, warum wichtige französische Quellen noch nicht publiziert bzw. "verschwunden" sind.

Die Auswahl der publizierten Dokumente ist selektiv - kein einziges Russland oder Frankreich belastendes Telegramm wurde gedruckt. Die Dokumentensammlung soll beweisen, das DE den Krieg "gewollt", "verursacht" hat. Die Akten aus dem diplomatischen Schriftverkehr Iswolskis oder dem russischen Orangebuch kreuzen offensichtlich die Beweisführung des Verfassers und fehlen infolgedessen. Wer sich objektiv in die Quellen einarbeiten möchte, dem seien "Die deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch", "Das Russische Orangebuch von 1914 - Ergänzt durch die inzwischen bekannt gewordenen Dokumente" und "Der Diplomatische Schriftverkehr Iswolskis" empfohlen.
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15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlafwandeln kann man woanders, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Was den Krumeich nützlich macht ist die Tatsache, dass er bestimmte Quellen anderes interpretiert als es Clark tut. Die Quellen unterscheiden sich ja nicht, die Unterschiede liegen in der Interpretation. Da die Mehrheit zur Zeit kritiklos mit Clark schlafwandelt, ist es gut, auch eine andere Meinung zu hören.

Und so abwegig ist die Meinung von Krumeich nicht. So sagt Alan Kramer vom Trinitiy College Dublin der Zeitung "Die Zeit" (Ausabe 10.2014), dass nach seiner Meinung Clark das Habsburgerreich und Deutschland zu stark entlastet, die Hauptverantwortung tragen für ihn Wien und Berlin. Und Jörn Leonhard in der gleichen Aussage weist darauf hin, dass Clark den Blankoscheck unterschätzt.
Der britische Historiker John Röhl widersetzt sich Clark in der SZ vom 05.03.2014 deutlich.

So funktioniert Wissenschaft: Auf eine These gibt es Kritik, und auch diese Kritik kann wieder unter Beschuss genommen werden. Clark ist nicht unfehlbar, Krumeich natürlich auch nicht.

Was das Buch von Krumeich auch auszeichnet sind die beigefügten Orginal-Dokumente.

Ansonsten ist das Buch eher durchschnittlich und enthält tatsächlich auch einige Fehler, wie der Vorrezensent schreibt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der unterschätzte Krieg, 4. Dezember 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
*
Der emeritierte Düsseldorfer Historiker Gerd Krumeich ist weltweit einer der anerkannt besten Experten zur Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Krumeich ist auch Mitbegründer und aktuell Vizepräsident des "Historial de la Grande Guerre" in Péronne.

Er widerspricht in seinem Buch dem australischen Geschichtsprofessor Clark, der kürzlich sein Buch "Die Schlafwandler" herausgegeben hatte und meinte, dass alle Parteien dieses furchtbaren Krieges mit der Situation überfordert gewesen wären und praktisch schlafwandlerisch in den Krieg hineingeschlittert wären. Das sei nicht so, erklrät Krumreich und erklärt, dass der Kaiser die Macht Englands unterschätzt hätte. Die Schuld sei auch nicht einfach der panserbischen Bewegung oder irgendwelchen Adeligen in Russland zuzuschieben, Deutschland stand damals im Zentrum der kriegstreibenden Mächte. Allerdings hätte niemand mit diesem Krieg angefangen, wenn man gewusst hätte, dass er 10 Millionen Tote kosten würde.

50 Originaldokumente mit Kommentaren belegen die damaligen Spannungen und zeigen den Verlauf der politischen Einflussnahmen auf:

Ein interessantes geschichtliches Werk!
.
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8 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tendenziöse Geschichtsschreibung aus politischer Motivation, 25. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich hat der Käufer Hexenmeister in seiner Rezension schon alles gesagt.

Dennoch: Ich habe mittlerweile sowohl den Clark als auch den Krumeich gelesen und muss sagen, dass es in meinen Augen mehr als nur ein Ärgernis darstellt, wie selbst 100 Jahre hinter uns liegende Ereignisse heute noch tendenziös und mit Kalkül bewertet werden. "Sine ira et studio" sieht anders aus.

Es reicht schon, sich dieses Interview mit Krummeich anzuhören:[...] - ca. ab Minute 8. Ganz schön emotional gebunden, der Mann. ;)

Lesenswert bleibt das Buch dennoch: Als Zeugnis einer bigotten Geisteshaltung, die doch zumindest zum 200ten Jubiläum Ihr wohlverdientes Ende gefunden haben wird. :)
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Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch
Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch von Gerd Krumeich (Gebundene Ausgabe - 22. November 2013)
EUR 34,90
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