Kundenrezensionen


17 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sechszehn Jahre später
Hercule Poirot, der grosse Privatdetektiv mit belgischer Abstammung, wird von einer der grössten Herausforderungen seiner glanzvollen Karriere gestellt; die junge Carla Lemarchant feuert ihn an, in einem alten und längst abgeschlossenen Fall herumzuschnüffeln. Ihre Mutter Caroline sollte damals vor sechszehn Jahren ihren Ehemann, den berühmten Maler...
Am 15. September 1999 veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen und vergebe... schließlich doch 3!
Amyas Crale ist Maler. Er ist verheiratet mit Caroline Crale und hat eine Tochter mit ihr, Lucy. Außerdem hat er noch eine Affäre mit Elsa Greer, sie ist auch die Person, die auf dem unvollendeten Bildnis zu sehen ist. Sie war Gast in Amyas' Haus und ließ sich von ihm porträtieren. An einem schönen Sommertag sitzt Amyas' mal wieder draußen...
Vor 16 Monaten von Josephine Sterner veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sechszehn Jahre später, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Hercule Poirot, der grosse Privatdetektiv mit belgischer Abstammung, wird von einer der grössten Herausforderungen seiner glanzvollen Karriere gestellt; die junge Carla Lemarchant feuert ihn an, in einem alten und längst abgeschlossenen Fall herumzuschnüffeln. Ihre Mutter Caroline sollte damals vor sechszehn Jahren ihren Ehemann, den berühmten Maler Amyas Crale, vergiftet haben. Sie wurde dafür zur lebenslangen Haft verurteilt und war kurz danach im Gefängnis gestorben. Doch Carla glaubt nicht an die Schuld ihrer Mutter und nun muss der alte Belgier die Zeugen der damaligen Geschehnissen aussuchen und sie befragen. Wenn nicht Caroline Crale die Mörderin war, dann kommen nur fünf Personen in Frage: der mit dem Ehepaar befreundete Philip Blake, sein Bruder Meredith, Elsa Greer, das junge Mädchen, wegen dem Amyas seine Frau verlassen wollte; die fünfzehnjährige Carolines Halbschwester Angela Warren oder ihre weise , etwas feministisch veranlagte Erzieherin Cecilia Williams. Aus den Fetzen der Erinnerungen und dem Haufen der Vermutungen und Lügen muss nun Poirot die Wahrheit herausfinden...
"Das unvollendete Bildnis" ist wahrscheinlich literarisch der bedeutendste Roman von Agatha Christie. Die von der Authorin geschilderte Personen wirken absolut lebendig und rufen bei den Lesern Mitleid und Verständnis hervor. Besonders gelungen sind die Figuren des verstorbenen Künstlers und seiner Frau, die langsam , beinahe gespensterisch, im Laufe der Handlung vor den Augen aufstehen und mit der Stärke ihrer Persönlichkeit die anderen Romangestalten im Schatten stehen lassen, so dass sogar der ertappte Mörder am Ende gestehen muß: "Sie sind nicht gestorben. Ich bin's". Dieses im Jahr 1943 geschriebene Buch ist ein Meisterwerk der Queen of Crime, das kaum seinesgleichen kennt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Schatten der Vergangenheit ODER Wer war's wirklich?, 21. Oktober 2002
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Mit diesem Kriminalroman hat Agatha Christie zusätzlich zum üblichen Verwirrspiel um den Täter noch eine reizvolle posthume Charakterstudie geschaffen, denn es muss ein Verbrechen nach 15 Jahren rekonstruiert werden.
Poirot erhält von Carla Lemerchant den Auftrag, die Unschuld ihrer Mutter zu beweisen, die vor 15 Jahren wegen des Mordes an ihrem Mann zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde und nach zwei Jahren im Zuchthaus starb. Der belgische Detektiv sucht alle an diesem Fall Beteiligten auf, zeichnet ein neues Bild von den Geschehnissen in jenen Tagen und kommt zu einem überraschenden Schluss...
Wieder hat die Queen of Crime hier eine verblüffende, wenn auch nicht ganz so spektakuläre Auflösung wie sonst kreiert, die scheinbar offensichtliche Indizien in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. Faszinierend an diesem Werk ist vor allem der Aufbau- die Handlung besteht hier fast ausschließlich in der Befragung der Beteiligten, in der gedanklichen und schriftlichen Rekonstruktion der relevanten Tage. Natürlich herrschen 15 Jahre nach der Tat andere Emotionen vor als unmittelbar nach dem Verbrechen- die Beteiligten sind älter geworden, haben sich verändert, sind andere Beziehungen eingegangen. Für manche ist der Fall schon längst abgeschlossen, andere sind nach wie vor leidenschaftlich von der Schuld oder Unschuld der Mutter überzeugt.
In dieser seltsamen Atmosphäre soll die Rehabilitation einer lange Verstorbenen stattfinden- Agatha Christie wäre nicht die Queen of Crime, würde sie nicht Stück für Stück vermeintliche Fakten in Zweifel ziehen und da ansetzen, wo der Leser längst sicheres Ufer vermutete. Die Grundstimmung dieses Krimis ist sehr melancholisch und aufgrund der verstrichenen Zeit nichts weniger als hektisch. Um so mehr Zeit bleibt für eine ruhige und eingehende Betrachtung der Tatsachen- nicht jedermanns Geschmack, aber unbedingt lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen und vergebe... schließlich doch 3!, 26. April 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Amyas Crale ist Maler. Er ist verheiratet mit Caroline Crale und hat eine Tochter mit ihr, Lucy. Außerdem hat er noch eine Affäre mit Elsa Greer, sie ist auch die Person, die auf dem unvollendeten Bildnis zu sehen ist. Sie war Gast in Amyas' Haus und ließ sich von ihm porträtieren. An einem schönen Sommertag sitzt Amyas' mal wieder draußen und malt. Plötzlich wird er tot aufgefunden. Erst sechzehn Jahre später meldet sich seine Tochter Lucy zu Wort und wendet sich an Poirot. Ihre Mutter wurde damals für den Tod ihres Vaters gehängt, doch sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihre Mutter unschuldig ist. Poirot muss nach fast zwei Jahrzehnten nochmal den Tathergang zurückverfolgen. Kann er beweisen ob und/oder dass Caroline Crale unschuldig gehängt worden ist?

Ich hätte am liebsten vier Sterne für den Mörder vergeben, da ich diese Figur nie als eiskalten Mörder eingestuft hätte. Doch leider blieb es bei drei Sternen, da das Buch so langatmig erzählt und geschrieben ist, weil jede Person nach sechzehn seine Sicht der Dinge gegenüber Poirot erwähnt und so füllen sich die Seiten mit Worten. Dadurch geht leider die Spannung verloren und das einizg erfreuliche an dem Ganzen ist, zu wissen wer Amyas Crale umgebracht hat.

~Bücher-Liebhaberin~
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und es gab doch einen Tatzeugen!, 30. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Ein Fall, maßgeschneidert für Hercule Poirots graue Zellen: Er soll ein 16 Jahre zurückliegendes Gerichtsurteil revidieren. Also gibt also ganz gewiss keinen Grund für ihn, sich "zu bücken, um Fußabdrücke zu messen oder Zigarettenstummel aufzulesen oder niedergetretenes Gras zu studieren". Der Fall schien damals klar gewesen zu sein: Caroline Crale soll ihren notorisch untreuen Gatten Amyas, einen genialen Maler mit den üblichen Künstlerallüren, durch Gift ermordet haben. Die damaligen Aussagen der fünf Zeugen scheinen keinen anderen Schluss zuzulassen, obwohl oder auch gerade weil einige von ihnen aus ihrer Sympathie für die gedemütigte Gattin keinen Hehl machen. Andere wiederum stellen sie als rachsüchtiges Biest hin. Die zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Frau beging bald darauf Selbstmord, kann also auch nicht mehr befragt werden.
Aber nun ist die damals fünfjährige Tochter der beiden volljährig. Sie bezweifelt das damalige Urteil und beauftragt Poirot damit, die Wahrheit herauszufinden. Für den ist das ein gefundenes Fressen: Einige der damaligen Staatsanwälte, Verteidiger und Richter sowie alle fünf Zeugen leben noch und können nun in ihren Erinnerungsarchiven stöbern, und da kommt so einiges Interessantes zutage.

Der Aufbau von "Das unvollendete Bildnis" folgt Poirots logischem Vorgehen: In einer Art Vorspiel auf dem Theater vernimmt er zunächst die scheinbar weniger wichtigen, in Wirklichkeit aber glaubwürdigsten Zeugen: Er wendet sich an die Juristen und Polizeibeamten von damals, deren Aussagen zwar subjektiv gefiltert sind, aber das gilt bekanntlich für jede Aussage. Im Gegensatz zu den fünf "wichtigen" Zeugen (der Originaltitel lautet, in Anlehnung an einen Kinderreim, bezeichnenderweise "Five Little Pigs") sind bei diesen Zeugen nämlich keine eigenen Interessen im Spiel.
Danach geht's ans Eingemachte: Monsieur Poirot umgarnt die fünf "wichtigen Zeugen", unter denen sich, wenn die Tochter rechthat mit ihren Zweifeln, der tatsächliche Mörder zu finden sein muss. Jeder berichtet, so gut er's vermag, alles, woran er sich noch erinnern kann, und liefert außerdem einen schriftlichen Bericht nach. Im Stil dieser schriftlichen Rapports bekommt man noch einmal so richtig schön die Charaktere vorgeführt.
Wie so oft bei Agatha Christie haben diese Aussagen einen doppelten Boden, denn jeder der fünf hat etwas zu verbergen, ohne deswegen gleich der Mörder zu sein. Aber freilich will jeder sich möglichst in gutem Licht darstellen, was wiederum dazu führt, dass Poirot, vor allem aber der Leser zunächst ratlos vor zahlreichen vielversprechenden Fährten steht und alle drei Seiten ein neues Mordmotiv zu erspähen glaubt. Die Frage lautet daher: Welcher doppelte Boden ist der gesuchte? Oder anders formuliert: Wessen Selbstinszenierung ist nicht koscher, wessen Lügen sind nicht harmlos? Und warum verhielt sich die Angeklagte damals vor Gericht so eigenartig passiv?

Jetzt will ich zwar nicht angeben, aber -- doch, ich will ein klein wenig angeben. Diesmal war ich sogar schneller als Poirot. Wenn ich verrate, dass bereits in den Kapiteln 2, 4 und 6 des ersten Buches das angebliche ursprüngliche Mordmotiv widerlegt wird, wenn man einfach die Aussagen gegeneinander abgleicht, dann verrate ich noch keine Lösung und nehme auch niemandem die Spannung. Ich darf aus demselben Grund sogar andeuten, dass es einen weiteren Zeugen gibt, einen (freilich ahnungslosen) Tatzeugen sogar, den aber keiner auf der Liste hatte. Das gilt auch für den folgenden Hinweis: Die Auflösung des Falles hat nichts mit subtiler Psychologie zu tun, sondern mit strenger Logik, genauer: mit der gewissenhaften Unterscheidung zwischen den Fakten und deren Darstellung, beziehungsweise deren unbewusster Interpretation durch Zeugen. Genau deswegen hat mir die Lektüre auch einen Heidenspaß gemacht, obwohl das Bild immer klarer wurde und das Rätsel längst gelöst war: "Das unvollendete Bildnis" ist nämlich auch ein amüsantes Lehrstück in Sachen "Man lasse sich keine Interpretation aufnötigen, auch nicht von Leuten, die selber garnicht merken, dass sie einem eine Interpretation aufnötigen". Oder so ähnlich.
Wie gesagt: Ich hätte dennoch nie im Leben vor der letzten Seite aufgehört zu lesen, schon weil es ein Vergnügen ist, Poirot bei der Ermittlung zuzuschauen. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich bei Dame Agatha nie ganz sicher sein sollte, bevor man nicht den allerletzten Satz gelesen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und es gab doch einen Tatzeugen!, 5. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Ein Fall, maßgeschneidert für Hercule Poirots graue Zellen: Er soll ein 16 Jahre zurückliegendes Gerichtsurteil revidieren. Also gibt also ganz gewiss keinen Grund für ihn, sich "zu bücken, um Fußabdrücke zu messen oder Zigarettenstummel aufzulesen oder niedergetretenes Gras zu studieren". Der Fall schien damals klar gewesen zu sein: Caroline Crale soll ihren notorisch untreuen Gatten Amyas, einen genialen Maler mit den üblichen Künstlerallüren, durch Gift ermordet haben. Die damaligen Aussagen der fünf Zeugen scheinen keinen anderen Schluss zuzulassen, obwohl oder auch gerade weil einige von ihnen aus ihrer Sympathie für die gedemütigte Gattin keinen Hehl machen. Andere wiederum stellen sie als rachsüchtiges Biest hin. Die zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Frau beging bald darauf Selbstmord, kann also auch nicht mehr befragt werden.
Aber nun ist die damals fünfjährige Tochter der beiden volljährig. Sie bezweifelt das damalige Urteil und beauftragt Poirot damit, die Wahrheit herauszufinden. Für den ist das ein gefundenes Fressen: Einige der damaligen Staatsanwälte, Verteidiger und Richter sowie alle fünf Zeugen leben noch und können nun in ihren Erinnerungsarchiven stöbern, und da kommt so einiges Interessantes zutage.

Der Aufbau von "Das unvollendete Bildnis" folgt Poirots logischem Vorgehen: In einer Art Vorspiel auf dem Theater vernimmt er zunächst die scheinbar weniger wichtigen, in Wirklichkeit aber glaubwürdigsten Zeugen: Er wendet sich an die Juristen und Polizeibeamten von damals, deren Aussagen zwar subjektiv gefiltert sind, aber das gilt bekanntlich für jede Aussage. Im Gegensatz zu den fünf "wichtigen" Zeugen (der Originaltitel lautet, in Anlehnung an einen Kinderreim, bezeichnenderweise "Five Little Pigs") sind bei diesen Zeugen nämlich keine eigenen Interessen im Spiel.
Danach geht's ans Eingemachte: Monsieur Poirot umgarnt die fünf "wichtigen Zeugen", unter denen sich, wenn die Tochter rechthat mit ihren Zweifeln, der tatsächliche Mörder zu finden sein muss. Jeder berichtet, so gut er's vermag, alles, woran er sich noch erinnern kann, und liefert außerdem einen schriftlichen Bericht nach. Im Stil dieser schriftlichen Rapports bekommt man noch einmal so richtig schön die Charaktere vorgeführt.
Wie so oft bei Agatha Christie haben diese Aussagen einen doppelten Boden, denn jeder der fünf hat etwas zu verbergen, ohne deswegen gleich der Mörder zu sein. Aber freilich will jeder sich möglichst in gutem Licht darstellen, was wiederum dazu führt, dass Poirot, vor allem aber der Leser zunächst ratlos vor zahlreichen vielversprechenden Fährten steht und alle drei Seiten ein neues Mordmotiv zu erspähen glaubt. Die Frage lautet daher: Welcher doppelte Boden ist der gesuchte? Oder anders formuliert: Wessen Selbstinszenierung ist nicht koscher, wessen Lügen sind nicht harmlos? Und warum verhielt sich die Angeklagte damals vor Gericht so eigenartig passiv?

Jetzt will ich zwar nicht angeben, aber -- doch, ich will ein klein wenig angeben. Diesmal war ich sogar schneller als Poirot. Wenn ich verrate, dass bereits in den Kapiteln 2, 4 und 6 des ersten Buches das angebliche ursprüngliche Mordmotiv widerlegt wird, wenn man einfach die Aussagen gegeneinander abgleicht, dann verrate ich noch keine Lösung und nehme auch niemandem die Spannung. Ich darf aus demselben Grund sogar andeuten, dass es einen weiteren Zeugen gibt, einen Tatzeugen sogar, den aber keiner auf der Liste hatte. Das gilt auch für den folgenden Hinweis: Die Auflösung des Falles hat nichts mit subtiler Psychologie zu tun, sondern mit strenger Logik, genauer: mit der gewissenhaften Unterscheidung zwischen den Fakten und deren Darstellung, beziehungsweise deren unbewusster Interpretation durch Zeugen. Genau deswegen hat mir die Lektüre auch einen Heidenspaß gemacht, obwohl das Bild immer klarer wurde und das Rätsel längst gelöst war: "Das unvollendete Bildnis" ist nämlich auch ein amüsantes Lehrstück in Sachen "Man lasse sich keine Interpretation aufnötigen, auch nicht von Leuten, die selber garnicht merken, dass sie einem eine Interpretation aufnötigen". Oder so ähnlich.
Wie gesagt: Ich hätte dennoch nie im Leben vor der letzten Seite aufgehört zu lesen, schon weil es ein Vergnügen ist, Poirot bei der Ermittlung zuzuschauen. Mal ganz abgesehen davon, dass man sich bei Dame Agatha nie ganz sicher sein sollte, bevor man nicht den allerletzten Satz gelesen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Poirot-Fall, 30. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Dieses Mal erhält Meisterdetektiv Hercule Poirot einen besonders reizvollen Fall. Er soll einen Mord, der vor 16 Jahren statt gefunden hat, aufklären und die Unschuld der damals als Täterin verurteilten Caroline Crale beweisen. Crale sollte ihren Ehemann, den erfolgreichen Maler Amyas Crale, vergiftet haben, wurde schuldig gesprochen und starb kurze Zeit später im Gefängnis.
Sechzehn Jahre danach will das einzige gemeinsame Kind, inzwischen eine junge Frau, die Wahrheit wissen. Ein scheinbar unlösbarer Fall, nachdem sämtliche Spuren verwischt sind und nur noch die Polizeiakten zur Verfügung stehen. Doch Poirot, den stets die psychologische Seite eines Mordes interessiert, findet andere Möglichkeiten zur Wahrheit zu gelangen, nämlich in dem er die fünf Personen, die damals unmittelbar am Tatort zugegen waren, aufsucht und um ihre Sichtweise zu dem Mord bittet. Könnten die Halbschwester von Caroline, ihre Gouvernante, die Brüder Blake und die damalige Geliebte des Malers, Elsa Greer, nicht ebenso als Täter in Frage kommen?
Ich habe diesen Krimi bereits zum zweiten Mal gelesen. Auch wenn ich mich noch erinnern konnte, wer tatsächlich den Mord an Amyas Crale verübt hatte, verschlang ich regelrecht das Buch. „Das unvollendete Bildnis" gehört in meinen Augen zu den spannendsten Poirot-Krimis, schon allein deswegen, weil es keine sinnlosen Nebenhandlungen gibt und auch gen Ende keine unbekannten Verdächtige auf der Bildfläche erscheinen, sondern deren Zahl auf Fünf beschränkt bleibt. Spätestens als die Gouvernante, Miss Williams, Poirot verrät: „Ich weiß genau, dass Caroline Crale schuldig war!", fällt es schwer dieses Buch aus den Händen zu legen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen great book, 20. November 2013
Von 
Bart P. Roelofs (regensburg, germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
I remember the time when one had to get into the car, shop around forever for something hard to find.
Not anymore. I love Amazon.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das unvollendete Bildnis - ein vollendeter Krimi, 8. Mai 2012
Von 
Anett Posner (Bundesland mit den meisten Staus) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Carla Lemarchant ist 21 Jahre alt und möchte heiraten. Doch sie kann nicht heiraten, bevor nicht die Frage geklärt ist, ob ihre Mutter, Caroline Crale, ihren Vater, den berühmten Maler und Frauenhelden, Amyas Crale, vor 16 Jahren vergiftet hat. Caroline hat den Mord an ihrem Mann nie abgestritten und sich während des gesamten Prozesses merkwürdig passiv verhalten und alle waren davon überzeugt, dass sie ihren Mann ermordet hat. Jedoch in einem letzten Brief an ihre Tochter teilt sie ihr mit, dass sie ihren Vater nicht umgebracht hat. Mit diesem Brief sucht Carla nun Hercule Poirot auf und bittet ihn, den Fall noch einmal aufzurollen. Carlas Mutter nahm sich nach der Verurteilung ein Jahr später im Gefängnis das Leben. Sie starb glücklich und zufrieden. Fünf Zeugen leben noch, die damals, zum Zeitpunkt des Todes, auf dem Grundstück Alderbury weilten. Hercule Poirot besucht und befragt sie alle und anschließend schreiben ihm alle fünf den Tathergang aus ihrer Sicht zusammenfassend auf. Und der Leser sitzt in der ersten Reihe und rätselt mehr oder weniger erfolgreich mit.

"Das unvollendete Bildnis" gehört zu meinen Agatha-Christie-Favoriten. Mir gefällt der beschriebene Tatort, Landsitz Alderbury, sehr gut und die verdächtigen Charaktere sind vielschichtig und passen hervorragend in diese Umgebung. Alles ist aufeinander abgestimmt und das Miträtseln bereitet viel Spaß, weil man jeden Beteiligten, mal mehr, mal weniger, verdächtigt. Zum Schluss bekommt der Leser nicht nur den Mörder präsentiert, sondern auch noch eine traurige Tatsache.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Queen of Crime, 4. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Broschiert)
Hercule Poirot, der grosse Privatdetektiv belgischer Abstammung, wird von einer der grössten Herausforderungen seiner glanzvollen Karriere gestellt; die junge Carla Lemarchant feuert ihn an, in einem alten und längst abgeschlossenen Fall herumzuschnüffeln. Ihre Mutter Caroline sollte damals vor sechszehn Jahren ihren Ehemann, den berühmten Maler Amyas Crale, vergiftet haben. Sie wurde dafür zur lebenslangen Haft verurteilt und war kurz danach im Gefängnis gestorben. Doch Carla glaubt nicht an die Schuld ihrer Mutter und nun muß der alte Belgier die Zeugen der damaligen Geschehnissen aussuchen und befragen. Wenn nicht Caroline Crale die Mörderin war, dann kommen nur fünf Personen in Frage: der mit dem Ehepaar befreundete Philip Blake, sein Bruder Meredith, Elsa Greer, das junge Mädchen, wegen dem Amyas seine Frau verlassen wollte; die fünfzehnjährige Carolines Halbschwester Angela Warren oder ihre weise , etwas feministisch veranlagte Erzieherin Cecilia Williams. Aus den Fetzen der Erinnerungen, Vermutungen und Lügen muß nun Poirot die Wahrheit herausgraben...
"Das unvollendete Bildnis" ist wahrscheinlich literarisch der bedeutendste Roman von Agatha Christie. Die von der Authorin geschilderte Personen wirken absolut lebendig und rufen bei den Lesern Mitleid und Verständnis hervor. Besonders gelungen sind die Figuren des verstorbenen Künstlers und seiner Frau, die langsam , beinahe gespensterisch, im Laufe der Handlung vor den Augen aufstehen und mit der Stärke ihrer Persönlichkeit die anderen Romangestalten im Schatten stehen lassen, so dass sogar der ertappte Mörder am Ende gestehen muß: "Sie sind nicht gestorben. Ich bin's". Dieses im Jahr 1943 geschriebene Buch ist ein Meisterwerk der Queen of Crime, das kaum seinesgleichen kennt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Super Krimi, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das unvollendete Bildnis (Taschenbuch)
Poirot gräbt in der Vergangenheit und kommt mit seinen grauen Zellen dem Mörder auf die Schliche. Einfach super spannender Krimi, den ich an einem Tag ausgelesen habe;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das unvollendete Bildnis
Das unvollendete Bildnis von Agatha Christie (Taschenbuch - 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen