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VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2010
"Die Naturwissenschaftler kennen die Zweige des Baumes des Wissens, aber nicht seine Wurzel. Die Mystiker kennen die Wurzel des Baumes des Wissens, aber nicht seine Zweige. Die Naturwissenschaft ist nicht auf die Mystik angewiesen und die Mystik nicht auf die Naturwissenschaft - doch die Menschheit kann auf keine der beiden verzichten."

Zum ersten Mal bediene ich mich bei einer Rezension eines solch ausführlichen Zitats. Denn in der Tat hat der Autor selbst hier am besten beschrieben, was sein Buch motiviert, und warum man es lesen sollte.

Dennoch, wer sich bislang weder mit Naturwissenschaft noch mit Spiritualität näher befasst hat, der möge diese Rezension mit der gebotenen Zurückhaltung lesen - und das Buch selbst erst recht. Denn die Grundfrage bleibt bestehen: für welche Leser ist dieses Buch geeignet? Und welche Leser sind geeignet für dieses Buch?

Doch, ich benutze diese Formulierung mit Bedacht. Denn dieses Buch liest sich durchaus nicht einfach. Selbst wenn man, wie ich, von Interesse motiviert ist, wird man an etlichen Absätzen hängen bleiben, man wird ganze Sätze mehrmals lesen, man wird vor und zurück blättern. Man wird von vielen Stellen sehr berührt sein, man wird aber auch die Stirne kraus ziehen, und vor allem: nach der Lektüre dieses Buches wird man wissen, dass es mit diesem einen Buch zu dem Thema bei weitem nicht getan ist. Insofern würde ich das Buch als großartigen, aber auch komplexen Appetithappen bezeichnen!

Ich habe hier eine Neuausgabe aus dem Jahr 1984 vorliegen - die Originalausgabe erschien bereits 1974 (!), und es wundert mich schon kolossal, dass dann die behandelten Thesen noch nicht allgemein bekannter sind. Der Autor selbst hat die Neuausgabe gründlich überarbeitet, hat ein neues Vorwort und auch ein Nachwort geschrieben. Und auch in den Sachtexten selber merkt man sehr gut, dass es ihm nicht nur um die Darstellung von Fakten, sondern eher von Problemstellungen geht. Er müht und sorgt sich sehr um seine Leser, und das finde ich sehr ansprechend. Er kann es sich aber nicht ganz verkneifen, in den Sachtexten immer mal wieder "den Physiker raushängen zu lassen", aber auch das finde ich sympathisch. Ich habe mich einfach von seiner eigenen Begeisterung für sein Fach anstecken lassen, ohne alles verstehen zu wollen - was als Nicht-Physiker wohl eh unmöglich sein wird.

Den Aufbau des Buches finde ich sehr durchdacht und ansprechend, sehr gut geeinget, um dem noch etwas unsicheren Leser den Einstieg in die Thematik zu erleichtern.

Teil 1, "Der Weg der Physik", beschreibt erst einmal die Ausgangslage. Wie kam der Autor dazu, dieses Buch überhaupt zu schreiben? Was hat die Physik bislang geleistet, und was hat sie versäumt? Kann man Physik und Mystik überhaupt vergleichen? Und wenn ja, unter welchen Kriterien? Hier wird schon der ganze Ansatz des Autors deutlich. Er begründet auf sehr "menschliche" und verständliche Weise. Er zitiert sehr ausführlich, sowohl Vertreter der Physik als auch der Mystik und der östlichen Religionen. Dieser Teil ist noch weitgehen frei von Formeln und Diagrammen, was ihn selbst für Neueinsteiger sehr lesenswert macht.

Teil 2, "Der Weg der östlichen Mystik", fasst gut verständlich die Ansätze östlicher Mystik zusammen. Hierunter versteht der Autor Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, chinesisches Denken, und Zen. Man mag sich über diese Aufteilung streiten - denn Zen ist im Grunde nur eine besondere Form von Buddhismus, und Taoismus ist - neben dem Konfuzianismus - eine Facette des chinesischen Denkens. Auch hätte ich zum Absatz über "Buddhismus" einige Anmerkungen zu machen. Aber gut, der Autor ist hier selber ja Autodidakt. Immerhin bemüht er sich, seinen Lesern auch hier Grundlagen zu verschaffen, und dabei konzentriert er sich auf die Kernaussagen der jeweiligen Glaubenslehren, und nicht etwa auf geschichtliche Feinheiten.

In Teil 3, "Die Parallelen", geht es nun sozusagen "ans Eingemachte". Diesen Abschnitt kann man als Nicht-Fachmann wohl auch überspringen, denn hier bemüht sich Capra in der Tat, die wissenschaftlichen Grundlagen deutlicher herauszuarbeiten, mit allerlei Formeln und Diagrammen. Dieser Teil ist der längste und komplexeste. Dennoch würde ich sagen, dass man es, WENN man das Buch schon liest, ruhig mit diesem Teil versuchen sollte. Man muss ja nicht jeden einzelnen Satz verstehen.

Was auf jeden Fall beim Leser ankommt, ist die Begeisterung des Autors für sein Fach. Außerdem macht er die Geschichte seines Fachs lebendig, beschreibt durchaus auch Kontroversen und Streitpunkte. Zudem wird jeder Unterabschnitt von einer gut verständlichen Einleitung gekrönt, die allein schon das Lesen wert ist. Nach einem Formel-Teil geht es dann in der zweiten Hälfte der jeweiligen Abschnitte um die Vergleiche mit östlichen Lehren. Sehr schön herausgearbeitet wird dies in den wieder zahlreich vertretenen Zitaten, die sowohl von Physikern als auch von östlichen Lehrern stammen. Die Wirkung war auf mich äußerst appetitanregend, so dass sich weitere Lektüre-Anreize wie von selbst ergeben haben. Die Themen in diesem Teil sind auch wirklich vielfältig - die Einheit allen Seins, die Durchdringung von Gegensätzen, Raum und Zeit, Leere und Form, der kosmische Tanz, Quarks und Symmetrien, und und und. Schon allein der Gedankenanstöße wegen war dies für mich eine wertvolle Lese-Erfahrung!

In Epilog und Nachwort werden noch einmal die wesentlichsten Thesen zusammengefasst, sowie die neuesten Entwicklungen in der Physik erläutert - wohlgemerkt, auf dem Stand von 1984. Dennoch, mir persönlich ist nicht bekannt, ob bislang wesentliche Fortschritte gemacht worden sind. Abgerundet wird das Buch von einem ausführlichen Register- und Bibliographie-Teil - der mich persönlich noch auf Jahre hinaus zum guten Kunden der Buchhandlung werden lässt...!

Zuerst wollte ich dem Buch aufgrund seiner Komplexität nur 4 Sterne verleihen, habe mich aber dann doch für 5 Sterne entschieden. Für mich zählt letztlich einfach die Tatsache, dass dieses Buch in seinem Zeitalter absolutes Neuland darstellte, dass es, völlig auf sich allein gestellt, dem Leser ein neues Gebiet erschließen wollte, was gerade erst entstand. Es wird durch und durch getragen von einer Begeisterung und einem Gefühl von Dringlichkeit, was den Leser, so er denn aufmerksam und offen ist, auch spürt. Man sollte dieses Buch dementsprechend auch nicht als "Offenbarung", als "Statement" betrachten - eher als Wegweiser in eine veränderte Zukunft, eine Zukunft, in der wir unsere Auffassungen von Wissenschaft und Welt werden verändern müssen.
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am 3. Februar 2005
Das Buch besteht im Grossen und Ganzen aus 3 Teilen.
Im Ersten wird das moderne naturwissenschaftliche Weltbild vermittelt. Mit etwa 70 Seiten etwas knapp und sehr allgemein gehalten.
Im zweiten Kapitel widmet sich der Protagonist sehr ausführlich auf etwa 50 Seiten der östlichen Mystik.
Im einzelnen werden Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Chinesisches Denken sowie Zen erörtert.
Der sehr umfangreiche, etwa 150 Seiten starke dritte Teil befasst sich nocheinmal ausführlich mit dem Vorangegangenem und zeigt Konvergenzen auf.
Es fasziniert schon zu erkennen, daß jahrhunderte bzw. jahrtausende alte östliche Philosophie heute durch moderne Wissenschaft, speziell Quantenphysik bestätigt wird.
Es haben sich neue Horizonte geöffnet, wir müssen uns vom Reduktionismus, Determinismus und Materialismus verabschieden,
hin zum Holismus.
Alles ist Eins, nichts ist real , Bewußtsein beinflußt Materie, Chaos impliziert Ordnung.
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am 9. September 2010
Das Buch besteht im Grossen und Ganzen aus 3 Teilen.
Im Ersten wird das moderne naturwissenschaftliche Weltbild vermittelt. Mit etwa 70 Seiten etwas knapp und sehr allgemein gehalten.
Im zweiten Kapitel widmet sich der Protagonist sehr ausführlich auf etwa 50 Seiten der östlichen Mystik.
Im einzelnen werden Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Chinesisches Denken sowie Zen erörtert.
Der sehr umfangreiche, etwa 150 Seiten starke dritte Teil befasst sich nocheinmal ausführlich mit dem Vorangegangenem und zeigt Konvergenzen auf.
Es fasziniert schon zu erkennen, daß jahrhunderte bzw. jahrtausende alte östliche Philosophie heute durch moderne Wissenschaft, speziell Quantenphysik bestätigt wird.
Es haben sich neue Horizonte geöffnet, wir müssen uns vom Reduktionismus, Determinismus und Materialismus verabschieden,
hin zum Holismus.
Alles ist Eins, nichts ist real , Bewußtsein beinflußt Materie, Chaos impliziert Ordnung.Eine Empfehlung von mir wäre das Buch "Am 8. Tag schuf Gott den Zweifel!"
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am 29. Juli 2004
Für den Jenigen, der auf der Suche ist und sich mit den mystischen Beschreibungen der östlichen Religionen allein nicht zufrieden geben will, ist dieses Buch unbedingt lesenswert. Da hier komplexe und komplizierte Erkenntnisse der modernen Physik in lesenswerter Weise den mystischen Erkenntnissen der östlichen Religionen gegenübergestellt und verglichen werden.
Für mich als Jemand der sich für Wissenschaft interessiert und gleichzeitig auf der Sinn-Suche ist, war dies Buch ein absolutes higlight und hat mich in Dingen die ich ahnte bestätigt und mir in anderen Dingen ganz neue Sichtweisen gegeben.
Vielen Dank !!
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am 27. Juli 1999
Man kann das Buch mit gutem Gewissen als eine wohl durchdachte Präsentation einer einfachen, aber doch genialen These betrachten: Obwohl Religion, Wissenschaft, Mystik und Philosophie alle in verschiedenen Sprachen sprechen, versuchen doch alle, dieselbe Realität zu beschreiben. Alle nehmen unterschiedliche Perspektiven ein, behandeln aber doch letztlich ein Thema. Fritjof Capra versucht sich jetzt an der Synthese der verschiedenen Perspektiven. Er baut sich aus den verschiedenen Ebenen der Betrachtung ein neues System, ein neues Weltbild zusammen. Besondere Beachtung findet die Verschmelzung von fernöstlichen Weisheiten, besonders des Taoismus, und der westlichen, wissenschaftlichen Physik. Capra weist darauf hin, das sich im Eigenverständnis der Wissenschaft als auch in dem der gesamten Gesellschaft einiges ändern muß. Nur durch die Bereitschaft, auch das andere kennenlernen zu wollen, ist eine Weiterentwicklung möglich. Er versucht, Parallelen zwischen den beiden Gebieten zu finden und diese in sein großes System, das sich Leben nennt, einzubauen. Alles in Allem ein sehr gelungener Einstieg in die interdisziplinäre Forschung für alle, die sich die Offenheit für das Mystische, Geheimnisvolle im Leben erhalten haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Oktober 2011
Da in den anderen Rezensionen bereits sehr gute Angaben zum Inhalt des Buches zu finden sind, werde ich gleich zur Begründung meiner Bewertung übergehen:

Das Buch kann aus verschiedenen Gründen sehr lesenswert und inspirierend sein:
1) Es ist eine sehr brauchbare Einführung in zwei interessante Themen: einerseits in die östliche Philosophie mit Hinduismus, Buddhismus, Taoismus und Zen, und in die Wissenschaft der Quantenphysik.
2) Capra weist in "Das Tao der Physik" die Paralellen zwischen den Erkenntnissen der modernen Physik über die Welt auf der Quantenebene und den Erkenntnissen der östlichen Mystiker über die wahre Natur der Wirklichkeit. Und hier finden sich tatsächlich unübersehbare und erstaunliche Ähnlichkeiten.
3) Durch die Gewichtung des Buches auf die "weltanschaulichen" Konsequenzen der beiden Sichtweisen der Realität (der östlich-philosophischen und der Quanten-physikalischen), gewährt uns dieses Buch einen Einblick in eine faszinierende Dimension der Wirklichkeit, die unseren Verstand und unsere Vorstellungskraft transzendiert.

Nach dieser Lektüre fragt man sich unweigerlich, ob unsere Sichtweise von Materie, Energie und Geist richtig ist. Man fragt sich, ob die wissenschaftliche Methode dabei nicht schon langsam an ihre Grenzen stößt. Und auch ob die östlichen "Seher" nicht die "wahren" Kenner der Quantenrealität waren. Man frägt sich, warum wir so materialistisch ausgerichtet sind, wenn eben alles Energie ist, Schwingung und Geist. Und man bekommt einen Denkanstoß für eine neue Betrachtung der Welt unter einer mehr spirituellen und hollistischen Sicht.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!
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am 8. März 2008
Ich las das Buch aus Interesse an der Physik, die fernöstlichen Philosophien waren nicht meine Hauptintention. Obwohl ein neues Paradigma immer interessant ist. Capra bringt anfangs eine gute Übersicht über die Physik des 20. Jahrhunderts und die östliche Mystik. Im zweiten Teil wurde es schon recht kompliziert; ich hab nicht wirklich verstanden, was die Feynman Diagramme, die S-Matrix-Theorie, die Bootstrap-Theorie (oder besser: Bootstrap-Philosophie) oder die Hadronen-Oktaeder mit Taoismus, Buddhismus u.a. gemeinsam haben. Dass wir alte wissenschaftliche Fundamente (die eines Descartes oder teilweise jene von Newton) abreißen müssen, kann man wohl auch einfacher erklären. Wesentlich besser gefallen, besser lesbar und verständlicher war Capras anderes Werk, Wendezeit.
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am 12. Februar 1999
Ich habe dieses Buch vor Jahren zum ersten Mal gelesen und dann im Abstand immer wieder einmal. Für mich war es die Einstiegs"droge" die alten östlichen "Weisheiten" zu entdecken und dadurch letztlich feststellen zu müssen, daß die westlichen Kulturen ihre mythisch-naturverbundenen Wurzeln durch materialistische Denkweisen zubetoniert haben und daß das Wesen des Menschen jenseits von Geld zu suchen ist. Für manch' Eine(n) auch heute noch eine Unbekannte. Tip: Unbedingt lesen, aber mit der nötigen Muße.
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am 9. Juli 2001
Der Autor schafft es, dem physikalisch lediglich vorgebildeteten Leser einen profunden Einblick in das Denken eines Teilchenphysikers zu geben. Und gleichzeitig ihm einen Schatz im Denken fernöstlicher Religion und Mystik zu Verfügung zu stellen. Ein ganz aussergewöhnlicher Lesegenuss, spannend, aufregend, faszinierend, auch 20 Jahre nach der Erstveröffentlichung.
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am 8. Dezember 1999
Das Buch >>Das Tao der Physik<< des Atomphysikers Fritjof Capra verdeutlicht die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie. Hier treffen zwei vollkommen unterschiedliche Denkweisen aufeinander, die nichts miteinander zu tun, aber auch ganz andere Intentionen haben. Die Naturwissenschaft und die Mystik koexistieren nebeneinander, niemand ist auf den anderen angewiesen. Wenn man sich jedoch nur einer der Disziplinen zuwendet, schränkt man sein Sichtfeld erheblich ein. Eine gesunde Mixtur ist hier gefragt! Das zeigt auch der Autor: In den drei Teilen des Buches >Der Weg der Physik<, >Der Weg der östlichen Mystik< und >Die Parallelen< spannt er einen Bogen von der modernen Physik zu den östlichen Lehren und Weisen. So gibt es Parallelen zwischen den >Koans<, also den unsinnigen Rätseln des Zen-Buddhismus und den Quark-Symmetrien. Das Buch liesst sich sehr kurzweilig und ist äußerst inspirierend. Es ist für jedermann geschrieben, aber natürlich besonders interessant für Menschen mit naturwissenschaftlichem Interesse, denn hier wird auch einmal >hinter die Kulissen< geschaut. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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