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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlafwandeln kann man woanders
Was den Krumeich nützlich macht ist die Tatsache, dass er bestimmte Quellen anderes interpretiert als es Clark tut. Die Quellen unterscheiden sich ja nicht, die Unterschiede liegen in der Interpretation. Da die Mehrheit zur Zeit kritiklos mit Clark schlafwandelt, ist es gut, auch eine andere Meinung zu hören.

Und so abwegig ist die Meinung von...
Vor 14 Monaten von Openuser veröffentlicht

versus
63 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft
Krumeich schildert den Weg den Europa im Juli 1914 in den Krieg genommen hat. Dabei beginnt er im ersten Kapitel bereits in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dass die Vorgeschichte behandelt wird ist einerseits richtig, andererseits beginnt er gleich mit einem groben Schnitzer: Er lässt Preußen als Verbündeten Frankreichs und Großbritanniens...
Vor 17 Monaten von Hexenmeister veröffentlicht


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63 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft, 14. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Krumeich schildert den Weg den Europa im Juli 1914 in den Krieg genommen hat. Dabei beginnt er im ersten Kapitel bereits in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Dass die Vorgeschichte behandelt wird ist einerseits richtig, andererseits beginnt er gleich mit einem groben Schnitzer: Er lässt Preußen als Verbündeten Frankreichs und Großbritanniens im Krimkrieg auftreten (S. 15) was sachlich schlicht falsch ist, während er die wirklich wichtige Folge des Krimkriegs, die Entfremdung Österreichs von Russland NICHT erwähnt. Ebenso wenig wird der Berliner Kongress thematisiert, der die Grundlage der Entfremdung zwischen Deutschland und Russland war.
Auch fällt auf, dass Krumeich kein Wort über den Burenkrieg verliert, während er die Marokko-Krisen recht ausführlich behandelt. Hier folgt gleich der nächste sachliche Fehler: aus dem Kanonenboot Panther wird ein "kleiner Panzerkreuzer" (S.30).
Auch mit seinen Zitaten geht Krumeich m.E. nach recht wahllos um: An einer Stelle (S.22)zitiert Krumeich aus dem Tagebuch der Baronin Spitzemberg. Folgt man dem Zitat in der vorliegenden Form, so muss man davon ausgehen, dass die Baronin gegen die aggressive Politik des deutschen Reiches war, schlägt man aber das Original auf, so erkennt man, dass die Baronin für eine aggressivere Politik eingetreten ist! Mehr als einmal erklärt Krumeich dass die militärische Führung Deutschlands Frankreich als "quantite negligeable" (so z.B. S.168) einschätze, während doch gleichzeitig der Schlieffenplan davon ausging den STÄRKERN Gegner zuerst zu beseitigen. Schon der russisch- japanische Krieg dürfte diese Einstellung gestärkt haben. So geht es denn munter weiter, der Verlauf des Attentats in Sarajewo (S.60-2) wird zumindest Mißverständlich dargestellt (Vgl. dazu Münkler, der Große Krieg S.28-32) u.s.w....
Auf Grund all dieser großen und kleiner Fehler finde ich dass Buch alles in allem unbefriedigend.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einführung mit offenen Fragen - selekive Auswahl an Dokumenten, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch vermittelt einen guten Überblick über den Stand der Forschung und die historische Entwicklung der Kriegsursachenforschung. Das Thema ist aber zu komplex, um es in der knappen textlichen Darstellung objektiv zu beleuchten. Mich hätte z.B. wirklich interessiert, was es mit dem"gewissen Milan Ciganowitsch" auf sich hat, wird er doch namentlich im Ultimatum von Österreich und der Serbischen Antwort erwähnt. Im Register ist nur der Verweis auf die Quellen greifbar.

Ansonsten ist es wohl die Regel, dass ein Lehrstuhlinhaber in DE das Handeln der Reichsregierung möglichst kritisch sehen muss, aber es z.B. nicht Aufklärungswuerdig findet, warum wichtige französische Quellen noch nicht publiziert bzw. "verschwunden" sind.

Die Auswahl der publizierten Dokumente ist selektiv - kein einziges Russland oder Frankreich belastendes Telegramm wurde gedruckt. Die Dokumentensammlung soll beweisen, das DE den Krieg "gewollt", "verursacht" hat. Die Akten aus dem diplomatischen Schriftverkehr Iswolskis oder dem russischen Orangebuch kreuzen offensichtlich die Beweisführung des Verfassers und fehlen infolgedessen. Wer sich objektiv in die Quellen einarbeiten möchte, dem seien "Die deutschen Dokumente zum Kriegsausbruch", "Das Russische Orangebuch von 1914 - Ergänzt durch die inzwischen bekannt gewordenen Dokumente" und "Der Diplomatische Schriftverkehr Iswolskis" empfohlen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen WK 1 - Wer war`s ? Allein nicht, weil alle irgendwie schon auch, aber Haupt dann schon: ein Anti-Clark und Anti-Fischer, 24. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
"Die Explosion des Juli 1914 gab es, weil das
Deutsche Reich auf den Zünder drückte."

(Gerd Krumeich)

...wenn man so die seinerzeit reihum erteilten Kriegserklärungen chronologisch aufreiht ein nicht von der Hand zu weisender Befund. Die rezensierende Augsteintochter war entzückt. Verglichen mit Clarks konfusem Zettelkastenschmöker, so lobte sie, die schlanke 'Novelle' zu WK 1. Den deutschen 'Hineinschlitter'-Hardcore-Revisionisten ist`s mit der Feststellung, die Mittelmächte trugen "am Ausbruch des Krieges die Hauptverantwortung", pain in the ass. Die wollen hören DIE ANDEREN waren`s, aus und basta. Da helfen auch nicht die Zugeständnisse Krumeichs, die er diesem Geschichtsbildbefürfnis ansonsten mit dem Befund macht, von wegen "fatalistische" '"Einkreisungs- bzw. Zukunftsangst" habe die damaligen deutschen "Entscheidungsträger" beim Zünderdrücken umgetrieben.

Daß die Geschtsrevisionisten sein Buch nicht unbedingt ins Herz schließen ist also nun sicherlich kein Qualitätskriterium. Krumeich bringt es nämlich mit seinem "Zunkunftsangst"-Befund völlig ungerührt fertig, politische, militärische und wirtschaftliche Interessen einer NATION, wegen denen eben auf den Zünder gedrückt wurde, in psychopathologische Überspanntgheiten und Phobien der HerrschaftsFIGUREN zu verwandeln, die mit der SACHE der Nation, deren Funktionsträger diese Figuren sind, "eigentlich" nichts zu tun haben sollen. Zwecke, die konkurrierende Staaten gegeneinander verfolgen und aus denen im "nationalen Interesse" Kriegshändel resultieren, werden in psychologisierende Reiz-Reaktionsmuster abstraktifiziert; die diffuse Angst, mit dem Rücken zur Wand zu stehen, macht ja bekanntlich besonders aggressiv, kann man doch an jedem Pawlowschen Köter studieren. Da rutscht einem dann, glaubt man Historikern wie Krumeich, also schon mal leicht ein Krieg heraus.

Krumeich läßt damit natürlich u.a. das in den imperialistischen Zielsetzungen recht unmissverständliche 'Septemberprogramm' des seinerzeitigen Reichskanzlers Bethmann-Hollweg, das einst Fritz Fischer aus dem archivarischen Schlummer erweckt hatte und in dem von "Angst" nicht viel, umso mehr aber von Weltmachtambition zu lesen war, dezent in der Schublade verschwinden. Mag Fischer in seinem "Griff nach der Weltmacht" an Dokumenten angeschleppt haben was er will und bis zur Ermattung des Lesers über hunderte von Seiten immer das eine, imperialistische Ambition, nachgewiesen haben, das ist dem Krumeich kategorisch schnurz: "Nicht Weltmachtambitionen oder Kalkül imperialer Vorherrschaft waren die Triebkräfte für die Entscheidungen des Juli 1914, sondern eine ausgeprägte Zukunftsangst." Aus der heraus allerdings dann lt. Krumeich deutscherseits eine "äußerst risikobehaftete Politik" betrieben wurde und schließlich auch "hauptverantwortlich" auf den Zünder gedrückt wurde. Zu diesem Akt lässt sich Krumeich also nun keine physikalistischen Meta-Geschichten wie Clark einfallen, der insgesamt die Verantwortungs- = "Schuldfrage" ad acta legen will, Und es fällt Krumeich auch nicht ein, wie ein anderer Fachkollege so zu tun, als habe da jemand eigentlich nur die heutige deutschdiktierte EU aus der Taufe heben wollen, weshalb das große Britannien glatt den falschen Krieg geführt hätte (wollte also etwas verhindern, was, da es HEUTE da ist, DAMALS als unvermeidlich kommend hätte angesehen werden müssen; Entschuldigung für diesen Unfug, aber so 'denken' Historiker). Was seine Befunde jedoch nicht minder abgehoben ausfallen läßt. Neben der Leugnung von handfesten Kriegszielen durch deren Psychopathologisierung spekuliert er, das ist der Lieblingsfehler von Historikern, aus dem ex post auf das ex ante darüber, was gewesen wäre, wenn sie`s denn VORWEG gewusst hätten, die Herrschaften 'Entscheidungsträger', was sie NACH ihrem Ruf zu den Waffen angerührt hatten und totalmobilmachend, unter Aufbietung von allem, was nur Wirtschaft, Wissenschaft und Technik zur Massenabschlachtung und zum Klumphauen hergaben, eskalierten. Da hat der Staatsgeschichtenschreiber warme Sympathie für die Herrschaften: hätten sie DAS gewusst, daß das SO "ausufert", sie hätten`s wohl bleiben lassen. Denn für`s Vaterland mit Krieg vom Leben ins Ableben entsorgen und in Trümmer ballern, was auf dem Weg liegt, das geht noch allemal in Ordnung, aber doch bittschön nicht SO total. Da wären sie dann wohl also schlagartig von ihren sie treibenden "Zunkunfstängsten" kuriert gewesen und hätten wieder VERANTWORTUNGSVOLLE Politik gemacht ? ...Die schelmische Frage, wieso, da es den Herrschaften wohl aufgegangen sein dürfte, dass Vorstellungen vom edlen Totschlag, ganz ritterlich Aug in Aug Mann gegen Mann, sich relativ zeitnah erledigt hatten und die Sache "ausufert", sie es dann nicht bleiben ließen mit den 'Stahlgewittern', denn jetzt wussten sie es ja und konnten es sich anhand der täglich gemeldeten Leichenberge vorstellen, was allein sie da angerührt hatten, darf man da natürlich nicht stellen. Sonst könnte es passieren, dass einem der gelehrte professorale Unsinn, der da behauptet wird, doch glatt als brutaler DENKFEHLER auffällt, der apologetisch fürs illusionäre Bild über das Geschäft dieser Herrschaften, das unter dem Titel der NATIONALEN VERANTWORTUNG gemalt wird, natürlich sehr nützlich ist. 200 Seiten Text, mit denen man relativ schnell durch ist, 100 Seiten Dokumentation. Noch ein Buch im akademischen und außerakademischen Rattenrennen zum Jubiläums-Aufpeppen des nationalen Geschichtsbildes, für das es gewiß auch ein sinnsüchtiges Bedürfnis gibt.

Interessanter als der Text ist die PR-Vorgeschichte. Sie besagt nämlich einiges über die Machart von 'Wissenschaft' hierzulande. Prof. Krumeich, seines Zeichens führender Experte für den ersten Weltkrieg, betrieb zum Erscheinen seines Buches im Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung in Form eines eingestellten "Interviews" zu Clarks Buch ungeniert recht aggressive Sales Promotion in eigener Angelegenheit und teilte sowohl gegen den Aussie-Briten als auch gegen den alten Fritz Fischer fachkollegial-freundliche Tritte unter die Gürtellinie aus.

So ist seine Behauptung, Clark schreibe munter über die diversen Auflagen hinweg seine "Schlafwandler" unausgewiesen um, um seinen Text gegen erhobene Kritik zu immunisieren, ein glatter wissenschaftlicher Platzverweis (Clark blieb dieser Rempler nicht verborgen). Das aber genüsslich in den Ring zu werfen und in Aussicht zu stellen, wenn denn dereinst Zeit sei, werde das vielleicht auch einmal näher belegt, ist ebenfalls nur der roten Karte wert. Fischers (einer ihm von Ritter & Co. wild angetragenen Auseinandersetzung geschuldeten) sachlich falschen Masterplan-Übertreibungen in seinem zweiten Buch (*) gegen sein erstes, den "Griff nach der Weltmacht", auszuspielen und damit die "äußerst risikobehafteten" (nämlich mit dem Willen zum Kriegsrisiko) imperialistischen KriegsZIELE des kaiserlichen Deutschlands insgesamt vom Tisch zu wischen und weiter zu behaupten, Fischer habe sich halt überhaupt so zu zusammengesucht, wie er es für seine VORGÄNGIGE Absicht brauchen konnte ist als Pauschaltotschläger nicht minder beweislos-unverschämt. Es werden wohlfeile Pappkameraden aufgebaut und abgewatscht.

Doch was soll`s letztlich: es heißt ja nicht umsonst WissenschaftsBETRIEB, geht`s zu wie auf dem Fischmarkt: die Ware der Kollegen am Nachbarstand stinkt, meine Ware aber...- obwohl`s, soviel in gesamtwürdigender Summe zum Buch des Mommsen-Lehrstuhlnachfolgers, natürlich auch nur eine Staatsgeschichtenerzählersauce ist. Von einem angerührt, der, das ist die höchst originelle Machart einer zentristischen 'Schule', MIT dem Kollegen Fischer (so der denn sich noch äußern könnte) den 'Hineinschlitterer' Clark bürstelt und MIT dem Kollegen Clark den Fischer wegen einseitiger 'nationalstaatlicher Perspektive.

Zwei Sterne für die ergötzlichen Marketing-Boshaftigkeiten Krumeichs in seinem "Interview", die den Zyniker im Rezensenten amüsiert haben'Eine Zusammenfassung der Hauptsätze seines 'Ansatzes' hat Krumeich im übrigen u.a. in der TAZ (28.03.2014, Die deutsche Sehnsucht, unschuldig zu sein) veröffentlicht; wer dann meint, er bräuchte das Buch noch, der soll sich`s halt kommen lassen.

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(*) Fischer verrannte sich aufgrund der damaligen perfiden Anfeindungen von Ritter & Co schließlich etwas in die - allerdings als Erklärungsmuster nun wahrlich allseits beliebte - Größenwahn-MASTERPLAN-Verschwörungsecke und verlor so leider seinen Ausgangspunkt im 'Griff nach der Weltmacht', die imperialistische Staatenkonkurrenz und das DenkHandeln der 'Entscheidungsträger', die diese Konkurrenz betreiben und die dabei stets die 'ultima ratio' als 'denkbare Option' im Strategiekoffer mit dabeihaben (+), aus den Augen. 'Zu seinen späteren Zuspitzungen von einem "erheblichen" auf den "entscheidenden Anteil an der historischen Verantwortung" und der Behauptung eines nicht nur (einge)geplanten, sondern zielstrebig allein und unter allen Umständen darauf Losgehens könnte man ironisch sagen, er war da seiner Zeit etwas voraus: eine so überlegene und entsprechend selbstherrliche Militär- und Wirtschaftsmacht wie die heutige alleinige Weltordnungsmacht USA (und die an ihr parasitär dranhängenden NATO-Mitmacher mit ihren Sub-Imperialismen) mit ihrem stets zu allen Eskalationsstufen kriegsbereiten Suchen nach und prompten Finden von 'Ordnungsfällen' und 'Sicherheitsbedrohungen' wie ihrem unverdruckst offensiven Bekenntnis, Kriege anzufangen und durchzuziehen, wann immer sie sie für fällig hält, so ein Monster gab's in der Tat zu WK 1 'Zeiten noch nicht'So was Exklusives zu sein ' da hätten sie natürlich ALLE nichts dagegen einzuwenden gehabt. Soweit waren (und sind) die 'führenden Staaten dieser Welt' schon Brüder im Geiste.

(+) hierzu noch eine kleine Despektierlichkeit gegenüber begriffslos nachgebetenen Autoritäten: Krieg ist nicht die Fortsetzung der (Außen)politik mit ANDEREN Mitteln; sondern als gewaltsame Austragung ihrer konkurrenzimmanenten Widersprüche deren Fortsetzung mit je schon ihr ZUGRUNDELIEGENDEN Mitteln. Was würde das diktierende Wort (und damit das Geld) der USA in der Welt gelten ohne die "Deckung" durch den verfügbaren dicken Militärprügel, der eskalationsvariabel klar macht, daß dieses weltordnende Wort prinzipiell zu bestreiten für "die übrigen" Subjekte der Staatenwelt eine gefährliche Sache ist ? Wie, natürlich und gemäß der Spruchweisheit des alten "Realpolitikers" Gustav Radbruch, ohne die dazugehörige "glaubwürdige" höchstwertverpflichtete Bereitschaft, nicht nur auf "das Schwert in der Scheide" zu pochen, sondern es auch herauszuziehen ?..
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17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schlafwandeln kann man woanders, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch (Gebundene Ausgabe)
Was den Krumeich nützlich macht ist die Tatsache, dass er bestimmte Quellen anderes interpretiert als es Clark tut. Die Quellen unterscheiden sich ja nicht, die Unterschiede liegen in der Interpretation. Da die Mehrheit zur Zeit kritiklos mit Clark schlafwandelt, ist es gut, auch eine andere Meinung zu hören.

Und so abwegig ist die Meinung von Krumeich nicht. So sagt Alan Kramer vom Trinitiy College Dublin der Zeitung "Die Zeit" (Ausabe 10.2014), dass nach seiner Meinung Clark das Habsburgerreich und Deutschland zu stark entlastet, die Hauptverantwortung tragen für ihn Wien und Berlin. Und Jörn Leonhard in der gleichen Aussage weist darauf hin, dass Clark den Blankoscheck unterschätzt.
Der britische Historiker John Röhl widersetzt sich Clark in der SZ vom 05.03.2014 deutlich.

So funktioniert Wissenschaft: Auf eine These gibt es Kritik, und auch diese Kritik kann wieder unter Beschuss genommen werden. Clark ist nicht unfehlbar, Krumeich natürlich auch nicht.

Was das Buch von Krumeich auch auszeichnet sind die beigefügten Orginal-Dokumente.

Ansonsten ist das Buch eher durchschnittlich und enthält tatsächlich auch einige Fehler, wie der Vorrezensent schreibt.
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Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch
Juli 1914. Eine Bilanz. Mit einem Anhang: 50 Schlüsseldokumente zum Kriegsausbruch von Gerd Krumeich (Gebundene Ausgabe - 22. November 2013)
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